Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Versuch

Zitat von: nobbse in Gestern um 00:46Die Idee..., wir nehmen die komplette Bildung raus, wir privatisieren. Kann sich doch wohl jeder selbst drum kümmern.
Nie war es günstiger wie jetzt! Da die AFD da 100%tig zustimmt, sind die wenigen Abgeordneten, die die hoheitlichen Aufgaben der Lehrer noch durchdringen, sind zu vernachlässigen. Der Haushalt wäre für Jahre saniert. Wir könnten uns morgen alle den Luxus gönnen der uns zusteht. WIN-WIN.
Nur nicht für Deutschland.     HÄNDE WEG VOM GRUNDGESETZ

Außer dem letzten verzweifelten Schrei, alles nur Satiere
Ach ja jetzt bitte noch darüber nachdenken warum das alles so da drin steht, wie es eben drinsteht.



Wer hat was von privatisieren gesagt?
M.M.n al Lehrer müssen Lehrer nicht verbeamtet sein.
Das macht man wohl nur, um genügend geeignete Leute zu bekommen.
Also Attraktivität anders erhöhen, fände ich besser

GeBeamter

Zitat von: Versuch in Gestern um 09:36Wer hat was von privatisieren gesagt?
M.M.n al Lehrer müssen Lehrer nicht verbeamtet sein.
Das macht man wohl nur, um genügend geeignete Leute zu bekommen.
Also Attraktivität anders erhöhen, fände ich besser

Die Attraktivität anders zu erhöhen, hat man aber nicht gemacht, weil es im hier und jetzt zu teuer gewesen wäre.

Und das wird es auch weiterhin sein. Die finanzielle Ausstattung der Länder wird nicht besser.

Um die Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern zu unterbinden, bräuchte es eine kartellähnliche Vereinbarung der Länder, die Praxis zukünftig sein zu lassen.
Und der erste, der trotzdem dann kein Personal findet, wird diese Vereinbarung dann wieder aufkündigen. Ein Rohrkrepierer mit Ansage.

flip

Der Beamte (Besoldungsordnung A) kostet den Staat über sein Leben betrachtet ca. 20 % bis 25 % weniger, da die enormen Lohnnebenkosten (AG-Anteil zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie Zusatzversorgung VBL) über etwa 42 aktive Jahre entfallen. Auch die Pensionen sind in Summe, trotz der hohen Prozentsätze, volkswirtschaftlich oft günstiger für den Dienstherrn als eine voll ausgebaute Tarifkarriere mit anschließender Rente und Betriebsrente.
Daher verstehe ich die ganze Diskussionen nicht. Wer's nicht glaubt kann gerne Vergleichsrechnungen anstellen.

waynetology

Zitat von: GeBeamter in Gestern um 08:59Natürlich geht es da auch um den Sold. Die Brigade soll dauerhaft in Litauen stationiert werden.
Soldaten werden und müssen also ihre Familien mitziehen. Und was war noch Mal die neue Unterstellung zur Kleinrechnung etwaiger Besoldungsansprüche?
Ich würde mich auch nicht dauerhaft nach Litauen versetzen lassen, wenn die Prämisse ist, dass meine Partnerin oder mein Partner dort - in einem Land, dessen Sprache man nicht wirklich - sofort den Erwerbseinkommen in Höhe von 23.000€ beisteuern müsste.


Wo steht denn, dass meine Familie mit muss?

Schneewitchen

Zitat von: flip in Gestern um 10:19Der Beamte (Besoldungsordnung A) kostet den Staat über sein Leben betrachtet ca. 20 % bis 25 % weniger, da die enormen Lohnnebenkosten (AG-Anteil zur Renten- und Arbeitslosenversicherung sowie Zusatzversorgung VBL) über etwa 42 aktive Jahre entfallen. Auch die Pensionen sind in Summe, trotz der hohen Prozentsätze, volkswirtschaftlich oft günstiger für den Dienstherrn als eine voll ausgebaute Tarifkarriere mit anschließender Rente und Betriebsrente.
Daher verstehe ich die ganze Diskussionen nicht. Wer's nicht glaubt kann gerne Vergleichsrechnungen anstellen.


