Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in 23.10.2026 11:48Jetzt schon und man sie nicht getraut hat eine Bürgerversicherung zu Manifestieren.

Ich kürze das mal ab: Ich kenne die historische Herleitung, nichtsdestotrotz bleibt es bei dem Punkt von dir, den ich hervorgehoben habe. Aus meiner Sicht gibt es keinerlei Rechtfertigung für derartige Ungleichbehandlungen. Es ist genauso absurd Menschen unterschiedliche Rechte, Pflichten und Einschränkungen bezüglich der Sozialversicherungen aufzuerlegen (neben der Krankenkasse betrifft das auch die Rente oder die Arbeitslosenversicherung) wie auch Gesetze nach Geschlecht zu erlassen, aber das ist nochmal ein anderes Thema. Und wenn das aus Bismarks Zeit kam, dann ist es doch jetzt endlich mal Zeit das ganze zu modernisieren und (aus meiner ahnungslosen Sicht) Grundgesetztauglich zu machen.

MoinMoin

Wenn es nicht GG tauglich wäre, dass es eine GKV-Pflichtversicherung und eine monetäre Zugangsgrenze gibt, dann würde der Gesetzgeber den Zugang zur PKV für alle öffnen und alles wäre palletti. (so wie die 2.Gruppe, die Selbstständigen, es schon immer hatten)
Jeder darf für sich auswählen wo er rein will, aber dann muss man die rosinenpickerei unterbinden und festlegen, dass man dann auch lebenslang in dem einmal gewähltem System bleiben muss.
(Zum Glück wurde dies für die älteren inzwischen umgesetzt, wo früher die Alten zurück in die GKV gegangen sind, wenn ihnen die PKV zu teuer wurde, weil sie weniger verdienen und der AG/RV nicht die vollen 50% zahlt)
Alternative SVPfklichtige heißt GKVpflichtige für alle.

Ob ein Abschaffung der PKV Vollversicherung GG konform wäre eine andere Frage.

Am Ende ist die Frage: Welcher der beiden System will man durchdrücken?

Ich habe das Gefühl, dass es beim PKV Bashing alleinig darum geht, dass diese eher Termine bekommen.
(und das hier alleinig die KäV versagen und die PKV damit nichts zu tun hat und man immer wieder auf die Falschen mit dem Finger zeigt, habe ich schon mehrfach dargelegt.)
Wenn es eine GKV Pflicht für alle gibt, dann wird es sicherlich auch irgendwann eine Priority Line für die mit der Zusatzversicherung geben.

Also ich finde es auch komplett falsch, dass es SVler gibt die in die PKV können, das gehört als erste abgeschafft (und wird von der Politik indirekt durch die Anhebungen der Zugangsgrenzen auch gemacht).
Ob man Selbstständige dazu zwingen kann in die GKV zu gehen....
Ob man das Beihilfesystem umbauen kann....

Da mir keine erfolgreiche Klagen bekannt sind, denke ich jedoch, dass diese Unterscheidung (insbesondere zwischen Beamte und Angestellte) GG konform ist.

Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:12Wenn es nicht GG tauglich wäre, dass es eine GKV-Pflichtversicherung und eine monetäre Zugangsgrenze gibt, dann würde der Gesetzgeber den Zugang zur PKV für alle öffnen und alles wäre palletti. (so wie die 2.Gruppe, die Selbstständigen, es schon immer hatten)

Ja, das würde der Gesetzgeber. Aber nicht weil es sinnvoll oder grundgesetzgerecht wäre, sondern weil Banken und Versicherung dafür sorgen würden, dass das genauso passiert.

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:12Jeder darf für sich auswählen wo er rein will, aber dann muss man die rosinenpickerei unterbinden und festlegen, dass man dann auch lebenslang in dem einmal gewähltem System bleiben muss.
(Zum Glück wurde dies für die älteren inzwischen umgesetzt, wo früher die Alten zurück in die GKV gegangen sind, wenn ihnen die PKV zu teuer wurde, weil sie weniger verdienen und der AG/RV nicht die vollen 50% zahlt)
Alternative SVPfklichtige heißt GKVpflichtige für alle.

Da bin ich absolut bei dir. Schon heute könnte man problemlos ein Opt-Out für die GKV einführen, welches dauerhaft ist. Hier könnte man z.B. bei PKV-Tarifen eine Pflichtkomponente einführen, die Arbeitslosigkeit oder ähnliches absichert. Dann wird der Tarif so teuer wie er sein müsste, die GKV hat das nämlich drin.

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:12Ob ein Abschaffung der PKV Vollversicherung GG konform wäre eine andere Frage.

