Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 285694 times)

narf

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2400 am: 18.09.2020 01:54 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2401 am: 18.09.2020 07:09 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575

Vor allem: „ In einer ergänzenden Entschließung betonen die Koalitionsfraktionen, mit den Neuregelungen solle gewährleistet werden, dass die Kommunen "ihrer Rolle als wichtigster öffentlicher Investitionsträger" trotz der Krise weiterhin gerecht werden können.“

Hätten wir jetzt noch Personal, dann könnten wir das Geld auch noch verbauen, so kommt es erst in ein paar Jahren an. Es ist ja nicht so, dass wir nichts zu tun hätten mit knapp 65% besetzten Stellen im Baubereich...

xirot

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« Antwort #2402 am: 18.09.2020 08:17 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575

Ob Verdi fähig ist damit bei den Verhandlungen das Corona Argument der AG Seite als Fake News zu behandeln und entsprechend zu ignorieren? :D

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2403 am: 18.09.2020 08:23 »
Naja, die eigentlichen und besten Argumente, die im Gegensatz zur „Corona-Anerkennung“ auch Argumente sind hat der dbb nun selbst verlautbart:

https://www.dbb.de/teaserdetail/artikel/kommunal-verwaltung-das-fundament-des-staates-broeckelt.html

Es fehlt Personal, man ist nicht wettbewerbsfähig und eine längere Nullrunde schreckt mögliche Bewerber ab.
Hinzu kommt, dass die zukünftigen Bundesregierungen von der schwarzen Null Abstand nehmen müssen und auf Wachstumspolitik umstellen, da ansonsten die durch die Demografie anfallenden Mindereinnahmen und Kosten nicht auszugleichen sind. Insbesondere deswegen wäre auch eine lange Laufzeit kontraproduktiv.

Schokobon

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« Antwort #2404 am: 18.09.2020 08:35 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575
Gewerkschaftsforderung direkt auf 8,4% für ein Jahr erhöhen

Britta2

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« Antwort #2405 am: 18.09.2020 10:14 »
Sei nicht so gierig. Nimm dir ein Beispiel. Tarifeinigung VERDI zu DB.
Bis 1,5% und keine Kündigungen bis 2023. Vorbildlich.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-evg-tarifeinigung-101.html

kommunalhesse

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« Antwort #2406 am: 18.09.2020 10:19 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575

Das kommt doch bei vielen Kommunen gar nicht an. Hartz-IV-Empfänger haben wir in unserer kleinen Kommune nur sehr wenig, das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Genauso die Erstattung der Gewerbesteuerausfälle. In kleinen Kommunen mit nur wenig und kleinem Gewerbe machen die Einnahmen den Bock ohnehin nicht fett, die Ausfälle sind noch zu verschmerzen und die Hilfen vom Bund können da das Ruder nicht rum reißen.

Viel härter treffen die Kommunen die Ausfälle beim Gemeindeanteil der Einkommenssteuer. DAs tut wirklich weh und hier gibt es keinerlei Kompensation.

Mithin taugen diese "Entlastungen" genauso wenig als Argument für Lohnerhöhungen wie die Corona-Krise als Argument dagegen taugt.

Wdd3

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« Antwort #2407 am: 18.09.2020 10:45 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575

Vor allem: „ In einer ergänzenden Entschließung betonen die Koalitionsfraktionen, mit den Neuregelungen solle gewährleistet werden, dass die Kommunen "ihrer Rolle als wichtigster öffentlicher Investitionsträger" trotz der Krise weiterhin gerecht werden können.“

Hätten wir jetzt noch Personal, dann könnten wir das Geld auch noch verbauen, so kommt es erst in ein paar Jahren an. Es ist ja nicht so, dass wir nichts zu tun hätten mit knapp 65% besetzten Stellen im Baubereich...

Wie viele Milliarden sparen die Kommunen eigentlich durch die nicht besetzten Stellen? Mal ganz grob geschätzt gebe man 50% davon in eine Gießkanne, rechne es prozentual um und jeder von uns hat locker 10% mehr. Das ganze ohne Lohnerhöhung kann dann da der Inflationsausgleich Fehlt als Minusrunde verkauft werden. 8) Trozdem sind alle glücklich. :D

Kühlschrank

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« Antwort #2408 am: 18.09.2020 10:45 »
Als Probleme sind gelöst, der Bund schafft den Kommunen die finanzielle Freiheit für die Tariferhöhung: https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-bundestag-beschliesst-entlastungen-fuer-kommunen-a-22f4c3f7-f513-4dc9-98a4-481b6829b575


Mithin taugen diese "Entlastungen" genauso wenig als Argument für Lohnerhöhungen wie die Corona-Krise als Argument dagegen taugt.

