Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Schneewitchen

Das fiktive Partnereinkommen wird, da bin ich mir sicher, vom BVerfG gekippt.

Ich hoffe nur, dass das nicht 10 Jahre dauert.

Wenn das passiert, dann rollt der Rubel.....😁

Robertbob

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 12:02Das fiktive Partnereinkommen wird, da bin ich mir sicher, vom BVerfG gekippt.


Aber du weißt schon, vor Gericht und auf hoher See, ist man in Gottes Hand.

Schneewitchen

Zitat von: Robertbob in Gestern um 13:13Aber du weißt schon, vor Gericht und auf hoher See, ist man in Gottes Hand.

Ja, schon! Bei dem Thema bin ich mir dennoch ziemlich sicher!

Andernfalls sind wir unserem Dh langfristig so etwas von ausgeliefert. ...😬

Robertbob

Da bin ich ganz bei dir. Mit dem Wissen von heute und nach Jahrzehnten im Staatsdienst, kann ich nur sagen, Augen auf bei der Berufswahl. Apropos sicheres Einkommen. Ein sicheres Einkommen haben übrigens auch Bürgergeldempfänger.

BeamterNRW

Zitat von: Reisinger850 in Gestern um 10:01Ich wähle zB hauptsächlich danach, was mir finanziell am meisten bringt.

Das ist m.E. ein grundsätzliches Problem. Es gibt m.E. mehr bei einer Wahl zu bedenken, als nur finanzielle Vorteile. Ich schrieb es mal an anderer Stelle: Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass man die Besoldung nicht massiv anheben kann und wird. Wir -als Land, als Gesellschaft, als Demokratie- stehen mittlerweile mit dem Rücken an der Wand. Lieber verzichte ich (persönlich) auf eine große Besoldungserhöhung (und akzeptiere eine moderate Erhöhung), als dass es noch mehr Spaltung und Abneigung gehen das Berufsbeamtentum gibt. Ich würde es sogar beführtworten, wenn die Gewerkschaften einen öffentlichwirksamen Kompromiss schließen, á la: "Normalerweise müsste Besoldung um x% steigen, wir akzeptieren jedoch 0,5x um einen Beitrag zu leisten", ggf. gekoppelt mit einer Erhöhung der WAZ auf 42h. Natürlich befristet. Die Befristung wird dann aber (wie in der Vergangenheit auch) nie aufgehoben werden. Wieso wäre ich dazu bereit? Ganz einfach, weil wir es als Land brauchen. Wor brauchen mal positive Nachrichten, auch -oder gerade- vom gehassten Berufsbeamtentum. Langfristig halte ich dies für den besseren Weg. Wem bringt es denn etwas, wenn wir nen paar Euro mehr haben, dafür aber im Land nichts besser wird? Wie erwähnt, ist meine persönliche Ansicht und stark vereinfacht dargestellt. Kann und darf man ja für sich komplett anders bewerten. Wenn ich mir die Zukunft malen könnte, dann würde das Berufsbeamtentum an Ansehen gewinnen, die Anzahl an Beamte stark reduziert werden und auf die wirklich hoheitlichen Aufgaben beschränkt werden. Dann würde es dieses ganze Dilemma nicht geben und man könnte ohne wenn und aber verfassungskonform bezahlen. Bei der Anzahl an Beamten ist dies z.Z. schlicht nicht machbar.

Im übrigen: Selbst wenn CDU, Grüne oder SPD mir die Besoldung auf 1 Million Euro anheben würden, selbst dann würde ich die nicht (mehr) wählen. Was mit dem Sondervermögen so gelaufen ist, hat mein Vertrauen in diese Partein nachhaltig beschädigt.

guzmaro

Hoffe ihr habt ihr und die Grundgehälter steigen kräftig und die heftigen Familien Zuschläge sinken .

