Tarifrunde 2025 - kein Geld in den Ländern

Begonnen von Zinc, 14.05.2025 09:41

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

MoinMoin

Kann Regelungen führen immer dazu, dass der AG tarifkonform Dinge, die er zur Personalförderung umsetzen möchte, umsetzen kann, OHNE das er über oder ausser tariflich agieren muss.
Und damit ist es ihm leichter es zu tun.
Dumm nur, wenn intern der AG unterschiedlicher Meinung ist.
Nach dümmer, wenn das FM nein sagt und sich dabei nicht bewusst ist, Kosten zu verursachen.

Highwaystar

Ich erwarte realistisch ein Plus von ca. 2,8 Prozent, vielleicht ab 1.02.2026. Ein Tag mehr Urlaub, den ich sowieso in den Ferien nehmen muss.

Ärgerlich sind jedesmal bei Tarifverhandlungen im TV L:
Die anwesenden Gewerkschaften vertreten ernsthaft nur die unteren Tarifgruppen und
die Forderung nach der Übernahme des Ergebnisse auf die verbeamteten Kollegen. Das kostet die Angestellten nur Geld und Kraft...

Vollender

Zitat von: Highwaystar in 15.11.2025 21:02
...Ärgerlich sind jedesmal bei Tarifverhandlungen im TV L:
Die anwesenden Gewerkschaften vertreten ernsthaft nur die unteren Tarifgruppen und
die Forderung nach der Übernahme des Ergebnisse auf die verbeamteten Kollegen. Das kostet die Angestellten nur Geld und Kraft...

Bei GEW und DBB sind vermutlich die höheren Gruppen durchaus vertreten. Aber der Beamten-Fokus ist für die Angestellten kein Vorteil. Spannend wird das Thema JSZ und ob die anhaltende Benachteiligung der höheren EG endlich unterbunden wird. Trotz Gewerkschaften, die leider die essentielle Bedeutung höherer EG für das eigene Kernklientel nicht auf dem Schirm haben.

Meierheim

Zitat von: Highwaystar in 15.11.2025 21:02
Ich erwarte realistisch ein Plus von ca. 2,8 Prozent, vielleicht ab 1.02.2026. Ein Tag mehr Urlaub, den ich sowieso in den Ferien nehmen muss.

Ärgerlich sind jedesmal bei Tarifverhandlungen im TV L:
Die anwesenden Gewerkschaften vertreten ernsthaft nur die unteren Tarifgruppen und
die Forderung nach der Übernahme des Ergebnisse auf die verbeamteten Kollegen. Das kostet die Angestellten nur Geld und Kraft...
Die Übernahme auf die verbeamteten Kollegen kann ja gefordert werden, aber Bayern hat ja per Kabinettsbeschluss bereits jetzt beschlossen, das Ergebnis nicht zu übernehmen.

foo

Zitat von: Meierheim in 16.11.2025 08:36
Die Übernahme auf die verbeamteten Kollegen kann ja gefordert werden, aber Bayern hat ja per Kabinettsbeschluss bereits jetzt beschlossen, das Ergebnis nicht zu übernehmen.

Stimmt das so? Ist es nicht vielmehr so, dass - zumindest bislang - Bayern nur bei seinem Haushaltsansatz keine 1:1-Übernahme berücksichtigt?

Rheini

Zitat von: Meierheim in 16.11.2025 08:36
Zitat von: Highwaystar in 15.11.2025 21:02
Ich erwarte realistisch ein Plus von ca. 2,8 Prozent, vielleicht ab 1.02.2026. Ein Tag mehr Urlaub, den ich sowieso in den Ferien nehmen muss.

Ärgerlich sind jedesmal bei Tarifverhandlungen im TV L:
Die anwesenden Gewerkschaften vertreten ernsthaft nur die unteren Tarifgruppen und
die Forderung nach der Übernahme des Ergebnisse auf die verbeamteten Kollegen. Das kostet die Angestellten nur Geld und Kraft...
Die Übernahme auf die verbeamteten Kollegen kann ja gefordert werden, aber Bayern hat ja per Kabinettsbeschluss bereits jetzt beschlossen, das Ergebnis nicht zu übernehmen.

Ich meine Bayern hat gesagt sie übernehmen, nur 6 Monate später.

