Autor Thema: Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?  (Read 6616 times)

MoinMoin

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #45 am: 11.06.2019 17:33 »

Ist das jetzt nicht ein Widerspruch: 6€/h in beiderseitigem Einvernehmen mit Aufstockung durch Staat und dem sich selbst regulierenden Markt?
Ich bin gegen Subventionierung wenn der Arbeitgeber mehr bezahlen könnte, der Staat aber für ihn die Differenz übernehmen soll.
Genau. Wobei ich ganz klar dafür bin, dass Menschen die einer Arbeit nachgehen auf keinen Fall auch noch staatliche Zuschüsse erhalten sollten, da dieses ggfls. von den Marktteilnehmern ausgenutzt werden könnte und damit das Marktgefüge verfälscht.
Damit will ich sagen: Wer arbeitet muss auch komplett mit dem Geld auskommen, wenn er damit nicht auskommt (weil er Netto weniger hat als mit "Stütze", dann sollte er auch nicht arbeiten gehen (und auch nicht von der Arge/JC dazu gezwungen werden dürfen)
Ergänzende Sozialhilfe finde ich falsch, da damit diese "doppelverdiener" den Preis künstlich drücken.

 :-X

Spid

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #46 am: 11.06.2019 17:43 »
Mir erschließt sich nicht, warum stets ein Einfluß der Gewährleistung des soziokulturellen Existenzminimums in Ergänzung zu einer Erwerbstätigkeit auf das „Marktgefüge“ herbeifabuliert wird. Streicht man die Gewährleistung des soziokulturellen Existenzminimums, verschwinden dann die Jobs, deren Entlohnung dieses nicht gewährleisten können?

Organisator

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #47 am: 11.06.2019 17:54 »
Streicht man die Gewährleistung des soziokulturellen Existenzminimums, verschwinden dann die Jobs, deren Entlohnung dieses nicht gewährleisten können?

Ja.

Keiner wird einen Job machen, von dem er nur mit ergänzenden staatlichen Leistungen leben kann, wenn es eben diese Leistungen nicht gibt. Typisches Marktverhalten.

(genauso typisch ist es auch umgekeht, dass sich bestimmte Arbeitgeber nicht um eine angemessene Entlohnung kümmern müssen, wenn der Rest vom Staat übernommen wird)

Spid

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #48 am: 11.06.2019 17:56 »
Nein, die Jobs verschwinden nicht - man braucht dann nur mehrere davon, um zu überleben und würde ohne gar nicht überleben.

Schokobon

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #49 am: 11.06.2019 20:51 »
Ist das auch in der Verwaltung möglich? Aus meiner Sicht werden auch hier durch die Digitalisierung in der nahen Zukunft Stellen in den niedrigen Entgeltgruppen eingespart werden.

Es wird gerade in der Leistungsverwaltung die automatisierte Entscheidung getestet.
Wenn die durch ist wird es keine Leistungsverwaltung mehr - wie wir sie kennen - geben.
Betroffen sind davon tausende (!) TE IV / EG 9c / EG 10 / TL EG 11/12 Stellen.

Ich merke das an wegen der "niedrigen Entgeltgruppen".

MoinMoin

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #50 am: 12.06.2019 06:47 »
Nein, die Jobs verschwinden nicht - man braucht dann nur mehrere davon, um zu überleben und würde ohne gar nicht überleben.
Das ist richtig, aber warum gibt es nur solche dämlichen Dinge wie Regeln des Zusammenlebens, die störend in den Markt eingreifen?
Dazu gehört nicht nur du sollst nicht töten und stehlen. Sondern auch du sollst nicht sieben Tage lang 18 Stunden am Tag arbeiten.

Auch ist es "seltsam", dass marktbeherrschende Positionen auf dem freien Markt trotz nachweislich sinkender Leistung mehr Entlohnung bekommen. Hier sehe ich ein Versagen des gepriesenen sich selbstregulierenden Marktes (zumindest Mittelfristig).

Spid

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #51 am: 12.06.2019 07:08 »
Nein, die Jobs verschwinden nicht - man braucht dann nur mehrere davon, um zu überleben und würde ohne gar nicht überleben.
Das ist richtig, aber warum gibt es nur solche dämlichen Dinge wie Regeln des Zusammenlebens, die störend in den Markt eingreifen?
Dazu gehört nicht nur du sollst nicht töten und stehlen. Sondern auch du sollst nicht sieben Tage lang 18 Stunden am Tag arbeiten.

