Irgendein Laberthread über AfD und Co.

Begonnen von SonicBoom, 05.05.2026 12:06

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MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 14:25Was natürlich super wäre ist, dass solche Steuereinnahmen direkt und ohne Umwege ins Gesundheitssystem fließen.
Deswegen wäre es ja besser, wenn es eine Abgabe und keine Steuer wäre  8)

MoinMoin

Zitat von: Faunus in Gestern um 14:32Ich denke, die Kilometerpauschale ist eher zur indirekten Subventionierung der Autoindustrie gedacht und die Entlastung des AN eher ein Abfallprodukt, dass sich gut verkaufen lässt oder warum können die höheren Mieten vor Ort nicht genauso abgesetzt werden, wenn man dann keine "Kilometerpauschale" hat, weil man völlig klimaunbelastet zu Fuß in die Arbeit geht?
Steile These.
Die inzwischen ja eher umgekehrt funktioniert. Also meine Gattin fährt brav Bahn (wäre mit Auto nix schneller beim Ag und den Staus) kassiert die Pauschale und kriegt somit mehr Geld vom Staat zurück, als sie Kosten hat (früher 140€ jetzt DTicket)

MoinMoin

Zitat von: Faunus in Gestern um 14:32Das wundert mich jetzt aber, da Du doch Vermieter von Wohnungen bist oder hatte ich da was falsch verstanden? Und bei eine eigenen Haus gibt es doch auch alle Nase lang was abzusetzten.
Nun, ich schrieb AN seitig.
Klar ist mein VuV Bogen mehrseitig.
Und meine nichtselbständige Tätigkeit ebenfalls.
Aber diese Dinge wird man doch never auf eine Seite kriegen.

Und bei meinem Eigenheim, sind die 1-3 Rechnung die ich max im Jahr eine Zeile in der A4 Seite. 8)

MoinMoin

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 14:38und deinen Pauschbetrag halbwegs
Hab ich aber nicht (scheiss Wechsel etc., bzw Gewinne wo ich sie nicht erwartete)

und es kommt vor, dass ich unter die 25% Falle (scheiss Abschreibungen) und ich dann alles angeben muss.

Im Kern haste aber Recht. Trotzdem könnte die Banken doch einfach alles Melden und es wäre dann in der vorausgefüllte Erklärung drin.

MoinMoin

Zitat von: NelsonMuntz in Gestern um 14:58Ich empfehle hier: HomeOffice.
und meine Gattin bekommt weniger Kilometerpauschal bei gleichen Kosten. Scheiß HO... wenn ich nicht so ehrlich wäre, würde ich sie nicht mehr angeben bei ihr.
Naja und ich komme eh nicht über den Pauschbetrag.

Warnstreik

Zitat von: Hugo Stieglitz in Gestern um 16:36Wenn die Akzeptanz für Lenkungssteuern auf Suchtmittel hoch ist, können wir auf die Lenkungssteuern CO2, Zucker und Plastik doch verzichten, oder?

Können wir leider nicht. Bei Suchtmitteln halte ich die Kinder und Jugendlichen sonst nicht davon ab und bei CO2, Zucker Und Plastik wird die Industrie gelenkt, nicht der Bürger. Und Unternehmen handeln nach Gewinnmaximierung, nach nichts sonst. Die kippt z.B. nicht in alles mögliche raffinierten Zucker rein weils so ein geiles Produkt ist sondern weil es billig ist und ein guter Helfer um sonst minderwertige Zutaten bzw. Produkte auszugleichen. Wenn die Industrie kein monetäres Interesse hat das zu ändern, wird es auf breiter Ebene nicht passieren. Gleiches bei der Automobilindustrie: Wie lange haben die Deutschen Autobauer es verpennt volkstaugliche Elektroautos zu bauen? Wie lange hat man an der guten alten Ölheizung oder Gastherme festgehalten?

Warnstreik

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 16:47Hab ich aber nicht (scheiss Wechsel etc., bzw Gewinne wo ich sie nicht erwartete)

und es kommt vor, dass ich unter die 25% Falle (scheiss Abschreibungen) und ich dann alles angeben muss.

