Autor Thema: Tarifverhandlungen und die Inflation  (Read 489242 times)

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2820 am: 02.10.2022 20:11 »
Vorsicht, die Forderung nach Fakten kann leicht faschistisch sein, wenn das den woken Behauptern nicht gefällt. Faktenbasierte Argumentation ist schließlich sowas von alter, weißer Mann, dabei sind gefühlte Wahrheiten doch das, was wirklich zählt! TVWaldschrat hat schon mal die faschistoide Forderung, Behauptungen mit Fakten zu belegen, erfolgreich abgewehrt. Er ist ein Held des Wokismus. Komm ihm jetzt nicht mit Fakten!!!

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2821 am: 02.10.2022 22:53 »
Ich verneine nicht die Existenz eines Tarifes, da sind wir wieder bei Deiner Interpretationssucht. Ich negiere Deine Folgerungen. Was hindert den Arbeitgeber daran, ein Prozent weniger anzubieten und damit immer noch günstiger zu sein als die Gewerkschaftsmitgliedschaft? Was läßt Dich glauben, dass die Arbeitgeber den Gewerkschaften etwas anderes anbieten würden als den freien Arbeitnehmern, nachdem die Gewerkschaften nun schon mehrfach gezeigt haben, dass sie sich nur allzu erfreut anal penetrieren lassen und dabei erfreut „tiefer, tiefer“ rufen, obwohl sich die Chance bot, tatsächlich was zu bewegen? Wer glaubt denn ernsthaft, ein grenzdebiler Gemüseputzer sei ein schwächerer Verhandlungspartner als die Gewerkschaften?
Warum der AG nicht ein Prozent weniger anbietet liegt ja auf der Hand, habe ich schon dargelegt und scheinst nur du nicht begreifen zu wollen.

Und da die Putze und der grenzdebile Gemüseputzer im öD mehr verdient, als die freie Putze und der frei verhandelnde Gemüseputzer bei AGs die nicht diesem Tarif unterliegen, zeigt ja wer besser verhandelt.

Aber du kannst gerne weiter deiner unbewiesen Träumerei nachhängen, das der freie Gemüseputzer ein genauso starker Verhandlungspartner ist wie die Gewerkschaft.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2822 am: 03.10.2022 07:25 »
Bereits der erste Satz Deiner Replik ist unwahr, denn gerade dazu fehlt es an Ausführungen von Dir. Du hast eben nicht dargelegt, warum der Arbeitgeber nicht einfach in seinem Angebot das Brutto um den Aufwand reduziert, der für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft aus dem Netto bestritten werden müsste.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2823 am: 03.10.2022 08:31 »
Bereits der erste Satz Deiner Replik ist unwahr, denn gerade dazu fehlt es an Ausführungen von Dir. Du hast eben nicht dargelegt, warum der Arbeitgeber nicht einfach in seinem Angebot das Brutto um den Aufwand reduziert, der für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft aus dem Netto bestritten werden müsste.
Du hast es nur nicht verstanden.
1. weil der AG einem Gewerkschafter dieses anbieten muss.
2. jeder nicht Gewerkschafter, durch seine neue Mitgliedschaft eben diese Angebot bekommen muss.
3. es jedem klar ist, dass durch eine kurze Mitgliedschaft, der nicht Gewerkschafter, dieses Angebot erhalten muss und er nach Austritt diesen mehr weiterhin erhalten wird, Break even schnell erreicht.
4. also bietet der AG eben allen diesen Betrag an, weil er ja einigen dies zwangsweise anbieten muss und andere ihn dazu zwingen können ihm das anzubieten.

Und wie wir in anderen Bereichen, wie der von dir angesprochene Gemüseputzer, sehen können, sind diese Berufsgruppen sehr wohl Nutznießer, der Vorarbeit, die die Gewerkschaft erreicht hat und nicht die besseren oder ebenbürtigen Verhandlungspartner, so wie du es behauptest, ohne bisher dafür einen Beleg zu liefern.

Im Gegenteil den Gegenbeleg habe ich schon längst dargelegt.
Putzen und Gemüseputzer bekommen im öD mehr Geld, als sie als freie Verhandler bei anderen AGs erhalten, dort haben sie ein schlechteres „Verhandlungsergebnis“. Sind also schlechtere Verhandler als verdi.
Da sie im öD nur auf Basis des verdi Ergebnisses dieses mehr erhalten.