Wieso sollte das GG-widrig sein? Schon jetzt ist der Großteil der Bevölkerung aktiv ausgeschlossen - egal ob sie wollen oder nicht. Ist das nicht viel mehr GG-widrig?



Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:12Ich habe das Gefühl, dass es beim PKV Bashing alleinig darum geht, dass diese eher Termine bekommen.
(und das hier alleinig die KäV versagen und die PKV damit nichts zu tun hat und man immer wieder auf die Falschen mit dem Finger zeigt, habe ich schon mehrfach dargelegt.)
Wenn es eine GKV Pflicht für alle gibt, dann wird es sicherlich auch irgendwann eine Priority Line für die mit der Zusatzversicherung geben.

Das ist ein Punkt (der von den PKVen sicher gerne genommen und auch aktiv unterstützt wird), aber den Grundpunkt habe ich schon vorher genannt: Es ist schlicht die Ungleichbehandlung von Menschen. Die einen dürfen, die anderen müssen, die anderen dürfen nicht, die nächsten haben die freie Wahl. Dazu konnen die PKVen Cherrypicking machen: Jung, gesund und dadurch günstig. Alle anderen werden direkt wieder in das (von anderen!) solidarisch finanzierte Gemeinschaftssystem geschoben. Wirds jemandem zu teuer oder läuft mal was falsch im Leben? Der eine tritt kurz beruflich kürzer, der andere springt direkt wieder unter die warme Decke der solidarischen Systeme. Ohne jedoch die enormen Ersparnisse aus jungen und gesunden Jahren nachzuzahlen.

Zur priority line: Da es das jetzt schon nicht geben dürfte, wird es das später auch eher nicht geben, wenn die Abrechnung über ein System passierte. Aber selbst wenn es das geben würde: Dann hat zumindest jeder seinen Anteil geleistet und kann darüberhinaus entscheiden wie viel seines Geldes im Add-Ons wert wären. Für mich deutlich fairer als das jetzige System.

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:12Also ich finde es auch komplett falsch, dass es SVler gibt die in die PKV können, das gehört als erste abgeschafft (und wird von der Politik indirekt durch die Anhebungen der Zugangsgrenzen auch gemacht).
Ob man Selbstständige dazu zwingen kann in die GKV zu gehen....
Ob man das Beihilfesystem umbauen kann....

Na klar kann man die zwingen - passiert bei Landwirten und Künstlern jetzt schon. Außerdem: Wieso soll ich Angestellte "zwingen" können und selbstständige nicht? Wieso sollte ich Angestellte zwingen können und Beamte nicht? Deinen Ansatz finde ich grundweg falsch - Ich kann doch nicht eine eh schon benachteiligte Gruppe noch viel mehr benachteiligen (auch wenns verständlich ist) damit die Ungleichheit noch größer wird? Wenn ich mehrere Systeme haben muss ich jedem dieses jedem Bürger zur Verfügung stellen. Dazu würde ich für jeweils 10 Versicherte einen Bürgergeldempfänger (kostenlos) in die PKV schieben und PKVen analog der Gesetzlichen Kassen an der Krankenhausfinanzierung beteiligen. Am Ende darf man noch darüber streiten, ob es einen Grundtarif geben sollte, bei dem sich jeder auch ohne Gesundheitsprüfung versichern darf.

Am einfachsten - und sicher auch nicht unlukrativ - wäre eine Bürgerversicherung (oder meinetwegen eine Kopfpauschale) und ein breiter Strauß an privaten Zusatzpolicen.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 23.10.2026 08:09Du machst dich immer lächerlicher.

Denn bevor man solche reden schwingt, sollte man sich mal lieber drüber schlau machen wie es im richtigem Leben abläuft.
Durch durchlesen des Vertragstextes wirst auch du nicht wissen, was aktuell als medizinisch notwendig anerkannt ist.
Du musst um sicher zu sein, ob etwas mit deiner Versicherungspolice gedeckt ist nicht nur einmalig den Text lesen, sondern konstant verfolgen, was Phase ist.
Und bei zahnärztlichen Behandlungen kann man sicherlich vorher mit der KV klären, ob die Behandlung gedeckt ist, bei früherkennungsmassnahmen auch, aber wenn man auf dem Stuhl sitzt und der Arzt dir eine Behandlung vorschlägt, dann wirst auch du nicht in der Lage sein zu wissen, ob es zu 100% von deine individuellen KV bezahlt wird, der Arzt auch nicht und dann.....
und dann gehst du Schlaumeier raus aus der Behandlung und forderst deinen Arzt auf dir erstmal eine Beschreibung mitzugeben, damit du dies bei der Beihilfe/KV einreichen kannst und 4 Wochen später immer noch nicht weißt, was bezahlt wird...

hihi lach mich scheckig

Und abermals, die PKV ist nicht für jeden Menschen in jeder Situation günstiger als die GKV....
(ich behaupte, dass sie für die Mehrheit der Rentner/Pensionäre teurer ist als eine GKV)
aber das du undifferenziert redest hatte wir ja schon....


