Tarifrunde TVöD 2025 - Diskussion III - Schlichtung

Begonnen von E15TVL, 21.03.2025 16:25

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daseinsvorsorge

Zitat von: UNameIT in 31.03.2025 13:46
Zitat von: Alexander79 in 31.03.2025 11:30
Zitat von: 2strong in 31.03.2025 10:49
Dafür kann Dein AG genau so viel bzw. genau so wenig für wie Du.
Gerade der Bund kann hier sogar sehr viel.


Zitat von: Aleksandra in 31.03.2025 09:29
Aber Steuer- und Abgabenerhöhungen auszugleichen ist nicht die Aufgabe des Arbeitgebers.
Na sicher.
Es ist Aufgabe der Gewerkschaft dies zu fordern und anschließend die Aufgabe dies zu bezahlen.
Früher gabs sogar regelmäßig mehr Geld als die Inflation, als die Abgaben und Steuererhöhung und obendrauf noch ein Reallohnzuwachs.
Kannst dir ja mal ein Spaß machen und prüfen wie hoch dein Gehalt wäre, wenn es die letzten 50 Jahre nur ein Inflationsausgleich gegeben hätte.

Zitat von: blanket in 31.03.2025 09:42
Bei manchen hier ist es so, dass die wirklich die 8 % für ein Jahr wollen.
Aber das ist ja völlig unrealistisch.

Das Ergebnis aus der Schlichtung ist in ganz gut. Klar kann es immer mehr sein, aber 3 % ab April und 2,8 % ab Mai 2026 ist doch vor dem Hintergrund der ganzen Verhandlungen in den letzten 3 Monaten und den Ergebnissen in anderen Bereichen in Ordnung.
Wenn du dein Auto für VB 10.000€ verkaufen willst und der andere bietet erstmal 0€, dann triffst du dich bei 3.000€ und bist wahrscheinlich noch zufrieden damit, oder?

Kommt drauf an , macht 10.000€ Sinn? Sagen wir ähnliche Autos werden für ca. 4.000€ verkauft. Bekomme ich niemals 10.000€ . Insoweit waren auch die 8% auf 12Monate übertrieben plus co. Daher finde ich es schon beachtlich das ung. die Hälfte 7,5% plus Verdoppelung der Zulagen auf 27 Monate rausgekommen ist.

Bin ich am Ende mit dem Angebot unzufrieden, kann ich mich entscheiden, dass Auto wem anders zu verkaufen. Das gleiche mit meiner Arbeitsleistung.
Weil das im ÖD aber so wenige machen, scheinen die Allermeisten doch dem Grunde nach zufrieden zu sein.

NIPA

Gibt es bereits genauere Informationen darüber, ob Anreize für die freiwillige Erhöhung auf 42 Stunden Arbeitszeit angeboten werden?

Susu

Wenn die VKA das Schlichtungsergebnis ablehnt...
Dann kann man nur hoffen es gibt die 75% Streikbereitschaft. Ansonsten steht man im luftleeren Raum auf alten Entgeltgruppen und die AG haben sicher kein Interesse dann noch owas auf Basis der Schlichtung anzubieten. Hoffe das ist allen klar.

Philomenia

Zitat von: NIPA in 31.03.2025 14:26
Gibt es bereits genauere Informationen darüber, ob Anreize für die freiwillige Erhöhung auf 42 Stunden Arbeitszeit angeboten werden?

Der Anreiz sind 3 Stunden Stundenlohn zusätzlich.

2strong

Zitat von: Alexander79 in 31.03.2025 11:30
Zitat von: 2strong in 31.03.2025 10:49
Dafür kann Dein AG genau so viel bzw. genau so wenig für wie Du.
Gerade der Bund kann hier sogar sehr viel.
Mal davon abgesehen, dass der Kollege, auf dessen Aussage ich mich bezog, gar nicht beim Bund arbeitet: Was hätte der "Herr Bund" denn konkret tun sollen?

Zitat von: Alexander79 in 31.03.2025 11:30
Zitat von: Aleksandra in 31.03.2025 09:29
Aber Steuer- und Abgabenerhöhungen auszugleichen ist nicht die Aufgabe des Arbeitgebers.
Na sicher.
Es ist Aufgabe der Gewerkschaft dies zu fordern und anschließend die Aufgabe dies zu bezahlen.
Früher gabs sogar regelmäßig mehr Geld als die Inflation, als die Abgaben und Steuererhöhung und obendrauf noch ein Reallohnzuwachs.
Kannst dir ja mal ein Spaß machen und prüfen wie hoch dein Gehalt wäre, wenn es die letzten 50 Jahre nur ein Inflationsausgleich gegeben hätte.
Das habe ich jetzt tatsächlich gemacht - und festgestellt dass bspw. ein Regierungsinspektor (Bund) in Stufe 1 seit 1975 gut 63 oberhalb des reinen Inflationsausgleichs erhält. Ich verstehe nicht, worauf Du damit nun hinaus möchtest.

troubleshooting

Zitat von: daseinsvorsorge in 31.03.2025 14:18

Weil das im ÖD aber so wenige machen, scheinen die Allermeisten doch dem Grunde nach zufrieden zu sein.

