Besoldungsrunde 2025-2028 Bayern

Begonnen von Dokumentenfahrer, 14.02.2026 19:50

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Schneewitchen

Zitat von: Rheini in 16.02.2026 12:42Umso lauter dann evtl. das Gelächter, wenn Karlsruhe mal ernst machen würde ....

Ja, wenn.....
Deus hic finitur

derSchorsch

Vor über 200 Jahren hatten es die Staatsdiener in Bayern auch nicht leicht.

Viel Arbeit – wenig Geld - Über die ,,Kummervolle Lage" der Landvermesser im 19. Jahrhundert
https://www.ldbv.bayern.de/aktuell/archiv/meldung_vermesser-01734.html

Die Petition von damals ist sehr lesenswert. Wenn das Geld nicht mal für 1 1/2 Maß Bier zum täglichen Abendessen reicht:
https://www.ldbv.bayern.de/mam/ldbv/dateien/meldung_vermesser_petition.pdf

Den letzten Absatz werde ich in meinen nächsten Widerspruch übernehmen:
ZitatMöchten die würdigen Repräsentanten der baierischen Nation, dieses schwache Bild der kummervollen Lage der meisten subalternen Staatsdiener und Familien Väter in ihrer Weisheit beherzigen, und Seine Majestät unsern allergnädigsten König und besten Vater in verfaßungsmäßigen Wege bitten, daß Allerhöchst dieselben eine zahlreiche Klaße seiner Kinder allerhundvollst erhören möchten, die mit kindlichem Vertrauen fußfälligst rufet: Vater! gieb uns heut unser
tägliches Brod.



Schneewitchen

Zitat von: derSchorsch in 03.08.2026 23:02Vor über 200 Jahren hatten es die Staatsdiener in Bayern auch nicht leicht.

Viel Arbeit – wenig Geld - Über die ,,Kummervolle Lage" der Landvermesser im 19. Jahrhundert
https://www.ldbv.bayern.de/aktuell/archiv/meldung_vermesser-01734.html

Die Petition von damals ist sehr lesenswert. Wenn das Geld nicht mal für 1 1/2 Maß Bier zum täglichen Abendessen reicht:
https://www.ldbv.bayern.de/mam/ldbv/dateien/meldung_vermesser_petition.pdf

Den letzten Absatz werde ich in meinen nächsten Widerspruch übernehmen:



Sehr eindrucksvoll😟! Danke!

Als ich vor vielen Jahren meinen Vorbereitungsdienst begonnen habe, da wurde uns auch so eine alte Vorlage präsentiert und ausgehändigt. Da ging es aber in eine andere Richtung. Da wurde den Beamten auferlegt, dass sie im Winter verpflichtete waren, Kohle zur Beheizung der Amtsstuben von zu Hause mitzubringen. Da wurde akribisch geregelt, welcher Dienstgrad wie viel Kohle beinzusteuern hatte.

Dieses Pamphlet war auch schön geschrieben. Leider habe ich das Ding nicht aufbewahrt.

Gut, dass wir keine Kohleöfen mehr in den Büros haben.....😉
Deus hic finitur

Rheini

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 06:33Sehr eindrucksvoll😟! Danke!

Als ich vor vielen Jahren meinen Vorbereitungsdienst begonnen habe, da wurde uns auch so eine alte Vorlage präsentiert und ausgehändigt. Da ging es aber in eine andere Richtung. Da wurde den Beamten auferlegt, dass sie im Winter verpflichtete waren, Kohle zur Beheizung der Amtsstuben von zu Hause mitzubringen. Da wurde akribisch geregelt, welcher Dienstgrad wie viel Kohle beinzusteuern hatte.

Dieses Pamphlet war auch schön geschrieben. Leider habe ich das Ding nicht aufbewahrt.

Gut, dass wir keine Kohleöfen mehr in den Büros haben.....😉

Wie war denn ungefähr die Aufteilung nach Dienstgraden?

Stefan35347

Hier beim Thema bleiben. Ich finde es eher gar nicht lustig, dass man in Bayern so gar nichts von Verbesserungen hört. Vielmehr bleibt man auf dem Standpunkt, dass alles in Ordnung sei. Knallhart im Vergleich zu anderen Dienstherren...

Schneewitchen

Zitat von: Rheini in Gestern um 07:32Wie war denn ungefähr die Aufteilung nach Dienstgraden?