Ich habe mal eine solche Vergleichsrechnung auf dem Tisch gehabt. Dort wurde ein Jurist in der freien Wirtschaft mit einem verbeamteten Juristen verglichen. Der Vergleich ging über die Aktivphase hinaus bis hin zu einer gleichen Renten- bzw. Pensionsdauer.

Im Ergebnis wurde hier festgestellt, dass die Einkünfte beider fiktiven Personen insgesamt annähernd gleich hoch ausfallen. Während der angestellte Jurist in seiner Aktivphase mehr verdient als der Beamte, erhält der Beamte später eine höhere Pension als der angestellte Jurist. Insgesamt führt das dann eben dazu, dass final annähernd das Gleiche verdient wird.

Diese Modellrechnung war seriös. In praxi ist es natürlich nicht ganz so einfach. Die Modellrechnung zeigt aber schön, wie das Ganze systemisch ausgelegt ist. Und hier ist eben festzustellen, dass es grundsätzlich nicht so ist, dass hier eine Seite über die Maßen priviligiert ist....

GeBeamter

Zitat von: waynetology in Gestern um 10:45Wo steht denn, dass meine Familie mit muss?


Nein, das steht natürlich nirgendwo. Und wenn man sich beziehungstechnisch neu orientieren möchte, ist es natürlich sinnvoll, sich mehrere Jahre dauerhaft ins Ausland abordnen zu lassen, um dort in einem Bereitschaftsbataillon so Dienst zu schieben, dass regelmäßige Heimfahrten auch unrealistisch sind.

Bitte den Unterschied verinnerlichen: die Brigade Litauen ist kein Auslandseinsatz der Bundeswehr, also keine humanitäre oder kriegerische Handlung im Ausland, sondern eine dauerhafte Stationierung. Das ist also kein Einsatz, wo man 6 Monate hingeschickt wird, einen Haufen Kohle und eine PTBS mitnimmt. Dauerhafte Stationierung heißt, dass das Gros des Personals dauerhaft dort Dienst schiebt. Der Dienstort liegt dann in Lithauen. Natürlich nehmen diese Soldaten dann, sofern vorhanden, ihre Familien dahin mit.

Schneewitchen

Zitat von: GeBeamter in Gestern um 11:07Nein, das steht natürlich nirgendwo. Und wenn man auch beziehungstechnisch neu orientieren möchte es ist es natürlich sinnvoll, sich mehrere Jahre dauerhaft ins Ausland abordnen zu lassen, um dort in einem Bereitschaftsbataillon so Dienst zu schieben, dass regelmäßige Heimfahrten auch unrealistisch sind.


👍🤣😂! Genau mein Humor....

flip

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 10:50Ich habe mal eine solche Vergleichsrechnung auf dem Tisch gehabt. Dort wurde ein Jurist in der freien Wirtschaft mit einem verbeamteten Juristen verglichen. Der Vergleich ging über die Aktivphase hinaus bis hin zu einer gleichen Renten- bzw. Pensionsdauer.

Im Ergebnis wurde hier festgestellt, dass die Einkünfte beider fiktiven Personen insgesamt annähernd gleich hoch ausfallen. Während der angestellte Jurist in seiner Aktivphase mehr verdient als der Beamte, erhält der Beamte später eine höhere Pension als der angestellte Jurist. Insgesamt führt das dann eben dazu, dass final annähernd das Gleiche verdient wird.

Diese Modellrechnung war seriös. In praxi ist es natürlich nicht ganz so einfach. Die Modellrechnung zeigt aber schön, wie das Ganze systemisch ausgelegt ist. Und hier ist eben festzustellen, dass es grundsätzlich nicht so ist, dass hier eine Seite über die Maßen priviligiert ist....

Mir ging es bei diesem Vergleich um  Lehrer und viele weitere Beamte mit nicht verbeamteten Kollegen beim gleichen Dienstherren bzw. AG.
Dabei auch nur die Kosten für den Steuerzahler.

Hier spart sich der Dienstherr eben jene 20 bis 25 % in der Summe aktiver Dienst und Pension.

