Bundesalimentationsgesetz

Begonnen von Admin, 15.04.2026 14:03

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Iglhaut4x4

Zitat von: Aleko82 in Heute um 07:23Da muss man wirklich sagen, dass genau diese Einstellung im Großen und Ganzen das Problem ist! Wie kann man nur so devot einen Zustand akzeptieren der über so lange Zeit falsch gewachsen ist. Dieses relativieren ekelt mich regelrecht an und ist auch ein gemeingesellschaftliches Problem der heutigen Zeit. Wann war der Wendepunkt in der Vergangenheit an dem vermehrt die Seife aufgehoben wurde und aus Cojones Erbsen wurden?


Bester Beitrag auf 599 Seiten 😎👍

Und zu dem Beitrag des Trolls und seiner Zufriedenheit...ach ich lasse es...

GeBeamter

Im hD mögen zwar TB und Beamte einen deutlichen Nettounterschied bei gleicher Tätigkeit haben. Der kommt aber im Wesentlichen dadurch zustande, dass der TB Ansprüche an Versicherungen erwirbt, die der Beamte nicht erwerben darf/muss.
Der TB bekommt dafür also auch eine Leistung.
Ich für mich halte daher immer fest: sowohl der Tarif, als auch die Besoldung müssen eigentlich drastisch rauf. Steigt die Besoldung infolge der Entscheidungen des BVerfG nun, geht auch der Tarif irgendwann deutlich hoch (gleicher Lohn für gleiche Arbeit bzw je nach Laufbahn sogar mehr brutto als bei Beamten).

Zolinus

Zitat von: matthew1312 in Heute um 06:2541 statt 39 Wochenstunden rechtfertigen schon rein arithmetisch mehrere tausend Euro mehr pro Jahr; das ist ein Plus von mehr als 5 %.

Es gibt keine betriebliche Altersvorsorge und bald auch einen Urlaubstag weniger pro Jahr.

Dazu der ganze Wahnsinn mit der Abrechnung der Arztrechnungen und keine Möglichkeit zur Familienversicherung.

Dann noch der elegante gedankliche Sprung von A14 zum durchschnittlichen Arbeitnehmer.

Habe selten solch einen unqualifizierten Beitrag gelesen.


Eine Kollegin mit E5 wartet seit Monaten auf einen wichtigen Facharzttermin. Da nehme ich den "Wahnsinn mit der Abrechnung der Arztrechnungen" schon ganz gerne hin.

MOGA

Zitat von: Zolinus in Heute um 08:46Eine Kollegin mit E5 wartet seit Monaten auf einen wichtigen Facharzttermin. Da nehme ich den "Wahnsinn mit der Abrechnung der Arztrechnungen" schon ganz gerne hin.

Ah und du als Zolinus bekommst wohl schon morgen einen? Ich habe die Erfahrung gemacht dass es dort wo es knapp an Terminen ist, auch für den privat Versicherten länger dauert...
Make Oeffentlicher-Dienst Great Again

Skywalker2000

Zitat von: Zolinus in Heute um 08:46Eine Kollegin mit E5 wartet seit Monaten auf einen wichtigen Facharzttermin. Da nehme ich den "Wahnsinn mit der Abrechnung der Arztrechnungen" schon ganz gerne hin.

Die TB mit E5 kann auch gerne kündigen, wenn sie der Meinung ist, dass sie in der freien Wirtschaft besser gestellt ist.


Zolinus

Zitat von: matthew1312 in Heute um 06:33Exakt. Leute, die nach 10 Jahren Tätigkeit in der Wirtschaft mit A13 einsteigen, bearbeiten Verfahren, bei denen auf der Gegenseite ein Berufsanfänger mit teils 200.000 € Einstiegsgehalt sitzt.

https://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/milbank-mehr-geld-fuer-associates-in-deutschland

Es ist so vorbei.


Bei einem Jahresbrutto von 200.000 und mehr reden wir von 1% der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland.

Wenn das den Bewertungsmaßstab für den durchschnittlichen Beamten darstellen soll, verweise ich wieder auf meinen Kernbegriff in dieser Debatte: Realitätsfremd!

SwenTanortsch

Zitat von: Zolinus in Heute um 08:46Eine Kollegin mit E5 wartet seit Monaten auf einen wichtigen Facharzttermin. Da nehme ich den "Wahnsinn mit der Abrechnung der Arztrechnungen" schon ganz gerne hin.

Sinnvollerweise sollte jetzt wieder zum Thema zurückgekommen werden. Ich schlage vor, dass weitere Diskussionen über Facharzttermine und reine Befindlichkeiten in einem dafür gerne einzurichtenden eigenen Forum diskutiert werden.

Zolinus

Zitat von: Skywalker2000 in Heute um 08:52Die TB mit E5 kann auch gerne kündigen, wenn sie der Meinung ist, dass sie in der freien Wirtschaft besser gestellt ist.




Natürlich wäre sie das nicht, das ist doch genau mein Punkt.