Lieber Rheini,
das ist 36 Jahre her😄😵! Derartige Details sind mir nicht mehr präsent. Wenn ich mich noch recht erinnere, dann ging das nicht nach Gewicht sondern nach Anzahl der Briketts, die mitzubringen waren. Woran ich mich auch noch zu erinnern glaube, war die Tatsache, dass die Angaben für den Tagesbedarf gemacht wurden.

Was definitiv haften geblieben ist, dass war die Darlegung des DH, dass er ja (immerhin) die Öfen stellen würde......!
Deus hic finitur

Schneewitchen

Zitat von: Stefan35347 in Gestern um 07:55Hier beim Thema bleiben. Ich finde es eher gar nicht lustig, dass man in Bayern so gar nichts von Verbesserungen hört. Vielmehr bleibt man auf dem Standpunkt, dass alles in Ordnung sei. Knallhart im Vergleich zu anderen Dienstherren...

Das ist ein Standpunkt der bayrischen Landesregierung. Daran kann man für den Moment nichts ändern.

Hier sieht man aber sehr schön, wie es Söder und Co. mit der gerne erwähnten Wertschätzung tatsächlich halten.

Die Erhöhung der eigenen Diäten war ja kein Problem, wo doch alle zum Wohle des Haushaltes kürzer treten sollen.

Herr Söder rühmt sich, dass Bayern Spitzenbesolder sei. So spitze ist die Besoldung aber nicht mehr.

Das ist alles sehr frustrierend, ärgerlich und letztlich eine unglaubliche Dreistigkeit, die jetzt gerade eben so ist , wie sie ist.

Diese verbohrte Haltung wird dem lieben Landesvater aber noch auf die  Füße fallen. Alles eine Frage der Zeit. Hier gilt das schöne alte Sprichwort "Wer zuletzt lacht........."!
Deus hic finitur

Shuffle

Derzeit an 6. oder 7. Stelle, wenn ichs jetzt richtig im Kopf hab (jedenfalls in meiner errechneten Konstellation), nach der großzügigen, nur geringfügig verzögerten Übertragung des besten Tarifergebnisses aller Zeiten dann wieder auf Platz 4, kommt halt drauf an, wo man die Spitze anfangen sieht, wie alles also eine Frage des Standpunkts....

Schneewitchen

Zitat von: Shuffle in Gestern um 08:36Derzeit an 6. oder 7. Stelle, wenn ichs jetzt richtig im Kopf hab (jedenfalls in meiner errechneten Konstellation), nach der großzügigen, nur geringfügig verzögerten Übertragung des besten Tarifergebnisses aller Zeiten dann wieder auf Platz 4, kommt halt drauf an, wo man die Spitze anfangen sieht, wie alles also eine Frage des Standpunkts....

Genau so ist es, es ist auslegungsfähig. Das spielt dann der Politik, namentlich einem Herrn Söder, im Zweifel in die Karten. Dann ist man eben, ich überspitze mal, schon Spitzenbesolder, wenn man im Ranking nicht auf dem letzten Platz landet. Hauptsache, man bastelt sich einen Grund dafür, dass man an der Besoldung nichts machen muss.

Natürlich können ceteris paribus nicht alle DH auf dem ersten Platz landen. Zudem geht es ja auch nicht primär um ein Rankingergebnis. Es geht um die aA, die durchaus in den unterschiedlichen Ländern, innerhalb einer gewissen Bandbreite, unterschiedlich ausfallen kann.

Es geht aktuell eher darum, wie die DH mit dem Thema umgehen. Und zeigen Söder und Co., dass ihnen die Wertschätzung gegenüber den Beamten ziemlich egal ist. Auch der Umgang mit dem fiktiven Partnereinkommen macht deutlich, dass von diesen Herrschaften "freiwillig" nichts zu erwarten ist.

Da bleibt wohl nur die Hoffnung auf das BVerfG.....
Deus hic finitur

simon1979

Meiner Meinung würde nur etwas passieren, wenn alle Beamten, die das Parteibuch einer Regierungspartei im Schrank stehen haben, aus der Partei austreten und als Grund eben die Verschiebung der Übernahme der Tarifverhandlungen und die aA anführen.

Das wird aber nicht passieren, da viele mit Parteibuch im Schrank, keine Interesse an der Problematik zeigen oder noch Karriere machen wollen und deshalb weiter brav die Entscheidungen der Regierung und ihrem Fürsten abfeiern.

