Autor Thema: Arbeitszeitumfrage Verdi  (Read 7976 times)

BAT

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #30 am: 02.05.2019 17:40 »
Heute im WDR gesehen: Gewerkschafterin vom DGB wortwörtlich auf die Frage, wie sie die Abstimmungen zum Optionsmodell mehr Geld - mehr Freizeit aufgenommen hat:

"wir dachten, die wollten doch sowieso immer Geld, wir waren sehr überrascht"

Die hat wohl auch noch einen Kalender von 1922 an der Wand ;)

MoinMoin

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #31 am: 02.05.2019 18:02 »
Heute im WDR gesehen: Gewerkschafterin vom DGB wortwörtlich auf die Frage, wie sie die Abstimmungen zum Optionsmodell mehr Geld - mehr Freizeit aufgenommen hat:

"wir dachten, die wollten doch sowieso immer Geld, wir waren sehr überrascht"
Aber immerhin ehrlich.
Oder so dumm nicht zu merken, wie dumm so eine Antwort ist.

Mayday

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #32 am: 02.05.2019 20:11 »
Heute im WDR gesehen: Gewerkschafterin vom DGB wortwörtlich auf die Frage, wie sie die Abstimmungen zum Optionsmodell mehr Geld - mehr Freizeit aufgenommen hat:

"wir dachten, die wollten doch sowieso immer Geld, wir waren sehr überrascht"
Aber immerhin ehrlich.
Oder so dumm nicht zu merken, wie dumm so eine Antwort ist.

So hat das Frau Anja Weber (Vorsitzende DGB NRW) nicht gesagt. Es ging darum, dass die Eisenbahnergewerkschaft wohl als erste eine deratige Befragung durchgeführt hat. Manche Gewerkschafter waren (damals) erstaunt, dass ein großer Teil der Befragten mehr Freizeit statt mehr Geld haben wollten.

BAT

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #33 am: 03.05.2019 09:22 »

So hat das Frau Anja Weber (Vorsitzende DGB NRW) nicht gesagt. Es ging darum, dass die Eisenbahnergewerkschaft wohl als erste eine deratige Befragung durchgeführt hat. Manche Gewerkschafter waren (damals) erstaunt, dass ein großer Teil der Befragten mehr Freizeit statt mehr Geld haben wollten.

Darum ging es nicht. Es ging darum, daß man überhaupt die Mitarbeiter mal befragt bzw. denen Optionen gibt, was die wollen. Wer dann feststellt, daß eine Befragung überhaupt nötig war, hat in der Position nichts zu suchen.

Ich halte im Grunde nichts von diesen Optionen, weil dies Verwerfungen aufbringt, wie schon diskutiert wurde. Also sich abgegebenen Tätigkeiten auf die Eingruppierung auswirken. Stundenweise Reduzierungen sind über den allgemeinen Tarif nötig.

Bereits aber die Einleitung mit der von Frau Weber hochgelobten DSGVO rief bei mir Kopfschütteln hervor. Der Rest war noch realtiätsferner als die Vorstellungen des Herrn Kühnert. Gewerkschafter eben.

Übrigens: Eins zu Eins von Westpol ist die Sendung. Guter Moderator übrigens




nichts_tun

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #34 am: 03.05.2019 10:16 »
Ich finde die Umfrage zwar etwas früh, wenn die nächsten Tarifverhandlungen erst im August 2020 beginnen, jedoch finde ich es gut, dass ver.di dies endlich als Tarifforderung angeht.

wgb

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #35 am: 21.05.2019 11:52 »
Warum eigentlich weniger Arbeitszeit oder mehr Geld? Beides wäre längst fällig.

Kryne

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #36 am: 27.05.2019 09:37 »
Ich verstehe nicht,  warum man eine Arbeitszeitverkürzung verfolgt. Jeder hat doch den Anspruch auf Teilzeit.
Eine Reduzierung auf z.B. 35 Stunden bedeutet einfach,  dass ich die gleiche Menge an Arbeit für weniger Geld machen muss.

Theorie =! Praxis

Bei unserem Abwasserverband gibt es z.B. einen technischen Betriebsleiter, ohne Vertreter. Dieser hat 39 Stunden, Vollzeit.

Er würde gerne nur 35 Stunden arbeiten. Grundsätzlich mag er den Anspruch haben, aber das ist halt nicht umsetzbar und er würde das nicht genehmigt bekommen.

Wenn er nun tariflich 35 Stunden arbeiten müsste, für das gleiche Geld, dann würde vielleicht immer noch die gleiche Arbeit anfallen, aber er würde dann mehr + Stunden machen, die er durch Freizeit ausgleichen kann.

