Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 311275 times)

Wurstberg

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3375 am: 18.10.2020 12:56 »
Die arbeiten ja auch wie die Angestellten einer Privatbank. Im Gegensatz zum Amtsschimmel, der 70 Prozent seiner Arbeitszeit mit Eierschaukeln verbringt.

Oder der Amtsschimmel der Überstunden schiebt, damit der arme Mann aus der Privatwirtschaft mit einer Summe an Kurzarbeitergeld, welche höher ist als das Gehalt des SB ist, zu Hause sein kann. Hast du etwas um deine Arbeitsleistungsthese zu untermauern? Ich glaube nicht, dass es zwischen den low performern in der Sparkasse einen Unterschied zu ebenjenen in der Amtsstube gibt.

Ferne haben die Sparkassen nicht ein wenig mit ihrer Misswirtschaft zum status quo beigetragen? Darüber hinaus wird vergrault in jeder Hinsicht. Die nächste Filliale war vor 2 Jahren noch ca. 500m von mir entfernt. Erst hieß es, dass auf jeden Fall ein Geldautomat stehen bleiben wird. Nachdem dieses Versprechen nicht eingehalten wurde und der nächste Geldautomat nunmehr 15km entfernt ist, wurden die Kontoführungsgebühren angehoben. Wenn die Kunden dann ausbleiben muss man sich nicht wundern.

PS: Wo ist die Solidarität der Sparkassen gegenüber ihrer Anteilseigner? Gewinne verbleiben/verblieben bei der Stadt bzw. Kreissparkasse während die Kommunen verarmen...

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3376 am: 18.10.2020 14:41 »
Ich habe gerade das "Angebot" der VKA gelesen und bin fassungslos. Mal abgesehen von den mikrigen Tariferhöhungen, die ohnehin schon eine Frechheit sind soll nun also allen Ernstes den Sparkassenbeschäftigten tatsächlich ca. 25% der Sonderzahlung gestrichen werden und die Sonderzahlung soll dazu noch von zukünftigen  Tarifsteigerungen abgekoppelt werden. Das ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Das ist also der Dank dafür, dass wir in den letzten Monaten in systemrelevanter Weise massenhaft Überstunden gemacht haben, um u.a. eine kurzfristige Bewilligung und Auszahlung der staatlichen Hilfskredite zu gewährleisten. Ich hoffe, dass die Streiks der letzten Wochen in den kommenden Wochen bzw. Monaten nun massiv ausgeweitet werden, denn dies scheint die einzige Sprache zu sein, die man dort versteht.

Die Sparkassen Angestellten sind nunmal überbezahlt. Eine Kürzung dieser Sparkassen-Boni ist absolut gerechtfertigt! Wer Boni will soll in eine Privatbank.

Die arbeiten ja auch wie die Angestellten einer Privatbank. Im Gegensatz zum Amtsschimmel, der 70 Prozent seiner Arbeitszeit mit Eierschaukeln verbringt.

Entschuldigung?!

Platten

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3377 am: 18.10.2020 17:05 »
Die arbeiten ja auch wie die Angestellten einer Privatbank. Im Gegensatz zum Amtsschimmel, der 70 Prozent seiner Arbeitszeit mit Eierschaukeln verbringt.

Oder der Amtsschimmel der Überstunden schiebt, damit der arme Mann aus der Privatwirtschaft mit einer Summe an Kurzarbeitergeld, welche höher ist als das Gehalt des SB ist, zu Hause sein kann. Hast du etwas um deine Arbeitsleistungsthese zu untermauern? Ich glaube nicht, dass es zwischen den low performern in der Sparkasse einen Unterschied zu ebenjenen in der Amtsstube gibt.

Ferne haben die Sparkassen nicht ein wenig mit ihrer Misswirtschaft zum status quo beigetragen? Darüber hinaus wird vergrault in jeder Hinsicht. Die nächste Filliale war vor 2 Jahren noch ca. 500m von mir entfernt. Erst hieß es, dass auf jeden Fall ein Geldautomat stehen bleiben wird. Nachdem dieses Versprechen nicht eingehalten wurde und der nächste Geldautomat nunmehr 15km entfernt ist, wurden die Kontoführungsgebühren angehoben. Wenn die Kunden dann ausbleiben muss man sich nicht wundern.

PS: Wo ist die Solidarität der Sparkassen gegenüber ihrer Anteilseigner? Gewinne verbleiben/verblieben bei der Stadt bzw. Kreissparkasse während die Kommunen verarmen...

Na dann ab zur Direktbank. Nicht jammern, handeln.

Vom Wald und Wiesenkunden hat keine Bank mehr etwas, außer Kosten. Immo, Geschäftskunden, Eigenhandel. Mehr braucht die moderne Bank nicht. Der Rest sind Kostenfaktoren, die man sich leisten kann, aber nicht muss.

Macht dann auch den kleinen Unterschied aus, ob ich als Vorstand auf den goldenen Knien rutschend über die SSZ jammern muss, oder der Laden läuft. Unserem VV ist dieses jämmerliche Geheule zum Beispiel mehr als peinlich.

Platten

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« Antwort #3378 am: 18.10.2020 17:15 »

MH

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3379 am: 18.10.2020 17:43 »
Sehe ich das richtig, dass der Hartz4 Satz für 2021 prozentual höher erhöht wurde (1,62% Erwachsene, Jugendliche 11,8%) , als das aktuell vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite für den öffentlichen Dienst? ... Das tut weh..

icheinfachunverbesserlich

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3380 am: 18.10.2020 19:16 »
Hallo, liebe Angestellten, erschießt euch doch nicht gegenseitig. Es gibt so viele verschiedene Tätigkeiten, die sich nicht mal in einer Organisationseinheit immer miteinander vergleichen lassen, weil sie einfach zu verschieden sind. Und hier geht es auch nicht darum, wie fleißig jemand arbeitet, nicht um die Beurteilung. Bin mir sicher, jeder gibt sich Mühe.