Ich für meinen Teil habe diesen Schritt gemacht und lege seit 6 Jahren Widerspruch ein, der bisher immer ruhend gestellt wurde. Bis 2026 war ich der einzige in unserem Amt, der das getan hat, während alle anderen dafür keine Notwendigkeit gesehen haben. In 2026 wurden die Widersprüche auf einmal zweistellig, aufgrund des neuen Urteils.

Ich hoffe, dass ich in 5 bis 10 Jahren dank dem Musterkläger eine saftige Nachzahlung bekomme und dann werde ich jeden auslachen, der meinte, er müsste nichts machen und die Sache nicht unterstützen.

Grisupoli

Zitat von: simon1979 in Gestern um 12:57Meiner Meinung würde nur etwas passieren, wenn alle Beamten, die das Parteibuch einer Regierungspartei im Schrank stehen haben, aus der Partei austreten und als Grund eben die Verschiebung der Übernahme der Tarifverhandlungen und die aA anführen.

Das wird aber nicht passieren, da viele mit Parteibuch im Schrank, keine Interesse an der Problematik zeigen oder noch Karriere machen wollen und deshalb weiter brav die Entscheidungen der Regierung und ihrem Fürsten abfeiern.

Ich für meinen Teil habe diesen Schritt gemacht und lege seit 6 Jahren Widerspruch ein, der bisher immer ruhend gestellt wurde. Bis 2026 war ich der einzige in unserem Amt, der das getan hat, während alle anderen dafür keine Notwendigkeit gesehen haben. In 2026 wurden die Widersprüche auf einmal zweistellig, aufgrund des neuen Urteils.

Ich hoffe, dass ich in 5 bis 10 Jahren dank dem Musterkläger eine saftige Nachzahlung bekomme und dann werde ich jeden auslachen, der meinte, er müsste nichts machen und die Sache nicht unterstützen.

So ist es in der Dienststelle bei mir auch gewesen. Und nach und nach werden es mehr. Aber viele glauben noch immer, dass der Dienstherr alles korrekt macht. Ich für meinen Teil werde mir dann von der ziemlich sicher 6-stelligen Nachzahlung für mich und meine Frau etwas schönes für Sie Pension im Ausland zulegen. Man kann es nur versuchen jedem zu erklären - verstehen muss es jeder selbst.
⚖️ Musterkläger zur verfassungsmäßigen Besoldung in Bayern - Danke BDK, dass ihr mich von Anfang an unterstützt habt. ⚖️

Whatsapp-Channel zur Musterklage in Bayern
📲 https://whatsapp.com/channel/0029VbCpLa38kyyDzdNVYk1x

Max Guru

Zitat von: Grisupoli in Gestern um 23:21So ist es in der Dienststelle bei mir auch gewesen. Und nach und nach werden es mehr. Aber viele glauben noch immer, dass der Dienstherr alles korrekt macht. Ich für meinen Teil werde mir dann von der ziemlich sicher 6-stelligen Nachzahlung für mich und meine Frau etwas schönes für Sie Pension im Ausland zulegen. Man kann es nur versuchen jedem zu erklären - verstehen muss es jeder selbst.

Redest du von einer Immobilie in Italien oder Spanien?
Das nenne ich echten Optimismus hinsichtlich eines zu erwartenden Nachzahlungsbetrages. Ich drücke dir die Daumen👍

hf4om

Neben der Frage des Ob dürfte auch das Wie interessant werden.
Wird die Tabelle angehoben oder wird nur ein Ausgleichsbetrag geschaffen?
Der Freistaat wird schon sparsam mit den Steuermitteln umgehen...

Schneewitchen

Zitat von: Max Guru in Heute um 07:51Redest du von einer Immobilie in Italien oder Spanien?
Das nenne ich echten Optimismus hinsichtlich eines zu erwartenden Nachzahlungsbetrages. Ich drücke dir die Daumen👍


Naja, beim allem Kampfgeist in der Sache, erscheint mir die Hoffnung auf einen  6-stelligen Nachzahlungsbetrag schon etwas phantastisch, aber:

Ich lege in NRW schon seit vielen Jahren regelmässig Widerspruch gegen meine Besoldung sein. Lange hatte das nichts eingebracht. Dann gab es ein Urteil des BVerfG zur Höhe der FamZ bei kinderreichen Beamtenfamilien. In Reaktion darauf wurden in 2022 die FamZ teils drastisch angehoben, sofern Widersprüche zu vergangenen Jahren vorgelegen haben, wurde auch entsprechend rückwirkend gezahlt. So fand sich dann tatsächlich in 2022 ein mittlerer 5-stelliger Betrag auf unserem Konto.

