Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 285618 times)

Pham Nuwen

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2715 am: 24.09.2020 12:27 »
Das kann ich nicht fassen. In Zeiten der Bankenkrise wurden diese mit Milliardenbeiträgen gerettet. Oder jetzt TUI und Lufthansa.

Äpfel mit Birnen sind auch schlecht zu fassen. Wenn der Rasen bei den Banken so grün ist oder das gelobte Land auf einem Flughafen-Vorfeld liegt – warum nicht wechseln?

Die Gewerkschaften wollen mal wieder die Gießkanne in Bereichen schwenken, die nach Marktwert längst gesättigt sind. Wäre natürlich schön, die AG würden auch mal pro-aktiv mit Angeboten für die wirklich gefragten Spezialisten um die Ecke kommen ...

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2716 am: 24.09.2020 12:32 »
Dass die Laufzeit Bund und Kommunen nicht genau zu den Bundestagswahlen enden wird war wohl klar.
Noch eine günstige Verhandlungsposition, die die Gewerkschaft nicht im Stande sein wird auszuspielen.

Die Gewerkschaften haben in dieser Tarifrunde die einmalige Chance, tatsächlich Einfluß auf das Tarifergebnis zu nehmen. Die Bevölkerung ist nicht bereit, nochmals wochenlange Einschränkungen hinzunehmen. Wenn jetzt nochmal die Kita, die Kfz-Zulassung, Krankenhäuser, das Bürgeramt... über Wochen geschlossen bleiben und der Müll nicht abgeholt wird, kippt die Stimmung. Dann werden von unzufriedenen Bürgern Scheiben eingeworfen, Reifen zerstochen, Müllcontainer oder schlimmeres angezündet. Den Gewerkschaften kann das egal sein - den AG auch?

Kann das denn irgendjemand ernsthaft wollen? Die Gewerkschaften sollen tatsächlich Einfluss auf das Tarifergebnis nehmen? Sollen "günstige Verhandlungspositionen" ausspielen? Also, mal überspitzt gesagt, Angleichung der EG 1-9a an die EG 9b-15, alle verdienen das selbe ;-)

Man kann nur hoffen, dass diese Versager in Warnwesten weiterhin das tun, was sie immer tun: Versagen.
Und dass, wie bei der letzten Runde auch, der Bund auf den Tisch haut, sagt was Phase ist und entsprechende Lösungen zielgerichtet durchboxt. Dann wird auch VKA-Uli nicht mehr rum poltern sondern die Zeichen der Zeit erkennen.

Naja, dem Bund bzw. Herrn Seehofer sind die Probleme, gerade was die gesuchten Fachkräfte angeht immerhin wohl bekannt. Er hat bei der DBB Jahrestagung gesagt, dass die Bürger die Ankündigungen leid sind und darauf schauen, ob es auch gemacht wird. Dazu bräuchte man Fachpersonal. Hier stehe man im scharfen Wettbewerb mit der Privatwirtschaft und müsse attraktiver werden. Dazu strebe er wie in der vergangen Tarifrunde insbesondere strukturelle Verbesserungen an. Das war am 6.1. vor Corona (https://youtu.be/n5KCLrKkcF4). Die Probleme sind jedoch die selben bzw. haben sich zum Teil noch verschärft: https://www.welt.de/wirtschaft/article216402502/Bertelsmann-Wegen-zwei-Effekten-droht-Deutschland-die-globale-Aussenseiterrolle.html#Comments

Der Staat muss investieren, hat jedoch nicht die Voraussetzungen es auszugeben. Will er Breitband, Mobilfunk, die Digitalisierung der Verwaltung und Schulen, so kann er nicht nur Geld darauf werfen und die Dinge ankündigen sondern es muss auch „gemacht“ werden. Dafür benötigt man aber Personal das man nicht hat und auch mit den bestehenden Gehaltsstrukturen nicht bekommt.