Der einzige Unterschied ist, dass jeder Angestellte in die GKV könnte.
Bei Beamten auch alle, was natürlich beim Bund und in 5 Bundesländern teuer wäre, da AG+AN Anteil bezahlt werden müsste... aber in 11 Bundesländern würde man genau wie die Angestellten behandelt werden.

In die PKV ist es heutzutage nahezu unmöglich.


Ich habe auch nie behauptet, dass es für jeden günstiger ist?!
Ich beziehe mich hier eigentlich immer ab A9 aufwärts (zweite Laufbahngruppe, 1. oder 2. Einstiegsamt).
Und da ist es zu großen Teilen definitiv so.

Und bei den Pensiönären ist es meistens auch nicht so heftig, weil die Beihilfe (überall?) zumindest in den meisten Fällen auf 70 % erhöht wird.

Es ist also eine Einbahnstraßenregelung. Leute, die 83 k verdienen, gehören jetzt wohl nicht zu den ärmsten der Gesellschaft, dürfen dann über 550 Euro blechen und haben keinen anderen Ausweg.

Wenn die Politik es endlich mal schaffen würde, dass diese Ungleichbehandlung bei der Terminvergabe aufhören würde, wäre das auch alles nur halb so schlimm.
Das ist das, was einfach bodenlos ist.


Naja du bist ja scheinbar auch so, dass du mit Anfang 50, als du noch hättest wechseln können, die lieber die 200 Euro PKV (meine ich, dass du den Betrga mal sagtest) gegönnt hast als schön bei der BBG mehr als das doppelte abzudrücken und dafür schlechter Termine zu bekommen.
Du wirst es ja nicht ohne Grund gemacht haben, nicht zurückzuwechseln. Bis 55 ist es nicht möglich.


Nun ja, dann muss man sich halt schlau machen, was medizinisch geboten ist. Das muss ich im Übrigen auch bei sämtlichen Zusatzversicherungen machen, weil man sonst auch die böse Überraschung erlebt.... man reicht es ein und es heißt "das übernehmen wir nicht"

Aber in deinem Fall sparst du schon jeden Monat 300 Euro, so dass, selbst wenn es dann mal einmal dumm laufen würde und du etwas selbst zahlen müsstest, wohl trotzdem nicht zu einem Minus in der Gesamtbetrachtung kommt.

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 23.10.2026 08:13Dass du weder Kenntnis von der Telefonnummer und dem Verfahren hast sagt ne Menge aus .....
Warum beantwortest du die Frage nicht einfach?

Wenn das so bekannt ist, warum wird das nicht lange gemacht?! Alle reden und schreiben über die Unterschiede. Dann hätten die Politiker, die das (angeblich) auch stets beklagen, doch da schon lange mal Druck machen können?!

Aber Fritze Merz hat ja scheinbar erst vor ein paar Wochen davon erfahren, dass es eine solche Ungleichbehandlung gibt.


KlammeKassen

#1460
Zitat von: ohjeee in 23.10.2026 12:30Du hast so wenig Ahnung von allem, das tut echt weh.

Meine PKV erstattet gar nichts an den Arzt, es sei denn, ich lasse vorher eine Kostenübernahme/Direktabrechnung von meiner PKV genehmigen, bspw. bei größeren OPs/KH-Aufenthalten.
Die Rechnung kommt immer direkt zum Patienten und der muss grds. direkt vorstrecken, in deinem Beispiel also die kompletten 10k €, reicht diese dann 1x bei der Beihilfe ein, 1x bei der PKV und wartet dann Wochenlang, bis er die Auslagen erstattet bekommt. Dann streicht womöglich die Beihilfe irgendwelche Sachen heraus und überweist nur 4.300€, dann bleibst du auf den 700€ sitzen. Wohl dem, der zusätzlich(!) einen Beihilfeergänzungstarif abgeschlossen hat, die aber auch nciht immer zahlt, sondern nur das, was grds. von der Beihilfe übernommen würde (aber aus welchen Gründen auch immer nicht komplett getragen wurde). Der ist aber in deinen behaupteten 250€-Tarifen nicht mit drin.
Von meinem Dienstherren erhalte ich exakt 0€ überwiesen. Die Kollegen in der Kasse lachen mich aus, wenn ich denen eine private, nicht dienstliche, Arztrechnung auf den Tisch lege.

