Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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Zitat von: Rheini in 12.08.2026 21:42Ach die Erhöhung bei den Beamten wird bestimmt nicht so kommen. Sogar hier wird ja die Ansicht von einigen vertreten, dass z. B. dieser Unterschied bei den Beamten zu Angestellten ja nur theoretischer Natur ist. Also nicht bange machen lassen ..............

1 Stunden Kollegenplausch in der Teeküche bei Kaffeekonsum wirst du wohl jede Woche zusammenbekommen  ;)

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Zitat von: ignaz in 13.08.2026 08:18Chef Volker Geyer kritisiert, in unteren Besoldungsgruppen liege die Alimentation teils unter der Grundsicherung, und fordert eine verfassungsgemäße Besoldung für alle bis Jahresende.

Was ist mit den unteren EGs im TVL/TVÖD? - sind die denn angemessen "bezahlt" ?
Der Tarifbeschäftigte Wachmann E4/E5 mit 3 Kindern wird dem A4 Beamten Kollegen mit 3 Kindern wohl jetzt schon deutlich schlechter gestellt sein?

Bei uns in der Behörde sitzen Tarifbeschäftigte und Beamte oft am selben Tisch, an zwei Arbeitsplätzen, und machen dieselbe Arbeit. Bezahlt werden wir dafür sehr unterschiedlich.

Wie kommt das? Zwei Punkte, die zusammengenommen absurd wirken:

Beamte übernehmen praktisch immer unsere Tarifabschlüsse ,,wirkungsgleich" – verhandeln also nicht selbst, streiken nicht, erben aber das Ergebnis. Über Zulagen, Beihilfe, keine Sozialabgaben und Pension stehen sie am Ende trotzdem meist deutlich besser da.
Und jetzt stellt das Bundesverfassungsgericht fest, dass genau diese Beamten jahrelang nicht amtsangemessen alimentiert wurden – es gibt also noch Nachschlag obendrauf. Gleichzeitig heißt es uns TBs gegenüber am Tariftisch, wir seien ,,schon jetzt zu teuer".

Uns ist klar: Alimentation und Tariflohn sind rechtlich zwei verschiedene Welten (Streikrecht gegen Versorgungsgarantie usw.). Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die Praxis vor Ort: gleiche Tätigkeit, gleiche Verantwortung, gleicher Schreibtisch – und ein Einkommensabstand, der durch dieses Urteil eher noch größer wird.

Deshalb fordern wir für Stellen, die bei uns von TBs und Beamten gleichwertig besetzt werden, eine spürbare Annäherung der TB-Vergütung an das Beamtenniveau. Wenn der Staat sich verfassungsrechtlich verpflichtet sieht, seine Beamten ,,amtsangemessen" zu bezahlen, kann die Antwort an die Kollegin am Nebentisch nicht sein: für dich gilt das nicht.

Eine vergleichbare prozentuale Erhöhung:

Gruppe A) gibt davon Sozialabgaben, mehr Steuern und VBL Eigenbeitrag ab
Gruppe B) gibt davon nur mehr Steuern ab.

Es ist klar, dass deshalb immer mehr netto übrig bleibt.

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Zitat von: MoinMoin in 13.08.2026 08:59Das ist doch das einzige Problem!
Entweder der Beamte ist da fehl am Platze und dürfte dort nicht existieren, da keine hoheitlichen Aufgaben und man keinen Beamten braucht.
Oder, der Angestellte macht hoheitliche Aufgaben ("führt" z.B. Durchsuchungen durch, als Angestellter) und müsste korrekterweise (wenn man das ganz ernst nehmen würde mit den hoheitlichen Aufgaben) Beamter sein.

That`s the point.

Aber mittlerweile können in der Kommunalverwaltung alle Stellen von Angestellten besetzt werden, dort dürften also schonmal keine Beamten mehr sitzen.

Beim Land... ja da lässt sich streiten, was Lehrer angeht unter anderem

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Zitat von: Tagelöhner in 13.08.2026 11:13Das hat er hier schon 2 dutzend mal erklärt. Es handelt sich dabei in keiner Weise um ein repräsentatives Beispiel. Er hat hier halt in seinem Bereich eine Möglichkeit gefunden und auch entsprechend durchgesetzt um auf verbeamteten Kalkriesel Druck aufzubauen. Dies wird in 9 von 10 Fällen meiner Erfahrung nach aber nicht funktionieren, schon gar nicht in Zeiten, in denen die Futtertröge noch härter umkämpft sein werden.

