Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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LehrerInNRW

Ich schrieb es übrigens schon viel weiter oben.

Dieser Staat ist absolut pleite. Ich habe gerade mal gegoogelt. Laut IFO betragt das Defizit 2026 189 Mrd. und 2027 234 Mrd.

Vielleicht sollten wir nicht immer an dieses neoliberale Gelaber vom Ausgabenproblem glauben. Das dient nämlich nicht dem Schutz der normalen Bürger vorm Steuerstaat sondern schützt die wirklich Reichen und Vermögenden davor sich an den Staatsfinanzen angemessen zu beteiligen. 

Deutschland hat ein Problem auf beiden Seiten. Auf der Ausgabenseite und der Einnahmenseite.

Mit dem Wunderkasten rechtsspopulistischer Sparvorschläge wird sich Deutschland sich nicht sanieren lassen. 

SAS

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Gestern um 22:01Als Migrant, der als Spätaussiedler nach Zuzug in die BRD in einem Ghetto groß geworden ist, kann ich Ihnen versichern, dass Integration eine Bringschuld ist. Damals wurde man übrigens in Turnhallen untergebracht und hat sich um alles selbst gekümmert. Nennt man Eigenverantwortung, der Gastgeber hat keine Bringschuld. Man könnte meinen, Sie seien Sozialarbeiter. Mir kommt dieses substanzlose Gerede sehr bekannt vor.

Als Lakai zur Unterstützung der Kollegen in der "Flüchtlings"krise 2015 und engen Kontakten in den Sozialbereich versichere ich Ihnen auch gern, das mindestens 80% der damaligen Ankömmlinge keinen Anspruch auf Asyl hatten. Den Verweis auf das Asylrecht in unserem GG dürfen Sie also gern an anderer Stelle anbringen. Ich bringe gern das Recht auf verfassungsrechtlich gesicherte Alimentation an. Das ist nämlich nicht nachrangig zu betrachten.

Die funktionierenden Integration in den USA hat mir den Rest für heute gegeben. Waren Sie jemals drüben? Ich empfehle große Teile des nördlichen NYC und Upstate sowie Teile von LA für den wahren Kulturschock. Wahrhaftig Leuchttürme der gelungenen Integration.

Schönes Beispiel für Annekdotische Evidenz.

Mit Sicherheit spielt eine Bringschuld eine Rolle, ohne funktionierendem integrative Gesamtstaat bleiben Integrationserfolge dann aber Einzelfälle nicht jeder bringt die Fähigkeiten für eine eigenständoge Integration auf. Und ins Herkunftsland kann häufig nicht abgeschoben werden warum auch immer. Dann haste halt den Salat dann bringt dir die Bringschuldnherzlich wenig. Umgehen damit muss der Staat trotzdem.

P.S. Wenn man hier einigen Protagonisten glauben möchte dann wird unter Trump der ja genau macht was hier einige fordern das Problem in LA mit Sicherheit verschwinden.

Max_Muster

Zitat von: LehrerInNRW in Gestern um 22:33Ich schrieb es übrigens schon viel weiter oben.

Dieser Staat ist absolut pleite. Ich habe gerade mal gegoogelt. Laut IFO betragt das Defizit 2026 189 Mrd. und 2027 234 Mrd.

Vielleicht sollten wir nicht immer an dieses neoliberale Gelaber vom Ausgabenproblem glauben. Das dient nämlich nicht dem Schutz der normalen Bürger vorm Steuerstaat sondern schützt die wirklich Reichen und Vermögenden davor sich an den Staatsfinanzen angemessen zu beteiligen. 

Deutschland hat ein Problem auf beiden Seiten. Auf der Ausgabenseite und der Einnahmenseite.

