Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion  (Read 116831 times)

Bastel

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #240 am: 04.12.2018 14:14 »
Danke für die Erläuterung!

öfföff

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #241 am: 04.12.2018 15:43 »
Ich rechne mit 2 mal 2,7 % und hoffe auf ein ÖPNV Ticket. Aber ich hoffe den Zuschuss bekommen nur die, die auch ein Ticket erwerben!

kommunalhesse

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #242 am: 05.12.2018 11:21 »
Tja, 97% haben wohl die Nase voll von Gewerkschaftsfolklore, die durch Forderungen nach Sozialismuskomponenten für die bestbezahlten Postwagenschubser sorgt.

Endlich kommen wieder diese "Sozialismuskomponenten" zur Sprache. Die gilt es zu beseitigen, also runter mit der Bezahlung! Das gilt dann auch für Leute die so wie ich einer Tätigkeit nachgehen für die eine Berufsausbildung (ich habe eine kaufmännische) vorausgesetzt wird.
Wobei ich habe vorher in der Privatwirtschaft gearbeitet und dort eine Tätigkeit ausgeübt die fast genau die Gleiche war wie meine heutige Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Die Bezahlung in dem Unternehmen (Groß- und Außenhandel) war wirklich nicht geringer. Ob es da etwa auch "Sozialismuskomponenten" im Tarif gab ist mir nicht bekannt.

Allen voradventliche Grüße  :)

Niemand fordert, dass die Bezahlung irgendwelcher Entgeltgruppen abzusenken wäre. Vielmehr sollten die Tarifparteien mehr Wert darauf legen, nicht den Großteil der verfügbaren Verhandlungsmasse (Ja, das Volumen der finanziellen Mittel ist begrenzt, der berühmte "Kuchen") für Sockel- oder Mindestbeträge zu verschwenden um damit bereits im Vergleich sehr gut bezahlte Beschäftigtengruppen zu übervorteilen, sondern dass speziell im Bereich der Entgeltgruppen oberhalb der EG 9 ein Anschluss an die Bezahlung der Konkurrenz aus der Privatwirtschaft hergestellt werden muss. Natürlich sollen alle TB an einer Erhöhung der Entgelte teilhaben, es ist jedoch nicht vermittelbar, warum die TB aus unteren EGen stärker profitieren sollen und damit ein größeres Stück vom Kuchen bekämen als der TB aus der knappen Klientel der Fachkräfte.
Sollte eigentlich einleuchten.
Der Vergleich mit der ähnlich der EG 8 bezahlten Tätigkeit in der Privatwirtschaft ist da Wasser auf die Mühlen der Arbeitgeber. Tätigkeiten oberhalb der EG 9 werden nämlich derzeit in der Privatwirtschaft deutlich besser bezahlt und stehlen so dem öD derzeit die besten Köpfe im Rennen um gutes Personal.

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #243 am: 05.12.2018 11:35 »
Da spricht mir kommunalhesse fast aus der Seele.
Wobei ich anmerken möchte, dass eine überproportionale Anhebung der höheren EGs im Kern auch nicht zielführend ist.
Eher eine Anpassung der EGO für die aktuellen Mangelberufe (also da wo man zu stark mit der private Wirtschaft konkuriert, MINT Berufe etc.) wäre eine Möglichkiet.

Oder orts und fallspezifische Zulagen würden sogar noch mehr ein Instrument für die "Personalnot" sein.


MrRossi

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #244 am: 05.12.2018 12:51 »
[Tätigkeiten oberhalb der EG 9 werden nämlich derzeit in der Privatwirtschaft deutlich besser bezahlt und stehlen so dem öD derzeit die besten Köpfe im Rennen um gutes Personal.
Quelle?

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #245 am: 05.12.2018 13:03 »
[Tätigkeiten oberhalb der EG 9 werden nämlich derzeit in der Privatwirtschaft deutlich besser bezahlt und stehlen so dem öD derzeit die besten Köpfe im Rennen um gutes Personal.
Quelle?
Hatte wir doch schon alles, z.B.:
EU-Studie: The gap between public and private wages: new evidence for the EU
http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/economic_paper/2013/pdf/ecp508_en.pdf

TV-Ler

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #246 am: 05.12.2018 13:13 »
Vielmehr sollten die Tarifparteien mehr Wert darauf legen, nicht den Großteil der verfügbaren Verhandlungsmasse (Ja, das Volumen der finanziellen Mittel ist begrenzt, der berühmte "Kuchen") für Sockel- oder Mindestbeträge zu verschwenden um damit bereits im Vergleich sehr gut bezahlte Beschäftigtengruppen zu übervorteilen ...
Hier ergibt sich eine interessante Neudefinition des Begriffes "übervorteilen"  ;D

öfföff

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #247 am: 05.12.2018 14:07 »
Naja, ich wäre schon froh wenn einfach linear um X Prozent für alle EGs erhöht wird. Ohne Sockelbetrag.
Das wäre ja schon ein Anfang....

