Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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WikingerBrot

Zitat von: Casiopeia1981 in 16.02.2026 18:22Wenn man die Besoldung genau vergleicht, dann hat das Land Hessen, das früher mal schlechter bis gleich mit NRW gezahlt hat, längst Konsequenzen gezogen und das Besoldungsniveau signifikant erhöht.

Ich gehe davon aus, dass wir in NRW auf absehbare Zeit eine massive Erhöhung durch die Rechtsprechung erhalten werden.

Ja klar träum weiter!

Wenn ich mich B-W anschaue dann sind die weit vor allen anderen, da fängt die A-Besoldung erst bei A7 an!

Casiopeia1981

Die neue Rechtsprechung des BVerfG ist eindeutig.

Floki

NRW wird wie andere Bundesländer ein Partnereinkommen anrechnen. So eindeutig ist die Rwchtsprechung nicht, dass dies ausgeschlossen wäre.

Es gab übrigens eine sehr eindeutige Wxpertenanhörung bzgl. des Partnereinkommens und der FM war danach trotzdem überzeugt, dass dies rechtmäßig wäre. Also schon sehr optimistisch....

WikingerBrot

Richtig gute Wertschätzung in NRW, das fiktive  Partnereinkommen war auch ein Schlag in die Fresse.
Das soll motivieren? Das soll Wertschätzung sein? Super Arbeitgeber, super menschliches Verhalten .... Oder anders gesagt einfach respektlos gegenüber der Belegschaft!

Rallyementation

Zitat von: Admin in 16.02.2026 13:00genau. Die Netto-Werte (LStkl. I) gibt's jeweils in der zweiten Zeile der Vergleichstabellen im Bereich Analyse:
https://oeffentlicher-dienst.info/beamte/nw/a/2026/a/vergleich.beamte-nrw-2025.m.html

Analyse:
A 16 St. 12: 237.70 (+2.80%) 125.99 (+2.18%)

Gehaltsrechner A 16 St. 12:
2025 Monats-Brutto: 8489.42 € netto bleiben: 5838.95 €
2026 Monats-Brutto: 8727.12 € netto bleiben: 5915.37 €
Differenz:                     237,70                           76,42

Da sind in Analyse und Rechnern für das netto viele unterschiedliche Werte in petto.

AR76

Zitat von: Floki in 16.02.2026 19:23NRW wird wie andere Bundesländer ein Partnereinkommen anrechnen. So eindeutig ist die Rwchtsprechung nicht, dass dies ausgeschlossen wäre.

Es gab übrigens eine sehr eindeutige Wxpertenanhörung bzgl. des Partnereinkommens und der FM war danach trotzdem überzeugt, dass dies rechtmäßig wäre. Also schon sehr optimistisch....
So einfach ist das nicht - immerhin hat das BVerfG klar gesagt, dass der Beamte einen Partner und 2 Kinder mit seinem Gehalt ernähren können muss. Da ein fiktives Partnereinkommen dran zu hängen,widerspricht dem ja komplett. Es bleibt spannend in 2026.

Joggerin

Analyse:
A 16 St. 12: 237.70 (+2.80%) 125.99 (+2.18%)

Gehaltsrechner A 16 St. 12:
2025 Monats-Brutto: 8489.42 € netto bleiben: 5838.95 €
2026 Monats-Brutto: 8727.12 € netto bleiben: 5915.37 €
Differenz:                     237,70                           76,42


Ich hoffe, der Prognosenrechner ist nur ein Prognose,
bei mir, A13 Stufe 12, würden rechnerisch netto 18,35 € mehr ausgezahlt. Puh :-\

Max_Muster

Zitat von: Joggerin in 17.02.2026 13:32Analyse:
A 16 St. 12: 237.70 (+2.80%) 125.99 (+2.18%)

Gehaltsrechner A 16 St. 12:
2025 Monats-Brutto: 8489.42 € netto bleiben: 5838.95 €
2026 Monats-Brutto: 8727.12 € netto bleiben: 5915.37 €
Differenz:                     237,70                           76,42


Ich hoffe, der Prognosenrechner ist nur ein Prognose,
bei mir, A13 Stufe 12, würden rechnerisch netto 18,35 € mehr ausgezahlt. Puh :-\

Probier mal diesen Netto-Rechner:

https://www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html

Der ist ziemlich genau.