Du kannst das Märchen noch 1000x wiederholen. Es ist und bleibt selbstgerechtes Geschwätz eines Gewerkschafters! Wenn doch die Allermeisten zufrieden sind, warum sind dann so viele gegangen und die Stellen können nicht nachbesetzt werden. Warum sind überhaupt so viele Stellen unbesetzt trotz ständiger Ausschreibung?

Kannst dir die Antwort schenken, ist eh nicht wert zu lesen!


ITry

Zitat von: UNameIT in 31.03.2025 13:46
Zitat von: Alexander79 in 31.03.2025 11:30
Zitat von: 2strong in 31.03.2025 10:49
Dafür kann Dein AG genau so viel bzw. genau so wenig für wie Du.
Gerade der Bund kann hier sogar sehr viel.


Zitat von: Aleksandra in 31.03.2025 09:29
Aber Steuer- und Abgabenerhöhungen auszugleichen ist nicht die Aufgabe des Arbeitgebers.
Na sicher.
Es ist Aufgabe der Gewerkschaft dies zu fordern und anschließend die Aufgabe dies zu bezahlen.
Früher gabs sogar regelmäßig mehr Geld als die Inflation, als die Abgaben und Steuererhöhung und obendrauf noch ein Reallohnzuwachs.
Kannst dir ja mal ein Spaß machen und prüfen wie hoch dein Gehalt wäre, wenn es die letzten 50 Jahre nur ein Inflationsausgleich gegeben hätte.

Zitat von: blanket in 31.03.2025 09:42
Bei manchen hier ist es so, dass die wirklich die 8 % für ein Jahr wollen.
Aber das ist ja völlig unrealistisch.

Das Ergebnis aus der Schlichtung ist in ganz gut. Klar kann es immer mehr sein, aber 3 % ab April und 2,8 % ab Mai 2026 ist doch vor dem Hintergrund der ganzen Verhandlungen in den letzten 3 Monaten und den Ergebnissen in anderen Bereichen in Ordnung.
Wenn du dein Auto für VB 10.000€ verkaufen willst und der andere bietet erstmal 0€, dann triffst du dich bei 3.000€ und bist wahrscheinlich noch zufrieden damit, oder?

Kommt drauf an , macht 10.000€ Sinn? Sagen wir ähnliche Autos werden für ca. 4.000€ verkauft. Bekomme ich niemals 10.000€ . Insoweit waren auch die 8% auf 12Monate übertrieben plus co. Daher finde ich es schon beachtlich das ung. die Hälfte 7,5% plus Verdoppelung der Zulagen auf 27 Monate rausgekommen ist.

Bin ich am Ende mit dem Angebot unzufrieden, kann ich mich entscheiden, dass Auto wem anders zu verkaufen. Das gleiche mit meiner Arbeitsleistung.

In den unteren EGs wäre das Auto wahrscheinlich zwischen 3-4.000€ dann im Vergleich zu anderen ähnlichen Modellen eher ein guter Verkauf. Bei den höheren EGs wäre das Auto vergleichbar dann jedoch bei 7-8.000€. Die günstigen Autos kriegt man dann leichter los. Die oberen will dann kaum jemand haben außer er sucht nach exakt den vorhandenen Features. (Ich hoffe man versteht es 😂)

Aleksandra

Zitat von: Philomenia in 31.03.2025 14:32
Zitat von: NIPA in 31.03.2025 14:26
Gibt es bereits genauere Informationen darüber, ob Anreize für die freiwillige Erhöhung auf 42 Stunden Arbeitszeit angeboten werden?

Der Anreiz sind 3 Stunden Stundenlohn zusätzlich.
plus 10% Zuschlag der Erfahrungsstufe 3,
bzw. 25% Zuschlag für niedrige EG

Alles andere wird vorrangig Sache der Politik sein. Seitens der AG wird es hier kaum weitere Goodies geben.
Reallohnverlust seit Dienstantritt: 2,33%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,4% - Verdi 3,00%
2026/7: Inflation 2,75% - Verdi 3,99%

Faunus

Zitat von: daseinsvorsorge in 31.03.2025 14:18
Zitat von: UNameIT in 31.03.2025 13:46

Bin ich am Ende mit dem Angebot unzufrieden, kann ich mich entscheiden, dass Auto wem anders zu verkaufen. Das gleiche mit meiner Arbeitsleistung.
Weil das im ÖD aber so wenige machen, scheinen die Allermeisten doch dem Grunde nach zufrieden zu sein.