Fazit: Für eine amtsangemessene Alimentation ist viel Luft!

waynetology

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 10:50Ich habe mal eine solche Vergleichsrechnung auf dem Tisch gehabt. Dort wurde ein Jurist in der freien Wirtschaft mit einem verbeamteten Juristen verglichen. Der Vergleich ging über die Aktivphase hinaus bis hin zu einer gleichen Renten- bzw. Pensionsdauer.

Im Ergebnis wurde hier festgestellt, dass die Einkünfte beider fiktiven Personen insgesamt annähernd gleich hoch ausfallen. Während der angestellte Jurist in seiner Aktivphase mehr verdient als der Beamte, erhält der Beamte später eine höhere Pension als der angestellte Jurist. Insgesamt führt das dann eben dazu, dass final annähernd das Gleiche verdient wird.

Diese Modellrechnung war seriös. In praxi ist es natürlich nicht ganz so einfach. Die Modellrechnung zeigt aber schön, wie das Ganze systemisch ausgelegt ist. Und hier ist eben festzustellen, dass es grundsätzlich nicht so ist, dass hier eine Seite über die Maßen priviligiert ist....

Aber macht das Sinn? Wann brauche ich denn Geld? Wenn ich ein Haus bezahle und Kinder erziehe oder wenn ich im Ruhestand bin?

waynetology

Zitat von: GeBeamter in Gestern um 11:07Nein, das steht natürlich nirgendwo. Und wenn man sich beziehungstechnisch neu orientieren möchte, ist es natürlich sinnvoll, sich mehrere Jahre dauerhaft ins Ausland abordnen zu lassen, um dort in einem Bereitschaftsbataillon so Dienst zu schieben, dass regelmäßige Heimfahrten auch unrealistisch sind.

Bitte den Unterschied verinnerlichen: die Brigade Litauen ist kein Auslandseinsatz der Bundeswehr, also keine humanitäre oder kriegerische Handlung im Ausland, sondern eine dauerhafte Stationierung. Das ist also kein Einsatz, wo man 6 Monate hingeschickt wird, einen Haufen Kohle und eine PTBS mitnimmt. Dauerhafte Stationierung heißt, dass das Gros des Personals dauerhaft dort Dienst schiebt. Der Dienstort liegt dann in Lithauen. Natürlich nehmen diese Soldaten dann, sofern vorhanden, ihre Familien dahin mit.

Dauerhaft bedeutet, wie bei jeder integrierten Verwendung, 3 Jahre Stehzeit. Wenn wir jetzt von den USA sprechen würden, würde ich sagen ja, da ergibt ein "Zusammen bleiben" wenig Sinn. In der Brigade ist jedoch ein Wochenendpendeln durchaus möglich (nein, ich habe keine Flugverbindungen geprüft).
Also ist deine These, dass man sich zwangsläufig beziehungstechnisch umorientieren möchte, falsch. Eher liegt es daran, dass die wenigsten Soldatinnen und Soldaten mobil sind. Aber das kommt zu weit vom Thema ab.

Bundi

Zitat von: waynetology in Gestern um 12:52Dauerhaft bedeutet, wie bei jeder integrierten Verwendung, 3 Jahre Stehzeit. Wenn wir jetzt von den USA sprechen würden, würde ich sagen ja, da ergibt ein "Zusammen bleiben" wenig Sinn. In der Brigade ist jedoch ein Wochenendpendeln durchaus möglich (nein, ich habe keine Flugverbindungen geprüft).
Also ist deine These, dass man sich zwangsläufig beziehungstechnisch umorientieren möchte, falsch. Eher liegt es daran, dass die wenigsten Soldatinnen und Soldaten mobil sind. Aber das kommt zu weit vom Thema ab.

Sorry, aber noch nie so einen Unfug gelesen. MAl selber SOldat gewesen und für 3 Jahre kommandiert auf eine Entfernung, bei der man nicht mal eben nach Hause kann ?
Bin selber Beamter, aber sorry, das den Soldaten zumuten zu wollen geht nicht.
Bei uns pendelt der Grossteil der Soldaten jedes Wochenende oft über eine weite Entfernung. Das Statement ,,Soldaten sind selten mobil" ist nicht haltbar und daneben.