Und zu deinem letzten Punkt: 2.000 Netto hat nicht jeder Angestellte!
ja ne, is klar. ich gehe aber auch stark davon aus, dass der Beamte, selbst im einfachen Dienst, keinen Mindestlohn-Job ausübt, denn der allein sind schon ca. 1.750 Netto im Monat.
Die niedrigste EG-Gruppe im TVöD, EG2 ist in Stufe 2 bereits bei den 2.000 € Netto. Wenn dein Beispiel-A3-Beamter also nicht gerade als verbeamtete Reinigungs- oder Küchenaushilfskraft arbeitet, ist dein "Argument" mal wieder einfach nur Bullshit. Btw: der EG2/2-Kollege zahlt dann gerade mal etwas über 250€ für seine KV.

Und abschließend zu deinem Vorwurf, du würdest ja doch alles genau mit Quellen etc untermauern: Ein Zeitungsartikel ist keine Ursprungsquelle, ein Gewerkschafts- oder Versicherungsartikel genausowenig. Es hatten hier schon mehrere Forenschreiben auf dein Verhalten hingewiesen, du kannst es aber einfach nicht sein lassen und fühlst dich immer im Recht, hast bis heute kein Prozentrechnen verstanden, bist in einer Tour beleidigend, spaltend und schreibst offenbar nur um des Sshreibens Willen, hauptsache auf "Zitieren" geklickt. Stichhaltig sind die wenigsten Beiträge von dir.

Eine Antwort kannst dir sparen, bist jetzt auf der Ignorieren-Liste, werde dein Gesabbel nicht länger lesen. Einfach unerträglich.

Im Einzelhandel bist du in der Regel bei 1.700 - 2.000 Euro netto.

Aber Rheini konnte mir auf Nachfrage auch nie sagen, ob er weiß, was die Leute netto verdienen....
Da fehlt einfach das Gefühl dafür, was netto wirklich übrig bleibt.

Und ganz ehrlich. Du bist in dem anderen Beitrag, wo du meintest, auch auf zehnfache Nachfrage nicht drauf eingegangen, was falsch gerechnet würde.

Das ist provozierend, beleidigend, trollend. Jemandem zu sagen, dass er nicht rechnen könne und dabei nicht einen einzigen Beweis für eine falsche Rechnung aufbringen können. Das ist unerträglich.

Sagst zu den Kollegen bestimmt auch immer "das ist falsch", Kollege "warum ist das falsch?" Du "das ist falsch" und gehst wieder.....
Unfassbar.

Naja zu behaupten, dass es immer Gehalterhöhungen gibt, nur weil der Zusatzbeitrag steigt, ist wohl auch etwas daneben.

Du musst einfach mal aus deiner Opferrolle rauskommen "Ich werde so vom Dienstherren verarscht, weil ich nicht amtsangemessen alimentiert werde, meine Kollegen, die dieselben Aufgaben machen, verdienen netto zwar weniger, sind GKV versichert, kriegen nach 6 Wochen Erkrankungen kein volles Gehalt mehr, kriegen deutlich weniger Rente. Trotzdem bin ich der, der hier ja verarscht wird."

Und da du, afaik aus Baden-Württemberg kommst, kannst du easy in die GKV gehen (oder hattest zumindest bei Einführung die Gelegenheit dazu). Du wirst dir aber wohl aufgrund der günstigeren Zahlung und/oder Vorteile bei Terminen die PKV bewusst gegönnt haben.

Der A3 Kollege dürfte in der Regel nicht über die krasseste Ausbildung verfügen. Im EInzelhandel hat man Verkäufer gelernt. Also was ist daran Bullshit?

A3 ist doch meistens sowas wie Pförtner o.ä. gewesen... gibt es in der Praxis doch ohnehin nicht mehr, vielleicht noch ein paar ältere auslaufende.

Ich habe extra A3 niedrigste Stufe genommen, um zu zeigen, dass da mindestens 2.000 Euro übrig bleiben. Wenn ich jetzt A4 oder A5 genommen hätte, wäre es eher noch mehr.

Es ist also kein Bullshit, sondern noch eine sehr nette Betrachtung, die schon das geringstmögliche Einkommen zeigt, dass in der Praxis nichtmal mehr wirklich vorkommt.....

Wer hat mich denn noch darauf hingewiesen?
Es bist eigentlich immer nur du, der ständig sich getriggert fühlt... warum auch immer?! Unzufriedenheit?!
Weil ich nach Nachweisen frage, die du immer nicht liefern willst?!


