Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Damocles

Hiermit könnte dann wohl ein weiterer Stein auf dem Weg zur aA aus dem Weg geräumt worden sein, wenn man den vergangenen Aussagen einiger Foristen vertrauen schenken mag:

https://m.bild.de/politik/eilmeldung-baerbel-bas-tritt-als-spd-chefin-und-arbeitsministerin-zurueck-6acc76b88c29922a61cfcb5a?t_ref=https%3A%2F%2Fnews.google.com%2F

Kority

Ja
Zitat von: Knecht in Gestern um 08:23Weil es hochbezahlte Beamte seit Jahren nicht schaffen zwischen Montag und Freitag endlich eine Lösung für die kleinen Lichter zu finden, sollen diese doch nun Mitleid haben? Ähm... Nein.

Also man hatte ja jetzt gefühlt JAHRE zeit dafür oder nicht? Selbst in der Zeit wo man noch nie leichter Daten erheben und analysieren konnte sollte dies mit genug Leuten die da dran arbeiten doch nicht länger als ein halbes Jahr dauern (Und hier würde ich sogar 3-4 Monate mehr Spielraum geben als benötigt)??

BWKA

Bärbel Bas ist zurückgetreten.

https://www.n-tv.de/politik/Baerbel-Bas-tritt-als-SPD-Chefin-und-Arbeitsministerin-zurueck-id31406749.html

Aus nachvollziehbaren persönlichen Gründen zurückgetreten. Jedoch beim Gehen nochmal Richtung CDU getreten.
Mal sehen was dieser Personalwechsel an Dynamik reinbringt.

Knecht

Zitat von: BWKA in Gestern um 08:29Bärbel Bas ist zurückgetreten.

https://www.n-tv.de/politik/Baerbel-Bas-tritt-als-SPD-Chefin-und-Arbeitsministerin-zurueck-id31406749.html

Aus nachvollziehbaren persönlichen Gründen zurückgetreten. Jedoch beim Gehen nochmal Richtung CDU getreten.
Mal sehen was dieser Personalwechsel an Dynamik reinbringt.

Wenigstens mal eine gute Nachricht

Julianx1

Zitat von: Durgi in Gestern um 08:04Geplante Sonderschicht. Wenn das hilft.

Was mir bei der ganzen Diskussion allerdings zunehmend auffaellt, ist die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier ministerielle Untaetigkeit unterstellt wird, sobald ein Ergebnis auf sich warten laesst.

Ich frage mich gelegentlich, ob wir die Menschen hinter diesen Verfahren ueberhaupt noch wahrnehmen. Da sitzen moeglicherweise auch an einem Samstag oder Sonntag Referenten, die sich durch verfassungsgerichtliche Entscheidungen arbeiten, unterschiedliche Berechnungsmodelle gegeneinander pruefen, fiskalische Auswirkungen ueber Jahrzehnte prognostizieren, rechtliche Risiken einzelner Regelungsvarianten bewerten oder mit dem BMF ueber die Finanzierbarkeit einer verfassungsrechtlich gebotenen Loesung ringen.

Man muss sich nur einmal vergegenwaertigen, was es bedeutet, eine Neuregelung zu entwickeln, die gleichzeitig das Mindestbesoldungsgebot, das Abstandsgebot, die gesamte Besoldungssystematik und moegliche Rueckwirkungen auf vergangene Haushaltsjahre beruecksichtigen muss. Und deren rechtliche Tragfaehigkeit sich im Zweifel erst Jahre spaeter in Karlsruhe erweist.

Das alles macht politische Versaeumnisse nicht ungeschehen. Es entbindet auch niemanden von der Verantwortung fuer jahrelange Verzoegerungen.

Aber zwischen der berechtigten Kritik an einem ministeriellen Ergebnis und der pauschalen Unterstellung, dort wuerde niemand ernsthaft arbeiten, liegt ein erheblicher Unterschied.

Vielleicht sollten gerade wir als Angehoerige des oeffentlichen Dienstes diesen Unterschied gelegentlich etwas bewusster wahrnehmen.

Dies sei insbesondere an diejenigen gerichtet, die mit bemerkenswerter Gewissheit beurteilen, was hinter den Tueren eines Ministeriums angeblich alles nicht geschieht.

Lieber Durgi,

Da nach dir keine Sorgen. Ich denke wir wissen alle das es nicht an den Kollegen in den Referaten liegt.