Deshalb wird ja das soziokulturelle Existenzminimum durch die Gesellschaft sichergestellt. Das Subventionsobjekt ist nunmal derjenige mit der geringwertigen Arbeitskraft - und gering vergütete Jobs oder deren Anbieter.

Zitat
Auch ist es "seltsam", dass marktbeherrschende Positionen auf dem freien Markt trotz nachweislich sinkender Leistung mehr Entlohnung bekommen. Hier sehe ich ein Versagen des gepriesenen sich selbstregulierenden Marktes (zumindest Mittelfristig).

Preisbildung am Markt funktioniert nunmal über die Knappheit des Gutes und die Nachfrage danach.

MoinMoin

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #52 am: 12.06.2019 09:37 »
Deshalb wird ja das soziokulturelle Existenzminimum durch die Gesellschaft sichergestellt. Das Subventionsobjekt ist nunmal derjenige mit der geringwertigen Arbeitskraft - und gering vergütete Jobs oder deren Anbieter.
Also greift die Gesellschaft durch dieses Handeln in den Markt ein und das ist ok?
Aber an anderer Stelle soll die Gesellschaft nicht in den Markt eingreifen?

Also was spricht dagegen, dass die Gesellschaft vorgibt: Wer mit einer wöchentlichen Arbeitsleistung von 50h sich nicht vollständig ernähren kann, der bekommt das Existenzminimum bezahlt, darf dafür aber nicht auf dem freien Arbeitsmarkt arbeiten.
Das würde ja viel Verwaltungstätigkeiten einsparen und eine mögliche versteckte Subvention von Firmen im Niedriglohnsektor vermeiden und die Schwarzarbeit dort erschweren.

Preisbildung am Markt funktioniert nunmal über die Knappheit des Gutes und die Nachfrage danach.
Meine Aussage/Fragestellung bezog sich unter anderem darauf, dass Manager, die nachweislich unter marktwirtschaftlichen Kriterienversagt haben trotzdem eine höheres Entgelt bekommen. Rendite der Firma sinkt, aber Managergehalt steigt trotzdem ....

Auch künstliche Verknappung (sei es durch Monopol oder durch Kartelle) ist sicherlich ein Element der Marktpreisbildung, aber der Markt funktioniert ja immer ...

Spid

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #53 am: 12.06.2019 09:59 »
Deshalb wird ja das soziokulturelle Existenzminimum durch die Gesellschaft sichergestellt. Das Subventionsobjekt ist nunmal derjenige mit der geringwertigen Arbeitskraft - und gering vergütete Jobs oder deren Anbieter.
Also greift die Gesellschaft durch dieses Handeln in den Markt ein und das ist ok?
Aber an anderer Stelle soll die Gesellschaft nicht in den Markt eingreifen?

Die Gesellschaft greift immer in den Markt ein, sie bildet ihn schließlich mit Angebot und Nachfrage. Du meinst einen staatlichen Eingriff in den Markt. Einen solchen stellt die Gewährleistung des soziokulturellen Existenzminimums schlicht nicht dar. Wo ist der Markteingriff?

Zitat
Also was spricht dagegen, dass die Gesellschaft vorgibt: Wer mit einer wöchentlichen Arbeitsleistung von 50h sich nicht vollständig ernähren kann, der bekommt das Existenzminimum bezahlt, darf dafür aber nicht auf dem freien Arbeitsmarkt arbeiten.
Das würde ja viel Verwaltungstätigkeiten einsparen und eine mögliche versteckte Subvention von Firmen im Niedriglohnsektor vermeiden und die Schwarzarbeit dort erschweren.