MrRossi

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #248 am: 05.12.2018 14:46 »
[Tätigkeiten oberhalb der EG 9 werden nämlich derzeit in der Privatwirtschaft deutlich besser bezahlt und stehlen so dem öD derzeit die besten Köpfe im Rennen um gutes Personal.
Quelle?
Hatte wir doch schon alles, z.B.:
EU-Studie: The gap between public and private wages: new evidence for the EU
http://ec.europa.eu/economy_finance/publications/economic_paper/2013/pdf/ecp508_en.pdf
1.  -2010
2. Ab 60.000$* gehts nurnoch ums wohlfühlen (Quelle irgendwo hier), und da hat der ÖD es halt   schwer, ist mein Gegenargument.
3. Einfach mehr Frauen auf die Stellen setzen, die bekommen doch im Vergleich im ÖD ausreichend mehr um die Differenz zu füllen... ;)

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #249 am: 05.12.2018 16:06 »
Natürlich sollen alle TB an einer Erhöhung der Entgelte teilhaben, es ist jedoch nicht vermittelbar, warum die TB aus unteren EGen stärker profitieren sollen und damit ein größeres Stück vom Kuchen bekämen als der TB aus der knappen Klientel der Fachkräfte.
Sollte eigentlich einleuchten.

Solange sich die überwiegende Mehrheit der Mitglieder bei Verdi unterhalb EG 9 befindet  , wäre es kaum nachvollziehbar, wenn die Gewerkschaft dies - auch bei den Forderungen - nicht berücksichtigen würde. Dies natürlich nur unter der grundsätzlichen Prämisse, dass Tarifverhandlungen erst durch Gewerkschaften möglich werden.

kommunalhesse

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #250 am: 05.12.2018 16:10 »
Solange sich die überwiegende Mehrheit der Mitglieder bei Verdi unterhalb EG 9 befindet  , wäre es kaum nachvollziehbar, wenn die Gewerkschaft dies - auch bei den Forderungen - nicht berücksichtigen würde. Dies natürlich nur unter der grundsätzlichen Prämisse, dass Tarifverhandlungen erst durch Gewerkschaften möglich werden.

Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

D-x

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #251 am: 05.12.2018 16:16 »
Solange sich die überwiegende Mehrheit der Mitglieder bei Verdi unterhalb EG 9 befindet  , wäre es kaum nachvollziehbar, wenn die Gewerkschaft dies - auch bei den Forderungen - nicht berücksichtigen würde. Dies natürlich nur unter der grundsätzlichen Prämisse, dass Tarifverhandlungen erst durch Gewerkschaften möglich werden.

Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

Bei den letzten Verhandlungen im TVöD sind, meiner Meinung nach eher unerwartet, ja recht gute Ergebnisse für die höheren Entgeltgruppen rausgekommen, obwohl auch dort diese Mitglieder nicht die Mehrheit stellen dürften. Insofern besteht auch im TV-L womöglich trotz der Forderungen seitens ver.di die berechtigte Hoffnung, dass man auch jenseits der EG9x keine unterdurchschnittlichen Entgeltsteigerungen erwarten darf...

M. Stein

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #252 am: 05.12.2018 16:17 »
Hallo liebe Kollegen,

für mich ist die Thematik zur E9k/E9(3) überaus wichtig.

Mir erschießt es überhaupt nicht, warum diese Tarifgruppe E9 so zerlegt wird. Was ist der Hintergrund?

Genauso sind die Verlaufszeiten dieser Tarifgruppe ungerecht und fachlich in keinster Weise nachvollziehbar!

Beispiel:
Meine Kollegen in der E9 unterliegen einer verkürzen Laufzeit zur E9k. Obwohl meine Kollegen fachlich mehr leisten, beziehungsweise fachliche Kompetenz erlangen müssen. Somit gelangen höher gruppierte und "Bestands-"Kollegen schneller in die nächste Erfahrungsstufe, als meine Kollegen in der E9k. Wieso?!

Dies ist meines erachtens nicht gerechtfertigt und widerspricht jeglicher Logik.

Eine Beendigung dieser Benachteiligung ist angebracht.
« Last Edit: 05.12.2018 16:44 von M. Stein »

MoinMoin

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion
« Antwort #253 am: 05.12.2018 16:32 »
Solange sich die überwiegende Mehrheit der Mitglieder bei Verdi unterhalb EG 9 befindet  , wäre es kaum nachvollziehbar, wenn die Gewerkschaft dies - auch bei den Forderungen - nicht berücksichtigen würde. Dies natürlich nur unter der grundsätzlichen Prämisse, dass Tarifverhandlungen erst durch Gewerkschaften möglich werden.

Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

Bei den letzten Verhandlungen im TVöD sind, meiner Meinung nach eher unerwartet, ja recht gute Ergebnisse für die höheren Entgeltgruppen rausgekommen, obwohl auch dort diese Mitglieder nicht die Mehrheit stellen dürften. Insofern besteht auch im TV-L womöglich trotz der Forderungen seitens ver.di die berechtigte Hoffnung, dass man auch jenseits der EG9x keine unterdurchschnittlichen Entgeltsteigerungen erwarten darf...
Nicht die Gewerkschaften alleine bestimme wie die Torte verteilt wird, sondern der AG ebenfalls.
Und im TVöD haben sie erkannt, dass sie ein Problem haben.

Im TV-L sind allerdings die Masse der zweizahligen EGs entweder Lehrer oder WiMis
Die einen sind anderweitig organisiert. Und die anderen machen idR nur eine Stippvisite im öD

daseinsvorsorge

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« Antwort #254 am: 05.12.2018 19:47 »

Das ist absolut korrekt. Daher auch der Ruf der nicht organisierten und nicht vertretenen Kolleginnen und Kollegen nach dem baldigen Ende des Gewerkschaftsmonopols.

...und dann ?