Diese Tatsache kannst du gerne verneinen und weiter deinen Träumen nachgehen, das der Gemüseputzer ein ebenso guter Verhandler ist wie die Gewerkschaft und bei freien Verhandlungen, das gleiche Ergebnis erzielen könnte.
Allein der Nachweise für die These fehlt.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2824 am: 03.10.2022 08:39 »
Vielmehr scheinst Du ein eher unterdurchschnittliches Verständnis der Wirkung der Tarifbindung zu haben. Sie endet, wenn der Arbeitnehmer austritt. Deshalb ist da auch nichts mit kurzfristigem Break Even. Der AG muss übrigens auch nichts anbieten. Bei beiderseitiger Tarifbindung gilt der Tarifvertrag. Meine Güte, vielleicht machst Du Dich einfach mal mit der Rechtsmaterie vertraut, bevor Du hier rumpolterst.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2825 am: 03.10.2022 09:51 »
Diese Tatsache kannst du gerne verneinen und weiter deinen Träumen nachgehen, das der Gemüseputzer ein ebenso guter Verhandler ist wie die Gewerkschaft und bei freien Verhandlungen, das gleiche Ergebnis erzielen könnte.
Allein der Nachweise für die These fehlt.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2826 am: 03.10.2022 10:11 »
Also bleibt es bei Deinen bisherigen Ausführungen, denen lediglich zu entnehmen ist, dass Du das rechtliche Framework, in dem wir uns bewegen, höchst unzureichend durchdrungen und nur im Ansatz verstanden hast. Genau das war zu erwarten.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2827 am: 03.10.2022 10:15 »
Ja, die Aussage bleibt, das der Gemüseputzer wegen der Gewerkschaft einen besseren Abschluss im öD erzielt, als er beim freien verhandeln erzielt.
Diese Tatsache kannst du gerne verneinen und weiter deinen Träumen nachgehen, das der Gemüseputzer ein ebenso guter Verhandler ist wie die Gewerkschaft und bei freien Verhandlungen, das gleiche Ergebnis erzielen könnte.
Allein der Nachweise für die These fehlt.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2828 am: 03.10.2022 10:23 »
Was eine unbewiesene Behauptung höchst zweifelhafter Qualität bleibt. Und es fehlt weiterhin an einer qualifizierten Rückäusserung dazu:
Bereits der erste Satz Deiner Replik ist unwahr, denn gerade dazu fehlt es an Ausführungen von Dir. Du hast eben nicht dargelegt, warum der Arbeitgeber nicht einfach in seinem Angebot das Brutto um den Aufwand reduziert, der für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft aus dem Netto bestritten werden müsste.
Denn die bisherige krankt ja daran, dass Du Dir irgendwelche Zwangsangebote an Gewerkschafter, die Vorteile einer kurzfristigen Mitgliedschaft und einen kurzfristigen Break Even zusammenfantasierst, weil Dir das rechtliche Framework bestenfalls vom Hörensagen bekannt ist.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2829 am: 03.10.2022 10:50 »
Ja, die Aussage bleibt, das der Gemüseputzer wegen der Gewerkschaft einen besseren Abschluss im öD erzielt, als er beim freien verhandeln erzielt.
Diese Tatsache kannst du gerne verneinen und weiter deinen Träumen nachgehen, das der Gemüseputzer ein ebenso guter Verhandler ist wie die Gewerkschaft und bei freien Verhandlungen, das gleiche Ergebnis erzielen könnte.
Allein der Nachweise für die These fehlt.
Deine unbewiesene nonsens Behauptung der Gemüseputzer wäre ein gleich guter Verhandler wie die Gewerkschaft ist ja hinreichend von mir widerlegt.
Und die Implikation er würde das gleiche Ergebnis erreichen, wenn es die Gewerkschaft nicht geben, ist ja genauso im Reiche der Fabeln oder feuchten Gewerkschaftshassernträumen zu verordnen.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2830 am: 03.10.2022 10:56 »
Das kannst Du gerne bis zum Erbechen wiederholen, es ändert aber nichts daran, dass es noch an einer qualifizierten Rückäusserung dazu fehlt:
Bereits der erste Satz Deiner Replik ist unwahr, denn gerade dazu fehlt es an Ausführungen von Dir. Du hast eben nicht dargelegt, warum der Arbeitgeber nicht einfach in seinem Angebot das Brutto um den Aufwand reduziert, der für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft aus dem Netto bestritten werden müsste.
Denn die bisherige krankt immer noch daran, dass Du Dir irgendwelche Zwangsangebote an Gewerkschafter, die Vorteile einer kurzfristigen Mitgliedschaft und einen kurzfristigen Break Even zusammenfantasierst. Du weichst dem bislang aus. Daraus kann jeder seine Schlüsse ziehen.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2831 am: 03.10.2022 11:35 »
Ja, die Aussage bleibt, das der Gemüseputzer wegen der Gewerkschaft einen besseren Abschluss im öD erzielt, als er beim freien verhandeln erzielt.
Diese Tatsache kannst du gerne verneinen und weiter deinen Träumen nachgehen, das der Gemüseputzer ein ebenso guter Verhandler ist wie die Gewerkschaft und bei freien Verhandlungen, das gleiche Ergebnis erzielen könnte.
Allein der Nachweise für die These fehlt.
Deine unbewiesene nonsens Behauptung der Gemüseputzer wäre ein gleich guter Verhandler wie die Gewerkschaft ist ja hinreichend von mir widerlegt.
Und die Implikation er würde das gleiche Ergebnis erreichen, wenn es die Gewerkschaft nicht geben, ist ja genauso im Reiche der Fabeln oder feuchten Gewerkschaftshassernträumen zu verordnen.
Wozu soll ich weiter erläutern, was schon gesagt wurde und deine unbewiesen Aussage hinreichend im Reiche der Fabeln verwiesen habe.
Solange du für die Behauptung nichts qualifiziertes beitragen kannst, reicht meine Qualität ja deutlich aus.