Dementsprechend hoffe ich hier auf den Bund. Verdi ist ja nur Statist in der Komödie.

Britta2

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« Antwort #2717 am: 24.09.2020 12:43 »
Wer seinen Dienst nicht nach Vorschrift erledigt, ist unbrauchbarer Ausschuß.

Stimmt. Dienst nach Vorschrift und kein Mehr wird gewünscht. Anderer Begriff dafür:  Beamtenmikado. Ziel: innere Kündigung. Wer mehr kann und will, der stört.

Spid

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« Antwort #2718 am: 24.09.2020 12:55 »
Mir erschließt sich kein Zusammenhang zwischen Deinen Ausführungen und den meinigen, die Du zitiert hast.

WasDennNun

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« Antwort #2719 am: 24.09.2020 13:04 »
Wer seinen Dienst nicht nach Vorschrift erledigt, ist unbrauchbarer Ausschuß.

Die Entgeltzahlung erfolgt bereits grundsätzlich im Nachhinein.

Wie Du selbst ausführst, sind Arbeitsleistungen der Vergangenheit unbrauchbar für eine Prognose.
Richtig und aufgrund von schlechter Bezahlung kann ja sogar die individuelle Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sinken.

Otto1

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« Antwort #2720 am: 24.09.2020 13:12 »
Wer seinen Dienst nicht nach Vorschrift erledigt, ist unbrauchbarer Ausschuß.

Die Entgeltzahlung erfolgt bereits grundsätzlich im Nachhinein.

Wie Du selbst ausführst, sind Arbeitsleistungen der Vergangenheit unbrauchbar für eine Prognose.
Richtig und aufgrund von schlechter Bezahlung kann ja sogar die individuelle Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter sinken.

Nein, die individuelle Leistungsfähigkeit bleibt nach wie vor gegeben, nur die Motivation die volle Leistungsfähigkeit abzurufen sinkt.

CmdrMichael

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2721 am: 24.09.2020 13:36 »
Die Tatsache, daß jemand seine Arbeitsleistung in der Vergangenheit erbracht hat, ist keines. Daß jemand in der Vergangenheit seine Arbeitsleistung auch unter vorgeblich oder tatsächlich schwierigeren Umständen erbracht hat, zeigt hingegen eher, daß das Entgelt ausreichend ist, um auch besondere Belastungen auszugleichen.
Halte ich so für nicht haltbar. Wieso gibt es dann z.B. das Element von Prämien, bzw. LOB bei TBs?
Was du dabei vergisst, ist, dass AN auch mal in Vorleistung gehen können, bzw. bei in besonderen Situationen, auch mal mehr leisten als sie eigentlich müssten.
Das sollte von einem guten Arbeitgeber auch honoriert werden, das nennt sich Wertschätzung und fehlende Wertschätzung ist Kündigungsgrund Nummer 1. (https://www.karriere.de/mein-naechster-job/jobwechsel-warum-beschaeftigte-wirklich-kuendigen/24197480.html)

2strong

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« Antwort #2722 am: 24.09.2020 13:38 »
Bei LOB werden ja häufig konkrete Ziele für das betreffende Jahr vereinbart.

Spid

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« Antwort #2723 am: 24.09.2020 13:49 »
Die Tatsache, daß jemand seine Arbeitsleistung in der Vergangenheit erbracht hat, ist keines. Daß jemand in der Vergangenheit seine Arbeitsleistung auch unter vorgeblich oder tatsächlich schwierigeren Umständen erbracht hat, zeigt hingegen eher, daß das Entgelt ausreichend ist, um auch besondere Belastungen auszugleichen.
Halte ich so für nicht haltbar. Wieso gibt es dann z.B. das Element von Prämien, bzw. LOB bei TBs?
Was du dabei vergisst, ist, dass AN auch mal in Vorleistung gehen können, bzw. bei in besonderen Situationen, auch mal mehr leisten als sie eigentlich müssten.
Das sollte von einem guten Arbeitgeber auch honoriert werden, das nennt sich Wertschätzung und fehlende Wertschätzung ist Kündigungsgrund Nummer 1. (https://www.karriere.de/mein-naechster-job/jobwechsel-warum-beschaeftigte-wirklich-kuendigen/24197480.html)

Bei LOB wird vorher eine Leistung vereinbart, die bei Erfüllung eine Zahlung auslöst.