KlammeKassen

Zitat von: SantaClaus in 23.10.2026 11:33Armut beginnt ab 1.446 Euro mtl. Da ist man mit nichtmal 600€ mehr im Monat, als Amtsträger, gar nicht mal so weit weg von. Vielleicht mal ein Realitätscheck, dass ein Beamter vielleicht doch näher an der Armut dran ist, als am Reichtum oder an der Mittelschicht. Aber wer kennt es nicht mit 2.000€ Netto 5.000€ Arztrechnung vorstrecken, gar kein Problem  ;D

Das war nun auch wirklich das "Geringste Beispiel". Wie viele A3er gibt es denn noch? Wird sowas aktiv noch eingestellt?

Auf kommunaler Ebene wird ohnehin nur noch ab gehobenen Dienst ausgebildet (also A9), früher gab es noch mittleren Dienst ab A6, das gibt es glaube ich beim Finanzamt noch, dürfte aber auch abnehmen sein oder nicht? Kommunal gibt es diese Laufbahn (1. Einstiegsamt, 2. Laufbahngruppe) nicht mehr.
Kann beim Bund aber anders sein; zeigt nur auf, dass es an Bedeutung verliert. Dürfte kaum eine Rolle spielen.

Wie der Quelle entnommen werden kann, spielt A3-A5 nahezu gar keine Rolle mehr.
A6- A8 auch relativ wenig, ist aber noch vertreten, ab A9 dann deutlich mehr.

https://www.dbb.de/fileadmin/user_upload/globale_elemente/pdfs/2026/Monitor_oeffentlicher_Dienst-2026__5_.pdf


Musst aber gucken, ob die Quelle vernünftig ist, weil sie von einer Gewerkschaft stammt. Ohjeee würde der daher wahrscheinlich nicht trauen

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 23.10.2026 13:50und was willst du uns damit sagen?Ich kann da keine Erkenntnisse oder Belege in diesen Seiten finden.
insbesondere bist du immer noch ein Beleg schuldig, dass der Beamte weniger für seine ärztliche Absicherung bezahlt als der PKV Angestellte.

Was ich dir damit sagen will?

Wenn du dir es merken konntest, ging es die ganze Zeit hier um Stellen, die von Beamten und Angestellten gleicherma0en ausgeübt werden. Und es war hier immer so von den Bereichen A9 aufwärts die Rede.
Damit bist du eben dann in diesem Bereich, in dem du günstiger dabei bist.


Findest du es nicht etwas sehr weit hergeholt, dass du einen Vergleich aus dem Rechner heranziehst und meinst, dass das das bessere Argument ist als die Aussagen aus mehreren Texten. NAtürlich stimmt das nicht für 100 %.
Wer als Beamter starke Vorerkrankungen hat oder schon sehr alt ist bei Verbeamtung, wird wahrscheinlich auch mit der GKV besser fahren, das habe ich auch nie abgestritten.

https://beamtenservice.de/kosten-private-krankenversicherung-beamte/

Diese Quelle ist deiner Meinung nach also schlechter als ein Vergleich mit Check 24.

Da steht eben das, was ich sage:
"Beamte profitieren durch ihren Beihilfeanspruch im Vergleich zu Angestellten und Selbstständigen von niedrigeren Kosten für eine Private Krankenversicherung. Wie hoch der monatliche Beitrag für eine PKV für Beamte ausfällt, hängt vom individuellen Beihilfesatz, Einstiegsalter, Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen ab. Wir zeigen anhand von konkreten Beispielen, was eine Private Krankenversicherung für Beamte im Einzelfall kostet.

    Wie unsere Rechenbeispiele für verschiedene Beamtenberufe zeigen, sind die Beitragskosten für Beamte in der PKV weitaus niedriger als bei Angestellten oder Selbstständigen.
    Bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung sollten die Kosten KEIN relevantes Auswahlkriterium sein. Denn die günstigsten Tarife zählen gewiss in ein paar Jahren zu den teuersten.

Warum ist die private Krankenversicherung für Beamte günstiger?

Der zentrale Grund, warum die private Krankenversicherung für Beamte deutlich günstiger ist als für Angestellte oder Selbstständige, liegt im Beihilfeanspruch. Der Dienstherr übernimmt je nach Status, Familienstand und Bundesland zwischen 50 und 80 Prozent der anfallenden Krankheitskosten.

