Familienzuschlag Pendant für Beschäftigte

Begonnen von lllJohnlll, 01.04.2026 11:55

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KaiBro

Zitat von: Petar Tudzharov in 09.04.2026 16:24Wenn es "völlig veralteter Bullshit" ist, dann frage ich mich, weshalb dem demografischen Wandel durch Zuwanderung begegnet werden soll. Offensichtlich werden die ausbleibenden Geburten als Problem erkannt und die daraus resultierende Bevölkerungslücke soll, wie man überall hört, durch ausländische Fachkräfte und ihre Familien geschlossen werden. Und genau diese zugewanderten Familien bekommen, statistisch belegt, deutlich mehr Kinder als deutsche Frauen bzw. Familien. Woran liegt das? Werden ausländische Frauen in Deutschland auf ihrem Karriereweg weniger durch Kinder eingeschränkt? Stehen ihnen bessere Betreuungsmöglichkeiten zur Verfügung? Oder legen diese Familien etwa andere Schwerpunkte?

Ist es vor diesem Hintergrund abwegig für eine Gesellschaft, Anreize zu schaffen, wieder mehr Kinder zu bekommen? Hat streng genommen nicht das progressive linke Weltbild überhaupt erst zu dem Problem geführt?

Wenn Geburten schlecht sind, weil sie das Klima belasten, müsste man dann für eine größtmögliche Wirkung nicht dort ansetzen, wo die meisten Geburten passieren? Es ist also schlecht, wenn deutsche Familien mehr Kinder bekommen, während die Bevölkerung bspw. in Nigeria förmlich explodiert?

Die Zuwanderer nach Deutschland für das Jahr 2024 kommen laut Statista überwiegend aus der Ukraine, Polen, Rumänien oder auch der Türkei. Die Geburtenrate in der Ukraine beträgt 1,00, die in Polen bei 1,1 und für Rumänien gibt es widersprüchliche Angaben. Selbst in der Türkei liegt die Geburtenrate nur bei 1,48 und damit leicht über dem deutschen Wert.

Du berufst dich auf Statistiken, die du scheinbar niemals gelesen hast.


Petar T.

Welcher Zusammenhang soll zwischen den von dir genannten Zuwanderern nach Deutschland im Jahr 2024 und der Statistik der Geburten bestehen? Es ist völlig egal, woher die Menschen in 2024 überwiegend zugewandert sind, denn die Statistik unterscheidet nur nach deutschen und ausländischen Frauen, unabhängig davon, wann und woher diese eingewandert sind.

Rheini

Ihr kloppt euch und der TE macht sich dünne ...

Der kauft gerade bestimmt Popcorn und Bier.

Petar T.

Sicher nicht, denn wie zu lesen ist, hat er dafür kein Geld.

Fettschwanzmaki

Sehr schön!  ;D

Solche (recht einseitigen) Diskussionen kann man nur mit Homer Simpson sinnvoll abschließen:


Ich habe drei Kinder und kein Geld, ich hätte lieber keine Kinder und drei Geld.



Am besten finde ich aber, dass die Nummer schon seit Ende 2023 zu laufen scheint... aber auch hier existieren Erklärungsansätze:


Mangel an Geld wird schnell bemerkt, Mangel an Verstand dauert etwas länger., Wolfgang Schuch






lllJohnlll

Vielen Dank für eure Antworten und Beiträge.
Es ist immer wieder interessant, über das Einkommen anderer nachzudenken – sich vorzustellen, was man selbst damit anfangen könnte, und darüber zu reflektieren, was ,,viel" oder ,,wenig" ist.  Jemand hat großzügig berechnet, dass meiner fünfköpfigen Familie 4.670 Euro zu Verfügung stehen.
Okay – hier noch weitere Punkte, die ihr bei eurer Berechnung berücksichtigen könnt:

Monatliche Ausgaben
(Beispiel für eine fünfköpfige Familie)
•   Miete (Größter Faktor – Platz für 5 Personen nötig): –2.200 €
•   Gas: –300 €
•   Strom: –120 €
•   Internet: –60 €
•   Mobilfunkverträge (alle Personen): –50 €
•   Schülerticket (öffentlicher Nahverkehr): –20 €
•   Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz, etc.): –120 €
•   Gesundheit & Medikamente (Rezepte, Zuzahlungen, Zusatzversicherungen): –200 €
•   Kindersport & Musik (Vereinsbeiträge, Instrumente, Kurse): –150 €
•   Streaming-Dienste (Netflix, Spotify, Disney+, etc.): –30 €
Summe Fixkosten –3.250 €
Das sind fixe Kosten, die das Leben – zumindest für uns – einigermaßen lebenswert machen. Ich meine damit wirklich Dinge wie Internet, Mobilfunk oder Streaming: Dinge, auf die wir nicht verzichten wollen, weil sie Teil unseres Alltags und unserer Lebensqualität sind.