Mit dem Wunderkasten rechtsspopulistischer Sparvorschläge wird sich Deutschland sich nicht sanieren lassen. 
Aktuell holt Deutschland mit Sondervermögen Sanierungen der Infrastruktur und Militärausgaben nach, die es in Niedrigzinsphasen hätte leisten sollen. Allerdings ist die Schuldenquote derzeit bei ca. 63%. Das ist auch im weltweiten Vergleich nicht sonderlich hoch. Wir sprechen von einem Land, das ein BIP von ca. 4,5 Billionen Euro hat. Die 0,8% BIP Anstieg in diesem Jahr laut Prognose bedeuten, dass die Inflation bereits herausgerechnet ist.
Jedes Jahr kommen also 3,5-4% mehr Geld rein. Deutschland wird laut Prognose auch in Zukunft nach USA, China und Indien die größte Wirtschaftsnation der Welt bleiben und das bei nur ca. 80 Millionen Einwohnern. Unser Problem ist, dass Politiker inzwischen ein Job ist, den die meisten Menschen bereits nach dem (abgebrochenen) Studium einschlagen. Einen Plan B gibt es in der Regel nicht. Wiederwahl um jeden Preis ist also Programm und das bedeutet Lobbys bedienen und Wahlvolk bei Laune zu halten - mit viel Geld. Meiner Meinung nach ist das der Grund für die "schwierigen" Reformen. Sie sind unbequem und würden mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeuten, dass eine Wiederwahl unwahrscheinlich ist. Das will kaum jemand riskieren. Sinnvolle Einsparungen wären sicher an vielen Stellen möglich. Beim Personal ist es jedoch leicht, da dieses abhängig ist und sich kaum wehrt.

Schneewitchen

Zitat von: Max_Muster in Heute um 00:44Aktuell holt Deutschland mit Sondervermögen Sanierungen der Infrastruktur und Militärausgaben nach, die es in Niedrigzinsphasen hätte leisten sollen. Allerdings ist die Schuldenquote derzeit bei ca. 63%. Das ist auch im weltweiten Vergleich nicht sonderlich hoch. Wir sprechen von einem Land, das ein BIP von ca. 4,5 Billionen Euro hat. Die 0,8% BIP Anstieg in diesem Jahr laut Prognose bedeuten, dass die Inflation bereits herausgerechnet ist.
Jedes Jahr kommen also 3,5-4% mehr Geld rein. Deutschland wird laut Prognose auch in Zukunft nach USA, China und Indien die größte Wirtschaftsnation der Welt bleiben und das bei nur ca. 80 Millionen Einwohnern. Unser Problem ist, dass Politiker inzwischen ein Job ist, den die meisten Menschen bereits nach dem (abgebrochenen) Studium einschlagen. Einen Plan B gibt es in der Regel nicht. Wiederwahl um jeden Preis ist also Programm und das bedeutet Lobbys bedienen und Wahlvolk bei Laune zu halten - mit viel Geld. Meiner Meinung nach ist das der Grund für die "schwierigen" Reformen. Sie sind unbequem und würden mit hoher Wahrscheinlichkeit bedeuten, dass eine Wiederwahl unwahrscheinlich ist. Das will kaum jemand riskieren. Sinnvolle Einsparungen wären sicher an vielen Stellen möglich. Beim Personal ist es jedoch leicht, da dieses abhängig ist und sich kaum wehrt.


Der Staat ist aufgerufen antizyklisch zu handeln, soll heißen, er muss in den Zeiten einer Rezession durch verstärkte staatliche Ausgaben die Konjunktur stützen und positive Impulse setzen. Dazu ist auch eine Kreditaufnahme legitim.

Flankieren muss der Staat dies aber auch mit der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und die Stärkung der Inlandsnachfrage. Auch das gehört dann zu den positiven Impulsen.

Ich kann nicht erkennen, dass die derzeitige Regierung danach handelt. Das Allheilmittel scheinen Kredite zu sein, die im großen Stil aufgenommen werden. Damit macht sich die BR zum Impulsgeber für einige weniger Industriezweige.

Ansonsten passiert aber nicht viel. Die Rahmenbedingungen werden insgesamt schlechter. Der FM versucht mit billigen Tricks aus einer Steuerentlastung eine Mehrbelastung zu machen.

Die Ausgaben des Staates, da wo sie keine konjunkturfördernde Wirkung erzielen, werden nicht heruntergefahren. Stattdessen versucht man, die Einnahmen weiter zu erhöhen, was die positive Impulsgebung für die Wirtschaft vermissen lässt.

Die vier Eckpfeiler aus der Volkswirtschaftslehre ( magisches Viereck) sind nicht mehr im Einklang.

Bei dieser BR, wie auch bei ihrer Vorgängerin, hat man nicht den Eindruck, dass hier sach- und fachgerecht mit der wirtschaftlichen Situation umgegangen wird. Hier geht Ideologie den Grundsätzen der Volkswirtschaftslehre vor.

Eine hohe Kreditaufnahme kann legitim sein, wenn sie Bestandteil eines zielgerichteten Gesamtkonzeptes zur Stärkung der Konjunktur wäre.