Kority

Zitat von: Bundi in Gestern um 13:06Sorry, aber noch nie so einen Unfug gelesen. MAl selber SOldat gewesen und für 3 Jahre kommandiert auf eine Entfernung, bei der man nicht mal eben nach Hause kann ?
Bin selber Beamter, aber sorry, das den Soldaten zumuten zu wollen geht nicht.
Bei uns pendelt der Grossteil der Soldaten jedes Wochenende oft über eine weite Entfernung. Das Statement ,,Soldaten sind selten mobil" ist nicht haltbar und daneben.

Da gebe ich dir auf jedenfall recht!

ich war selber für ein halbes Jahr in Litauen in der Brigade und ich kann sagen dass man nur begrenzt Familienheimfahrten zur Verfügung hat.

Ich glaube die neuen Änderungen geben einen eine Familienheimfahrt alle 1-2 Monate wenn ich mich nicht täusche.

Die Flüge hin und zurück so wie verkehr musst du selber ansonsten zahlen. Allein organisatorisch ist es eine Katastrophe zu fliegen und wir hatten einen Kameraden der mehrmals im Monat geflogen ist jedoch hatte er Freitags den reisetag Samstags den Urlaubstag und Sonntags den Reisetag. Sprich 3 Tage mit einem Urlaubstag. Ich glaube aber auch dies wurde nun geändert wie ich gehört habe und Wochenendpendeln kann ich einfach nur wiedersprechen von waynetology.

Null zumutbar für eine Beziehung. Stimme Bundi hier voll und ganz zu. Was wir ohnehin schon hinnehmen müssen und wie flexibel und mobil wir sein müssen, sprengt schon manchmal die grenzen.

Des weiteren kann ich Litauen auch nicht empfehlen von der Struktur/Personal etc. her.

Die Menschen dort und die Städte wieder rum sind schön.

Da würde ich lieber Belgien oder USA bevorzugen.

Bundi

Und um das Thema Soldaten in Litauen sowie diesen in meinen Augen sinnentleerten Beitrag abzurunden noch etwas zu bedenken:

FAll 1. Der Soldat wird nach Litauen kommandeirt und die Familie geht mit. Da wird die Frau in aller Regel nicht arbeiten können, aber, oh Wunder, dem SOldaten wird ein fiktives Ehegatteneinkommen unterstellt.

Fall 2: Der Soldat wird nach Litauen kommandiert, und die Familie, Kinder unterstellt, bleibt daheim. Da wird in vielen Fällen die Frau nicht arbeiten können oder nur begrenzt, um für die Versorgung der Kinder da sein zu können. Auch in dieser Konstellation wird ein fiktives Ehegatteneinkommen unterstellt.
Ja, es gibt auf dem Papier eine Betreuung der Kinder, aber eben nicht immer und überall, sodass dies oft von der Frau übernommen werden muss.

Nur als weiteres Argument, wie sich das mit dem fiktiven Ehegatteneinkommen auswirken kann.

heiligerstuhl


Haushaltshilfe

Zitat von: Bundi in Gestern um 13:44Und um das Thema Soldaten in Litauen sowie diesen in meinen Augen sinnentleerten Beitrag abzurunden noch etwas zu bedenken:

FAll 1. Der Soldat wird nach Litauen kommandeirt und die Familie geht mit. Da wird die Frau in aller Regel nicht arbeiten können, aber, oh Wunder, dem SOldaten wird ein fiktives Ehegatteneinkommen unterstellt.

Fall 2: Der Soldat wird nach Litauen kommandiert, und die Familie, Kinder unterstellt, bleibt daheim. Da wird in vielen Fällen die Frau nicht arbeiten können oder nur begrenzt, um für die Versorgung der Kinder da sein zu können. Auch in dieser Konstellation wird ein fiktives Ehegatteneinkommen unterstellt.
Ja, es gibt auf dem Papier eine Betreuung der Kinder, aber eben nicht immer und überall, sodass dies oft von der Frau übernommen werden muss.

Nur als weiteres Argument, wie sich das mit dem fiktiven Ehegatteneinkommen auswirken kann.

Und nun noch das Absurde:
Würde im Fall 2 nicht der Soldat Auslandstrennungsgeld beantragen können?