Beamte müssen daher nicht den vollständigen Krankenversicherungsschutz absichern, sondern lediglich den verbleibenden Restkostenanteil. Die private Krankenversicherung kalkuliert folglich nur diesen Teil, was wiederrum die monatlichen Beiträge deutlich reduziert. Je höher der Beihilfesatz, desto geringer der PKV-Beitrag.
Wer zahlt die private Krankenversicherung bei Beamten?

Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zahlen Beamte grundsätzlich selbst. Im Gegensatz zu Angestellten gibt es keinen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung. Die finanzielle Entlastung erfolgt stattdessen über die Beihilfe, die im Leistungsfall einen Großteil der Krankheitskosten übernimmt.

Dadurch bleibt der tatsächlich zu versichernde Anteil gering, sodass sich trotz vollständiger Eigenzahlung des Beitrags insgesamt deutlich niedrigere Kosten ergeben als bei einer gesetzlichen Krankenversicherung ohne Beihilfeanspruch."


Warum sollten diese dargestellten Beispiele nun schlechter sein als deine Beispiele?


Aber gerne auch noch diese Quelle:

https://www.privat-patienten.de/beamte/wie-hoch-sind-die-beitraege-fuer-beamtinnen-und-beamte-in-der-privaten-krankenversicherung/

Ich hoffe, dass ich mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehne: Aber wenn jemand wissen muss/müsste, was die Patienten in der PKV bezahlen, dann doch eben wohl der Verband der privaten Krankenversicherung oder nicht?

"Wie hoch sind die Beiträge für Beamte in der Privaten Krankenversicherung?
Als Beamtin oder Beamter profitieren Sie in der PKV nicht nur von hervorragenden Leistungen, sondern aufgrund Ihres Beihilfeanspruchs auch von vergleichsweise geringen Beiträgen.
August 2024

Mit der individuellen Beihilfe kommt Ihr Dienstherr seiner Schutz- und Fürsorgepflicht nach. Er übernimmt einen Teil Ihrer Krankheitskosten. Für Sie als Beamtin oder Beamter bedeutet die Beihilfe, dass Sie sich nur anteilig krankenversichern müssen. Entsprechend geringer fallen Ihre Beiträge aus. Die Kalkulation dieser geringeren Beiträge für Beamtinnen und Beamte erfolgt nach den üblichen Regeln der Privaten Krankenversicherung."


Mag sein, dass du den Einzelfall deiner Check 24 Rechnung für belastbarer hälst als eine Aussage vom Verband der privaten Krankenkversicherungen... der es eigentlich wissen müsste.
Es geht ja auch immer um "in der Regel", natürklich gibt es Fälle (siehe oben), wo das mal nicht so ist (Vorerkrankungen, hohes Alter bei Versicherungsbeginn etc).


BTW:
es ging ursprüglich um die Abzüge bzw. die Kosten für eine Krankenversicherung bei den Leuten ab A9/E9b, die dieselbe Aufgaben verrichten. Und da ist es oftmals nunmal so, dass die PKV billiger ist.

Dieser Abschweif zwischen PKV-Beamten und PKVAngestellten war dann etwas abschweifend.... die meisten können eh nicht hinwechseln, weil 84 k erst so spät erreicht werden

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 09:12Wenn es nicht GG tauglich wäre, dass es eine GKV-Pflichtversicherung und eine monetäre Zugangsgrenze gibt, dann würde der Gesetzgeber den Zugang zur PKV für alle öffnen und alles wäre palletti. (so wie die 2.Gruppe, die Selbstständigen, es schon immer hatten)
Jeder darf für sich auswählen wo er rein will, aber dann muss man die rosinenpickerei unterbinden und festlegen, dass man dann auch lebenslang in dem einmal gewähltem System bleiben muss.
(Zum Glück wurde dies für die älteren inzwischen umgesetzt, wo früher die Alten zurück in die GKV gegangen sind, wenn ihnen die PKV zu teuer wurde, weil sie weniger verdienen und der AG/RV nicht die vollen 50% zahlt)
Alternative SVPfklichtige heißt GKVpflichtige für alle.

Ob ein Abschaffung der PKV Vollversicherung GG konform wäre eine andere Frage.

Am Ende ist die Frage: Welcher der beiden System will man durchdrücken?

Ich habe das Gefühl, dass es beim PKV Bashing alleinig darum geht, dass diese eher Termine bekommen.
(und das hier alleinig die KäV versagen und die PKV damit nichts zu tun hat und man immer wieder auf die Falschen mit dem Finger zeigt, habe ich schon mehrfach dargelegt.)
Wenn es eine GKV Pflicht für alle gibt, dann wird es sicherlich auch irgendwann eine Priority Line für die mit der Zusatzversicherung geben.