Joggerin

Vielen Dank, der Rechner kommt, auf den cent genau, das gleiche heraus.

AlrightyThen

Hier stimmt offensichtlich was bei den Analyserechnern nicht. Der Vergleich 2028 mit 2025 ergibt keinen Sinn.

z.B. A13 Brutto + 305 €, aber Netto nur + 138 €. Das wäre eine Steuerbelastung von 55 Prozent. Wohlgemerkt nicht Grenzsteuersatz sondern auf den ganzen Betrag!!!

Irgendwas stimmt bei den hinterlegten Rechnern nicht, oder habe ich hier einen Denkfehler.

AR76

Nice, habe mir gerade mal die Rechner angeschaut, die schon da sind. Bis auf Meck-Pom würde ich überall mehr bekommen als in NRW. In B-W sogar 190 Euro netto mehr. Das lässt für die amtsangemessene Alimenation hoffen.

A8ReichtSchon

Also bei diesen Zahlen wundert es mich nicht, dass offensichtlich einige Sachbearbeiter im Ausländeramt Bielefeld Aufenthaltstitel gegen eine faire Bezahlung  ;) ausgestellt haben  ;D

NoRhWe

Zitat von: AKMS94 in 18.02.2026 20:45Also bei diesen Zahlen wundert es mich nicht, dass offensichtlich einige Sachbearbeiter im Ausländeramt Bielefeld Aufenthaltstitel gegen eine faire Bezahlung  ;) ausgestellt haben  ;D

Nicht lustig. Korruption führt zur Entlassung und Nachversicherung. Von den Konsequenzen einer strafrechtlichen Verurteilung mal ganz abgesehen. Wenn es eines Grundes für Verbeamtungen bedarf, dann genau diesen, dass das Vertrauen in die Funktionsträger unseres Staates hoch bleibt. Jeder Anschein, dass wir bewusst nicht rechtmäßig handeln, schadet dem ganzen Land.

Floki

Zitat von: Casiopeia1981 in 16.02.2026 19:07Die neue Rechtsprechung des BVerfG ist eindeutig.
Zitat von: AR76 in 17.02.2026 11:16So einfach ist das nicht - immerhin hat das BVerfG klar gesagt, dass der Beamte einen Partner und 2 Kinder mit seinem Gehalt ernähren können muss. Da ein fiktives Partnereinkommen dran zu hängen,widerspricht dem ja komplett. Es bleibt spannend in 2026.

https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/nachrichten/nrw-haelt-bei-beamtenbesoldung-an-fiktivem-partnereinkommen-fest-194350.html

A8ReichtSchon

#29
Du hast natürlich vollkommen Recht. Kurz Fassung:

Eine amtsangemessene Besoldung soll ja attraktiv genug sein unter Abwägung von Funktion, Verantwortung und Stellung - ein Ziel der amtsangemessenen Besoldung ist zumindestens auch, dass der Beamte aus finanziellen Gründen nicht für Korruption befänglich sein sollen.

Was passiert aber nun, wenn ein Beamter über Jahre merkt, dass seine Besoldung nicht amtsangemessen erfolgt? Was lösen solche Tatsachen in einem Beamten wohl für Gedanken aus, wenn Gerichte nach jahrelangen Gerichtsprozessen zu der Entscheidung kommen, dass eben nicht amtsangemessen besoldet wurde und die Urteile mal wieder völlig selektiv von den Dienstherrn in neue wahrscheinlich verfassungswidrige Gesetze übernommen werden?

Der wirtschaftliche Druck, vor allem auf Beamte der unteren Besoldungsgruppen steigt immer mehr. Oftmals werden Nebentätigkeiten erforderlich. Frustration steigt. Und wirtschaftlicher Druck ist ein Risikofaktor für Korruptionsanfälligkeit. Korruption entsteht meist nicht nur aus Armut, sondern auch aus Rationalisierung (,,Der Staat hält sich auch nicht an Regeln").

Das waren lediglich meine Gedankengänge bzgl. der Berichterstattung aus Bielefeld. Ein Grund mehr für eine wirkliche amtsangemessene Besoldung die nicht an der Sozialhilfe kratzt. Damit sowas wie in Bielefeld eben nicht passiert oder zumindestens die Wahrscheinlichkeit sinkt und Risikofaktoren minimiert werden.

LG