Aus der Koalitions-Verhandlung:
ZitatDie Union wolle deswegen in dem angewachsenen "Beauftragten-Unwesen" die Hälfte der Bundesbeauftragten streichen. Dazu sollen Einsparungen beim Personal in der Bundesverwaltung kommen. "Denn ein moderner Staat macht mit weniger Personal bessere Arbeit", resümierte Amthor.

Ich denke, es heiß nicht an wen man sein Auto verkaufen möchte sondern wann man sein Auto verkaufen muss - egal an wen.

Der Staat wird sparen müssen und da geht es nicht um 2 oder 2,5 % Lohnerhöhung, sondern vor allem um Stellenabbau, der mit dem Bürokratieabbau einher gehen wird.

blanket

Nochmal: Einfach am Wochenende das Schlichtungsergebnis annehmen und fertig.

Ist für jede Entgeltgruppe und Stufe etwas dabei.


Sonst dauert es nur noch länger und wird dann eher schlechter. Mehr ist nicht drin in dieser Konstellation.

Susu

Betreffendend die 42 Stunden überlege ich noch, ob angeordnete Überstunden nicht tatsächlich ein höheres Entgelt ergeben würden da die Zuschläge dort höher sind...
Mal abgesehen von evtl. Steuerfreiheit

willibald

Zitat von: Susu in 31.03.2025 14:32
Wenn die VKA das Schlichtungsergebnis ablehnt...
Dann kann man nur hoffen es gibt die 75% Streikbereitschaft. Ansonsten steht man im luftleeren Raum auf alten Entgeltgruppen und die AG haben sicher kein Interesse dann noch owas auf Basis der Schlichtung anzubieten. Hoffe das ist allen klar.
Sollte die VKA das tatsächlich machen, würde ich mir keine Gedanken um die Streikbereitschaft machen. DAs wird dann wohl jeder einsehen...ich erinnere mal an 1993, wo es im Grunde ähnliche Vorzeichen gab.
Sorry, nicht meine bevorzugte Seite, aber immerhin vollständige Infos.
https://www.sozialismus.info/2023/02/1992-12-tage-streik-im-oeffentlichen-dienst/
Urabstimmung damals 89-96%...

willibald

Zitat von: blanket in 31.03.2025 14:40
Mehr ist nicht drin in dieser Konstellation.

Sagt wer? Bei einigen Verkehrsbetrieben in öffentlicher Hand geht es doch auch. Genau mit dieser "Tarif-Bequemlichkeit" rechnet die AG Seite ja. Wichtig ist nur, das vernünftig zu kommunizieren.

2strong

Zitat von: Susu in 31.03.2025 14:42
Betreffendend die 42 Stunden überlege ich noch, ob angeordnete Überstunden nicht tatsächlich ein höheres Entgelt ergeben würden da die Zuschläge dort höher sind...
Mal abgesehen von evtl. Steuerfreiheit
Wie oft werden für die meisten von uns denn schon mal Überstunden angeordnet. Mein halbes Berufsleben ist fast halb rum und die Male kann ich an einer Hand abzählen.

UNameIT

Zitat von: Faunus in 31.03.2025 14:38
Zitat von: daseinsvorsorge in 31.03.2025 14:18
Zitat von: UNameIT in 31.03.2025 13:46

Bin ich am Ende mit dem Angebot unzufrieden, kann ich mich entscheiden, dass Auto wem anders zu verkaufen. Das gleiche mit meiner Arbeitsleistung.
Weil das im ÖD aber so wenige machen, scheinen die Allermeisten doch dem Grunde nach zufrieden zu sein.

Aus der Koalitions-Verhandlung:
ZitatDie Union wolle deswegen in dem angewachsenen "Beauftragten-Unwesen" die Hälfte der Bundesbeauftragten streichen. Dazu sollen Einsparungen beim Personal in der Bundesverwaltung kommen. "Denn ein moderner Staat macht mit weniger Personal bessere Arbeit", resümierte Amthor.

Ich denke, es heiß nicht an wen man sein Auto verkaufen möchte sondern wann man sein Auto verkaufen muss - egal an wen.

Der Staat wird sparen müssen und da geht es nicht um 2 oder 2,5 % Lohnerhöhung, sondern vor allem um Stellenabbau, der mit dem Bürokratieabbau einher gehen wird.

Hauptsache erst Bürokratie und dann stellen. Uns fehlen oft auf Seiten der Fachbereiche Personal das Digitalisierungsprojekte begleitet. Oft wird (aus Zeitgründen seitens der FB) nichtmal getestet und nach produktiv Stellung kommen dann die Fehlermeldungen.

Also erst Bürokratieabbau und dann effiziente Personalnutzung.