Autor Thema: Corona - Homeoffice  (Read 29228 times)

WasDennNun

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« Antwort #360 am: 09.01.2021 12:39 »
Das Thema war jedoch HO über das bisherige rechtliche Maß hinaus.
Also da habe ich grade nen Balken vorm Kopp
Was wäre denn HO über das bisherige rechtliche Maß hinaus?
meinst du damit:
Möglichkeiten schaffen, dass HO angeordnet werden kann vom AG?
Sehe ich wenig Chancen.
Möglichkeiten schaffen, dass HO angeordnet werden kann vom Staat?
Naja per Pandemieverordnungen macht der Staat ja gerade ohne gerichtfeste Begründung so einiges, also warum nicht auch sowas.
Möglichkeiten schaffen, dass HO eingeklagt werden kann vom AN?
Da braucht es "nur" so was wie das TzBfG.

Und dann natürlich:
Ein Recht auf schnelles, stabiles Internet flächendeckend überall. 8)

Dienstbeflissen

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BAT

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Antw:Corona - Homeoffice
« Antwort #362 am: 10.01.2021 18:20 »
Also da habe ich grade nen Balken vorm Kopp
Was wäre denn HO über das bisherige rechtliche Maß hinaus?
meinst du damit:


Alles was möglich wäre, daß der Staat keine unnötigen Hürden aufstellt, andererseits sich aber auch aus der Arbeitswelt so weit wie möglich bzw nötig heraushält. Gleichzeitig aber die Infrastruktur schafft.

Gutes Internet hast Du ja schon genannt. Dieselsubventionen sind nichts anderes als eine Subventionierung der Trennung von Wohnung und Arbeitsstätte.

Das Steuerrecht hatten wir ja auch schon, hier wird auch die Trennung von Arbeitsplatz und Wohnort gefördert.
-
Nur neutral als Staat zu sein, würde HO am stärksten unterstützen. Meine Meinung.

Ist mir aber nicht so wichtig. Eine 4 - Tage - Wocheals Regelfall (hatte das nicht schon IGM oder IGC ins Gespräch gebracht) wäre 20 Prozent HO durch die Hintertür ohne es wirklich zu machen ;)

Immer offen bleiben und lateral denken.

WasDennNun

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« Antwort #363 am: 10.01.2021 20:03 »
Das Steuerrecht hatten wir ja auch schon, hier wird auch die Trennung von Arbeitsplatz und Wohnort gefördert.
Das Steuerrecht, sollte so gestaltet sein, dass ein Arbeitnehmer genauso wie ein Selbstständiger alle Aufwendungen die er für die Erbringung der Arbeit hat, auch steuerlich geltend machen kann.
Egal ob Fahrtkosten, Badehose oder HO Arbeitsplatz.
Zitat
Nur neutral als Staat zu sein, würde HO am stärksten unterstützen. Meine Meinung.
Tja, schön wäre es.
Corona hat zumindest bei vielen Holzköpfen den Kalkriesel vorangebracht.

BAT

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« Antwort #364 am: 11.01.2021 09:09 »
Man kann ja seine Aufwendungen für die Erwerbsarbeit nicht geltend machen im aktuellen Steuerrecht. Mein Stundenlohn ist schon relativ hoch und da bekomme ich nichts. Während der Fahrtzeit könnte ich auch mein Portfolio pflegen ;)

Es ist Unsinn, so wie es ist.

Zudem: abschließend würde ich gerne wissen, wie Du jetzt noch mal ganz genau darauf kommst, daß objektiv Reisen nach dem Auslande eine erhöhte Infektionsgefahr gerade in Bezug auf den Besuch von Supermärkten darstellt.

WasDennNun

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« Antwort #365 am: 11.01.2021 09:15 »
Zudem: abschließend würde ich gerne wissen, wie Du jetzt noch mal ganz genau darauf kommst, daß objektiv Reisen nach dem Auslande eine erhöhte Infektionsgefahr gerade in Bezug auf den Besuch von Supermärkten darstellt.
Nicht Reisen ins Ausland, sondern Reisen in Gebieten mit einer höheren Infektionsrate.
Denn Objektiv bedeutet das, dass man eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, den Virus zu bekommen.
Ist ja simple:
Wenn jeder 1000. gerade Ansteckend ist, ist es eine andere Wahrscheinlichkeit das ich einem solchen Menschen begegne, als wenn jeder 100. in hat.
(Bei gleichem Verhalten logischerweise)


Spid

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« Antwort #366 am: 11.01.2021 09:25 »
Das ist nicht der Fall: wenn in München die Infektionsrate, der Inzidenzwert... eine bestimmte Höhe erreicht, betrrifft das Tausende von Menschen mehr auf einer kleineren Fläche, als wenn im Landkreis Lüchow-Dannenberg die gleiche Rate/Wert erreicht würde - und bei identischer Verhaltensweise ist, sofern diese keine vollständige Isolation beinhaltet, somit das Risiko in München weit höher.

Wdd3

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« Antwort #367 am: 11.01.2021 09:36 »
Somit sollten Reisen in die Sahelzone, Antarktis oder Alaska erlaubt sein, egal wie hoch der Inzidenzwert ist...

Spid

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« Antwort #368 am: 11.01.2021 09:55 »
Also ich halte Dakar und Khartoum für ziemlich dicht besiedelt...