Ich selbst finde es immer bemerkenswert wie schnell Leitungsvorlagen mit einem Augenzwinkern von der Hausleitung zurückgegeben werden nachdem man Monate lang , und irrsinnige Mitzeichnungswege benötigt hat damit die Ausarbeitungen die Abteilungsebene verlassen. Schön sind auch die Geschäftsgangvermerke in der E-Akte. Wir mit einem Satz ein ganzer Gesetzgebungsvorgang bewertet wird.

Vielen Dank für eure Arbeit. Und die netten Zeilen hier immer. (Bzw. was dazwischen steht)

Rheini

Zitat von: Durgi in Gestern um 08:04Geplante Sonderschicht. Wenn das hilft.

Was mir bei der ganzen Diskussion allerdings zunehmend auffaellt, ist die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier ministerielle Untaetigkeit unterstellt wird, sobald ein Ergebnis auf sich warten laesst.

Ich frage mich gelegentlich, ob wir die Menschen hinter diesen Verfahren ueberhaupt noch wahrnehmen. Da sitzen moeglicherweise auch an einem Samstag oder Sonntag Referenten, die sich durch verfassungsgerichtliche Entscheidungen arbeiten, unterschiedliche Berechnungsmodelle gegeneinander pruefen, fiskalische Auswirkungen ueber Jahrzehnte prognostizieren, rechtliche Risiken einzelner Regelungsvarianten bewerten oder mit dem BMF ueber die Finanzierbarkeit einer verfassungsrechtlich gebotenen Loesung ringen.

Man muss sich nur einmal vergegenwaertigen, was es bedeutet, eine Neuregelung zu entwickeln, die gleichzeitig das Mindestbesoldungsgebot, das Abstandsgebot, die gesamte Besoldungssystematik und moegliche Rueckwirkungen auf vergangene Haushaltsjahre beruecksichtigen muss. Und deren rechtliche Tragfaehigkeit sich im Zweifel erst Jahre spaeter in Karlsruhe erweist.

Das alles macht politische Versaeumnisse nicht ungeschehen. Es entbindet auch niemanden von der Verantwortung fuer jahrelange Verzoegerungen.

Aber zwischen der berechtigten Kritik an einem ministeriellen Ergebnis und der pauschalen Unterstellung, dort wuerde niemand ernsthaft arbeiten, liegt ein erheblicher Unterschied.

Vielleicht sollten gerade wir als Angehoerige des oeffentlichen Dienstes diesen Unterschied gelegentlich etwas bewusster wahrnehmen.

Dies sei insbesondere an diejenigen gerichtet, die mit bemerkenswerter Gewissheit beurteilen, was hinter den Tueren eines Ministeriums angeblich alles nicht geschieht.

Meine Sicht auf diese Dinge ist, dass ich nie einen Mitarbeiter in den Ministerien jemals einen Vorwurf machen würde, nicht mit aller Kraft auf eine aA hinzuarbeiten.

Ich mache immer nur den Verantwortlichen auf Ministerebene bzw. dem DH einen Vorwurf. Dieser verzögert seit Jahrzehnten eine Lösung mit immerwährenden Begründungen die zwar die Situation beschreiben, aber in meinen Augen nicht gegen den einzelnen Beamten wirken darf.

Beispiel.

Wenn das FA von mir eine Steuerzahlung verlangt darf es und muss es dem FA egal (ja es gibt Ausnahmen die ich aber ausser Betracht lasse) sein, warum ich diese Zahlung nicht leiste. Ob mein Eheparter gerade sich eine neue Tasche gekauft hat oder die Kids eine PS 5 haben müssen, ob ich lieber mir vom Geld einen Porsche kaufen möchte usw. usw., muss dem FA egal sein.

Und so sehe ich das auch bei der aA. Eigentlich muss die jetzt gewährleistet sein und wer nun wann und wie dies aus dem Haushalt bezahlt, muss der DH halt nachgelagert organisieren (ja ich wei0 das es ein Wunschtraum ist).

Aber daraus folgert nun nicht, dass ich den Beschäftigten dies negativ anrechne. Die sind genauso unschuldig wie gerade die Tankwarte. Sie stehen leider gerade an der Front und müssen sich ungerechtfertigterweise den Unmut anhören. Max. sehe ich die Mitarbeiter als Postboten zu den höheren Etagen.


Aleko82

Zitat von: Durgi in Gestern um 08:04Geplante Sonderschicht. Wenn das hilft.