Nun, Du gehst von völlig falschen Prämissen aus. Zunächst einmal würde Schwarzarbeit nicht erschwert werden, dieser Effekt tritt durch höhere Kontrolldichte ein oder durch Reduzierung/Abschaffung von Abgaben auf Erwerbsarbeit ein. Das hat aber keinen Bezug zu Deiner Maßnahme. Vielmehr steigt der Anreiz von Schwarzarbeit noch dadurch, als daß die bisherige Zuverdienstmöglichkeit wegfiele. Zudem sehe ich nicht, daß Verwaltungstätigkeit eingespart würde. Der Verwaltungsaufwand, das soziokulturelle Existenzminimum zu sichern, bliebe genau gleich. Außerdem gibt es auch keine "versteckte Subvention vo Firmen im Niedriglohnsektor" - auch nicht potenziell. Das Subventionsobjekt wird immer dann deutlich, wenn man die Folgen eines Subventionsfortfalls betrachtet - und der wirkt allein auf den Empfänger der Sozialleistung. Mithin fehlt es jeglichem Argument für die vorgeschlagene Verfahrensweise. Allerdings spricht alleine schon dagegen, daß es grundsätzlich wünschenswert ist, wenn Menschen einer Erwerbsarbeit nachgehen. Zudem mindert Erwerbsarbeit Sozialausgaben und erhöht Steueraufkommen und Einnahmen der Sozialversicherungen.

Zitat
Preisbildung am Markt funktioniert nunmal über die Knappheit des Gutes und die Nachfrage danach.
Meine Aussage/Fragestellung bezog sich unter anderem darauf, dass Manager, die nachweislich unter marktwirtschaftlichen Kriterienversagt haben trotzdem eine höheres Entgelt bekommen. Rendite der Firma sinkt, aber Managergehalt steigt trotzdem ....

Auch künstliche Verknappung (sei es durch Monopol oder durch Kartelle) ist sicherlich ein Element der Marktpreisbildung, aber der Markt funktioniert ja immer ...

Wenn irgendwer ein totes Pferd zum Reiten kaufen möchte, ich eines habe und wir uns handelseinig werden, ist das in keinster Weise zu beanstanden. Managergehälter sind üblicherweise das Ergebnis eines privatrechtlichen Vertrages. Wo ist also das Problem? Welchen Wert Privatpersonen einer Handelsware beimessen, ist nicht Angelegenheit des Staates.

Der Markt in der Sozialen Marktwirtschaft - nicht der modernen Perversion dieses Modells, die unter "soziale Marktwirtschaft" firmiert - funktioniert tatsächlich (fast) immer, weil es ein Markt nach ordoliberalen Prinzipien ist.

MoinMoin

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #54 am: 12.06.2019 10:59 »
Einen solchen stellt die Gewährleistung des soziokulturellen Existenzminimums schlicht nicht dar. Wo ist der Markteingriff?
Wenn jemand für 5 Euro/h arbeiten kann, weil er keinen ökonomischen Druck hat mehr zu verdienen, da er den Rest, den er zum Existenzminimum benötigt, bezuschusst bekommt.  Darin sehe ich einen Markteingriff, da dies ihn ja ermöglicht seine Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen.

Spid

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #55 am: 12.06.2019 11:15 »
Der am Markt ermittelte Preis stellt den Wert dar. Es gibt also keinen Verkauf unter Wert. Das Subventionsobjekt erhält nicht die Differenz zwischen Einkommen und Existenzminimum, es erhält Leistungen zur Sicherung des Existenzminimums - auf die ggfs. Teile des Einkommens angerechnet werden. Die Leistung ist universal, mithin hat kein Marktteilnehmer, der seine Arbeitskraft anbietet, einen ökonomischen Druck zum Erreichen des Existenzminimums. Folglich greift die Leistung nicht in den Markt ein.

MoinMoin

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #56 am: 12.06.2019 11:31 »
Die Leistung ist universal, mithin hat kein Marktteilnehmer, der seine Arbeitskraft anbietet, einen ökonomischen Druck zum Erreichen des Existenzminimums. Folglich greift die Leistung nicht in den Markt ein.
Er wäre kein Marktteilnehmer, wenn er nicht aufstocken könnte. Er würde die Leistung beziehen und gut ist. 

Bzw.Er wird ein Marktteilnehmer, der einen höheren Preis für seine Arbeitskraft verlangen müßte, da er sobald er arbeitet eben vollumfänglich sich damit über das Existenzminimum heben muss, da er dann keine Leistung beziehen kann.

So kann es ihm relativ egal sein, welchen Preis er für seine Arbeitskraft erhält.