WasDennNun

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« Antwort #369 am: 11.01.2021 10:14 »
Das ist nicht der Fall: wenn in München die Infektionsrate, der Inzidenzwert... eine bestimmte Höhe erreicht, betrrifft das Tausende von Menschen mehr auf einer kleineren Fläche, als wenn im Landkreis Lüchow-Dannenberg die gleiche Rate/Wert erreicht würde - und bei identischer Verhaltensweise ist, sofern diese keine vollständige Isolation beinhaltet, somit das Risiko in München weit höher.
Das ist richtig, aber da sehe ich ein anderes Verhalten, aber darüber kann man natürlich streiten.

Konkreter hätte ich natürlich schreiben müssen: Bei einem Verhalten, was die gleiche Anzahl an Kontakten produziert.

Spid

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« Antwort #370 am: 11.01.2021 10:25 »
Man muß sich in den meisten Teilen Lüchow-Dannenbergs (oder ählich spärlich besiedelter Landkreise) schon arg anstrengen, die gleiche Zahl an Kontakten zu produzieren wie in München, Gelsenkirchen, Köln, Hamburg...

Genau so wie auch der Inzidenzwert wenig bis gar nichts über das Risiko aussagt: in Landkreisen mit geringer Bevölkerungsdichte kann eine singuläre, lokale Häufung - bspw. in einem Altenheim - zu einem enormen Anstieg führen, der aber für alle außerhalb der Einrichtung zu keinerlei zusätzlicher Gefährdung führt.

Kaiser80

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« Antwort #371 am: 11.01.2021 10:59 »
Genau so wie auch der Inzidenzwert wenig bis gar nichts über das Risiko aussagt: in Landkreisen mit geringer Bevölkerungsdichte kann eine singuläre, lokale Häufung - bspw. in einem Altenheim - zu einem enormen Anstieg führen, der aber für alle außerhalb der Einrichtung zu keinerlei zusätzlicher Gefährdung führt.

Was in unserer spärlich besiedelten Gemeinde genauso 2 x eingetreten ist...

Seit März eine Gesamtzahl von rd 250 Gesamtinfektionen auf 20TSD EW, Mitte April 14 in einer Woche(Inzidenz 70),  Nov/Dez knapp 40 in 2 Wochen, also Inzidenz knapp 90/100 inerhalb dieser 2 Wochen. 9 von 10 Todesfällen aus Altenheimen/Pflege.

Die Inzidenz ist für (mich persönlich) definitiv kein Indiz für's Risiko.


BAT

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« Antwort #372 am: 11.01.2021 11:21 »
[Nicht Reisen ins Ausland, sondern Reisen in Gebieten mit einer höheren Infektionsrate.
Denn Objektiv bedeutet das, dass man eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, den Virus zu bekommen.
Ist ja simple:
Wenn jeder 1000. gerade Ansteckend ist, ist es eine andere Wahrscheinlichkeit das ich einem solchen Menschen begegne, als wenn jeder 100. in hat.
(Bei gleichem Verhalten logischerweise)
Die Kontakte sind in toto im Urlaub weit geringer als im Alltag (wir reden hier nicht über Ballermann, etc.), sondern über eine normale Urlaubsreise aufs Land oder in die Berge, etc.).

Zumindest habe ich auf meinen Wanderungen in Finnland, beim Strandspaziergang an der Costa Cordalis oder der Costa Quanta sowie den Schäfchenzählen in den Highlands nicht die Geburtstage von Familien und Freunden besucht noch hätte ich beim Nachbarn den neuen VW besichtigt. ;)

Ich glaube Du, ebenso wie der Gesetzgeber bessere Staatssekretär bastelt sich dort aus Angst etwas zusammen. Zumal ich vor Allem von den ersten Grenzschließungen rede, in denen Inzidenzwerte (die meist nur Teile von Dunkelziffern sind) gar nicht Teil der Regelungen waren.

Spid

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« Antwort #373 am: 11.01.2021 11:29 »
Costa Cordalis ist doch bereits tot...

WasDennNun

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« Antwort #374 am: 11.01.2021 13:20 »
Die Kontakte sind in toto im Urlaub
Bei dir, aber was hat das mit Urlaub und Reisen als Risikofaktor zu tun.
Zitat
Zumindest habe ich auf meinen Wanderungen in Finnland, beim Strandspaziergang an der Costa Cordalis oder der Costa Quanta sowie den Schäfchenzählen in den Highlands nicht die Geburtstage von Familien und Freunden besucht noch hätte ich beim Nachbarn den neuen VW besichtigt. ;)
Ach so es geht also nur um das individuelle Verhalten, was bei dir im Urlaub Risikominimierend ist, bei einem anderen Risikosteigernd.

Also ist Reisen und Urlaub nicht das Thema.

Also wenn du dein Verhalten woanders im Sinne von Risikominimierung gestaltest, dann ist es ein Argument dafür, dass Reisen in Gebieten mit höhere Inzidenz weniger Riskant sind.
Verstehe.

Zitat
Ich glaube Du, ebenso wie der Gesetzgeber bessere Staatssekretär bastelt sich dort aus Angst etwas zusammen.
Nö, ich bastle mit nichts.
und habe auch keine Angst.

Außerdem halte ich mich auch nichts von Regeln, die keinen Bestand haben werden, weil sie vom Gericht gekippt werden.

Zitat
Zumal ich vor Allem von den ersten Grenzschließungen rede, in denen Inzidenzwerte (die meist nur Teile von Dunkelziffern sind) gar nicht Teil der Regelungen waren.
Ach so,
ich dachte, dass es darum ging, ob Reisen in Gebieten mit mehr Infizierten ein Risikoeinfluß hat.