Was mir bei der ganzen Diskussion allerdings zunehmend auffaellt, ist die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier ministerielle Untaetigkeit unterstellt wird, sobald ein Ergebnis auf sich warten laesst.

Ich frage mich gelegentlich, ob wir die Menschen hinter diesen Verfahren ueberhaupt noch wahrnehmen. Da sitzen moeglicherweise auch an einem Samstag oder Sonntag Referenten, die sich durch verfassungsgerichtliche Entscheidungen arbeiten, unterschiedliche Berechnungsmodelle gegeneinander pruefen, fiskalische Auswirkungen ueber Jahrzehnte prognostizieren, rechtliche Risiken einzelner Regelungsvarianten bewerten oder mit dem BMF ueber die Finanzierbarkeit einer verfassungsrechtlich gebotenen Loesung ringen.

Man muss sich nur einmal vergegenwaertigen, was es bedeutet, eine Neuregelung zu entwickeln, die gleichzeitig das Mindestbesoldungsgebot, das Abstandsgebot, die gesamte Besoldungssystematik und moegliche Rueckwirkungen auf vergangene Haushaltsjahre beruecksichtigen muss. Und deren rechtliche Tragfaehigkeit sich im Zweifel erst Jahre spaeter in Karlsruhe erweist.

Das alles macht politische Versaeumnisse nicht ungeschehen. Es entbindet auch niemanden von der Verantwortung fuer jahrelange Verzoegerungen.

Aber zwischen der berechtigten Kritik an einem ministeriellen Ergebnis und der pauschalen Unterstellung, dort wuerde niemand ernsthaft arbeiten, liegt ein erheblicher Unterschied.

Vielleicht sollten gerade wir als Angehoerige des oeffentlichen Dienstes diesen Unterschied gelegentlich etwas bewusster wahrnehmen.

Dies sei insbesondere an diejenigen gerichtet, die mit bemerkenswerter Gewissheit beurteilen, was hinter den Tueren eines Ministeriums angeblich alles nicht geschieht.

Untätigkeit ist ein hartes Wort, sagen wir mal: kein richtiger Wille. Und ich bezweifle irgendwie, dass jemand dort Cojones wie Medizinbälle hat, um mit aller Deutlichkeit kundzutun, dass es nun mal verfassungsgemäß geboten ist und die Finanzierung dann einfach durch das Streichen gewisser Projekte gelöst werden muss!

Wenn man wirklich will, kann man ganz einfach das Einstiegsgehalt durch die Streichung der untersten Besoldungsgruppen anheben oder das gesamte Gefüge über einen kräftigen Sockel verfassungskonform hochschleusen und ehrlich gesagt kann ich das Wischi-Waschi-Gesabbel von fiskalischen Auswirkungen nicht mehr hören. Das ist eine reine Verteilungsproblematik und eindeutig kein Einnahmenproblem. Jahrelang diesen Mist vor sich herzuschieben und sich Galgenfristen zu erkaufen, fällt den Verantwortlichen halt irgendwann auf die Füße.

Daher hält sich mein Verständnis in ganz, ganz kleinen Grenzen! Ungefähr auf der Größe einer Ångström Einheit

Südwestler

Zitat von: Knecht in Gestern um 08:23Weil es hochbezahlte Beamte seit Jahren nicht schaffen zwischen Montag und Freitag endlich eine Lösung für die kleinen Lichter zu finden, sollen diese doch nun Mitleid haben? Ähm... Nein.
Tolles Oxymoron!!(hochbezahlte Beamte.....)

Camouflage62

Alles so skandalös, komme aus der Wirtschaft und so ein veraltetes System, welches nicht nach Leistung sondern nach Dienstzeit..

.. nicht nach Qualifikation, sondern Vitamin B und Connections...

.. nicht nach fairer Bezahlung, sondern mehr Leistung mehr Menge schneller, weiter, höher orientiert.

So ein Gefühl der Korruption hatte ich echt noch nie.

Wie ein Kasperletheater.

In der Wirtschaft, wurdest wenigstens für gute Leistungen belohnt..

Bekommst jedesmal die selben Ausreden, wieso du keine 8 oder 9 Punkte bekommst, von wegen Notenschlüssel und Punktevergabe..

Bekommen aber die weiblichen Kräfte, jedes Jahr Ihre 8-9 Punkte und verschwinden mit diesen 3-5 Jahre in Elternzeit.