Im Kern haste aber Recht. Trotzdem könnte die Banken doch einfach alles Melden und es wäre dann in der vorausgefüllte Erklärung drin.


Ja, das stimmt. Mich nervt das auch - der Vordruck für die Kap wird ja eh gesendet. Ich hab die letzten beiden Jahre jeweils eine Ausbuchung wegen Wertlosigkeit der Aktie - da hatte ich die Tortur auch machen müssen. Einmal im Jahr isses aber ok. Die internationalen Depots werden es trotzdem nicht melden ;-)

Rowhin

Zitat von: Warnstreik in Gestern um 17:22Wenn die Industrie kein monetäres Interesse hat das zu ändern, wird es auf breiter Ebene nicht passieren. Gleiches bei der Automobilindustrie: Wie lange haben die Deutschen Autobauer es verpennt volkstaugliche Elektroautos zu bauen?

Die Uhr läuft noch.

Insofern könnte man deinen ersten Satz eventuell folgendermaßen anpassen:

"Solange die Industrie kein akutes, dringendes, monetäre Interesse hat, etwas zu ändern, wird es auf breiter Ebene nicht passieren".

Fettschwanzmaki

Zitat von: Hugo Stieglitz in Gestern um 16:36Wenn die Akzeptanz für Lenkungssteuern auf Suchtmittel hoch ist, können wir auf die Lenkungssteuern CO2, Zucker und Plastik doch verzichten, oder?

Ich könnte hierzu einen ellenlangen Beitrag schreiben, da müsstet ihr scrollen, aber ich halte mich relativ kurz.

Nein, können wir nicht.

Der homo oeconomicus ist eine Chimäre der Wirtschaftswissenschaften, aber Millionen von Fliegen können nicht irren.

Zucker ist Sucht (Hirnstoffwechsel), asoziale Medien sind Sucht (Hirnstoffwechsel, wird Zeit für eine Lenkungssteuer  ;D ), Plastik und CO² stellen übergeordnete Süchte dar (kapitalistisches Wirtschaftssystem, Externalisierung der Folgekosten u. a.).

Manche Dinge müssen staatlicherseits verboten werden, weil die gesellschaftliche Akzeptanz der notwendigen Veränderung auf dem "Vernunftweg" nicht bewirkt werden kann. Coca-Cola produziert täglich 1.500.000.000 Flaschen, überwiegend aus PET, greenwashing hin oder her. Hier fehlen massive Lenkungssteuern, zumal hier auch gleich der böse Zucker mit im Spiel ist.

Sollen Cola (oder generell überzuckerte Softdrinks) in PET-Flaschen (gilt übrigens auch für pures Wasser) deshalb verboten werden? Müssten sie eigentlich, sind ja gleich in mehrfacher Hinsicht schädlich. Sind sie das? Nein, die privatisierten Gewinne und daraus gespeisten Zahlungen der Lobbyisten wissen das zu verhindern.

Verbleites Benzin, Gurtpflicht, Katalysator - wie groß waren da die Widerstände, wie groß war die Unvernunft weiter Teile der Bevölkerung? Und das schreibt sich fort: bis heute sind manche Menschen der Ansicht, das E10 den modernen Motor schädigen würde und tanken lieber das teurere E5 (die anderen Kritikpunkte hinsichtlich der Herstellung von Bioethanol klammere ich mal aus).

Da kannste aufklären, bis man noch blöder wird...

Streng genommen wird hier auch keine Freiheit beschränkt, sondern lediglich der Preis der individuellen Selbstschädigung erhöht.

Jeder hat das Recht, sich vollkommen legal totzusaufen. Also will ich mich auch (theoretisch) - vollkommen legal - totkiffen können (was noch nicht einmal möglich ist).

F R E I H E I T !