Also ich finde es auch komplett falsch, dass es SVler gibt die in die PKV können, das gehört als erste abgeschafft (und wird von der Politik indirekt durch die Anhebungen der Zugangsgrenzen auch gemacht).
Ob man Selbstständige dazu zwingen kann in die GKV zu gehen....
Ob man das Beihilfesystem umbauen kann....

Da mir keine erfolgreiche Klagen bekannt sind, denke ich jedoch, dass diese Unterscheidung (insbesondere zwischen Beamte und Angestellte) GG konform ist.

Du öffnest sie damit nur für massive Gutverdiener. Dann hätten sie die JAEG ja gleich auf 250.000 Euro anheben können - parallel zum Reichensteuersatz (ja gut, das eine ist zvE, das andere Bruttoeinkommen), von mir aus dann 280.000 Euro

KlammeKassen

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 09:58Ja, das würde der Gesetzgeber. Aber nicht weil es sinnvoll oder grundgesetzgerecht wäre, sondern weil Banken und Versicherung dafür sorgen würden, dass das genauso passiert.

Da bin ich absolut bei dir. Schon heute könnte man problemlos ein Opt-Out für die GKV einführen, welches dauerhaft ist. Hier könnte man z.B. bei PKV-Tarifen eine Pflichtkomponente einführen, die Arbeitslosigkeit oder ähnliches absichert. Dann wird der Tarif so teuer wie er sein müsste, die GKV hat das nämlich drin.

Wieso sollte das GG-widrig sein? Schon jetzt ist der Großteil der Bevölkerung aktiv ausgeschlossen - egal ob sie wollen oder nicht. Ist das nicht viel mehr GG-widrig?



Das ist ein Punkt (der von den PKVen sicher gerne genommen und auch aktiv unterstützt wird), aber den Grundpunkt habe ich schon vorher genannt: Es ist schlicht die Ungleichbehandlung von Menschen. Die einen dürfen, die anderen müssen, die anderen dürfen nicht, die nächsten haben die freie Wahl. Dazu konnen die PKVen Cherrypicking machen: Jung, gesund und dadurch günstig. Alle anderen werden direkt wieder in das (von anderen!) solidarisch finanzierte Gemeinschaftssystem geschoben. Wirds jemandem zu teuer oder läuft mal was falsch im Leben? Der eine tritt kurz beruflich kürzer, der andere springt direkt wieder unter die warme Decke der solidarischen Systeme. Ohne jedoch die enormen Ersparnisse aus jungen und gesunden Jahren nachzuzahlen.

Zur priority line: Da es das jetzt schon nicht geben dürfte, wird es das später auch eher nicht geben, wenn die Abrechnung über ein System passierte. Aber selbst wenn es das geben würde: Dann hat zumindest jeder seinen Anteil geleistet und kann darüberhinaus entscheiden wie viel seines Geldes im Add-Ons wert wären. Für mich deutlich fairer als das jetzige System.

Na klar kann man die zwingen - passiert bei Landwirten und Künstlern jetzt schon. Außerdem: Wieso soll ich Angestellte "zwingen" können und selbstständige nicht? Wieso sollte ich Angestellte zwingen können und Beamte nicht? Deinen Ansatz finde ich grundweg falsch - Ich kann doch nicht eine eh schon benachteiligte Gruppe noch viel mehr benachteiligen (auch wenns verständlich ist) damit die Ungleichheit noch größer wird? Wenn ich mehrere Systeme haben muss ich jedem dieses jedem Bürger zur Verfügung stellen. Dazu würde ich für jeweils 10 Versicherte einen Bürgergeldempfänger (kostenlos) in die PKV schieben und PKVen analog der Gesetzlichen Kassen an der Krankenhausfinanzierung beteiligen. Am Ende darf man noch darüber streiten, ob es einen Grundtarif geben sollte, bei dem sich jeder auch ohne Gesundheitsprüfung versichern darf.

Am einfachsten - und sicher auch nicht unlukrativ - wäre eine Bürgerversicherung (oder meinetwegen eine Kopfpauschale) und ein breiter Strauß an privaten Zusatzpolicen.

Einfach sehr gute Beiträge von dir. Kann mich der Argumentation zu 100 % anschließen

MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 09:58Wieso sollte das GG-widrig sein?
Weil es eine Art Berufsverbot o.ä. wäre.

KlammeKassen

Zitat von: BVerfGBeliever in 04.10.2026 19:54Mach dich doch bitte erst mal eingehend mit der Fortschreibungsprüfung vertraut, bevor du weiterhin solch einen Unsinn postest..