Also ich versuche mich immer damit zu vertrösten, dass ich sage, der Recht schaffende gewinnt am Schluss, halte durch..

Man wird sich schon was denken dabei...

Mittlerweile ist der Beruf auch nicht mehr so entspannt wie vor Jahrzehnten...

Es werden von der Referatsleitung vergleiche mit der WIrtschaft gemacht.

Also ich für mich, der Leistungsträger ist, überqualifiziert ist, habe echt langsam die Nase voll.

Man wirbt mit Sicherheit im Beruf.

So unsicher ist der Job in der WIrtschaft, wenn man sich nicht dumm anstellt, auch nicht.

Die Bezahlung ist ein Witz.

War beim Foodtruck aushelfen und die verdienen 3000 Netto für 3 Stunden Fahrt am Tag und 4 Stunden Ausgabe ohne Kasse. Bissle Putzen(Nachbereitung).

Kann mir gut vorstellen, bzw hoffe einfach, dass man jetzt die Leute etwas rausekeln will und bald die Aa dann Ihren Lauf nimmt, da man ja neue Arbeitskräfte locken will.

Oder der mittlere Dienst wird durch IT abgelöst. Anders kann ich mir es nicht erklären.

Es ist einfach nur frustrierend. Tarifergebnisse nicht einmal umgesetzt.

Wartest seit 2 Monaten Auf deinen EStB, dass du mal was locker hast zum Klamotten holen oder einen Wochenendausflug, nachdem du die Hälfte für offene Rechnungen brauchst.

Also A7 mit Kind. Aber ja laut Medien bin ich ja Gutverdiener.

Jeden Tag Kaviar und Dom Peignon..

GoodBye

Wir lernen:

Wer auf hohen Felgen sitzt, sollte nicht um Verständnis bitten  ;D
,,Heute kennt man von allem den Preis, von nichts den Wert." Oscar Wilde

,,Wer die Menschen betrügen will, muss das Absurde plausibel machen." Johann Wolfgang von Goethe

tunnelblick

Vielen Dank für deine und eure Arbeit.
Ich bin auch immer wieder überrascht, wie man als Beamter mit ein bisschen Berufserfahrung nicht verstehen kann, wie der gesamte Apparat funktioniert und operiert. Der Frust über die Besoldung sollte nicht bedeuten, dass man keine Empathie mehr für Menschen hat, die tagtäglich mit hochkomplexen Themen zu tun haben, auch wenn sie von außen simpel erscheinen mögen.
Ich bin mir bewusst, dass nur weil man etwas nicht direkt "sieht", dass nicht bedeutet, dass es nicht passiert. Oder auch wie viel Arbeit "verbrannt" wird, weil man sich politisch auf einmal anders entscheidet. Davon hört man nur in der Öffentlichkeit nichts.

Hoffen wir also, dass die Zusatzschichten von euch uns allen helfen.

Zitat von: Durgi in Gestern um 08:04Geplante Sonderschicht. Wenn das hilft.

Was mir bei der ganzen Diskussion allerdings zunehmend auffaellt, ist die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier ministerielle Untaetigkeit unterstellt wird, sobald ein Ergebnis auf sich warten laesst.

Ich frage mich gelegentlich, ob wir die Menschen hinter diesen Verfahren ueberhaupt noch wahrnehmen. Da sitzen moeglicherweise auch an einem Samstag oder Sonntag Referenten, die sich durch verfassungsgerichtliche Entscheidungen arbeiten, unterschiedliche Berechnungsmodelle gegeneinander pruefen, fiskalische Auswirkungen ueber Jahrzehnte prognostizieren, rechtliche Risiken einzelner Regelungsvarianten bewerten oder mit dem BMF ueber die Finanzierbarkeit einer verfassungsrechtlich gebotenen Loesung ringen.

Man muss sich nur einmal vergegenwaertigen, was es bedeutet, eine Neuregelung zu entwickeln, die gleichzeitig das Mindestbesoldungsgebot, das Abstandsgebot, die gesamte Besoldungssystematik und moegliche Rueckwirkungen auf vergangene Haushaltsjahre beruecksichtigen muss. Und deren rechtliche Tragfaehigkeit sich im Zweifel erst Jahre spaeter in Karlsruhe erweist.

Das alles macht politische Versaeumnisse nicht ungeschehen. Es entbindet auch niemanden von der Verantwortung fuer jahrelange Verzoegerungen.