Wertschätzung drückt sich in Geld oder sonstigen materiellen Gütern aus - alles andere ist ohne Wert, siehe Balkonklatschertum, also der moderne "Held der Arbeit".

Dein Argument ist also, weil während Corona Leute getan haben, wofür sie bezahlt wurden, stünde dies in irgendeinem Zusammenhang zur zukünftigen tariflichen Entgeltentwicklung oder bedürfte gar selbst einer zusätzlichen Entlohnung? Wofür wurden sie dann bezahlt?

was_guckst_du

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« Antwort #2724 am: 24.09.2020 14:22 »
Mir erschließt sich kein Zusammenhang zwischen Deinen Ausführungen und den meinigen, die Du zitiert hast.

...der fehlende Zusammenhang kommt bei dieser Userin öfter vor... 8)
Gruß aus "Tief im Westen"

Meine Beiträge geben grundsätzlich meine persönliche Meinung zum Thema wieder und beinhalten keine Rechtsberatung. Meistens sind sie ernster Natur, manchmal aber auch nicht. Bei einer obskuren Einzelfallpersönlichkeit antworte ich auch aus therapeutischen Gründen

Admin

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2725 am: 24.09.2020 14:38 »
Postings entfernt wegen sehr unangemessener Wortwahl.

Bitte um Mäßigung - trotz hitziger Diskussion!

Arno-Nühm

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« Antwort #2726 am: 24.09.2020 15:14 »
LOB ist doch genauso eine Verarsche am AN wie diese Vermögenswirksamen Leistungen oder Jubiläumsprämien! Ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn man das überhaupt so nennen kann...

In richtiger Form angewendet sicherlich sinnvoll. Aber auch hieran erkennt man die Wertschätzung des AG gegenüber seinen AN!

Kryne

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« Antwort #2727 am: 24.09.2020 15:15 »
...
Dementsprechend hoffe ich hier auf den Bund. Verdi ist ja nur Statist in der Komödie.

Das ist auch meine letzte Hoffnung, aber ich glaube auch da brauchen wir uns nix vormachen diesmal.

Der Bund wird diese Gelegenheit sicher nutzen mal alle Probleme etwas vor sich herzuschieben und sich hinter den Kommunen zu verstecken in dieser Runde.

Alle Probleme kann man die nächsten 2 Jahren eh noch auf Corona schieben.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2728 am: 24.09.2020 15:22 »
Aber auch hieran erkennt man die Wertschätzung des AG gegenüber seinen AN!
Oder die Unfähigkeit der Führungskräfte / Personalabteilungen

Max

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #2729 am: 24.09.2020 15:45 »
Wer hier würde denn kündigen,  wenn es dieses Jahr Nullrunde und für die nächsten Jahre je 0,5% gäbe? 
Wenn das nicht eine signifikante Anzahl an Beschäftigten ist,  gegebenenfalls aufgegliedert nach EG oder Beruf, dann sind wir doch bereits jetzt ausreichend bezahlt!

Bei uns hat sich aufgrund von Corona die Bewerberlage für technische Berufe enorm verbessert und selbst gutbezahlte Angestellte aus der Industrie finden den öD plötzlich interessant. In der Wirtschaft scheint es kühl zu werden.

Weg mit der Gieskanne und die Milliarden in die Personalhaushalte um gezielt hohe Zulagen, falls nötig,  für Rekrutierung und Bleibeverhandlungen auszugeben.