Spid

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #57 am: 12.06.2019 11:38 »
Die Gewährleistung des sozioökonomischen Existenzminimums ist aber weder Voraussetzung für die Marktteilnahme noch verzerrt sie die Preisbildung. Würde es keine Gewährleistung des sozioökonomischen Existenzminimums geben, würde das Subventionsobjekt erst recht seine Arbeitskraft am Markt anbieten. Auch wäre das Subventionsobjekt nicht in der Lage, eine bezahlte Arbeit ablehnen zu können - es sei denn, er fände eine bessere.

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #58 am: 12.06.2019 12:20 »
Weitere Berufsbilder werden durch die massive Erhöhung des Mindestlohns in Verbindung mit der überdimensionalen Ausweitung der Auszubildendenvergütungen einfach verschwinden. Besonders in Arbeitsbereichen, die von viel Idealismus und Herzblut mitgetragen werden, schlug der Mindestlohn wie ein Hammer ein und zwei weitere Schläge in diese Kerbe werden noch fataler werden. Welcher Instrumentenbauer würde denn noch einen Auszubildenden ausbilden, wenn dieser plötzlich regelmäßig erheblich mehr verdienen muss als sein Meister noch an Gewinn für sich selbst erwirtschaften kann?

Vielleicht sollte man wenigstens konsequent über einen staatlich garantierten Mindestgewinn für Selbstständige nachdenken, damit sich diese ganzen realsozialistischen Auswüchse wenigstens irgendwo in der Waage halten.
Zwar wird die Marktwirtschaft dann ausgehebelt, die gewachsene Kultur aber wenigstens nicht völlig zerstört. 

Ich sehe an der Innenstadt, wie seit der Einführung des Mindestlohns selbst die Ein-Euroläden, Sonnenstudios, Imbissbuden und Tattoostudios reihenweise dicht machen. Uhrmacher, Schustereien, Schneidereien, Buchhandlungen, Kinos verschwinden und lassen Ruinen zurück.
Es gibt keine hauptberuflichen Landwirte mehr hier in der Gegend, weil der Beruf der Magd/des Knechts wegen zu hoher Lohnkosten fast völlig ausgestorben ist und der eigene Nachwuchs andere Wege geht.

Klar kann man sagen, wofür braucht man den ganzen Kram. Wenn ein Arbeitsplatz nicht einmal 12 bzw. 15 Euro (Arbeitgeberbrutto) je Stunde erwirtschaftet, dann ist er halt für Deutschland unwürdig.
Dann werden die Instrumente halt in Moldawien gebaut und gereinigt, Schuhe bei kaputter Sohle weggeworfen und das Gemüse in Spanien angebaut. Filme laufen auch bei Netflix und bei den 1,65 m Bildschirmen ist das ja fast wie Kino. Klar kann man auch sagen, dass man nur starke und klimaresistente Pflanzen in Wald und Feld pflanzt, damit alles schön grün ist und bleibt.
Vielfalt und Idealismus sind halt nicht so wichtig und auf Einzelschicksale darf man keine Rücksicht nehmen, um die große Vision vom Reichtum für alle voranzutreiben.

Bastel

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Antw:Was passiert wenn der Mindestlohn auf 12 Euro steigt?
« Antwort #59 am: 12.06.2019 12:32 »
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Ich sehe an der Innenstadt, wie seit der Einführung des Mindestlohns selbst die Ein-Euroläden, Sonnenstudios, Imbissbuden und Tattoostudios reihenweise dicht machen. Uhrmacher, Schustereien, Schneidereien, Buchhandlungen, Kinos verschwinden und lassen Ruinen zurück.
Es gibt keine hauptberuflichen Landwirte mehr hier in der Gegend, weil der Beruf der Magd/des Knechts wegen zu hoher Lohnkosten fast völlig ausgestorben ist und der eigene Nachwuchs andere Wege geht.

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Ich wusste garnicht das schrottige 1€ Läden, Tattoostudios und irgendwelche Imbissbuden zur deutschen Kultur gehören. Du hast noch die Spielotheken vergessen.
Die Handwerker haben die Chance sich zu spezialisieren und können auch dementsprechend ihre Preise anpassen. Es gibt auch noch in Deutschland Menschen die für Qualität extra bezahlen. Genauso kosten Landwirtschaftliche Produkte aus Deutschland etwas mehr. Der Markt regelt es.

Warum soll ich mit meinen Abgaben die Selbstverwirklichungswünsche anderer finanzieren?