Autor Thema: Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis  (Read 91996 times)

TV-Ler

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #495 am: 20.05.2019 10:33 »
Wenn die dann in der Stufe 5 bleiben (statt richtigerweise nach Stufe 6) fände ich das wiederum zum k.... :-\

Wie man sieht, ein nicht unerheblich kompliziertes Detail. Mit viel Potenzial zur Benachteiligung einzelner Gruppen. Ich hoffe sie finden eine Lösung, welche Niemanden benachteiligt.
Das Kind ist bereits 2005/2006 mit Einführung von TVöD/TV-L in den Brunnen gefallen, als es die Tarifparteien für eine gute Idee hielten, mehrere Vergütungsgruppen des BAT sowie eine Lohngruppe aus den Arbeitertarifverträgen zuerst in eine Entgeltgruppe zu pressen um dann innerhalb dieser Entgeltgruppe per "Kleingedrucktem" wiederum zu differenzieren.

Beschäftigte mit verlängertem Stufenaufstieg und gedeckelter Endstufe fühlen sich seitdem benachteiligt, obwohl es von der tariflichen Systematik her nicht anders sein kann. Schließlich war es nicht Ziel der Zusammenfassung, die niedrigeren Gruppen auf das materielle Niveau der höchsten ehemaligen Vergütungsgruppe des BAT zu ziehen.

Wenn die EG9 jetzt in 9a und 9b aufgeteilt wird, kommt es bei dieser Ausganslage zwangsläufig zu neuen vermeintlichen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DStG) bzw. deren Stellvertretender Bundesvorsitzender Karl-Heinz Leverkus, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Bundestarifkommission des dbb ist, weiß offenkundig schon lange mehr zu den Modalitäten der Aufteilung von EG9:

https://www.dstg-nrw.de/uploads/media/04-2019-Anlage-Fragen_und_Antworten_zum_Abschluss_der_Tarifrunde_2019.pdf

Demnach werden die Regelungen des TVÜ-Bund übernommen.






BTSV1

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #496 am: 20.05.2019 11:01 »
Wenn ich das richtig lese, heißt das für mich, der zum 01.01.2019 bereits 7 Jahre in der Entgeldgruppe "9k" Stufe 3 verbracht hat, dass ich in die Stufe 4 übergeleitet werde und dort 4 Jahre warten muss, bis ich in die Stufe 5 gelange?

Also wird man mal wieder richtig beschissen, weil ich statt zum 01.01.2021 erst zum 01.01.2023 den lohnenden Sprung mit knapp 400 Euro Brutto mehr mache. Wunderbar.... ich habe es geahnt.....


Berichtige mich bitte, wenn ich was falsch gelesen/verstanden habe.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #497 am: 20.05.2019 11:09 »
Was an "unter Beibehaltung der in ihrer Stufe zurückgelegten Stufenlaufzeit in dieStufe der Entgeltgruppe 9a übergeleitet, deren Betrag dem Betrag ihrer bisherigen Stufe entspricht" und "Ist dadurch am Tag der Überleitung (1. Januar 2019) in die Entgeltgruppe 9a die Stufenlaufzeit zum Erreichen der nächsthöheren Stufe erfüllt, beginnt in dieser nächsthöheren Stufe die Stufenlaufzeit von neuem." hast Du nicht verstanden?

BTSV1

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #498 am: 20.05.2019 11:16 »
Doch genau das was ich oben geschrieben habe. Es werden viele Beschäftige beschissen....

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #499 am: 20.05.2019 11:21 »
Nein.

Mahlzeit

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #500 am: 20.05.2019 11:28 »
Vielleicht ist es so einfacher : Wer am 31.12.2018 in EG 9k Stufe 3 war wird zum 01.01.2019 in Eg9a Stufe 4 unter beibehaltung seiner zurückgelegten Stufenlaufzeit (1-9 Jahre) übergeleitet, da diese beiden Stufen eben den gleichen Betrag ausweisen.

Hat diese Person dadurch am 01.01.2019 die Stufenlaufzeit zum Erreichen der nächsthöheren Stufe erfüllt ( 4 Jahre von Stufe 4 nach 5) beginnt in dieser nächsthöheren Stufe die Stufenlaufzeit von neuem. Das heißt, das hier 4 Jahre ausreichen. In deinem Fall würden 3 Jahre gekappt werden.

BTSV1

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #501 am: 20.05.2019 12:05 »
OK! Dann habe ich das falsch interpretiert. Ich danke dir für deine Erklärung.

Falls das wirklich so kommen sollte, können damit die meisten Betroffenden wohl leben.