Und seien wir mal ganz ehrlich. Die wenigsten im ÖD laufen auf 100%. Die Arbeit die ich z.B. in 39 Stunden mache könnte ich absolut ohne Probleme auch in 36 Stunden schaffen.

Klar gibt es auch andere Fälle wo die Leute auf Press laufen, weil man über Jahre Personal abgebaut hat und Stellen eingespart hat.

Wir haben jetzt schon ein Problem freie Stellen, mit echten Fachkräften zu besetzen. In den nächsten Jahren verlieren wir viele Beschäftigte in ihren Ruhestand. Wenn sich an der Attraktivität (Gehälter, Arbeitsbedingungen usw.) nicht bald etwas gravierend verbessert, können wir in den nächsten 10 Jahren dicht machen.

Man sieht ja hier im Forum manchmal die Fassungslosigkeit einiger Beschäftigter, wenn sie ihre niedrige Eingruppierung nicht verstehen (ja, auch wenn nach TVÖD korrekt eingruppiert). In Vorstellungsgesprächen kommen regelmäßig Gehaltsforderungen die weit über unserem TVÖD liegen - mit anschließender Absage, wenn wir bei der üblichen Eingruppierung bleiben.

Will sagen, hier muss mal ein großer Wurf her und keine Diskussion über ein bisschen Urlaub oder 2,50 €.

Da wird sich aber erst was dran ändern, wenn es schon zu Spät ist und der Karren mal richtig gegen die Wand knallt. Solange hangelt man sich einfach durch von AG Seite aus.

Sozialausgaben der Kommunen explodieren wie Blöd. Wie reagiert man ? Grundsteuer erhöhen und Personalkosten sparen.

Eine Ing. Stelle die eigentlich wichtig ist, ist bei uns schon seit anfang des Jahres unbesetzt. In Zwei Runden gab es insgesamt drei Bewerber. Zwei vollkommen ungeeignet und nun stellt man den dritten ein. Der ist zwar Fachfremd und war 5 Jahre nicht im Beruf tätig, aber man findet halt sonst keinen.

Funktionieren tut es halt (leider) trotzdem alles noch irgendwie, weil andere es (noch) ausgleichen.

BAT

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #37 am: 28.05.2019 10:59 »
Das Optionsmodell ist Unfug. Eine allgemeine Wohlstandssteigerung sollte sich nicht nur durch mehr Geld, sondern auch durch weniger Arbeitszeit, mehr Urlaub zeigen. Das braucht keine Begründung, ist ein Axiom.

Da ein Rechtsanspruch auf Teilzeit besteht, ist auch hier keine weitere Diskussion notwendig.

Im Zweifelsfall ist Dienst nach Vorschrift zu leiten und Rückstände laufen auf. Organisatorisch ist hier der Arbeitgeber gefragt, nicht der Arbeitnehmer.

Kryne

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #38 am: 03.06.2019 07:12 »
Aber jetzt mal ganz im Ernst, glaubt hier auch nur einer daran, dass hier am Ende irgendwas bei rumkommt bzgl. Stundenreduktion am Ende ?

Weniger Stunden und dazu noch die übliche % Erhöhung können wir uns definitiv abschminken denke ich. Letztes Jahr hätte man richtig was rausholen können und wir haben ja gesehen was für ein Witz es am Ende war. Seitdem wird uns ja schon gepredigt, dass "die fetten Jahre" vorbei sind und alle Steuern einbrechen angeblich. (Daher wird uns ja auch mit der Grundsteuerreform nächstes Jahr sicher sowas von eine über gebraten, dass wir gar nix mehr mitbekommen).


BAT

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #39 am: 04.06.2019 13:57 »
Also mir ist es egal, ob da etwas bei rumkommt. Finde es nur sehr gut, daß Verdi endlich mal etwas kreativ wird und Bewegung zeit.

Ich stimme aber zu, daß wir letztes Jahr die Gelegenheit für eine allgemeine Stundenreduzierung hatten. Und nicht nur die wurde vertan, sondern auch viel zu wenig an Gehalterhöhung angesichts der prosperierenden Wirtschaftslage seinerzeit.

Addams

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #40 am: 04.06.2019 14:48 »
Ich stimme aber zu, daß wir letztes Jahr die Gelegenheit für eine allgemeine Stundenreduzierung hatten. Und nicht nur die wurde vertan, sondern auch viel zu wenig an Gehalterhöhung angesichts der prosperierenden Wirtschaftslage seinerzeit.