Bei ihm klingt das alles immer so easy. Jeder bekommt überall diverse Zulagen und kann alle Stufen in 1-2 Jahren durchleben, wenn man nicht sogar direkt in Stufe 6 eingestellt wird.

Auf kommunaler Ebene kannst du das alles vergessen, wie das bei Bund und Land ist, kann ich nicht beurteilen. Halte ich aber auch nicht für den "Standard", selbst wenn man wirklich gut ist mit enormer Expertise.

Leider wird oft gelebt "Bevor es teuer wird, soll er/sie gehen, wir finden schon wen neues" (haha)

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Zitat von: MoinMoin in 13.08.2026 11:56Aber lieber hauen wir das Geld für CumCums etc. raus, bzw. sammeln es nicht ein.

Nicht zu vergessen sind die ausländischen Gender-Projekte, bei denen das Geld gut angelegt ist.

https://www.bild.de/politik/inland/ist-das-noch-entwicklungshilfe-612-mio-euro-gehen-an-gender-projekte-6a7d87daa87e8142c31cea3c


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#1011
Zitat von: ignaz in 13.08.2026 13:41Wir wissen, dass du beim Gehalt und den Beiträgen hier ganz oben stehst und im Zulagensee seit Jahren verdient baden kannst. Glückwunsch!

Vielleicht stellst du dich mal zurück und gehst nicht bei jedem anderen hier von deiner vorteilhaften Konstelallation aus.

Gibt genug Mitte 30 oder Mitte 40 Angestellte, die jetzt vor dem Hauskauf stehen (wollen), jetzt 2 oder 3 Kinder durchbringen müssen, jetzt noch für das Alter vorsorgen müssen und vielleicht nicht einfach die Behörde oder in den Beamtenstatus wechseln können.
Zeitmaschinen, um die günstigen Konstellationen der guten alten Zeit nachzubasteln haben wir nicht, also brauchen wir auch nicht über frühe PKV Eintritte oder Hauskauf 2005 für 25% vom heutigen Preis sprechen.

Die Realität bei uns sieht eher so aus: Einstieg e10 - e11, Stufe 3 oder maximal 4 zum Einstieg (nach zäher Verhandlung).
Zulagen gibt es teilweise (nur für IT und spezielle Rollen), der SB Personal oder Haushalt kann sowas komplett vergessen. Zulagenhöhe ist individuell, aber niemals wird der volle Satz gezahlt.
Verhandlung von Zulagen (für die, die überhaupt Infrage kommen) liegen nun auch nicht jedem, muss man auch akzeptieren).

Der/die Beamten müssen keine Zulagen erzwingen, sie bekommen sie halt. Ein riesiger Unterschied!



Es gab/gibt doch auch noch Bestandsschutz für BAT Beschäftigte, deren Kinder vor 2005 geboren sind, wobei da sind dann jetzt auch bei den letzten 2030 die Zulagen vorbei.

230 Euro für KV und PV ist echt krass?! Das ist ja quasi gar nichts... und bei jeder Tariferhöhung bleibt halt auch mal was übrig.... zumindest ca. 10 cent pro Euro.

Diese 230 wirst du wahrscheinlich heute nicht mal bekommen, wenn man gesund mit 25 einsteigt

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Zitat von: geigerzaehler in 13.08.2026 15:08Ein paar Fakten zur Alimentationsdebatte:
Das BVerfG hat das Existensminimum von (Beamten-Kinder) ermittelt. Die Berechnung stimmt da die Vergleichs-
grundlage die Grundsicherung für Kinder ist - diese steigt deutlich in 6 Jahres-Schritten mit dem Lebensalter.
Die einzigen bei denen dies nicht angewandt wird,sind normale Arbeitnehmer bei denen der Kinderfreibetragbzw. das Kindergeld gleich bleibt
Interessant ist das BVerfG das Existenzminimum von Kindern von Grundsicherungsempfängern und Beamten
höher bewerte als das von "normalen Kindern" (das BVerfG Urteil 2BvL3/17 hat in einem Vorlagebeschluss
die Ansicht des Niedersächsischen Finanzhofest zurüchgewiesen obwohl dieses genau gerechnet hatte.
Das BVerfG hat sich inhaltlich mit der Zahlenthematik gar nicht befasst - trotzdem sehr lesenswert.
Nach meiner Ansicht hat das BVergG hier sehr staatstragend und vormalistisch geurteilt-eine Nachzahlung für die "normalen Kinder" hätte rückwirkend wegen des Prozessbeginne 2014 ca. 30 Milliarden gekostet - zusätzlich zu den 20 Milliarden für die AA waren für den sensiblen Lars wohl
zuviel.(Die Zahlen sind die Schätzungen die durch die Medien gehen)


Zeigt wieder die Wertschätzung gegenüber den "normal Arbeitenden" auf. Nur Beamte und Grundicherungsbezieher müssen gut durchgebracht werden.
Deshalb tut man sich auch so schwer mit dem Ausgleich der kalten Progression, obwohl man doch eigentlich etwas Entlastendes für die "fleißig arbeitende Bevölkerung" tun wollte.