Maximus

Zitat von: Sachverarbeiter in Heute um 07:07Also ich vor 10 Jahren angefangen habe, hat man sich die Bewerbungen von Absolventen unter 12 Punkten gar nicht richtig angesehen. Wenn man jetzt teils mehr als das doppelte in der Wirtschaft verdient, dann muss man sich fragen wer von den guten Juristen denn noch Richter oder Staatsanwalt werden will. How the Turns have tabled

Genau dieses Problem wird die Dienstherren über kurz oder lang einholen...insbesondere wenn das fiktive Partnereinkommen fällt.

Die A-Besoldung ist einfach zu weit gefasst bzw. ein Tummelbecken für alles Mögliche.  Ich kann mir daher gut vorstellen, dass man die Juristen aus der A-Besoldung rausnehmen wird. Entweder sie bekommen eine eigene Laufbahn oder werden in die R-Besoldung überführt. Die R-Besoldung wird dann im Vergleich zur A-Besoldung massiv angehoben. 

Der "doofe Rest", der in der freien Wirtschaft auch nicht viel verdienen würde (Lehrer, Sozialpädagogen, Verwaltungswirte etc.), bleibt in der A-Besoldung, die man dann weiterhin niedrig halten kann.

Ähnliches wird ggf. auch bei den Soldaten passieren. Die werden sehr wahrscheinlich eine eigene Laufbahn (S-Besoldung) erhalten.

Für die Besoldungsgesetzgeber wäre eine "Ausdifferenzierung" jedenfalls günstiger.

GeBeamter

Zitat von: Zolinus in Heute um 08:46Eine Kollegin mit E5 wartet seit Monaten auf einen wichtigen Facharzttermin. Da nehme ich den "Wahnsinn mit der Abrechnung der Arztrechnungen" schon ganz gerne hin.

Wieso machst du dann das Problem der gesetzlichen Krankenversicherung zu dem Problem deiner verbeamteten Kollegen?
Ich werde eher Mal die Frage an die Verantwortlichen stellen, wieso es für Fachärzte unattraktiv ist, eine auskömmliche Zahl an Terminen für GKV Patienten anzubieten. Liegt es vielleicht daran, dass zu geringe Entlohnung aus der GKV für den Arzt stattfindet? Liegt diese zu geringe Entlohnung daran, dass im System der GKV aufgrund seiner Intransparenz gerne Mal stärker in die Kasse gelangt wird? Liegt es daran, dass diese Versicherung unabhängig von der Einzahlung für alle greift, ohne dass ALLE in der Solidargemeinschaft dafür aufkommen?

Im Übrigen: mit Engagement und einer Dringlichkeitsüberweisung erhöht man auch als GKVer die Chance, zügig einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Habe ich selbst als TB noch gemacht.

Goldene Vier

In Niedersachsen fordern selbst die Dienstherrn schon eine Anpassung der Besoldung (aus der Vorlage zur Anpasung der Besoldung 2027/2028...:

Interessant sind die Ausführungen der Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände (die kommunalen Dienstherrn in Niedersachsen), die in der Drucksache dokumentiert werden:

Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens (AG KSV) begrüßt das Regelungsansinnen des Gesetzentwurfes. Mit dem Entwurf sollen zunächst die weiteren Schritte der jüngsten Tarifeinigung für die Beschäftigten der Länder systemgerecht auf die niedersächsischen Beamtinnen, Beamten, Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger übertragen werden. Allerdings sieht die AG KSV es weiterhin als problematisch an, dass auch in einem dritten Gesetzgebungsverfahren nach Beschluss des BVerfG zur Berliner Beamtenbesoldung die Landesregierung aus ihrer Sicht kein hinreichendes Konzept in Aussicht stelle, auf dessen Grundlage der Niedersächsische Landtag eine dauerhaft verfassungskonforme Ausgestaltung der niedersächsischen Besoldung und Versorgung ausgestalten könne. Dies erscheine umso dringlicher, da trotz der prekären Haushaltssituation der kommunalen Ebene ein weiterer Attraktivitätsverlust in der Besoldung drohe, insbesondere gegenüber der massiv anwachsenden Bundesbesoldung und Besoldungen angrenzender Länder, die nach entsprechender, insbesondere bundesrechtlicher Umsetzung dann bis zu zwei Besoldungsgruppen betragen werde. Dies sei auch unter dem Aspekt der Gleichbehandlung in puncto amtsangemessener Alimentation zunehmend verfassungsrechtlich bedenklich.
Die AG KSV hebt hervor, dass das Leistungsprinzip und das Abstandsgebot sowie die Wettbewerbsfähigkeit der öffentlichen Hand bei Führungskräften in Rede stehen. Durch die andauernde Berücksichtigung von Sockelbeträgen anstelle einer allein linearen prozentualen Erhöhung hätten sich die Besoldungen in den unteren, mittleren und gehobenen Laufbahnen den höheren Laufbahnen seit Jahrzehnten stetig weiter angenähert. So bezahle der öffentliche Dienst seine Beschäftigten bis etwa zur Entgeltgruppe 11 oder Besoldungsgruppe A 12 inzwischen besser als die freie Wirtschaft. Die Bezahlung der Fach- und Führungskräfte in den höheren Entgelt-/Besoldungsgruppen sei im Vergleich zur Privatwirtschaft hingegen seit Langem nicht mehr wirklich konkurrenzfähig. Insbesondere auch innerhalb des Gefüges sei die Übernahme einer Führungsposition nicht mehr attraktiv. Daher falle es inzwischen schwer, Führungspositionen im öffentlichen Dienst adäquat oder überhaupt noch zu besetzen.