Aber zwischen der berechtigten Kritik an einem ministeriellen Ergebnis und der pauschalen Unterstellung, dort wuerde niemand ernsthaft arbeiten, liegt ein erheblicher Unterschied.

Vielleicht sollten gerade wir als Angehoerige des oeffentlichen Dienstes diesen Unterschied gelegentlich etwas bewusster wahrnehmen.

Dies sei insbesondere an diejenigen gerichtet, die mit bemerkenswerter Gewissheit beurteilen, was hinter den Tueren eines Ministeriums angeblich alles nicht geschieht.

abi

Zitat von: Durgi in Gestern um 08:04Geplante Sonderschicht. Wenn das hilft.

Was mir bei der ganzen Diskussion allerdings zunehmend auffaellt, ist die Selbstverstaendlichkeit, mit der hier ministerielle Untaetigkeit unterstellt wird, sobald ein Ergebnis auf sich warten laesst.

Ich frage mich gelegentlich, ob wir die Menschen hinter diesen Verfahren ueberhaupt noch wahrnehmen. Da sitzen moeglicherweise auch an einem Samstag oder Sonntag Referenten, die sich durch verfassungsgerichtliche Entscheidungen arbeiten, unterschiedliche Berechnungsmodelle gegeneinander pruefen, fiskalische Auswirkungen ueber Jahrzehnte prognostizieren, rechtliche Risiken einzelner Regelungsvarianten bewerten oder mit dem BMF ueber die Finanzierbarkeit einer verfassungsrechtlich gebotenen Loesung ringen.

Man muss sich nur einmal vergegenwaertigen, was es bedeutet, eine Neuregelung zu entwickeln, die gleichzeitig das Mindestbesoldungsgebot, das Abstandsgebot, die gesamte Besoldungssystematik und moegliche Rueckwirkungen auf vergangene Haushaltsjahre beruecksichtigen muss. Und deren rechtliche Tragfaehigkeit sich im Zweifel erst Jahre spaeter in Karlsruhe erweist.

Das alles macht politische Versaeumnisse nicht ungeschehen. Es entbindet auch niemanden von der Verantwortung fuer jahrelange Verzoegerungen.

Aber zwischen der berechtigten Kritik an einem ministeriellen Ergebnis und der pauschalen Unterstellung, dort wuerde niemand ernsthaft arbeiten, liegt ein erheblicher Unterschied.

Vielleicht sollten gerade wir als Angehoerige des oeffentlichen Dienstes diesen Unterschied gelegentlich etwas bewusster wahrnehmen.

Dies sei insbesondere an diejenigen gerichtet, die mit bemerkenswerter Gewissheit beurteilen, was hinter den Tueren eines Ministeriums angeblich alles nicht geschieht.

Die Frage stellt sich für mich, warum es an der Basis unruhig wird.

Das was im Geschäft nach und nach fehlt ist die (neutrale) Analyse und die dann folgende Bewertung der Analyse mit den entsprechenden Veränderungen in der Ausrichtung. Das nehme ich nach und nach in der Politik aber auch in den eigenen Häusern wahr. Aber das ist eine eigene Geschichte.

Was wir m.E. hier sehen ist (im kleinen auch an der Schule meines Kindes wahrnehmbar) eine katastrophale Kommunikation. Die aufgestaute Wut wird dann dort abgebaut, wo (sichtlich) der nächste Anknüpfpunkt gefunden wird. Gut wäre hier wieder auf die Gewaltenteilung zurückzukommen. Legislative und Exekutive in diesem Fall, wobei die Legislative die Rahmen für den Gesetzentwurf vorgibt und die Exekutive damit beauftragt einen (nach den Vorgaben Legislative und Judikative) Entwurf zu basteln. Im BMI sind zahlreiche Profis (Juristen) vorhanden, zaubern gehört jedoch nicht in ihr Portfolio. Damit ist die Erarbeitung eines Entwurfs (sehr) aufwendig. Hierzu einen Dank an die Entsprechenden Mitarbeiter.

Die Suppe wird jedoch von der Legislative versalzen, nicht durch die juristischen Kniffe (ein Gesetzentwurf verlässt das Parlament niemals in der Fassung wie vom federführenden Ministerium als Referentenentwurf eingebracht), sondern von der fehlenden Kommunikation. Würde ein klarer Zeitplan vorliegen (auf der Website des BMI sind nicht mal die Verbände-Stellungnahmen zum letzten Entwurf veröffentlicht), u.a. auch mit dem aktuellen Stand der AA, wäre das Frustpotential wesentlich geringer. Aufgabe wäre dann die Zeitpläne auch in etwa einzuhalten. Dadurch wäre wieder "Vertrauen" aufzubauen.