F1s1

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #502 am: 20.05.2019 12:13 »
Vielleicht ist es so einfacher : Wer am 31.12.2018 in EG 9k Stufe 3 war wird zum 01.01.2019 in Eg9a Stufe 4 unter beibehaltung seiner zurückgelegten Stufenlaufzeit (1-9 Jahre) übergeleitet, da diese beiden Stufen eben den gleichen Betrag ausweisen.

Hat diese Person dadurch am 01.01.2019 die Stufenlaufzeit zum Erreichen der nächsthöheren Stufe erfüllt ( 4 Jahre von Stufe 4 nach 5) beginnt in dieser nächsthöheren Stufe die Stufenlaufzeit von neuem. Das heißt, das hier 4 Jahre ausreichen. In deinem Fall würden 3 Jahre gekappt werden.

Jackpot. 5tes Jahr gerade :D
Wenig Verlust hehehehe.

Ich drücke den Betroffenen alle die Daumen :)

wap

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #503 am: 20.05.2019 12:36 »
Wenn die dann in der Stufe 5 bleiben (statt richtigerweise nach Stufe 6) fände ich das wiederum zum k.... :-\

Wie man sieht, ein nicht unerheblich kompliziertes Detail. Mit viel Potenzial zur Benachteiligung einzelner Gruppen. Ich hoffe sie finden eine Lösung, welche Niemanden benachteiligt.
Das Kind ist bereits 2005/2006 mit Einführung von TVöD/TV-L in den Brunnen gefallen, als es die Tarifparteien für eine gute Idee hielten, mehrere Vergütungsgruppen des BAT sowie eine Lohngruppe aus den Arbeitertarifverträgen zuerst in eine Entgeltgruppe zu pressen um dann innerhalb dieser Entgeltgruppe per "Kleingedrucktem" wiederum zu differenzieren.

Beschäftigte mit verlängertem Stufenaufstieg und gedeckelter Endstufe fühlen sich seitdem benachteiligt, obwohl es von der tariflichen Systematik her nicht anders sein kann. Schließlich war es nicht Ziel der Zusammenfassung, die niedrigeren Gruppen auf das materielle Niveau der höchsten ehemaligen Vergütungsgruppe des BAT zu ziehen.

Wenn die EG9 jetzt in 9a und 9b aufgeteilt wird, kommt es bei dieser Ausganslage zwangsläufig zu neuen vermeintlichen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten.

Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DStG) bzw. deren Stellvertretender Bundesvorsitzender Karl-Heinz Leverkus, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender der Bundestarifkommission des dbb ist, weiß offenkundig schon lange mehr zu den Modalitäten der Aufteilung von EG9:

https://www.dstg-nrw.de/uploads/media/04-2019-Anlage-Fragen_und_Antworten_zum_Abschluss_der_Tarifrunde_2019.pdf

Demnach werden die Regelungen des TVÜ-Bund übernommen.

Die Benachteiligung ist nicht nur gefühlt, sondern definitiv vorhanden. Die Beträge der E9 (klein) liegen bei vergleichbarer Berufserfahrung zeitweise unterhalb der E8. Und das kann ja wohl nicht im Sinne des Erfinders gewesen sein.
Eine Differenzierung zur regulären E9 stellt ja kaum einer in Frage.

Es wurde halt bei der "Ausbremsung" der kleinen E9 ein bisschen übertrieben.

Icke

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #504 am: 20.05.2019 12:49 »
Die Benachteiligung ist nicht nur gefühlt, sondern definitiv vorhanden. Die Beträge der E9 (klein) liegen bei vergleichbarer Berufserfahrung zeitweise unterhalb der E8. Und das kann ja wohl nicht im Sinne des Erfinders gewesen sein.
Also, das kann ich nun in keiner mir verfügbaren Entgelttabelle feststellen, dass die Beträge der E9k unter denen der E8 liegen sollen. Wie kommst du denn darauf?

Antiker

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #505 am: 20.05.2019 13:00 »
Vielleicht ist es so einfacher : Wer am 31.12.2018 in EG 9k Stufe 3 war wird zum 01.01.2019 in Eg9a Stufe 4 unter beibehaltung seiner zurückgelegten Stufenlaufzeit (1-9 Jahre) übergeleitet, da diese beiden Stufen eben den gleichen Betrag ausweisen.

Hat diese Person dadurch am 01.01.2019 die Stufenlaufzeit zum Erreichen der nächsthöheren Stufe erfüllt ( 4 Jahre von Stufe 4 nach 5) beginnt in dieser nächsthöheren Stufe die Stufenlaufzeit von neuem. Das heißt, das hier 4 Jahre ausreichen. In deinem Fall würden 3 Jahre gekappt werden.