Richtig, als würde der VKA jetzt auf einmal sagen, achja wie schön, dann können wir den Forderungen ja in vollem Umfang zustimmen.

Otto1

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« Antwort #2409 am: 18.09.2020 13:34 »
Sei nicht so gierig. Nimm dir ein Beispiel. Tarifeinigung VERDI zu DB.
Bis 1,5% und keine Kündigungen bis 2023. Vorbildlich.
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bahn-evg-tarifeinigung-101.html

Lächerlich. Die suchen doch händeringend Leute und der Bund will massiv in die Bahn investieren.

Ingenieur

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« Antwort #2410 am: 18.09.2020 14:41 »
Geld ist mehr als genug vorhanden. Es wird auch ausgegeben. Nur in die eigenen Mitarbeiter wird nicht investiert. Daran erkennt man eine schlechte Unternehmensführung. Aber die verantwortlichen AG haben wahrscheinlich auch keinen Grund viel zu bieten. Ich habe vor Jahren den ÖD verlassen weil der ÖD zu wenig zahlt und rückständig ist. Ich habe jedoch das Gefühl das man den meisten AN im ÖD das Gehalt halbieren könnte und sie würden trotzdem weiterhin tagtäglich zur Arbeit kommen. Daher wird sich leider nichts ändern in den nächsten Jahren. Das sind schlechte Aussichten nicht nur für die Beschäftigten des ÖD sondern auch für die Bürger die geeignete und motivierte Ansprechpartner in den Rathäusern benötigen. Leider werden inein paar Jahren wohl nur noch diejenigen im ÖD arbeiten, die für andere Bereiche nicht zu gebrauchen waren . Sehr traurig.....

Yasper

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« Antwort #2411 am: 18.09.2020 14:45 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."

Ulrich Mägde

Ingenieur

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« Antwort #2412 am: 18.09.2020 14:50 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."


Ulrich Mägde


Passat zu meinem Beitrag, leider....

Meteor

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« Antwort #2413 am: 18.09.2020 15:04 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."

Ulrich Mägde

Ich finde diese komische zahlenjongliererei immer lustig. Besonders dann, wenn man kalkulatorische Kosten mit echten Aufwänden verwechselt. Generell haut das mit Mathe und Politikern nicht immer gut hin :)

Otto1

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« Antwort #2414 am: 18.09.2020 15:23 »
Laut Ulrich Mägde läuft alles... man braucht den öff. Dienst nicht atraktiver zu machen...

https://kommunal.de/tarifverhandlungen-interview

"Zudem zeigt allein die steigende Zahl an Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst – seit 2008 stieg deren Zahl um 15,8 Prozent auf mittlerweile rund 2,3 Millionen – dass wir attraktive Arbeitgeber sind."

"Die von den Gewerkschaften erzählte Geschichte der 2,4 Millionen Helden, diese Überhöhung der zweifellos sinnstiftenden Arbeit, ist schlicht falsch."

Ulrich Mägde

Das Witzige ist ja, dass gleich unter seinem Interview folgender Artikel beworben wird:

Nachwuchsmangel: Geister-Rathaus ohne Mitarbeiter?
11. APRIL 2019
„In Deutschlands Rathäusern droht der personelle Ausverkauf. Fast 60 Prozent der Beschäftigten werden in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, Nachwuchs ist kaum noch zu bekommen.“

„ Schon jetzt können Stellen nur schwer besetzt werden – mit negativen Folgen für die Leistungsfähigkeit und das fachliche Know-how der Kommunen. Zukünftig könnten nicht nur klassische, verwaltungstechnische Bürgeranliegen länger liegen bleiben. Auch in anderen Bereichen – Forst, Grünflächen, Abwasser, Bauen, Elektrik oder Sozialarbeit – könnte es zunehmend eng werden.“

„Hoch qualifizierte Dienstleistungen wie die von IT-lern, Ärzten oder Ingenieuren können die Städte schon jetzt nur noch als externe Dienstleistung einkaufen.“

https://kommunal.de/nachwuchsmangel-newsletter-print


Es sollte aber auch jemanden in den Behörden geben der weiß was er ausschreibt, oder man macht es wie unser Nachbar-Landkreis: Dienstleister ausschreiben, der die eigentliche Dienstleistung ausschreibt. Kostet nochmal dick extra Patte und man wird übern Tisch gezogen.  >:(