Gabi1978

Ja, 6 Monate später. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht - schon jetzt zu wissen, dass man trotz der immenses Teuerungen einfach mal ausgelassen wird - für ein halbes Jahr!!! Man könnte auch einfach sagen ,,hey - eure Arbeit ist uns einfach nichts wert! Ihr könnt nicht streiken, also haltet die Klappe und schallt den Gürtel noch enger! Ich, euer Landesvater erhalte schon jetzt mehr als 17.000 Euro im Monat und an 1.1.26 wird mein Gehalt natürlich erhöht - aber ihr seid mir sch...egal"
Da gehe ich morgen wieder besonders motiviert zur Arbeit  :-\

DiVO

Zitat von: Gabi1978 in 16.11.2025 18:39
Ja, 6 Monate später. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht - schon jetzt zu wissen, dass man trotz der immenses Teuerungen einfach mal ausgelassen wird - für ein halbes Jahr!!! Man könnte auch einfach sagen ,,hey - eure Arbeit ist uns einfach nichts wert! Ihr könnt nicht streiken, also haltet die Klappe und schallt den Gürtel noch enger! Ich, euer Landesvater erhalte schon jetzt mehr als 17.000 Euro im Monat und an 1.1.26 wird mein Gehalt natürlich erhöht - aber ihr seid mir sch...egal"
Da gehe ich morgen wieder besonders motiviert zur Arbeit  :-\
Die CSU gibt eben momentan alles, um in der Opposition zu landen. Meine Highlights der letzten Monate:

- Auszahlung Landespflegeld um drei Monat verschoben
- Landespflegegeld ab 2026 halbiert
- Bayerisches Kinder- und Krippengeld ersatzlos gestrichen
- Gelder für Krippen und Kita im nächsten Haushalt reduziert

Halten wir also fest: Beamte (=eher Konservative), Pflegebedürftige (=meist Alte) sowie Familien mit kleinen Kindern (=jüngere Leute) sind der CSU inzwischen egal. Wen sieht die CSU eigentlich als Zielgruppe bzw potenzielle Wähler an?

Pädi07

Zitat von: DiVO in 16.11.2025 20:30
Zitat von: Gabi1978 in 16.11.2025 18:39
Ja, 6 Monate später. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht - schon jetzt zu wissen, dass man trotz der immenses Teuerungen einfach mal ausgelassen wird - für ein halbes Jahr!!! Man könnte auch einfach sagen ,,hey - eure Arbeit ist uns einfach nichts wert! Ihr könnt nicht streiken, also haltet die Klappe und schallt den Gürtel noch enger! Ich, euer Landesvater erhalte schon jetzt mehr als 17.000 Euro im Monat und an 1.1.26 wird mein Gehalt natürlich erhöht - aber ihr seid mir sch...egal"
Da gehe ich morgen wieder besonders motiviert zur Arbeit  :-\
Die CSU gibt eben momentan alles, um in der Opposition zu landen. Meine Highlights der letzten Monate:

- Auszahlung Landespflegeld um drei Monat verschoben
- Landespflegegeld ab 2026 halbiert
- Bayerisches Kinder- und Krippengeld ersatzlos gestrichen
- Gelder für Krippen und Kita im nächsten Haushalt reduziert

Halten wir also fest: Beamte (=eher Konservative), Pflegebedürftige (=meist Alte) sowie Familien mit kleinen Kindern (=jüngere Leute) sind der CSU inzwischen egal. Wen sieht die CSU eigentlich als Zielgruppe bzw potenzielle Wähler an?
Wenn die Vorteile eines Angestellten vermeintlich so groß sind, warum wechselt ihr nicht einfach? Es steht jedem offen, Angestellter statt Beamter zu sein

DiVO

Zitat von: Pädi07 in 16.11.2025 23:39
Zitat von: DiVO in 16.11.2025 20:30
Zitat von: Gabi1978 in 16.11.2025 18:39
Ja, 6 Monate später. Das ist wie ein Schlag ins Gesicht - schon jetzt zu wissen, dass man trotz der immenses Teuerungen einfach mal ausgelassen wird - für ein halbes Jahr!!! Man könnte auch einfach sagen ,,hey - eure Arbeit ist uns einfach nichts wert! Ihr könnt nicht streiken, also haltet die Klappe und schallt den Gürtel noch enger! Ich, euer Landesvater erhalte schon jetzt mehr als 17.000 Euro im Monat und an 1.1.26 wird mein Gehalt natürlich erhöht - aber ihr seid mir sch...egal"
Da gehe ich morgen wieder besonders motiviert zur Arbeit  :-\
Die CSU gibt eben momentan alles, um in der Opposition zu landen. Meine Highlights der letzten Monate:

- Auszahlung Landespflegeld um drei Monat verschoben
- Landespflegegeld ab 2026 halbiert
- Bayerisches Kinder- und Krippengeld ersatzlos gestrichen
- Gelder für Krippen und Kita im nächsten Haushalt reduziert

Halten wir also fest: Beamte (=eher Konservative), Pflegebedürftige (=meist Alte) sowie Familien mit kleinen Kindern (=jüngere Leute) sind der CSU inzwischen egal. Wen sieht die CSU eigentlich als Zielgruppe bzw potenzielle Wähler an?
Wenn die Vorteile eines Angestellten vermeintlich so groß sind, warum wechselt ihr nicht einfach? Es steht jedem offen, Angestellter statt Beamter zu sein

Weil aus meiner Sicht das Beamtentum zu viele Nachteile hat, bin ich Tarifbeschäftigter und damit sehr glücklich. Allein schon bei dem Gedanken an das starre Korsett aus Laufbahn und Beförderung schüttelt es mich. Wieso man sich das freiwillig antut verstehe ich ehrilch gesagt nicht.

Ozymandias

Nur als Info, das waren alles freiwillige Leistungen, die es so in anderen Bundesländern gar nicht gab.
Ähnlich ist es in vielen Bundesländern bei hochgradiger Sehbehinderung. Das reiche BW gibt da gar nichts, Berlin und Bayern hingegen geben fast 200 Euro im Monat.

Ist auch kein Geheimnis, dass die Spielräume in den Länderhaushalten momentan nicht gerade sehr groß sind.
Ich finde es ist kein guter Stil, solche Geschichten ohne Diskussion im Hauruck-Verfahren zu ändern. Die Bevölkerung hat da ein Mitspracherecht. Die Tariferhöhung um 6 Monate zu verschieben ist halt auch eine Verhandlungstaktik.

Die Gewerkschaften sind dann gezwungen, darüber zu reden und werden dadurch auch etwas abgelenkt und knicken leichter ein.

Modulator

Zitat von: MoinMoin in 14.11.2025 10:29
...
Aber da wird dann lieber die Alternative der Vergabe an externe gepflegt🤮

Und das für RICHTIG viel Geld.
1000 Euro am Tag sind da nix.

Faunus

Zitat von: MoinMoin in 15.11.2025 18:57
Kann Regelungen führen immer dazu, dass der AG tarifkonform Dinge, die er zur Personalförderung umsetzen möchte, umsetzen kann, OHNE das er über oder ausser tariflich agieren muss.
Und damit ist es ihm leichter es zu tun.
Dumm nur, wenn intern der AG unterschiedlicher Meinung ist.
Nach dümmer, wenn das FM nein sagt und sich dabei nicht bewusst ist, Kosten zu verursachen.


Nun frage ich mich inwieweit die EU-Entgelttransparenz-Richtlinie, die bis Juni 2026 umgesetzt werden muss, Personalräte in ein und demselben Tarifvertrag dann länderübergreifend agieren lässt? In NRW überall und nirgends möglich in Bayern aber nicht! Darf das dann noch sein?  Ich bin mir fast schon sicher, dass innerhalb der Landesministerien in Bayern auch andere Bezahlungen gelten - z.B. E10 für Verwaltungsangestellte, die die vollgetanktem Limousinen für die Minister organisieren.

frank459

Was anderes war wohl nicht zu erwarten.

ZitatMit einer Forderung von sieben Prozent mehr Geld im Monat – mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken, starten wir in die Verhandlungen für die rund 2,5 Millionen Beschäftigten der Länder. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen, zudem wird ihre unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gefordert.

Darüber hinaus sollen alle Zeitzuschläge um 20 Prozentpunkte steigen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) soll zwölf Monate betragen. So haben es die Mitglieder der ver.di-Bundestarifkommission öffentlicher Dienst (BTK öD) auf ihrer Sitzung am Montag, 17. November 2025 in Berlin beschlossen

https://www.verdi.de/zusammen-geht-mehr/++co++2ad45426-c3b2-11f0-9942-b70f352801d1

nero

Also werden es nachher 2* 3,5% plus-minus. Das dann ungefähr das, was die Renter dieses und nächstes Jahr ohne Gewerkschaft bekommen.