Besonders geärgert hat es mich seitens Verdi, dass unmittelbar vor der Einigung im Kommunalen Bereich ein Tarifabschluss für die Telekom erzielt wurde, welchen ich mir in ähnlicher Form auch für die Mitarbeiter der Kommunen gewünscht hätte:

"12. April 2018 | In der Tarifrunde für die rund 62.000 Beschäftigten bei der Deutschen Telekom haben sich ver.di und die Arbeitgeber in der vierten Verhandlungsrunde in Euskirchen in der Nacht auf Donnerstag auf ein Ergebnis geeinigt. Die nach mehr als 14 Stunden Verhandlung erzielte Vereinbarung sieht unter anderem Entgeltsteigerungen von 5,2 beziehungsweise 4,8 Prozent in zwei Stufen vor. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis zum 31. Dezember 2020 ausgeschlossen. Die vereinbarte Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit in den großen operativen Einheiten der Telekom um zwei Stunden auf 36 Stunden ab dem  1. Januar 2019 wird in Form von 14 zusätzlichen freien Tagen pro Kalenderjahr realisiert."

Bei uns hingegen keine Arbeitszeitverkürzung, kein Optionsmodell mit zusätzlichen freien Tagen, stattdessen sogar noch die ultralange Laufzeit von 30 Monaten, in denen dieses Thema erst mal auf Dauer vom Tisch war.

EricB

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #41 am: 04.06.2019 16:03 »
Ich stimme aber zu, daß wir letztes Jahr die Gelegenheit für eine allgemeine Stundenreduzierung hatten. Und nicht nur die wurde vertan, sondern auch viel zu wenig an Gehalterhöhung angesichts der prosperierenden Wirtschaftslage seinerzeit.

Besonders geärgert hat es mich seitens Verdi, dass unmittelbar vor der Einigung im Kommunalen Bereich ein Tarifabschluss für die Telekom erzielt wurde, welchen ich mir in ähnlicher Form auch für die Mitarbeiter der Kommunen gewünscht hätte:

"12. April 2018 | In der Tarifrunde für die rund 62.000 Beschäftigten bei der Deutschen Telekom haben sich ver.di und die Arbeitgeber in der vierten Verhandlungsrunde in Euskirchen in der Nacht auf Donnerstag auf ein Ergebnis geeinigt. Die nach mehr als 14 Stunden Verhandlung erzielte Vereinbarung sieht unter anderem Entgeltsteigerungen von 5,2 beziehungsweise 4,8 Prozent in zwei Stufen vor. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis zum 31. Dezember 2020 ausgeschlossen. Die vereinbarte Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit in den großen operativen Einheiten der Telekom um zwei Stunden auf 36 Stunden ab dem  1. Januar 2019 wird in Form von 14 zusätzlichen freien Tagen pro Kalenderjahr realisiert."

Bei uns hingegen keine Arbeitszeitverkürzung, kein Optionsmodell mit zusätzlichen freien Tagen, stattdessen sogar noch die ultralange Laufzeit von 30 Monaten, in denen dieses Thema erst mal auf Dauer vom Tisch war.

Die haben tatsächlich 14 Tage mehr Urlaub pro Kalenderjahr bekommen? Kann man davon ausgehen, dass auch dort ein "normaler" Urlaubsanspruch von 30 Tagen bestand?

Zum Thema: Ich persönlich finde es auch gut, dass die Verdi zumindest so eine Umfrage gestartet hat. Was am Ende dabei rauskommt steht auf einem anderen Blatt. Aber man soll ja nicht den Tag vorm Abend schlecht machen :)

PS. Ich als Angestellter im Tarifgebiet Ost wäre schon mit einer Angleichung an den Westen zufrieden.

BAT

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #42 am: 04.06.2019 17:58 »
Unsere Sparkasse bietet die Option das 14. Monatsgehalt in 25 Urlaubstage umzuwandeln. Geht doch:-)

Addams

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #43 am: 05.06.2019 07:50 »
Unsere Sparkasse bietet die Option das 14. Monatsgehalt in 25 Urlaubstage umzuwandeln. Geht doch:-)

Sehr beneidenswert, sowohl die Tatsache eines 14. Monatsgehaltes, als auch die Option der Umwandlung in 25 Urlaubstage! Mir wäre schon die Option recht, unsere Jahressonderzahlung (in meinem Fall etwa 70%) in entsprechende Urlaubstage umzuwandeln. Dürfte dann etwa 14 Tagen entsprechen.

Im alten Forum hat zu einem ähnlichen Thema ein User geschrieben, dass es bei der Bundesagentur für Arbeit flächendeckend die Option gäbe, auf 90% runterzugehen, weiterhin aber 100% der Arbeitszeit zu leisten, und die angesparten 10% in Urlaub umzuwandeln, was 25 Arbeitstagen entsprach, wenn ich mich recht erinnere. Hierzu hab ich aber im Internet nichts finden können, vielleicht kann das jemand im Forum bestätigen oder verneinen.