P.S. Wenn du den Blick weg von der Fortschreibungsprüfung und hin zur Vorabprüfung lenkst, werden die "Zahlen" übrigens noch extremer:

1.) Ein Berliner 4K-A4/1-Beamter bekam im Jahr 2020 eine Bruttobesoldung von 32.624,66 EUR, siehe hier.
2.) Ein Berliner 4K-E4/1-Tarifangestellter bekam im Jahr 2020 ein Bruttogehalt von 30.709,44 EUR, siehe hier.

Laut des geleakten Berliner Reparaturentwurfs soll die Besoldung des genannten Beamten rückwirkend von 32.624,66 EUR auf 47.630,23 EUR, also um 15.005,57 EUR bzw. um rund 46% (!) angehoben werden. Und ja, bevor du direkt Schnappatmung bekommst: In den 47.630,23 EUR stecken in der Tat auch die Familienzuschläge, aber selbst du solltest hoffentlich einsehen, dass die rückwirkende Erhöhung um 46% (!) ein signifikant höheres Grundgehalt für alle (also auch kinderlose) Beamten bedeutet..
Hier fehlt deine Antwort noch @MoinMoin

MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 09:58Deinen Ansatz finde ich grundweg falsch - Ich kann doch nicht eine eh schon benachteiligte Gruppe noch viel mehr benachteiligen (auch wenns verständlich ist) damit die Ungleichheit noch größer wird?
Du findest den Ansatz falsch, dass man alle SVler ohne Ausnahme in die GKV müssen falsch?
Der Rest waren nur Fragen, die geklärt werden müssen, wie man die anderen in die GKV überführt.

ZitatAm einfachsten - und sicher auch nicht unlukrativ - wäre eine Bürgerversicherung (oder meinetwegen eine Kopfpauschale) und ein breiter Strauß an privaten Zusatzpolicen.

Grundsätzlich halte ich eine ZwangsGKV für alle durchaus für die beste Variante.
Wer bessere Versorgung will (Chefarzt quark, einzelzimmer gedöns) der soll es sich dann dazu buchen (so wie es jetzt ja auch schon für alle geht.)

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 14:17Warum beantwortest du die Frage nicht einfach?
ja, die besorgen dir einen Facharzttermin innerhalb deines Beritts.
Alternativ, wenn es eine Abklärungs/Anschlussbehandlung ist, besorgt dir dein Arzt einen kurzfristigen Facharzttermin.
So erlebe ich es zumindest seit 30 Jahren im Vergleich mit meiner Frau (die GKV ist).

ZitatWenn das so bekannt ist, warum wird das nicht lange gemacht?! Alle reden und schreiben über die Unterschiede. Dann hätten die Politiker, die das (angeblich) auch stets beklagen, doch da schon lange mal Druck machen können?!
Weil sie so wie du halt rumrennen und die KäV das natürlich nicht groß an die Glocke hängt, weil sie ja für diese Ungeleichbehandlung verantwortlich sind und es einfacher ist auf die bösen Provatpatienten rumzuhaken.

ZitatAber Fritze Merz hat ja scheinbar erst vor ein paar Wochen davon erfahren, dass es eine solche Ungleichbehandlung gibt.
Das der als gehobene Mittelstands Millionär keinen Plan hat ist doch seit dekaden bekannt.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 15:11Was ich dir damit sagen will?

Wenn du dir es merken konntest, ging es die ganze Zeit hier um Stellen, die von Beamten und Angestellten gleicherma0en ausgeübt werden. Und es war hier immer so von den Bereichen A9 aufwärts die Rede.
Damit bist du eben dann in diesem Bereich, in dem du günstiger dabei bist.

Nein, es ging um deine falsche Behauptung, dass Beamten weniger in ihrer PKV für ihre ärztliche Leistung zahlen müssen als Angestellte in ihrer PKV!!!!!

der Rest von dir ist halt an diesem Thema vorbei.


Und das man in der PKV ab einem gewissen Einkommen günstiger unterwegs ist, als in der GKV habe ich nie bestritten.
Und das man in der PKV in anderen Lebensabschnitten (TZ/Rente, Familie) ungünstiger unterwegs ist, als in der GKV ist eine andere (gerne ignorierte) Tatsache.

Das die PKV von einige als der heilige Gral angesehen wird, liegt zu meist an der grandiosen Unkenntnis der Nachteile.

und sehr schön ist es, dass endlich dieser - in meinen Augen- illegale Terminvergabepolitik vieler KV Ärzte ein Riegel vorgeschoben werden soll (zumindest wird erstmalig darüber geredet) begrüße ich sehr.