Variable Kosten – das, was wirklich wehtut, wenn es fehlt
•   Wocheneinkauf (Lebensmittel, Haushaltswaren): ca. 150–200 €/Woche → –700 €/Monat (Durchschnitt)
•   Kleidung & Schuhe (Kinder wachsen schnell – und oft sind die alten Sachen einfach zu kaputt, um sie weiterzutragen): –150 €
•   Bücher, Schulmaterial, Lernhilfen: –50 €
•   Geschenke & Geburtstage – auch Kindergeburtstage / Partys: -100 €
Summe Variable Kosten: –1.000 €

Zusatzkosten:
Und dann ist da noch der große Faktor: Auto
Ich habe mich sogar extra aufs Fahrrad umgestellt, nur um die Kosten zu senken – damit ich meine beiden jüngeren Kinder mit dem Rad zur Schule und in die Kita bringen kann.
Aber trotzdem:
•   Auto (Versicherung, Verschleiß, Reparaturen, Tanken) – das ist ein Kostenfaktor, der bei vielen Familien nicht wegzudenken ist. :–300 €
•   Reparaturen & kleine Anschaffungen – die kommen immer dann, wenn man sie am wenigsten erwartet: –50 €
•   Urlaub / Reisen Monatlich einsparen vielleicht –100 €  => Urlaub steht bei uns ganz weit hinten. Das letzte Mal waren wir vor drei Jahren im Urlaub. Dieses Jahr planen wir etwas Kleines – und vermutlich, die nächsten Jahre wieder kein Urlaub so richtig.
Summe Zusatzkosten –450 €

Gesamtsumme aller Ausgaben –4.700

4.670 € (Einkommen) – 4.700 € (Ausgaben) = –30 €

In der Rechnung sind nicht dabei:
- Hobbys, darum haben wir auch keine mit meiner Frau.
- Haustiere: Kategorisch keine Haustier egal wie sehr sie sich ein Hund wünschen.
- Essen gehen, sich Essen liefern lassen.
- Zoo, Freizeitpark, Museum, Indoorspielplatz und sonstige Aktivitäten


Ein Appell – und eine klare Botschaft
Wenn jetzt jemand um die Ecke kommt und sagt:
,,Da könnt ihr doch das und jenes einsparen."
NEIN. Verdammt noch mal – ich will nicht sparen. Ich will angenehm leben. Ich will meiner Familie und mir etwas gönnen können.
Denn wenn das nicht geht – dann brauche ich all das auch nicht.
Ich will kein Leben im Dauer-Sparmodus. Ich will ein Leben, in dem wir uns etwas leisten können – ohne ständig zu rechnen, zu zählen, zu verzichten.

Ein Appell an alle jungen Menschen – egal, was das für das Land bedeutet:
Macht euch ganz genau Gedanken, ob ihr eine Familie gründen wollt.
Kinder sind etwas Tolles – das sage ich mit voller Überzeugung.
Ich würde meine familiäre Situation nicht ändern wollen – für nichts auf der Welt.
Aber:
Die Realität ist hart.
In meinem näheren Arbeitsumfeld – wo viele Beamte arbeiten – haben sich die meisten bewusst dagegen entschieden, Kinder zu bekommen.
In meinem persönlichen Umfeld kenne ich mindestens sechs Beamte zwischen 25 und 45 Jahren, die sich gezielt dafür entschieden haben, keine Kinder zu bekommen – aus Kostengründen, aus Angst vor Überforderung, aus Sorge um die eigene Lebensqualität.

Viele Grüße

John

PS: Ich such mir eine Nebenjob, wenn das nicht Bald abgeschafft wird. Das die Frau arbeiten geht ist keine Option.   


MeTe

#21
ZitatNEIN. Verdammt noch mal – ich will nicht sparen.

Joa dann halt nicht, ist ja dir überlassen. Aber dann jammer nicht gleichzeitig, dass du kein Geld hast. Das ist in der Kombination sonst etwas albern.