Dies ist derzeit nicht so. Es gibt kein Gesamtkonzept. Die Fiskalpolitik eines Herrn Klingbeil ist zudem ideologisch geprägt. Die BR wird getrieben durch außenpolitische Entwicklungen. Wir haben einen Kanzler, der den Eindruck erweckt, als würde er die Interessen bestimmter Länder höher Einschätzen als die Interessen des eigenen Volkes und der eigenen Wirtschaft.

Nichts an dieser Regierung lässt objektiv erkennen, dass man hier gezielt und wirksam die deutsche Wirtschaft wieder in Schwung bringen will.

Man verzettelt sich auf "Nebenkriegsschauplätzen", stellt die Politik unter das Primat der eigenen Ideologie, versucht permanent unangenehme Entscheidungen in die Zukunft zu verschieben, setzt falsche Prioritäten und lässt sich viel zu sehr mittelbar von Lobbyisten in die eigene Regierung reinreden.

Nicht die Kredite sind das Problem. Das fehlende, schlüssige Gesamtkonzept, in dem diese Kredite eingebettet sein müssten, ist das Problem, verbunden mit der Erkenntnis, dass die wichtigsten Protagonisten, Merz und Klingbeil, mit ihrem jeweiligen Job überfordert sind und eine Frau Bas maximal ideologiegesteuert handelt.
Deus hic finitur

Schneewitchen

#2134
Hier mal die Tabelle der Nachzahlungen für die Kollegen beim Land Berlin, sofern sie WS eingelegt haben.

https://i.ibb.co/VcN6j9DG/Screenshot-20260818-063604-Chrome.jpg

Das ist nicht 1:1 auf NRW zu übertragen. Es zeigt aber auf, in welche Richtung es gehen muss.

Wenn ich mir die Besoldungstabelle Berlin per 01.04.2026 ansehe, dann stelle ich fest, dass ich in Berlin fast 100 € mehr Grundbesoldung erhalten würde. In dieser Tabelle ist zwar der erste Schritt der Tarifübertragung enthalten (so wie in NRW), die notwendigen Anpassungen aufgrund des Beschlusses des BVerfG aber eben noch nicht.

Wenn jetzt noch die BR im September oder Oktober mit dem neuen Entwurf um die Ecke kommt, dann könnte es für unseren FM sehr interessant werden......
Deus hic finitur

Henri74

Sind diese Beträge pro Jahr des abgeurteilten Zeitraums? Oder für alle Jahre?

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 09:16Hier mal die Tabelle der Nachzahlungen für die Kollegen beim Land Berlin, sofern sie WS eingelegt haben.

https://i.ibb.co/VcN6j9DG/Screenshot-20260818-063604-Chrome.jpg

Das ist nicht 1:1 auf NRW zu übertragen. Es zeigt aber auf, in welche Richtung es gehen muss.

Wenn ich mir die Besoldungstabelle Berlin per 01.04.2026 ansehe, dann stelle ich fest, dass ich in Berlin fast 100 € mehr Grundbesoldung erhalten würde. In dieser Tabelle ist zwar der erste Schritt der Tarifübertragung enthalten (so wie in NRW), die notwendigen Anpassungen aufgrund des Beschlusses des BVerfG aber eben noch nicht.

Wenn jetzt noch die BR im September oder Oktober mit dem neuen Entwurf um die Ecke kommt, dann könnte es für unseren FM sehr interessant werden......

SAS

Bei der Höhe betrifft das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den vollen Zeitraum des abgeurteilten Zeitraums damit es BILD typisch möglichst viel Aufmerksamkeit erregt.

Schneewitchen

Zitat von: SAS in Heute um 10:37Bei der Höhe betrifft das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den vollen Zeitraum des abgeurteilten Zeitraums damit es BILD typisch möglichst viel Aufmerksamkeit erregt.

Jepp, das betrifft die Jahre 2008 bis 2020. Bei mir währen das, umgelegt auf den gesamten Zeitraum der Nachzahlung ein Betrag von rd. 210.- e p.M.. Das erscheint mir wenig. In der Summe ist das natürlich schon beeindruckend. Das ist quasi wie die Auszahlung aus einem unverzinslichen Sparbuch zu sehen  ;) .

Hier jetzt auch der dazugehörige Artikel der Bild:

https://archive.is/e5MgT

Natürlich ist das wieder die typische Bild-Berichterstattung. Die öffentlichkeitswirksame Darstellung der Gesamtbeträge der Nachzahlungen macht so richtig schön Stimmung gegen uns Beamte.