Es wird spannend..

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 19:50Es sollen tatsächlich auch schonmal Angestellte versetzt worden sein, obwohl das immer als Nachteil der Beamten genannt wird.
Aber vielleicht waren das im Herzen zumindest Beamte, auch wenn sie wie Angestellte bezahlt wurden.

Wenn das, was MoinMoin geschrieben hat, eintritt, sind die Angestellten natürlich genauso dran. Da wird nichts einseitig beschlossen.
Beim Entgelt müssen die Angestellten ja auch verzichten, weil die Kassen leer sind - also werden auch die Angestellten dran glauben müssen, wenn zu wenig Leute für zu viel Arbeit da sind.
Vielen Beamten oder Angestellten ist einfach nicht klar, dass bei den Progaganda Themen der Beamten und Angestellten der Gap rechtlich nicht wirklich da ist:
Beamte könne "beliebig" irgendwohin versetzt werden >:( . Angestellte ebenfalls, wenn sie nicht beim AV aufgepasst haben.
Beamte können arbeiten "beliebig" zugewiesen werden  >:(  Angestellte ebenfalls, wenn sie nicht beim AV aufgepasst haben, allerdings nicht dauerhaft niedrig wertige.
.....

Also ich erlebe gerade, dass wir einen wichtigen Beamten-Dienstposten nicht besetzen, weil geeignete Beamtenkandidaten nicht gegen ihren willen umgesetzt werden sollen (im gleichem Referat, also nix mit Bürowechseln)
Sprich heutzutage werden Beamte genauso wie Angestellte behandelt, weil keine(r) die E in der H haben deM Beamten (der sich eben genau dafür verpflichte hat) zu sagen: Du machst das jetzt! Weil dein Dienstherr dich genau dort braucht!
Fazit: Da braucht es keinen Beamten mehr, obwohl ich im originär im hoheitlichen Gebiet arbeite.

Also seht zu dass ihr Dienstort etc. klar im AV fixiert habt.
(Ok als Kommunaler weniger dramatisch, als Flächenland Angestellter)

KlammeKassen

Zitat von: MoinMoin in 13.08.2026 17:06JA: auch darauf weise ich stets hin, früher waren die Häuser billiger die Zinsen höher und alles besser.
Und klar ist es ein Unterschied ob man (heute wie damals) mit 30 oder 40 oder 50 in die PKV Wechsel, welche Weisheit willst du damit verkünden?
Ich höre nur seit ungefähr 35 Jahren stets diese gleiche Leier.
Als ich mein erstes Haus gekauft habe, da musste ich 7% Zinsen zahlen und 8 Jahre hat sich am Verkaufswert des Hauses nichts geändert (ob das gut - schlecht - toll - scheiße oder sonstwas ist, kann sich jeder selber überlegen)
Dann gingen die Zinsen runter die Kaufpreise durch die Decke (und oh Wunder, das Gejammer auch, dass jetzt ja die Häuser alle soooo teuer sind, obwohl man mehr Haus für die gleiche Belastung bekommen konnte)
Und Objektiv gibt es gute und schlechtere Zeitpunkte, es ist aber objektiv nicht so, dass es früher alles einfach und heute unmöglich ist.
Einfach mal rechnen und vergleichen.

Und ja seit dem Ukraine Schock ist es da ungünstiger (Zins stärker hoch, als das die Preise entsprechend gesunken wären) gegenüber vor 10 Jahren, auch darauf weise ich hin.
und trotzdem erlebe ich regelmäßig in meinem Umfeld, dass doch noch gekauft werden kann.
Einfach mal rechnen und vergleichen und vielleicht ein Spur runter schalten.
bei drei Kinder könnten zwei Kinderzimmer reichen.....

Ist doof, dass diese Generation mitten in der Delle ist, andere Generationen hatten in anderen Bereichen Dellen.
Also was willst du mit deine Aufforderung an mich erreichen, die objektiven Dinge nicht objektiv betrachten und nur mosern?