ZitatIch will angenehm leben. Ich will meiner Familie und mir etwas gönnen können. Ich will kein Leben im Dauer-Sparmodus. Ich will ein Leben, in dem wir uns etwas leisten können – ohne ständig zu rechnen, zu zählen, zu verzichten.

Ich will ich will ich will... interessiert nur, pardon, keine Sau was ich will. Zumindest bei mir und ganz sicher nicht meinen AG. Ich will gerne ewige Jugend. Sofort! Das will ich. Deswegen muss es jetzt auch so sein. Weil ich will es. Fürchte da kann ich lange drauf warten...

ZitatDie Realität ist hart.
Naja nicht wirklich. Ausser natürlich man will alles und dafür aber auf nichts verzichten. Aus dem Trotzphasen-Alter bin ich aber raus.

ZitatIn meinem näheren Arbeitsumfeld – wo viele Beamte arbeiten – haben sich die meisten bewusst dagegen entschieden, Kinder zu bekommen.
In meinem persönlichen Umfeld kenne ich mindestens sechs Beamte zwischen 25 und 45 Jahren, die sich gezielt dafür entschieden haben, keine Kinder zu bekommen – aus Kostengründen, aus Angst vor Überforderung, aus Sorge um die eigene Lebensqualität.
Schön dass die Kollegen es schaffen verschiedene Interessen gegeneinander abzuwägen und dann zu priorisieren, zu verzichten, statt einfach nur "ich will aber alles davon und ich will aber auf nichts verzichten" zu rufen. Da haben die Kollegen wohl so manchem etwas vorraus könnte man provokativ in den Raum werfen.

BAT

2200 € Kaltmiete? Wo ist das? Wie viel m²?

Organisator

Zitat von: lllJohnlll in 06.07.2026 14:47Die Realität ist hart.
In meinem näheren Arbeitsumfeld – wo viele Beamte arbeiten – haben sich die meisten bewusst dagegen entschieden, Kinder zu bekommen.
In meinem persönlichen Umfeld kenne ich mindestens sechs Beamte zwischen 25 und 45 Jahren, die sich gezielt dafür entschieden haben, keine Kinder zu bekommen – aus Kostengründen, aus Angst vor Überforderung, aus Sorge um die eigene Lebensqualität.

So siehts aus. Alles Lebensentscheidungen. Welchen Job man haben will, wieviel Aufwand man für sein Einkommen betreibt, wie man die Ausgaben beplant und wie man die Einkommenserzielung aufteilt.

Die Sache ist nur die - alle Teile spielen gemeinsam eine Rolle. Hier etwas ändern und hoffen, an anderer Stelle gibts keine Auswirkungen ist halt nicht.

Oder falls jemand rausfindet, wie man mit weniger Arbeiten mehr Geld verdient möge er es mir bitte sagen.

Faunus

Zitat von: lllJohnlll in 06.07.2026 14:47In meinem persönlichen Umfeld kenne ich mindestens sechs Beamte zwischen 25 und 45 Jahren, die sich gezielt dafür entschieden haben, keine Kinder zu bekommen – aus Kostengründen, aus Angst vor Überforderung, aus Sorge um die eigene Lebensqualität.

In meinem Umfeld sind überwiegend Beamte und die haben im Normalfall 2 Kinder, übrigens auch die Angestellten
Und - beide arbeiten, spätestens wenn das Jüngste im Kindergarten ist.

Die Ehe meiner Eltern war noch traditionell bedingt, dass der Mann das Geld ranschaffte und die Frau die Familie organisierte. Mein Vater hat die ersten Jahre (bis er in die PW wechselte) neben seinem Bürovollzeitjob noch abends mit einem Freund zusammen Gärten angelegt.

MoinMoin

Zitat von: Faunus in Gestern um 08:15In meinem Umfeld sind überwiegend Beamte und die haben im Normalfall 2 Kinder, übrigens auch die Angestellten
Und - beide arbeiten, spätestens wenn das Jüngste im Kindergarten ist.
ich habe das gleiche Umfeld.
und die, die Kinder haben, haben auch Häuser gekauft. Allerdings sind hier in meinem aktuellem Umfeld 15% kinderlose Singles dabei, der Rest mehrheitlich 2 Kids.

lllJohnlll

Hallo zusammen,

es tut mir leid, dass ich diesen Ort dafür genutzt habe, um meinen Frust ein wenig Luft zu machen.
Ich weiß selbst, dass es manchmal ein Kampf gegen Windmühlen ist – besonders im öffentlichen Dienst, wo alles anders läuft.
Und auch in der Privatwirtschaft wird es zunehmend schwieriger.

