Arbeitsklima in Behörden

Begonnen von Riya, 16.08.2026 22:39

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Tagelöhner

Zitat von: Scull in Gestern um 07:21Arbeite hier schon mehrere Jahre als Angestellter, warum noch zusätzlich sich nochmal durch einen Vorbereitungsdienst quälen.

Bitte nochmal lesen was ich geschrieben habe. Ich weiß daher nicht, warum Du dich davon angesprochen fühlst, wenn du bereits mehrere Jahre als Tarifbeschäftigter davor gearbeitet hast, und sich die Verantwortlichen der Organisationseinheit damit einen ausreichenden Eindruck der sogenannten "Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung" um im Beamtensprech zu bleiben, machen konnten, und diese Zeiten daher bei der Laufbahnbefähigung anerkennen.

Diese Fälle waren bei Quereinsteigern gerade nicht gemeint. Ich kenne Fälle von Quereinsteigern, die gerade mal ca. 1 Jahr als Tarifbeschäfigte da sind und schon verbeamtet wurden. Und das waren mitnichten die Überflieger, die man unbedingt an den Dienstherrn binden sollte. Das war bereits nach wenigen Monaten ersichtlich. Hier hat aber jeweils entsprechender Stellenbesetzungsdruck geherrscht und die Verantwortlichen waren der Personalsuche etwas überdrüssig.
Nur mit ausgeprägtem Sinn für Humor weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

Organisator

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 11:35Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Wir sind doch nicht im Preussischen Heer, oder? Ein Beamter ist weder ein besserer Mensch noch muss er zwingend einen anderen "Spirit" mitbringen. (...) Das hat aber weder etwas mit der Treue noch mit der Arbeitsleistung zu tun.

Die Treue, die von einem Beamten gefordert wird, geht noch darüber hinaus. Nämlich das Einstehen zur FGDO und das auch über das berufliche Umfeld hinaus. Und dafür sollte man schon eine andere Geisteshaltung haben als dass man den Job nur als Tausch von Geld gegen Arbeit sieht.

Landsknecht

Zitat von: Tagelöhner in 19.08.2026 09:39Kann ich bestätigen, auch wenn ich nicht auf 40 Dienstjahre zurückblicken kann, so ist es immerhin gut zweistellig. Ich würde aber auch die QE 3 hinzuzählen. Wenn man das mündliche und vor allem schriftliche Ausdrucksvermögen genauer anschaut, stellen sich einem die Nackenhaare auf. Da korrelieren dann auch gerne Anspruchsdenken und Leistungsvermögen invers  ;D

Die Qualität der Arbeit hat stark nachgelassen, sich mit komplizierten Sachverhalten in Ruhe auseinanderzusetzten und dann ohne KI noch einen strukturierten, lesbaren und stichhaltigen Vermerk (was ist das eigentlich.. :o ) zu verfassen ist mittlerweile auch in der QE 3 oftmals nicht mehr zu erwarten. Alles wird schnell hingerotzt, Hauptsache erledigt. Und mehr als drei Zeilen zu lesen, oh mein Gott. Aber viele haben bereits in jungen Jahren die Weisheit mit Löffeln gefressen und sind klare Super-Performer, aber nur in ihren Augen.
Bei Kontakten mit anderen Dienststellen konnte man sich früher fast blind auf deren fachliche Aussagen verlassen. Das kann heutzutage ein schwerer Fehler sein ;D


Aber ich will ja hier kein Jungen-Bashing veranstalten, aber das zu beobachten frustet schon ein wenig. Aber kann man eh nicht ändern ;D  Noch drei Jahre und 1 Monat... 8)

Warnstreik

Zitat von: Organisator in Heute um 09:58Die Treue, die von einem Beamten gefordert wird, geht noch darüber hinaus. Nämlich das Einstehen zur FGDO und das auch über das berufliche Umfeld hinaus. Und dafür sollte man schon eine andere Geisteshaltung haben als dass man den Job nur als Tausch von Geld gegen Arbeit sieht.

Genau die Geisteshaltung hat nichts damit zu tun: Die absolute Mehrheit der Bevölkerung steht für die FDGO ein. Oft ist es sogar strafbewährt diese FDGO torpedieren zu wollen. Ich gehe zum einen davon aus, dass jeder, der daran arbeitet diese Ordnung zu beseitigen aus dem ÖD entfernt wird und andererseits ist das ganze so dermaßen schwammig, wenn ich mir anschaue wie viele Beamte im rechten Flügel der AfD aktiv sind.

Aber am Ende: Ja, von Soldaten, Polizisten und auch Richtern erwartet man hier eine ganz bestimmte Neutralität, für die nicht jeder geschaffen ist.