"1922 war die giftige Wirkung von Bleiverbindungen schon bekannt, und ein Chemieprofessor warnte das damalige Bundesgesundheitsamt der USA im Herbst 1922 vor ernsten gesundheitlichen Gefahren bei einem Bleizusatz im Kraftstoff. General Motors zeigte jedoch größtes Interesse, den Zusatz auf den Markt zu bringen. Die US-Behörden ließen sich auf die Durchführung einer Studie über die Gesundheitsrisiken des Bleizusatzes ein, die allerdings von GM finanziert wurde und dem Konzern beziehungsweise Ethyl weitreichende Privilegien gewährte, darunter ein Anspruch auf kritische Kommentierung aller Versuchsunterlagen und ein Veto-Recht auf Publikation. Das im Oktober 1924 veröffentlichte Studienergebnis fiel dergestalt aus, dass sich der Verdacht auf Gesundheitsschädigung durch Bleibenzin-Abgase nachdrücklich zurückweisen ließ."

Tabak (unschädlich), Alkohol (unschädlich), Co2 (unschädlich), PFAS (unschädlich), Glyphosat (unschädlich), Zucker (unschädlich), asoziale Medien (unschädlich), KI (unschädlich), Contergan (unschädlich), radioaktive Strahlung (unschädlich), AfD (unschädlich)... to be continued...



MoinMoin

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 19:04Verbleites Benzin, Gurtpflicht, Katalysator - wie groß waren da die Widerstände
Da fällt mir ein. Rauchverbot in Kneipen und Restaurants.
Gigantisches gekreische, aber warum hat der Markt die friedliche Koexistenz von Nicht- und Raucherkneipen und nicht von alleine geschafft.

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 19:04Streng genommen wird hier auch keine Freiheit beschränkt, sondern lediglich der Preis der individuellen Selbstschädigung erhöht.
da haben wir wieder die Marktkräfte. Schäden die nicht bezifferbar sind, muss die Gesellschaft tragen.
Schäden die durch die Wirtschaftskraft der Lobbyisten verdrängt werden, werden nicht bezifferbar.

Das ist so ein Punkt, denn ich bei libertären Ansätzen dann immer vermissen.
Beispiel: Warum gibt/gab es keine Haftpflichtversicherung für Kraftwerke? Das wäre doch fein. Kein gesülze von irgendwelchen grünen Spinnern oder anderen Ideologen, sondern reine Marktwirtschaft, wie die Kfz Haftpflicht und deren Modell der höheren Kosten der Jungfahrer oder -innen.

Faunus

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 16:40Steile These.
Die inzwischen ja eher umgekehrt funktioniert. Also meine Gattin fährt brav Bahn (wäre mit Auto nix schneller beim Ag und den Staus) kassiert die Pauschale und kriegt somit mehr Geld vom Staat zurück, als sie Kosten hat (früher 140€ jetzt DTicket)

Ich denke, Deine Gattin hat das D-Ticket, wie jeder andere auch, erst seit maximal seit 2023.
1920 bezog sich die Entfernungspuscvhael auf die Nutzung der Öffentlichen.
Ab 1955 wurde das Auto ebenfalls steuerlich berücksichtigt.
Die verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale gibt es aber erst seit 2001.
Und wenn Du Dir anschaust, wann die Pauschale immer erhöht wurde... schön Auto kaufen & fahren!

Aber Du hast ein wunderbares Beispiel gebracht, wie pervertiert unser Steuersystem ist:
Deine Gattin erhält mehr zurück, als sie tatsächlich aufwenden muss.
Das ist doch ein schlechter Witz vom System.

Faunus

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 19:04Streng genommen wird hier auch keine Freiheit beschränkt, sondern lediglich der Preis der individuellen Selbstschädigung erhöht.

Jeder hat das Recht, sich vollkommen legal totzusaufen. Also will ich mich auch (theoretisch) - vollkommen legal - totkiffen können (was noch nicht einmal möglich ist).

F R E I H E I T !

Tja, es hat lang gedauert bis es nicht mehr legal war seine Frau und Kinder im Suff halbtot zu prügeln und noch länger bis die Justiz nicht mehr weggesehen hat. Das Verhalten ist mir übrigens bei Kiffern unbekannt!

Fettschwanzmaki

Zitat von: MoinMoin in Gestern um 19:59Warum gibt/gab es keine Haftpflichtversicherung für Kraftwerke? Das wäre doch fein. Kein gesülze von irgendwelchen grünen Spinnern oder anderen Ideologen, sondern reine Marktwirtschaft, wie die Kfz Haftpflicht und deren Modell der höheren Kosten der Jungfahrer oder -innen.