Seit dieser Erfahrung glaube ich an die Macht des Widerspruchs. Von daher halte ich mittlerweile auch im Einzelfall eine 6-stellige Nachzahlung nicht mehr für grundsätzlich unrealistisch.

Die DH spielen auf Zeit. Das BVerfG lässt sich Zeit. Während aber die Jahre so ins Land ziehen, kumulierten sich die Ansprüche immer weiter hoch. Bedauerlicherweise werden diese Ansprüche nicht verzinst. Dennoch, mit jedem Monat wächst der persönliche Anspruch.

Wenn man also fleissig in jedem Jahr seinen Widerspruch abliefert, dann braucht man nur noch ein hinreichendes Maß an Geduld.

Ich habe die letzten 10 Jahre immer einen Widerspruch eingereicht und werde das auch weiter so handhaben. Meine Besoldung in NRW liegt im Vergleich zur Besoldungstabelle des letzten Dobrinth-Entwurfes um rd. 800 € zurück.

Ich habe aber keine Vorstellung davon, wie sich die Besoldung in NRW in den nächsten Jahren gestaltet.Ich weiß nur,dass sie deutlich steigen muss. Wenn dann in einigen Jahren auch noch das fiktive Partnereinkommen gekippt wird, wird das nochmals Auswirkungen auf die Besoldung haben.

Insofern halte ich den Traum von einer 6-stelligen Nachzahlung nicht gänzlich für unrealistisch, gerade in Bundesländern, die sich aktuell jeder Besoldungsreform verweigern und damit eben auf Zeit spielen.
Deus hic finitur

Henri74

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 08:49Naja, beim allem Kampfgeist in der Sache, erscheint mir die Hoffnung auf einen  6-stelligen Nachzahlungsbetrag schon etwas phantastisch, aber:

Ich lege in NRW schon seit vielen Jahren regelmässig Widerspruch gegen meine Besoldung sein. Lange hatte das nichts eingebracht. Dann gab es ein Urteil des BVerfG zur Höhe der FamZ bei kinderreichen Beamtenfamilien. In Reaktion darauf wurden in 2022 die FamZ teils drastisch angehoben, sofern Widersprüche zu vergangenen Jahren vorgelegen haben, wurde auch entsprechend rückwirkend gezahlt. So fand sich dann tatsächlich in 2022 ein mittlerer 5-stelliger Betrag auf unserem Konto.

Seit dieser Erfahrung glaube ich an die Macht des Widerspruchs. Von daher halte ich mittlerweile auch im Einzelfall eine 6-stellige Nachzahlung nicht mehr für grundsätzlich unrealistisch.

Die DH spielen auf Zeit. Das BVerfG lässt sich Zeit. Während aber die Jahre so ins Land ziehen, kumulierten sich die Ansprüche immer weiter hoch. Bedauerlicherweise werden diese Ansprüche nicht verzinst. Dennoch, mit jedem Monat wächst der persönliche Anspruch.

Wenn man also fleissig in jedem Jahr seinen Widerspruch abliefert, dann braucht man nur noch ein hinreichendes Maß an Geduld.

Ich habe die letzten 10 Jahre immer einen Widerspruch eingereicht und werde das auch weiter so handhaben. Meine Besoldung in NRW liegt im Vergleich zur Besoldungstabelle des letzten Dobrinth-Entwurfes um rd. 800 € zurück.

Ich habe aber keine Vorstellung davon, wie sich die Besoldung in NRW in den nächsten Jahren gestaltet.Ich weiß nur,dass sie deutlich steigen muss. Wenn dann in einigen Jahren auch noch das fiktive Partnereinkommen gekippt wird, wird das nochmals Auswirkungen auf die Besoldung haben.

Insofern halte ich den Traum von einer 6-stelligen Nachzahlung nicht gänzlich für unrealistisch, gerade in Bundesländern, die sich aktuell jeder Besoldungsreform verweigern und damit eben auf Zeit spielen.

Welche Besoldungsgruppe /-stufe hast Du?