Rheini

Hm,

also ich als Beamter soll auf meine aA verzichten weil es anderen schlecht bzw. noch schlechter geht (wobei man schon genau hinschauen muss, ob es nicht auch woanders gegenüber einem Beamten Vorteile gibt)?

Ist dieser Beobachtungspunkt auf ein bestimmtes Datum begrenzt oder darf ich meine gesamten Dienstzeit (in nicht wenigen Jahren hat man über mich als Beamter und meine Bezüge gelacht) einen Vergleich ziehen?

Darf ich mit einbeziehen das jemand anderes an mir gespart hat (DH) und jetzt wo es evtl. für Ihn gefährlich werden könnte, für mich als entlastendes Argument nutzen? Wenn nein, warum nicht?

Warum muss ich mir überhaupt diese Fragen stellen (siehe oben - Anrecht auf aA)?

Was ist überhaupt "zu gut" bezahlt? Im Vergleich zu einem Bürgergeldempfänger, im Vergleich zu Betrieben in denen Mitarbeiter ausgebeutet werden, im Vergleich zu Leuten die eine vergleichbare Ausbildung / Bildungsstand haben, im Vergleich zu meinem Nachbarn oder Europa, im Vergleich zu VW Managern und der Erreichung der Ziele (Sonderzahlung) oder zu wem?

Was darf / kann überhaupt aus meinen Überlegungen folgen?

- Muss ich mich entlassen lassen wenn ich mich dabei schlecht fühle?
- Muss ich einen Antrag auf Herabstufung der Besoldungsgruppe stellen?
- Darf der DH mir ein Schreiben hinlegen wonach ich auf 30% meiner Bezüge verzichte?
- Darf ich Bezüge in denen ich (noch) schlechter als der Vergleich besoldet wurde, nachfordern?
- Soll ich noch weiter aus der Metropole ziehen und einen weiteren Anfahrtsweg haben weil dann die Mieten günstiger sind? Darf ich dann auf meinem Dienstposten ne halbe Std. dafür schlafen weil ich tue ja sowieso nichts?
- Bekomme ich doch mehr wenn jemand in der Privatwirtschaft doch mehr bekommt als ich (incl. Goodies wie z. B. Dienstwagen - bei 2,20€ für den Diesel nicht unerheblich)?
- Bekomme ich dann doch nicht mehr weil ich unkündbar bin?
- Wird der Stundenbetrag (41 Std. zu 38,5 Std.) betrachtet oder stumpf der Monatsbetrag?



Bitte um Aufklärung insb. von denjenigen die von "Jammern auf hohem Niveau" schreiben.

Zolinus

Zitat von: Soldat1980 in Heute um 07:52Zum Glück entscheiden weder Ihre persönliche Zufriedenheit mit A14 noch Ihre offensichtlich sehr großzügige Definition von ,,Jammern auf hohem Niveau" darüber, was eine amtsangemessene Alimentation ist. Besonders unerträglich finde ich Ihre herablassenden Aussagen über den mittleren Dienst. Aus Ihrer komfortablen A14-Perspektive Kollegen in deutlich niedrigeren Besoldungsgruppen zu erklären, sie sollten gefälligst dankbar sein, ist an Überheblichkeit kaum zu überbieten. Dass Sie Ihre eigene finanzielle Situation zum Maßstab für alle anderen erklären, macht Ihre Argumentation nicht überzeugender, sondern nur anmaßender. Zum Glück richtet sich die Verfassungsmäßigkeit der Besoldung nach dem Grundgesetz und nicht nach Ihrem persönlichen Zufriedenheitsgefühl. Wenn Sie mit A14 so glücklich sind, genießen Sie es. Aber ersparen Sie den schlechter besoldeten Kollegen bitte Ihre Belehrungen darüber, wie wenig sie angeblich zu erwarten haben. Ihre persönliche Zufriedenheit ist kein verfassungsrechtlicher Maßstab, und Ihre Geringschätzung berechtigter Ansprüche anderer macht Ihren Beitrag nicht besser.


Die allermeisten Kollegen im mD sind keine Beamten und stehen damit schlechter da, müssen aber mit mindestens denselben Problemen in der Lebensführung zurechtkommen. Das war einer meiner Punkte, und daran ist nichts herablassend.

Pumpe512

Ich schiele hier gerade ganz stark in Richtung BuPol und Bw, klar, alles Angestellte im mD...

Rheini

Zitat von: Zolinus in Heute um 09:01Die allermeisten Kollegen im mD sind keine Beamten und stehen damit schlechter da, müssen aber mit mindestens denselben Problemen in der Lebensführung zurechtkommen. Das war einer meiner Punkte, und daran ist nichts herablassend.

Können das hier die Beamten ändern oder eher die Angestellten Gewerkschaften?