TVöD 2026: freiwillige Erhöhung der Arbeitszeit

Begonnen von Admin, 08.04.2025 14:40

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Kubus

Zitat von: erdieee in 24.04.2025 08:39
Ist der Arbeitgeber eigentlich verpflichtet sich an die Tarifvereinbarungen zu halten und die Arbeitszeitenerhöhung anzubieten?

das ist doch freiwillig.

broker

Zitat von: broker in 08.04.2025 20:11
Erhöht die Aufstockung auch die JSZ und die ZVK Umlage?

Hat hierzu schon jemand eine Info?


Aleksandra

Zitat von: broker in 24.04.2025 10:12
Zitat von: broker in 08.04.2025 20:11
Erhöht die Aufstockung auch die JSZ und die ZVK Umlage?

Hat hierzu schon jemand eine Info?
nach meinem Verständnis wird sich natürlich sowohl die JSZ, als auch die Umlage erhöhen. Warum sollte sie das auch nicht tun. Schließlich erhält man ein höheres Monatsbrutto. Und die Umlage/JSZ beziehen sich auf das Monatsbrutto.
Damit das nicht reinzählt, müsste das explizit herausgerechnet werden. Ich habe nirgends lesen können, dass so etwas geplant ist. Von daher gehe ich bis auf weiteres davon aus, dass es natürlich für die beiden Punkte zählt.

Reallohnverlust seit Dienstantritt: 2,33%
2022: Inflation 6,9% - Verdi 1,8%
2023: Inflation 5,9% - Verdi 0%
2024: Inflation 2,2% - Verdi 9,03%
2025: Inflation 2,4% - Verdi 3,00%
2026/7: Inflation 2,75% - Verdi 3,99%

MoinMoin

Zitat von: erdieee in 24.04.2025 08:39
Ist der Arbeitgeber eigentlich verpflichtet sich an die Tarifvereinbarungen zu halten und die Arbeitszeitenerhöhung anzubieten?
Ist er denn laut Tarifvereinbarungen verpflichtet die Arbeitszeitenerhöhung anzubieten?
Ich denke nein.

Maggus

Zitat von: broker in 24.04.2025 10:12
Zitat von: broker in 08.04.2025 20:11
Erhöht die Aufstockung auch die JSZ und die ZVK Umlage?

Hat hierzu schon jemand eine Info?

Dies ist u.a. in den Redaktionsverhandlungen zu klären.
Da diese Stunden aber sowieso extra behandelt werden müssen, zumindest wg. des Zuschlags, bleibt abzuwarten ob die Erhöhung Auswirkungen auf die JSZ usw. hat.
Auch bleibt abzuwarten, ob AGs und Beschäftigte echtes Interesse an dieser Aufstockung haben.

burnoutWerner

Soo grade zurück aus dem Teammeeting. Hatten heute nicht viel zu besprechen, aber das Thema 3h Mehrarbeit war ein heißes Diskussionsthema. Unser Chef meinte, von seiner Seite aus wird das genehmigt, da wir im Team noch weitere Personen haben, die in Teilzeit sind. Daher ist der Mehrbedarf auch begründbar.
Dann hat er noch gescherzt und meinte, dass wir wahrscheinlich alle im Homeoffice am Freitag gegen 15 Uhr uns nochmal für 3h an den Rechner setzen. Was haben wir gelacht.

Die Tarifrunde war super, endlich ist der Reallohnverlust für einen Moment ausgeglichen worden.
Zeit ist Geld. Deswegen bin ich im öD.
Arbeite sehr gerne von Zuhause aus.
Hobbykampfsportler, sieht man mir aber nicht an.

erdieee

Weiß warum es eine Befristung von 18 Monaten gibt? Man hätte es auch ohne Befristung vereinbaren können mit einer Kündigungsfrist von einem Monat

Feivel

#82
Zitat von: burnoutWerner in 29.04.2025 08:29
Soo grade zurück aus dem Teammeeting. Hatten heute nicht viel zu besprechen, aber das Thema 3h Mehrarbeit war ein heißes Diskussionsthema. Unser Chef meinte, von seiner Seite aus wird das genehmigt, da wir im Team noch weitere Personen haben, die in Teilzeit sind. Daher ist der Mehrbedarf auch begründbar.
Dann hat er noch gescherzt und meinte, dass wir wahrscheinlich alle im Homeoffice am Freitag gegen 15 Uhr uns nochmal für 3h an den Rechner setzen. Was haben wir gelacht.

Die Tarifrunde war super, endlich ist der Reallohnverlust für einen Moment ausgeglichen worden.

Schade finde ich die Differenzierung bei den Gehaltsgruppen.
Wenn man als Beispiel EG9b Stufe 3 und EG9c Stufe 3 nimmt, fühlt sich das irgendwie seltsam an.

Bisherige Prognose bei 42 h:
EG9b Stufe 3 bei 393,15 €
EG9c Stufe 3 bei 378,28 €

Wenn man einheitlich bei 25 % läge:
EG9c Stufe 3 bei 429,80 €

Differenzbetrag bei EG9c Stufe 3 liegt hier bei 51,52 €, wenn ich mich jetzt nicht verrechnet habe.

Mag jetzt nicht die Welt sein, aber dennoch.

DerTechniker

Zitat von: erdieee in 30.04.2025 10:40
Weiß warum es eine Befristung von 18 Monaten gibt? Man hätte es auch ohne Befristung vereinbaren können mit einer Kündigungsfrist von einem Monat

Damit man aus Kostengründen eventuell zurückrudern kann.

Silentgalaxy

Heute wurde die Einigung mit der BA erzielt. Darin wurde die 42h Woche seitens Verdi abgelehnt. Wieso tun die das? Unfassbar.