Unter den Millionen Fliegen gibt es ja auch ein paar schlauere.

Keine Versicherungsgesellschaft auf der Welt kann die Rücklagen bilden, die im Falle eines "Super-GAU" als Leistung ausgezahlt werden müsste (Tschernobyl soll 646 Milliarden an (Folge)Kosten verursacht haben, Fukushima nach nur elf Jahren ca. 83 Milliarden).

Selbst unter Berücksichtigung der weltweit agierenden Rückversicherer stellt das ein nicht zu versicherndes Risiko dar.

Da ist das Ahrtal ein kleines Rinnsal gegen... und selbst die bekommen keine Elementarversicherung mehr (oder maximal zu horrenden Prämien).

Nene, irgendwann ist ja auch mal gut mit der Freiheit und den Marktkräften... das darf der Staat gerne übernehmen, aber die Gewinne behalten wir natürlich... ;D


Fettschwanzmaki

Zitat von: Faunus in Gestern um 20:20Tja, es hat lang gedauert bis es nicht mehr legal war seine Frau und Kinder im Suff halbtot zu prügeln und noch länger bis die Justiz nicht mehr weggesehen hat. Das Verhalten ist mir übrigens bei Kiffern unbekannt!

Dieser Aspekt wäre ein Bestandteil meines ellenlangen Beitrag geworden - geschenkt.

Unter suchttherapeutischen wie kriminologischen Gesichtspunkten stellt die Legalisierung und kontrollierte Abgabe von Cannabis jedenfalls mal einen neuen Ansatz dar, nachdem die Kriminalisierung und strafrechtliche Verfolgung (auch von Kleinstmengen) es in Jahrzehnten nicht geschafft hat, das tausende Jahre alte menschliche Verlangen nach Rausch zu unterdrücken.

Bevor man sich da aus dem Fenster lehnt, sollte man sich auch die Verbotsgeschichte von Cannabis sowie die generelle Geschichte von Cannabis vor Augen führen - die erste Erwähnung der Hanfpflanze soll bereits in China vor 2.500 - 700 v. Chr. erfolgt sein.

Da wird soviel krudes Zeug unkritisch und unreflektiert nachgeplappert, da möchte man glatt anfangen zu kiffen, damit man dbzgl. etwas indifferenter wird... soll ja auch beruhigen...

Faunus

Zitat von: Fettschwanzmaki in Gestern um 20:54Da wird soviel krudes Zeug unkritisch und unreflektiert nachgeplappert, da möchte man glatt anfangen zu kiffen, damit man dbzgl. etwas indifferenter wird... soll ja auch beruhigen...


Lass die Finger vom Kiffen!

Ich war für die Legalisierung, weil es teilweise ein echter Witz war, was an Insassen mit weniger als 30 g Marihuana in diversen JVAs in Bayern auf Steuerzahlerkosten einsaß! Das war zum Teil eine Lachnummer! Was damals im Englischen Garten Zivilpolizisten mit langen Haaren und ungewaschenen Jeans einen angebabbelt haben, ob man was zu verkaufen hätte... war ein echt armseliger Versuch eine 1/2 Generation an Jugend zu kriminalisieren, um seine Erfolgsstatistik im "Drogenmilieu" hochzutreiben.

Heute sehe ich es etwas anders. Wie bei jedem Rohstoff versucht man so viel wie möglich daran zu verdienen. Den Ertrag pro Hektar Weizen von 50 kg auf eine Tonne hochjubeln, den Milchertrag einer Kuh pushen, dass sie mit dem resultierden Rieseneuter kaum noch laufen kann, nach 3 Jahren so ausgelaugt ist und dann nur noch als Hundefutter taugt.
Cannabis wurde von 2 bis bestenfalls 5 % Gehalt an psychoaktiver Substanz in der Blüte auf bis zu 35 % raufgezüchtet.

Das ist eine ganz andere Hausnummer.
Die CDC in Atlanta hat sehr aussagekräftige Studien zu Schäden durch THC veröffentlicht. Es gibt einen eindeutgen Zusammenhang zw. dem Auftreten von Psychosen und Kiffen in zu jungen Jahren.