Das lesen Menschen, deren Jahreseinkommmen im Einzelfall an diese Nachzahlungssummen heranreichen. Speziell bei solchen Leuten kommt das sicher richtig gut an. Auf Objektivität braucht man da nicht hoffen.....
Deus hic finitur

AltStrG

Zitat von: Henri74 in Heute um 09:54Sind diese Beträge pro Jahr des abgeurteilten Zeitraums? Oder für alle Jahre?


Die Tabelle ist Quatsch, da viel zu niedrig; sie wurde schon im Hauptthread besprochen. Einfach gleich wieder vergessen.

Henri74

Zitat von: AltStrG in Heute um 11:42Die Tabelle ist Quatsch, da viel zu niedrig; sie wurde schon im Hauptthread besprochen. Einfach gleich wieder vergessen.

Alles klaro, Danke!

Max_Muster

Bitte denkt daran: auch in NRW wird nur gezahlt insofern ihr Widerspruch eingelegt, bzw. Klage eingereicht habt.
Leider habe auch ich das nicht konsequent jedes Jahr gemacht, obwohl ich es hätte besser wissen müssen und sogar allen Kolleg:innen die Muster Widersprüche zur Verfügung gestellt habe. 😐

Robertbob

Zitat von: Max_Muster in Heute um 12:49Bitte denkt daran: auch in NRW wird nur gezahlt insofern ihr Widerspruch eingelegt, bzw. Klage eingereicht habt.
Leider habe auch ich das nicht konsequent jedes Jahr gemacht, obwohl ich es hätte besser wissen müssen und sogar allen Kolleg:innen die Muster Widersprüche zur Verfügung gestellt habe. 😐
Bezüglich des jährlichen Widerspruchs musste ich vor einigen Tagen einen Jungakademiker aufklären. Denen wird im Studium einiges beigebracht, nur was wirklich wichtig ist, gehört wohl nicht zum Ausbildungsumfang.

Finanzer

Zitat von: Robertbob in Heute um 13:30Bezüglich des jährlichen Widerspruchs musste ich vor einigen Tagen einen Jungakademiker aufklären. Denen wird im Studium einiges beigebracht, nur was wirklich wichtig ist, gehört wohl nicht zum Ausbildungsumfang.

Beamtenrechte gehören allgemein nicht zum Studium dazu. Erst Recht nicht im gehobenen Dienst.

Btw: Die Herren Schwarz, Kühne, Albrecht und Döpfner würde sich dumm und dämlich lachen,  wenn sie die letzten Seiten hier lesen würden. Würden alle Kollegen mit dem Eifer ins Gefecht ziehen, mit dem hier die Privilegien der Überreichen verteidigt werden, so hätten wir wahrlich keine Probleme mehr in Deutschlands Amtsstuben.

SAS

Zitat von: Finanzer in Heute um 14:23Beamtenrechte gehören allgemein nicht zum Studium dazu. Erst Recht nicht im gehobenen Dienst.

Btw: Die Herren Schwarz, Kühne, Albrecht und Döpfner würde sich dumm und dämlich lachen,  wenn sie die letzten Seiten hier lesen würden. Würden alle Kollegen mit dem Eifer ins Gefecht ziehen, mit dem hier die Privilegien der Überreichen verteidigt werden, so hätten wir wahrlich keine Probleme mehr in Deutschlands Amtsstuben.

Allerdings  ;D

Robertbob

Zitat von: Finanzer in Heute um 14:23Btw: Die Herren Schwarz, Kühne, Albrecht und Döpfner würde sich dumm und dämlich lachen,  wenn sie die letzten Seiten hier lesen würden. Würden alle Kollegen mit dem Eifer ins Gefecht ziehen, mit dem hier die Privilegien der Überreichen verteidigt werden, so hätten wir wahrlich keine Probleme mehr in Deutschlands Amtsstuben.
Zur Verteidigung vieler Kollegen, welche hier ihre Beiträge zum Besten geben, muss ich sagen, der überwiegende Anteil ist eher kritisch gegenüber über unserem DH und hat schon erkannt, daß man uns seit Jahren hinter die Fichte führt und es wohl auch in Zukunft weiter versuchen wird.
Wie der DH mit den privilegierten Überreichen umgeht, kann der einzelne Beamte kaum beeinflussen.