Meine Erfahrung zeigt: Diejenigen, die jetzt vor dem Hauskauf stehen und jetzt meinen nichts angemessenen zu finden, was sie bezahlen wollen und jetzt nichts kaufen, mosern in 10 Jahren rum, dass es damals günstiger gewesen wäre.
Rat: wenn du dir jetzt kein Haus leisten "kannst", dann fange mit ner Eigentumswohnung an.

BTW: wer Mitte 30 in EG10 Stufe 3 mit 2 Kinder hängt hat in der Tat ein Problem, da gebe ich dir Recht.

Eine Sache ist aber Fakt:
Du hast die guten Jahre mit "geringen SOzialabgaben" mitgemacht, da war einfach mehr Netto drin.

Dass die Sozialabgaben in den letzten Jahren stets neue Rekorde erreicht haben (insbesondere durch KV und PV (die dich nicht mal betreffen)) ist wohl ein Fakt, der nicht weg zu diskutieren seind wird.
Die Rente schließt sich dann bald an........ das trifft dich dann zwar auch, aber imerhin nicht mehr so viele Jahre deines Berufslebens.

Prognosen sehen uns bald bei 50 % Sozialabgaben. Und es wird garantiert nicht brutto so viel mehr geben, damit das ausgeglichen ist (das gilt für die Wirtschaft allerdings genau so und betrifft nicht nur öD Jobs)

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 20:23Bei ihm klingt das alles immer so easy. Jeder bekommt überall diverse Zulagen und kann alle Stufen in 1-2 Jahren durchleben, wenn man nicht sogar direkt in Stufe 6 eingestellt wird.

Auf kommunaler Ebene kannst du das alles vergessen, wie das bei Bund und Land ist, kann ich nicht beurteilen. Halte ich aber auch nicht für den "Standard", selbst wenn man wirklich gut ist mit enormer Expertise.

Leider wird oft gelebt "Bevor es teuer wird, soll er/sie gehen, wir finden schon wen neues" (haha)
Auch das findet bei uns statt und wenn du meinst dass das bei mir easy ist, dann täuscht du dich.
würde mal sagen, dass so 10-20 % derjenigen die solche zückerle wollen es auch bekommen.

Also nüscht Standard, aber es gibt bei uns halt echte Leistungsträger, die das Präsidium echt halten will.
Und dann gibt es echte Leistungsträger, bei denen das Präsidium pokert und 50/50 mal verliert mal gewinnt.
Und dann gibt es die unechten Leistungsträger, die nix bekommen und leider nur zu 50% auch wirklich gehen.

und nochmal: Ich habe das uns erarbeitet, über die Jahre. Auch in dem ich Projekt mit ANSAGE, gegen die Wand fahren lies.

Bei Juristen und Kindern gilt immer noch: Lernen durch Schmerz.

Also nix da easy. Harte arbeit (und btw. ich habe es nicht nur einmal durchlaufen!!)


MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 20:28Nicht zu vergessen sind die ausländischen Gender-Projekte, bei denen das Geld gut angelegt ist.

https://www.bild.de/politik/inland/ist-das-noch-entwicklungshilfe-612-mio-euro-gehen-an-gender-projekte-6a7d87daa87e8142c31cea3c
Ohne es gelesen zu haben, aber ich finde das Geld da überall besser raus geschnmissen, als bei Vermögende die sich durch vermeidlich legalen Auszahlungen von Steuern bereichern und man es zulässt, das es nicht vehement verfolgt wird (ich kann mich nicht erinnern, ala exBK S.)
Strahl Kotz.

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 20:30Ist das "sinnigerweise" mit PKV so?
Viele steigen ja erst spät als Akademiker ein und jetzt braucht es ja mindestens Stufe 4, wenn nicht sogar Stufe 5, um die JAEG zu erreiche für PKV.... dann ist man schon alt... und hat evtl Vorerkrankungen, zumal es ja auch nicht so günstig wie für Beamte ist (das sind ja in der Regel eigene Tarife)
Ja ist so.
und auch ohne PKV war die 4k Ansage geknackt, wenn man die JSZ betrachtet.



MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in Gestern um 20:50Du hast die guten Jahre mit "geringen SOzialabgaben" mitgemacht, da war einfach mehr Netto drin.
Ha ha ha ich musste mehr als 20% Rentenbeiträge zahlen, hast du das jemals schon bezahlt????