Kurzum, kein Hinhalten sondern ein konkreter Zeitplan wäre ein Instrument um dem wachsendem Frust der Bundesbeamten entgegenzuwirken.
Der frühe Vogel fängt den Wurm - aber - nur die zweite Maus bekommt den Käse!

OnkelU

Zitat von: Knecht in Gestern um 08:29Wenigstens mal eine gute Nachricht
ich kann gar nicht so will essen, wie ich kotzen möchte. Auch Durgi hat es in einem anderen Kontext schon ähnlich gesagt:
hinter all den Posten und Aufgaben stehen Menschen.
Auch wenn ich Frau Bas weder persönlich kenne noch ihre politischen Meinungen teile, empfinde ich tiefes Mitgefühl mit ihr. Als ,,Gute Nachricht" kann ich ihren Rücktritt in diesem Kontext als allerletztes bezeichnen.

Südwestler

Zitat von: Camouflage62 in Gestern um 08:57Alles so skandalös, komme aus der Wirtschaft und so ein veraltetes System, welches nicht nach Leistung sondern nach Dienstzeit..

.. nicht nach Qualifikation, sondern Vitamin B und Connections...

.. nicht nach fairer Bezahlung, sondern mehr Leistung mehr Menge schneller, weiter, höher orientiert.

So ein Gefühl der Korruption hatte ich echt noch nie.

Wie ein Kasperletheater.

In der Wirtschaft, wurdest wenigstens für gute Leistungen belohnt..

Bekommst jedesmal die selben Ausreden, wieso du keine 8 oder 9 Punkte bekommst, von wegen Notenschlüssel und Punktevergabe..

Bekommen aber die weiblichen Kräfte, jedes Jahr Ihre 8-9 Punkte und verschwinden mit diesen 3-5 Jahre in Elternzeit.

Also ich versuche mich immer damit zu vertrösten, dass ich sage, der Recht schaffende gewinnt am Schluss, halte durch..

Man wird sich schon was denken dabei...

Mittlerweile ist der Beruf auch nicht mehr so entspannt wie vor Jahrzehnten...

Es werden von der Referatsleitung vergleiche mit der WIrtschaft gemacht.

Also ich für mich, der Leistungsträger ist, überqualifiziert ist, habe echt langsam die Nase voll.

Man wirbt mit Sicherheit im Beruf.

So unsicher ist der Job in der WIrtschaft, wenn man sich nicht dumm anstellt, auch nicht.

Die Bezahlung ist ein Witz.

War beim Foodtruck aushelfen und die verdienen 3000 Netto für 3 Stunden Fahrt am Tag und 4 Stunden Ausgabe ohne Kasse. Bissle Putzen(Nachbereitung).

Kann mir gut vorstellen, bzw hoffe einfach, dass man jetzt die Leute etwas rausekeln will und bald die Aa dann Ihren Lauf nimmt, da man ja neue Arbeitskräfte locken will.

Oder der mittlere Dienst wird durch IT abgelöst. Anders kann ich mir es nicht erklären.

Es ist einfach nur frustrierend. Tarifergebnisse nicht einmal umgesetzt.

Wartest seit 2 Monaten Auf deinen EStB, dass du mal was locker hast zum Klamotten holen oder einen Wochenendausflug, nachdem du die Hälfte für offene Rechnungen brauchst.

Also A7 mit Kind. Aber ja laut Medien bin ich ja Gutverdiener.

Jeden Tag Kaviar und Dom Peignon..
Genau!
Das ist auch der Grund dafür, dass drei der 40 Ceos der Dax Konzerne Frauen sind!
Und jeder fünfte Vorstand einem Netzwerk der Drei großen Unternehmensberaterfirmen entspringt.
Also nur nach Qualifikation und keinerlei Korruption in der deutschen Wirtschaft...Du hast Recht

Maximus

Wie habe ich die Nachricht von Durgi (zwischen den Zeilen) zu verstehen? Wird jetzt zeitnah doch ein neuer Entwurf veröffentlicht?

Der Bund will zu der Gruppe der Spitzenbesolder gehören. Insofern müsste der Bund den Abstand zur Brandenburger Besoldung zumindest deutlich verkürzen.

Ich bin gespannt...