Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Rheini

Aus meiner Sicht besteht für die DH nur die Gefahr, dass je länger man auf exorbitante FM setzt, man auf einmal diese hat und den Grundbetrag erhöhen muss. Eine loss-loss Situation.

Schmiss

Hallo,

wenn ich mir den Besoldungsvergleich der Länder mit 0 Kindern ansehe, dann stelle ich fest, dass NRW und S-H dicht beieinander liegen. Die Aussagen der Finanzministerin von S-H und die darin angekündigten Anpassungen lassen mich zu dem Schluss kommen, dass auch NRW so etwas machen müsste. Die FZ hatte NRW ja bereits weit nach oben angepasst. Insofern geht es mir nur um die Grundbesoldung. Und dann ist da ja noch das fiktive Partnereinkommen.

Von daher reicht die Übernahme des Tarifergebnisses überhaupt nicht aus. Durch die Ankündigung aus S-H wird das besonders klar. Man darf ja nicht vergessen: Anfang letzten Jahres wurde die Besoldung ja um 200 Euro und dann um 5,5% erhöht. Jetzt wird das alles erneut angehoben, um 3,2%. Wenn dann noch die 4% für dieses Jahr und eine noch unbekannte Erhöhung Anfang 2027 kommt, dann hat sich die Besoldung in S-H von Ende 2024 bis Anfang 2027 um fast 20% erhöht.

Dominic231

Ich sehe ein großes Problem beim Abstandsgebot. Die Länder müssten die Pauschalerhöhungen, die in letzen zehn Jahr vorkamen, irgendwie wieder ausgleichen. Also für die höheren Besoldungsgruppen. Dann soll ein Abstand bestehen zwischen Personen mit Kindern gegenüber Personen mit höherer Besoldung. Wenn ich das richtig verstanden habe? Wie soll das bitte gehen?
Aber ich mache mir da eigentlich bei der Landesregierung NRW keine Sorgen. Irgendeine juristische Person wird schon eine interessante Lösung finden, um ein paar weitere Jahr Geld zu sparen.🤣

Hampelmann720

Als ich es gelesen habe und ausgerechnet habe, dachte ich mir nur "toll, ich kann fast volltanken von den paar Kröten netto mehr" .... Man kann sich bald den Weg zur Arbeit kaum mehr leisten weil man doppelte Kosten hat. Alles wird teurer und sie wollen einen mit den paar Prozent abspeisen und denken das ist ausreichend. Wenn die ersten Beamten in den unteren Gehaltsgruppen aufstocken müssen mit Sozialhilfe gibt es ja vielleicht doch mal ein Umdenken.
Es wird Zeit das Bundesland bzw. zum Bund zu wechseln (da wir in NRW ja auch immer noch die 41 Std haben kann man nur gewinnen). Und, dass die 41 Std auch noch immer nicht angepackt werden ist ein Armutszeugnis und untragbar m.E.
Und schlussendlich liegt es doch an der Polizei in NRW?! Da macht 1 oder 2 Std pro Person weniger eine große Lücke in den Dienstplänen aus, also wollen sie da nicht ran und alle müssen drunter leiden.

rundmc87

Hallo,

wisst ihr, weshalb es noch keine offizielle Meldung seitens des LBV Nrws gibt bezüglich Gehaltserhöhung bei Landesbeamten? Dachte die Tariferhöhung wird Zeit und Wirkungsgleich übertragen?

NoRhWe

Es kann nur damit zusammenhängen, dass die Landesregierung kein zweites Gesetzgebungsverfahren eröffnen will. Für die Übertragung des Tarifabschlusses bräuchte das FM sicher nur zwei Wochen, aber offenbar ist beabsichtigt, die Folgen der BVerfG-Entscheidung aus dem Dezember einzubeziehen. Wenn das der Fall ist, sind Prognosen schwer.

Ich könnte mir vorstellen, dass es dann erst im Spätherbst einen Gesetzentwurf und vielleicht zu Weihnachten ein beschlossenes Gesetz gibt. Für´s erste dürfen wir also weiter ohne Bezügeanpassung auskommen.

owl

Aus dem FM ist zu hören, dass ab den Juni-Bezügen eine Auszahlung unter Vorbehalt erfolgen soll. So war es wohl auch bei der letzten Tarifrunde. Mit einem Gesetzentwurf rechnet man nicht vor der Sommerpause aufgrund des BVerfG-Urteils.

guzmaro

Habt ihr den echte Hoffnung dass sie mehr erhöhen wie zb in Schleswig Holstein?
Das wäre ja toll.
Hab noch nichts gehört, dass in der Richtung in NRW etwas geplant ist.

gerzeb

Ich persönlich habe weder irgendwelche großen Erwartungen, noch Hoffnungen. Ich traue meiner Landesregierung kein Stück mehr, lasse mich aber natürlich gerne eines besseren belehren.

NvB

Ich bleibe dabei, für die Beamten wird es 2026 eine Nullrunde geben. Weil niemand vor Berlin mit einem neuen Besoldungsgesetz in die Bresche springen möchte.


NoRhWe

Zitat von: gerzeb in 19.03.2026 09:24Ich persönlich habe weder irgendwelche großen Erwartungen, noch Hoffnungen. Ich traue meiner Landesregierung kein Stück mehr, lasse mich aber natürlich gerne eines besseren belehren.

Bin ich bei dir. Ich habe auch keine Erwartungen, außer

1. dass die Übertragung des Tarifabschlusses 1:1 kommt (also mit rückwirkender Zahlung) und
2. dass es kosmetische Veränderungen in der Besoldung insgesamt geben wird, die aber mit Partnereinkommen und anderen als verfassungsgemäß begründet werden.

Casiopeia1981

Ich verstehe diese Kritik und den Sarkasmus im Ansatz schon, aber:

Die Rechtsprechung ist so eindeutig, dass es kein  bis wenig Handlungsspielraum für das Land gibt. Durch die geänderte Rechtsprechung können die Verwaltungsgerichte nun selbstständig entscheiden.

Ich gehe davon aus, dass wir spätestens in einem Jahr eine Diskussion darüber haben werden, eine Ländereinheitliche Besoldung bekommen werden.


AlrightyThen

Es lässt sich eingrenzen.

Das absolute Maximum an Erwartung ist der Weg von Schleswig-Holstein, insbesondere die Besoldungsgruppen des gehobenen und höheren Dienstes würden dabei denke ich profitieren, da die Gruppen A5/A6/A7 im Bundesvergleich schon höher sind (Außer Ba-Wü und Sachsen).

Die absolute Untergrenze (und der absolute Brüller) wäre der Weg von Niedersachsen => Partnereinkommen wird nicht mehr mit Minijob sondern 0,5 MÄE angerechnet und man muss plötzlich gar nichts machen weil fiktiv viel mehr Geld da ist  8).

Ich rechne aber nicht mit einer schnellen Umsetzung, NRW steht wie alle anderen nördlichen Bundesländer finanziell mit dem Rücken zur Wand und hat die finanziell komplett kaputten Kommunen unter sich, da wird man nicht das Füllhorn ausschütten.

Für eine verfassungsgemäße Alimentation wird es noch ein paar Urteile brauchen.