Was ist aus der Wahlmöglichkeit mehr Zeit oder mehr Geld geworden? Die Gewerkschaften hatten doch extra große Umfragen organisiert? Warum verhandelt man nicht so? Und Eingruppierungen sollten doch individuell verhandelt werden.

Mit großen Sorgen erwarte ich die Besoldungsrunde Bund. Da der schon der Ost/West-Unterschied - zum Glück - da nicht mehr existiert, glaube ich nicht mehr daran, dass die 41-Stundenwoche fällt.

Was ich sagen will, Geld sitzt nicht mehr so locker und eine Haushaltssperre wird folgen. Aber 38 Stunden für alle mit mehr Möglichkeiten zum Überstundenausgleich müssten doch drin sein.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3381 am: 18.10.2020 19:28 »
Welche 41-Stunden-Woche?

tonystaks

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3382 am: 18.10.2020 21:16 »
Die arbeiten ja auch wie die Angestellten einer Privatbank. Im Gegensatz zum Amtsschimmel, der 70 Prozent seiner Arbeitszeit mit Eierschaukeln verbringt.

Ferne haben die Sparkassen nicht ein wenig mit ihrer Misswirtschaft zum status quo beigetragen? Darüber hinaus wird vergrault in jeder Hinsicht. Die nächste Filliale war vor 2 Jahren noch ca. 500m von mir entfernt. Erst hieß es, dass auf jeden Fall ein Geldautomat stehen bleiben wird. Nachdem dieses Versprechen nicht eingehalten wurde und der nächste Geldautomat nunmehr 15km entfernt ist, wurden die Kontoführungsgebühren angehoben. Wenn die Kunden dann ausbleiben muss man sich nicht wundern.

PS: Wo ist die Solidarität der Sparkassen gegenüber ihrer Anteilseigner? Gewinne verbleiben/verblieben bei der Stadt bzw. Kreissparkasse während die Kommunen verarmen...

Schuld an der aktuellen rückläufigen ertragsentwicklung der Banken ist der Staat (Ausnahmen von Misswirtschaft außen vor). Stichwort abgeschaffte Zinsen.
Die SPKen haben keine andere Wahl als Filialen zu schließen da die Aufsicht die Buden sonst dicht macht. Natürlich mucken dabei die Provinzfürsten in den Rathäusern auf, da sie den wirtschaftlichen Zusammenhang nicht verstehen. Obgleich ihre Parteigenossen im BT die Zentralbankpolitik legitimieren. Das ist schon schizophren.

Und wenn der Provinzfürst aus Hinterposemuckel ne Filiale in seinem Kaff erhalten will, muss er seinen Parteikollegen im Landratsamt halt mal stecken, dass der seiner Sparkasse (bei der er Verwaltungsratsvorsitzender ist, mal die nötigen Mittel aus dem Haushalt rüberschieben muss. Oder eben der zentralbankpolitik Einhalt gebieten. Das können seine Genossen im BT.


Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3383 am: 18.10.2020 21:41 »
Sehe ich das richtig, dass der Hartz4 Satz für 2021 prozentual höher erhöht wurde (1,62% Erwachsene, Jugendliche 11,8%) , als das aktuell vorliegende Angebot der Arbeitgeberseite für den öffentlichen Dienst? ... Das tut weh..


Naja, man kann es auch positiv sehen: Wenn keine neuen Leute mangels Attraktivität nachkommen, kann man sich auch einfach eine Stelle mit einer höheren EG sichern...

2strong

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« Antwort #3384 am: 19.10.2020 00:18 »

Kat

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« Antwort #3385 am: 19.10.2020 07:19 »
Immer dieses gemecker. Eine Stunde weniger Arbeitszeit ist doch ein guter Anfang. Vielleicht wird im Rahmen der Verhandlung zwei Stunden oder eine frühere Umsetzung beschlossen.

Von einer Stunde weniger Arbeitszeit lese ich da nichts.

GenerationY

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« Antwort #3386 am: 19.10.2020 07:23 »
Immer dieses gemecker. Eine Stunde weniger Arbeitszeit ist doch ein guter Anfang. Vielleicht wird im Rahmen der Verhandlung zwei Stunden oder eine frühere Umsetzung beschlossen.

Von einer Stunde weniger Arbeitszeit lese ich da nichts.

Nur für das Beitrittsgebiet.

Otto1

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« Antwort #3387 am: 19.10.2020 07:44 »
Wie lange soll das Thema deutsche Teilung denn noch durchgenuddelt werden? Da müssen wohl noch einige Generationen von Holzköpfen eingesargt werden...

Spid

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« Antwort #3388 am: 19.10.2020 07:50 »
Die Gewerkschaften haben doch überproportionale Erhöhungen für das Beitrittsgebiet gefordert - ohne daß es dafür Anlaß oder gar Grund gibt.

GenerationY

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« Antwort #3389 am: 19.10.2020 07:58 »
Die Gewerkschaften haben doch überproportionale Erhöhungen für das Beitrittsgebiet gefordert - ohne daß es dafür Anlaß oder gar Grund gibt.

Vor allem hätten die Holzköpfe von Verdi wenigstens einmal zwei stunden für das Beitrittsgebiet und eine Stunde für den Westen fordern können. Dann wäre man unter dem Strich auf der gleichen Arbeitszeit rausgekommen und man hätte für alle Angestellten etwas gewonnen.

So wie es jetzt in den Forderungen steht werden sich die Verdi Beitragszahler im Westen sicherlich herzlich bedanken...