Mein Wunsch wäre immer noch, Arbeitszeitmodelle mit längeren Freistellungsphasen zu ermöglichen. Ich würde gerne in der kalten Jahreszeit 2-3 Monate am Stück im Warmen überwintern, dies wäre mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell bei 80% Teilzeit schon möglich. Laut meiner Rechnung könnte man sich mit diesem Modell bei weiterhin geleisteten 100% Wochenarbeitszeit etwa 50 Tage Freistellung erarbeiten, und hätte 24-30 Tage Erholungsurlaub, je nachdem, wie das gerechnet würde. Mit diesen 74-80 freien Tagen blieben dann sogar noch genug freie Tage für den Rest des Jahres übrig. Würde ich Anfang Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 Urlaub und Freistellung nehmen, bräuchte ich dank der günstig liegenden Feiertage 60 Tage dafür. Ein Traum...!

Kryne

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Antw:Arbeitszeitumfrage Verdi
« Antwort #44 am: 05.06.2019 08:12 »
Unsere Sparkasse bietet die Option das 14. Monatsgehalt in 25 Urlaubstage umzuwandeln. Geht doch:-)

Sehr beneidenswert, sowohl die Tatsache eines 14. Monatsgehaltes, als auch die Option der Umwandlung in 25 Urlaubstage! Mir wäre schon die Option recht, unsere Jahressonderzahlung (in meinem Fall etwa 70%) in entsprechende Urlaubstage umzuwandeln. Dürfte dann etwa 14 Tagen entsprechen.

Im alten Forum hat zu einem ähnlichen Thema ein User geschrieben, dass es bei der Bundesagentur für Arbeit flächendeckend die Option gäbe, auf 90% runterzugehen, weiterhin aber 100% der Arbeitszeit zu leisten, und die angesparten 10% in Urlaub umzuwandeln, was 25 Arbeitstagen entsprach, wenn ich mich recht erinnere. Hierzu hab ich aber im Internet nichts finden können, vielleicht kann das jemand im Forum bestätigen oder verneinen.

Mein Wunsch wäre immer noch, Arbeitszeitmodelle mit längeren Freistellungsphasen zu ermöglichen. Ich würde gerne in der kalten Jahreszeit 2-3 Monate am Stück im Warmen überwintern, dies wäre mit einem flexiblen Arbeitszeitmodell bei 80% Teilzeit schon möglich. Laut meiner Rechnung könnte man sich mit diesem Modell bei weiterhin geleisteten 100% Wochenarbeitszeit etwa 50 Tage Freistellung erarbeiten, und hätte 24-30 Tage Erholungsurlaub, je nachdem, wie das gerechnet würde. Mit diesen 74-80 freien Tagen blieben dann sogar noch genug freie Tage für den Rest des Jahres übrig. Würde ich Anfang Dezember 2019 bis Ende Februar 2020 Urlaub und Freistellung nehmen, bräuchte ich dank der günstig liegenden Feiertage 60 Tage dafür. Ein Traum...!

Das alles wäre für mich keine Option. Natürlich wäre es ein "nice to have" für alle die damit etwas anfangen könnten.

Aber das Gehalt um 10% reduzieren nur um mehr Urlaub zu bekommen ? Das geht nur wenn man wirklich schon ein üppiges Gehalt hat oder irgendwo wohnt wo die Miete fast nix kostet. Ich bekomme auf meiner 10er Stelle schon ein Gehalt mit dem ich "relativ" zufrieden bin, aber ich könnte es mir nicht leisten auf 90% runterzugehen bei gleichzeitig extrem steigenden Lebenserhaltungskosten (Mieten, Strom, Benzin, Lebensmittel usw.) und etwas Luxus (Urlaub, Unterhaltung etc.) will man sich ja auch noch gönnen.


Längere Freistellungsphasen werden schon alleine vom Arbeitsablauf bei den meisten unmöglich sein. Soll man hier einfach den AG in die Pflicht nehmen und sagen er muss sich halt drum kümmern wie es weiterläuft wenn mal jemand 3 Monate am Stück weg ist ?

Das mag noch bei Verwaltungsmitarbeitern funktionieren in dem man vermehrt Springer einsetzt. Aber wie soll das bei Ingenieuren aussehen. Gibt es bei uns genau zwei Stück. Wer soll die Arbeit des einen machen, wenn er 3 Monate weg ist ? In meinen Augen absolut unrealistisch.