Ich brauche keine weiteren Tipps, Belehrungen oder ,,guten Ratschläge".
Danke.

Ich resigniere.
Ich lasse es über mich ergehen.
Ich passe mich dem System an – auf Sparflamme.
Und meine Familie? Die muss den Gürtel ein wenig enger schnallen.

Ich gehe weiterhin meiner Arbeit nach – so gut es geht.
Ich bin ein braver Steuerzahler.
Wenn sich Chancen ergeben – werde ich sie nutzen.
Aber aktiv werde ich erst mal nichts mehr tun.

Ich hoffe nur, dass ich, wenn ich einmal in Rente gehe,
noch ein wenig Zeit habe,
um diesen Augenblick des Lebens – einfach nur zu genießen.

Gerne könnt ihr hier weiterdiskutieren.
Ich verlasse das Thema – und ziehe mich zurück.

Viele Grüße
John

BAT

Die aktuellen Gesetzgebungen (Reformen) haben auch einen Vorteil, wie ich finde. Man weiß nun ganz klar, dass dieses Land nicht mehr reformierbar ist. Die große Reform (Einkommenssteuer, Rente, GKV, etc.) führt dazu, dass so einige, eingedenk von Zucker, Alkohol, Tabaksteuer, etc. weniger Geld haben.

Was mich angeht, habe ich immer mit Erhöhung der Stunden auf Vollzeit geliebäugelt, vorausgesetzt vom (erhöhten) Brutto bleibt mehr netto übrig. Das hat sich nunmehr erledigt und das bringt auch Freiheit.

In Bezug auf die Reform der Rente und der Lohnsteuer werde ich in der Konsequenz mit noch weniger Wochenstunden arbeiten gehen. Und die Bereitschaftsdienste abgeben, die sind nicht mehr von der KV/PV befreit, wenn die BBG 2027 um monatlich 300 € angehoben wird.

Faunus

Zitat von: lllJohnlll in Gestern um 09:01Ich resigniere.
Ich lasse es über mich ergehen.
Ich passe mich dem System an – auf Sparflamme.
Und meine Familie? Die muss den Gürtel ein wenig enger schnallen.

Hast Du gar keinen Spass an Deiner Arbeit? Gibt es nichts, was Du in den 8 Stunden gerne machst?
Was Du schätzt? Das wäre tatsächlich ungut!


Zitat von: lllJohnlll in Gestern um 09:01Ich gehe weiterhin meiner Arbeit nach – so gut es geht.
Ich bin ein braver Steuerzahler.
Wenn sich Chancen ergeben – werde ich sie nutzen.
Aber aktiv werde ich erst mal nichts mehr tun.

Jeder, der für seinen Lebensunterhalt arbeiten muss, ist in Deiner Situation & wird so handeln.
Meine engsten Freunde haben ihre Kinder vor langer Zeit zu ihren Lebensmittelpunkt gemacht. Sie haben ihren Gürtel an allen Ecken und Enden enger schnallen müssen und volle Freizeitgestaltung mit wenig Geld, wie wandern & Fahrrad fahren mit Selbstverpflegeung zu interessanten kostenfreie Orte waren lange Zeit Normalzustand. Noch Freunde mitnehmen und es ist eine tolle Zeit, die man genießen kann!

Zitat von: lllJohnlll in Gestern um 09:01Ich hoffe nur, dass ich, wenn ich einmal in Rente gehe,
noch ein wenig Zeit habe,
um diesen Augenblick des Lebens – einfach nur zu genießen.

In Deinem Alter war die Rente für mich noch keinen Gedanken wert. Genießen ist "jetzt".
Tu Dir einen gefallen und geh regelmäßig "joggen/walken/Baggersee schwimmen" - irgendwo im Grünen (Park/Wald) kostet nix, bringt Abstand und tut der Seele gut, wenn man mal den Schweinehund überwunden hat!

Bob Kelso

Zitat von: Organisator in 01.04.2026 13:36Mehr arbeiten, besser bezahlt werden. Wie immer - wenn man mehr will, muss man mehr leisten.

Oder zum Amt gehen und Bürgergeld beantragen: Eltern und drei Kinder und Warmmiete ; zzgl. geldwerte Vorteile wie Gratis KiTa,...