Wer hier also ausweicht ist ja selbst dem grenzdebilen Gemüseputzer klar.

JesuisSVA

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2832 am: 03.10.2022 11:52 »
Ich nehme gerne nochmal konkret Deinen Stuss auseinander, damit auch Du es begreifst:
Bereits der erste Satz Deiner Replik ist unwahr, denn gerade dazu fehlt es an Ausführungen von Dir. Du hast eben nicht dargelegt, warum der Arbeitgeber nicht einfach in seinem Angebot das Brutto um den Aufwand reduziert, der für eine Gewerkschaftsmitgliedschaft aus dem Netto bestritten werden müsste.
Du hast es nur nicht verstanden.
1. weil der AG einem Gewerkschafter dieses anbieten muss.
Nein, das muss der AG nicht. Der AG muss niemandem die tariflichen Konditionen anbieten.

Zitat
2. jeder nicht Gewerkschafter, durch seine neue Mitgliedschaft eben diese Angebot bekommen muss.
Nein, auch das muss der Arbeitgeber nicht tun.

Zitat
3. es jedem klar ist, dass durch eine kurze Mitgliedschaft, der nicht Gewerkschafter, dieses Angebot erhalten muss und er nach Austritt diesen mehr weiterhin erhalten wird, Break even schnell erreicht.
[/quote]
Da weder der Gewerkschafter noch der freie Arbeitnehmer ein solches Angebot erhalten müsste, dürfte das nur denen klar sein, die keinerlei Ahnung haben.

Zitat
4. also bietet der AG eben allen diesen Betrag an, weil er ja einigen dies zwangsweise anbieten muss und andere ihn dazu zwingen können ihm das anzubieten.
Eine Folgerung, die auf allerlei falschen Prämissen, wie zwangsweisen Angeboten, beruht, ist dementsprechend auch falsch.

Wie bereits ausgeführt, befindest Du Dich im Irrtum über den rechtlichen Rahmen. Ich schreibe es gerne nochmals ganz deutlich für Dich: Der AG muss niemandem die tariflichen Konditionen anbieten.

WasDennNun

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2833 am: 03.10.2022 12:30 »
Ich nehme auch deinen Stuss gerne auseinander.
Der Gemüseputzer erreicht als Freier nicht das Ergebnis wie die Gewerkschaft es im öD erreicht hat,
oder behauptest du der Gemüseputzer verhandelt bessere Verträge mit den freien AGs aus?


Bob Kelso

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Antw:Tarifverhandlungen und die Inflation
« Antwort #2834 am: 03.10.2022 12:46 »
Beamtenbund-Chef: Wir müssten eigentlich 20 Prozent mehr fordern
Der DBB-Vorsitzende Ulrich Silberbach über die anstehenden Tarifverhandlungen, Homeoffice für Beamte und die Gründe, warum er von der Regierung enttäuscht ist.


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