HammerImaSchon

Zitat von: Silentgalaxy in 30.04.2025 17:56
Heute wurde die Einigung mit der BA erzielt. Darin wurde die 42h Woche seitens Verdi abgelehnt. Wieso tun die das? Unfassbar.

Gut so! Wenn es mehr Arbeit gibt als in der regulären Arbeitszeit schaffbar ist, dann kann der Arbeitgeber gerne Mehrarbeit/Überstunden anordnen. Für die Beschäftigten springt dann ein Bonus von 25% (bzw. 15%) extra raus, statt mit nur 20% (bzw. 10%) abgespeist zu werden.

Silentgalaxy

Zitat von: HammerImaSchon in 01.05.2025 08:36
Zitat von: Silentgalaxy in 30.04.2025 17:56
Heute wurde die Einigung mit der BA erzielt. Darin wurde die 42h Woche seitens Verdi abgelehnt. Wieso tun die das? Unfassbar.

Gut so! Wenn es mehr Arbeit gibt als in der regulären Arbeitszeit schaffbar ist, dann kann der Arbeitgeber gerne Mehrarbeit/Überstunden anordnen. Für die Beschäftigten springt dann ein Bonus von 25% (bzw. 15%) extra raus, statt mit nur 20% (bzw. 10%) abgespeist zu werden.

Sowas dummes hab ich selten gehört. Es sollte jedem selbst überlassen werden. Unglaubliche Bevormundung. Verdi ist einfach ******

DerTechniker

Zitat von: Silentgalaxy in 30.04.2025 17:56
Heute wurde die Einigung mit der BA erzielt. Darin wurde die 42h Woche seitens Verdi abgelehnt. Wieso tun die das? Unfassbar.

Woher diese Info?

DiVO

Zitat von: Silentgalaxy in 01.05.2025 11:16
Zitat von: HammerImaSchon in 01.05.2025 08:36
Zitat von: Silentgalaxy in 30.04.2025 17:56
Heute wurde die Einigung mit der BA erzielt. Darin wurde die 42h Woche seitens Verdi abgelehnt. Wieso tun die das? Unfassbar.

Gut so! Wenn es mehr Arbeit gibt als in der regulären Arbeitszeit schaffbar ist, dann kann der Arbeitgeber gerne Mehrarbeit/Überstunden anordnen. Für die Beschäftigten springt dann ein Bonus von 25% (bzw. 15%) extra raus, statt mit nur 20% (bzw. 10%) abgespeist zu werden.

Sowas dummes hab ich selten gehört. Es sollte jedem selbst überlassen werden. Unglaubliche Bevormundung. Verdi ist einfach ******

Und ich habe selten so etwas Dummes wie Erhöhung der Arbeitszeit auf über 42 Stunden gelesen. Der Krankenstand im öD ist heute schon überdurchschnittlich hoch und steigt jedes Jahr weiter. Ich bin mir sicher, dass in vielen Gemeinden dieses Instrument als freiwillige Pflichtmaßnahme missbraucht werden wird, um Neueinstellungen zu vermeiden.

Die Landeshauptstadt Dresden hat aktuell einen Einstellungsstopp verhängt. Vakante Stellen bleiben zunächst sieben Monate unbesetzt. Anschließend berät ein Gremium, ob die vakante Stelle, deren Tätigkeiten bis dahin von den Kollegen übernommen wurde, überhaupt nochmal ausgeschrieben und nachbesetzt wird. Wenn die Stelle dann zur Ausschreibung kommen sollte, wissen wir alle, wie lange es bis zu Neubesetzung im öD dauert.


MoinMoin

Zitat von: DiVO in 02.05.2025 07:08
Zitat von: Silentgalaxy in 01.05.2025 11:16
Zitat von: HammerImaSchon in 01.05.2025 08:36
Zitat von: Silentgalaxy in 30.04.2025 17:56
Heute wurde die Einigung mit der BA erzielt. Darin wurde die 42h Woche seitens Verdi abgelehnt. Wieso tun die das? Unfassbar.

Gut so! Wenn es mehr Arbeit gibt als in der regulären Arbeitszeit schaffbar ist, dann kann der Arbeitgeber gerne Mehrarbeit/Überstunden anordnen. Für die Beschäftigten springt dann ein Bonus von 25% (bzw. 15%) extra raus, statt mit nur 20% (bzw. 10%) abgespeist zu werden.

Sowas dummes hab ich selten gehört. Es sollte jedem selbst überlassen werden. Unglaubliche Bevormundung. Verdi ist einfach ******

Und ich habe selten so etwas Dummes wie Erhöhung der Arbeitszeit auf über 42 Stunden gelesen. Der Krankenstand im öD ist heute schon überdurchschnittlich hoch und steigt jedes Jahr weiter. Ich bin mir sicher, dass in vielen Gemeinden dieses Instrument als freiwillige Pflichtmaßnahme missbraucht werden wird, um Neueinstellungen zu vermeiden.

Die Landeshauptstadt Dresden hat aktuell einen Einstellungsstopp verhängt. Vakante Stellen bleiben zunächst sieben Monate unbesetzt. Anschließend berät ein Gremium, ob die vakante Stelle, deren Tätigkeiten bis dahin von den Kollegen übernommen wurde, überhaupt nochmal ausgeschrieben und nachbesetzt wird. Wenn die Stelle dann zur Ausschreibung kommen sollte, wissen wir alle, wie lange es bis zu Neubesetzung im öD dauert.
Ich möchte nicht in deinem öD arbeiten und bin froh in meinem öD zu arbeiten, bei dem es diese Zustände nicht gibt.