NRW ist deutschlandweit ganz vorne mit 3,4,5 Kinder.  Wirklich übertrieben

Schneewitchen

Zitat von: BeamterNRW in Gestern um 21:15Das ist m.E. ein grundsätzliches Problem. Es gibt m.E. mehr bei einer Wahl zu bedenken, als nur finanzielle Vorteile. Ich schrieb es mal an anderer Stelle: Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass man die Besoldung nicht massiv anheben kann und wird. Wir -als Land, als Gesellschaft, als Demokratie- stehen mittlerweile mit dem Rücken an der Wand. Lieber verzichte ich (persönlich) auf eine große Besoldungserhöhung (und akzeptiere eine moderate Erhöhung), als dass es noch mehr Spaltung und Abneigung gehen das Berufsbeamtentum gibt. Ich würde es sogar beführtworten, wenn die Gewerkschaften einen öffentlichwirksamen Kompromiss schließen, á la: "Normalerweise müsste Besoldung um x% steigen, wir akzeptieren jedoch 0,5x um einen Beitrag zu leisten", ggf. gekoppelt mit einer Erhöhung der WAZ auf 42h. Natürlich befristet. Die Befristung wird dann aber (wie in der Vergangenheit auch) nie aufgehoben werden. Wieso wäre ich dazu bereit? Ganz einfach, weil wir es als Land brauchen. Wor brauchen mal positive Nachrichten, auch -oder gerade- vom gehassten Berufsbeamtentum. Langfristig halte ich dies für den besseren Weg. Wem bringt es denn etwas, wenn wir nen paar Euro mehr haben, dafür aber im Land nichts besser wird? Wie erwähnt, ist meine persönliche Ansicht und stark vereinfacht dargestellt. Kann und darf man ja für sich komplett anders bewerten. Wenn ich mir die Zukunft malen könnte, dann würde das Berufsbeamtentum an Ansehen gewinnen, die Anzahl an Beamte stark reduziert werden und auf die wirklich hoheitlichen Aufgaben beschränkt werden. Dann würde es dieses ganze Dilemma nicht geben und man könnte ohne wenn und aber verfassungskonform bezahlen. Bei der Anzahl an Beamten ist dies z.Z. schlicht nicht machbar.

Im übrigen: Selbst wenn CDU, Grüne oder SPD mir die Besoldung auf 1 Million Euro anheben würden, selbst dann würde ich die nicht (mehr) wählen. Was mit dem Sondervermögen so gelaufen ist, hat mein Vertrauen in diese Partein nachhaltig beschädigt.

Sorry, 36 Dienstjahren und Erfahrung mit drei Dienstherren lassen mich da eine andere Haltung einnehmen. Meine DH waren alle immer gut im Nehmen, nie im Geben. Fairness fand sich immer in Hochglanzbroschüren, nie im wahren Verwaltungsleben. Sonderopfer in den verschiedensten Ausprägungen wurden immer  verordnet und führten über die Jahre zu einer massiven Unterbesoldung. Wenn es das BVerfG nicht geben würde, dann wäre es jetzt schon schlimmer und auf unsere Kosten würden weiter Sparorgien initiiert.

Nein, es gibt keinen Grund, die DH jetzt zu schonen. In all der Zeit, die ich als aktiver Beamter tätig bin, gab es nicht einen Zeitraum, wo die Haushalte mal nicht auf Kante liefen. Die guten Zeiten gibt es im Haushaltsrecht nicht, schon gar nicht, wenn es um Verbesserungen für Beamte und Tarifkräfte geht.
Bei den höheren Grundsteuern, bei dem Anstieg staatlicher Gebühren  und Abgaben kommt mir auch kein Bürgermeister entgegen. Die Rechnungen wollen bezahlt werden. Ich fahre fast 100 km bis zu meiner Dienststelle, die nur durch die Entscheidung meines Dienstherren jetzt so weit weg von meinem Wohnort liegt. Ich müsse flexibel sein, hat man mir gesagt. Meine Spritkosten sind immens gestiegen. Das ist zumutbar, hat man mir gesagt.
Nein, ich will so viel von der über Jahre vorenthaltenn Besoldung, wie es nur möglich ist. Ich habe keinen Grund zu einem Entgegenkommen.

Und der Ruf des Berufsbeamtentums ist ohnehin schon immer wenig erbaulich gewesen. Selbst wenn wir unsere Jobs ehrenamtlich machen würden, würden sich noch Mitmenschen finden, die sich über uns und unsere Privilegien aufregen.

Wenn wir uns hier aktuell vernünftig und kooperativ zeigen würden, wenn wir, mit dem Blick auf das Gemeinwohl, unsere berechtigten Forderungen auf ein Minimum beschränken würden, würdest Du dann Dankbarkeit von Deinem Dh und der Bevölkerung erwarten?

Dein DH würde das Angebot ganz selbstverständlich annehmen und Dir bei nächster Gelegenheit zeigen, wie vergesslich er sein kann.

Angenommen, man würde sich auf eine symbolische Erhöhung um ein weiteres Prozent (1%!) einigen. Was glaubst Du wohl, wie die Reaktion in der Öffentlichkeit ausfällt?

3,36% in 2026, 2% per 01.03.27 und noch einmal 1% in 2028. Und dann bekommen wir noch einmal in 2027 ein weiteres Prozent zusätzlich? Das wird dann als Skandal ausgeschlachtet. Man wird wieder von den gierigen Beamten lesen können usw..

Anders gesagt: Jede Erhöhung, wirklich jede, wird unseren Ruf und unser Ansehen in der Öffentlichkeit weiter beschädigen.

Ich möchte leistungsgerecht und entsprechend der verfassungsmäßigen Regeln besoldet werden. Nicht mehr, allerdings auch nicht weniger. Ich halte wenig davon, wenn Politiker auf meinem Rücken und dem meiner Familie Haushaltskonsolidierungsmaßnahmen betreiben, um das Geld an anderen Stellen mit vollen Händen rauszuwerfen.