Aha, wenn Jemand "nur" 4 Jahre Stufenlaufzeit (in E9-S3) bisher hatte kann er eine Stufe überspringen und kommt direkt nach Stufe 5 ?

Und Derjenige, welcher bereits 12 Jahre Stufenlaufzeit hinter sich gebracht hat (9 Jahre Stufe 3 + 3 Jahre Stufe 4) der kommt dann auch nur nach Stufe 5 ??

Na das wäre ja eine hervorragende und zufriedenstellende Lösung.  >:(  :( :o

Mahlzeit

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« Antwort #506 am: 20.05.2019 13:03 »
Das habe ich so nach dem Link von TV Ler interpretiert. Für mich liest es sich so.

wap

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« Antwort #507 am: 20.05.2019 13:04 »
Die Benachteiligung ist nicht nur gefühlt, sondern definitiv vorhanden. Die Beträge der E9 (klein) liegen bei vergleichbarer Berufserfahrung zeitweise unterhalb der E8. Und das kann ja wohl nicht im Sinne des Erfinders gewesen sein.
Also, das kann ich nun in keiner mir verfügbaren Entgelttabelle feststellen, dass die Beträge der E9k unter denen der E8 liegen sollen. Wie kommst du denn darauf?

Na dann vergleiche mal die Beträge wenn du in E8 oder E9klein neu eingestellt wirst. In E8 bist du nach 10 Jahren in Stufe 5 angekommen und hast mehr als derjenige in der E9klein. Dieser hängt dann ja noch ein paar Jahre in der Stufe 3 fest.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2019 - Diskussion (#3) - Tarifergebnis
« Antwort #508 am: 20.05.2019 13:06 »
Vielleicht ist es so einfacher : Wer am 31.12.2018 in EG 9k Stufe 3 war wird zum 01.01.2019 in Eg9a Stufe 4 unter beibehaltung seiner zurückgelegten Stufenlaufzeit (1-9 Jahre) übergeleitet, da diese beiden Stufen eben den gleichen Betrag ausweisen.

Hat diese Person dadurch am 01.01.2019 die Stufenlaufzeit zum Erreichen der nächsthöheren Stufe erfüllt ( 4 Jahre von Stufe 4 nach 5) beginnt in dieser nächsthöheren Stufe die Stufenlaufzeit von neuem. Das heißt, das hier 4 Jahre ausreichen. In deinem Fall würden 3 Jahre gekappt werden.

Aha, wenn Jemand "nur" 4 Jahre Stufenlaufzeit (in E9-S3) bisher hatte kann er eine Stufe überspringen und kommt direkt nach Stufe 5 ?

Und Derjenige, welcher bereits 12 Jahre Stufenlaufzeit hinter sich gebracht hat (9 Jahre Stufe 3 + 3 Jahre Stufe 4) der kommt dann auch nur nach Stufe 5 ??

Na das wäre ja eine hervorragende und zufriedenstellende Lösung.  >:(  :( :o

Letzterer hätte dann aber bereits 3 Jahre Stufenlaufzeit in Stufe 5.

hannes123

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« Antwort #509 am: 20.05.2019 13:07 »
Vielleicht ist es so einfacher : Wer am 31.12.2018 in EG 9k Stufe 3 war wird zum 01.01.2019 in Eg9a Stufe 4 unter beibehaltung seiner zurückgelegten Stufenlaufzeit (1-9 Jahre) übergeleitet, da diese beiden Stufen eben den gleichen Betrag ausweisen.

Hat diese Person dadurch am 01.01.2019 die Stufenlaufzeit zum Erreichen der nächsthöheren Stufe erfüllt ( 4 Jahre von Stufe 4 nach 5) beginnt in dieser nächsthöheren Stufe die Stufenlaufzeit von neuem. Das heißt, das hier 4 Jahre ausreichen. In deinem Fall würden 3 Jahre gekappt werden.

Aha, wenn Jemand "nur" 4 Jahre Stufenlaufzeit (in E9-S3) bisher hatte kann er eine Stufe überspringen und kommt direkt nach Stufe 5 ?

Und Derjenige, welcher bereits 12 Jahre Stufenlaufzeit hinter sich gebracht hat (9 Jahre Stufe 3 + 3 Jahre Stufe 4) der kommt dann auch nur nach Stufe 5 ??

Na das wäre ja eine hervorragende und zufriedenstellende Lösung.  >:(  :( :o


Allen kann man es leider nicht Recht machen.
Aber würde derjenige nicht nach 2 Jahren dann in Stufe 6 kommen?!

Wenn das so kommt, wie in dem Link geschrieben ist doch super! Da kann sich eigentlich keiner beschweren.
Wenn man liest, was für Szenarien ausgedacht wurden, ist das doch echt ok.