Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 285823 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3000 am: 02.10.2020 22:10 »
Nein, das würde den Begriff der Verfassungsfeindlichkeit verkennen.

superbraz

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3001 am: 05.10.2020 13:43 »
was hat denn diese sinnlos-diskusstion mit dem eigentlichen thema zu tun?
ich hab weder lust, die mit hoch wissenschaftlichem wortschatz verfassten beiträge zu lesen, noch sehe ich einen bezug zur diskussion bez. tarifrunde...

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3002 am: 05.10.2020 13:48 »
Jemand brachte „faire“ Arbeitszeiten ein, weshalb zu eruieren war, welche das sein könnten.

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3003 am: 05.10.2020 15:12 »
Spid ist der Beste.  :D

Gibts eigentlich ein Merchandising?

Novus

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3004 am: 05.10.2020 16:29 »
"Dazu trifft der TVöD naheliegenderweise keine Regelung"

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3005 am: 05.10.2020 18:21 »
Spid ist der Beste.  :D


Bitte.... Schon mal von "K" gehört???

Ramirez

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3006 am: 05.10.2020 19:06 »
...
Perspektive sieht anders aus.

Im Ergebnis dessen und vorheriger Runden kann ich in meinem Umfeld feststellen, dass vor allem die jüngeren Kollegen doch etwas resignieren und die mit der Entgeltentwicklung der letzten Jahre einhergehenden limitierten Lebenschancen aufs Gemüt schlagen ...

Das sehe ich als das Hauptproblem, was sich aber mit ein bisschen % Verschiebung nicht lösen lässt.
Es ist mir unbegreiflich wie die Städte München, Düsseldorf, Köln... überhaupt noch Ingenieure bekommen können. Durch die extreme Verdichtung der letzten paar Jahre kostet das familientaugliche Reihenhaus dort mittlerweile Summen die ohne Erbschaft nie zu stemmen sind. Dem 26 jährigen, der als Ing. ja nun mal ein bisschen rechnen kann, ist doch direkt klar, das eine Familiengründung perspektivlos ist, es sei denn er will sein ganzes Leben auf H IV Niveau wohnen. Die ernsthafte Frage, warum man überhaupt arbeiten soll, stellt sich dann.

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3007 am: 05.10.2020 19:32 »
"Dazu trifft der TVöD naheliegenderweise keine Regelung"

 8)

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3008 am: 05.10.2020 19:44 »
...
Perspektive sieht anders aus.

Im Ergebnis dessen und vorheriger Runden kann ich in meinem Umfeld feststellen, dass vor allem die jüngeren Kollegen doch etwas resignieren und die mit der Entgeltentwicklung der letzten Jahre einhergehenden limitierten Lebenschancen aufs Gemüt schlagen ...

Das sehe ich als das Hauptproblem, was sich aber mit ein bisschen % Verschiebung nicht lösen lässt.
Es ist mir unbegreiflich wie die Städte München, Düsseldorf, Köln... überhaupt noch Ingenieure bekommen können. Durch die extreme Verdichtung der letzten paar Jahre kostet das familientaugliche Reihenhaus dort mittlerweile Summen die ohne Erbschaft nie zu stemmen sind. Dem 26 jährigen, der als Ing. ja nun mal ein bisschen rechnen kann, ist doch direkt klar, das eine Familiengründung perspektivlos ist, es sei denn er will sein ganzes Leben auf H IV Niveau wohnen. Die ernsthafte Frage, warum man überhaupt arbeiten soll, stellt sich dann.

 In Köln sind bereits seit langem Stellen im Bereich der Bauingenieure/Techniker/Informatiker vakant.

Der Pöbel beschwert sich bereits in Google Rezessionen, dass die Bearbeitung von Anträgen rund zwei Jahre dauert. Wenn die wüssten dass dort bald viele in Rente gehen. Oder bei den anderen Tief- und Hochbaubehörden...




AndreasG

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3009 am: 05.10.2020 21:40 »
Ich habe für mich jetzt nach 5 Monaten öffentlichem Dienst den Entschluss gefasst so schnell es geht wieder zurück zur fW zu gehen.

Was im Vorfeld versprochen wurde wird nicht eingehalten.

Homeoffice? Gibt es natürlich. Aaaaaber nur in Einzelfällen wenn zb das Kind krank ist.
Weiterbildungen? Gibt es natürlich. Wenn wir mal Budget haben. Ein Technologiewechsel stattfindet und gleichzeitig Mond, Sonne und Merkur auf einer Linie stehen.
Gehalt? Wir gruppieren die Krankenschwester die einen Projektmanagment Kurs gemacht hat auf E14 ein. Wie ihr Softwareentwickler wollt mehr Geld? Geht nicht. Tarifvertrag und so...
Arbeitsbedingungen? Was interessiert uns die Arbeitsstättenverordnung. Unsere Aufsichtsbehörde ist gleichzeitig unsere nächst höhere Behörde.
Führungspositionen? Klar kann man sich drauf bewerben. Ist aber sinnfrei wenn der Chef die Stelle unter der Hand schon seinen Spezis zugeschustert hat.

Ich habe letzte Woche vorgeschlagen den Techstack zu modernisieren um für die Anwender einen Mehrwert zu erzeugen und die Systemlandschaft zu verschlanken. "Vielleicht mal in 10 Jahren"

Nee sorry. Für mich ist der Drops erstmal gelutscht. Im ÖD muss es meiner Meinung erst noch viel viel schlimmer werden damit die Leute wach werden.

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3010 am: 05.10.2020 22:40 »
Ich habe für mich jetzt nach 5 Monaten öffentlichem Dienst den Entschluss gefasst so schnell es geht wieder zurück zur fW zu gehen.

Was im Vorfeld versprochen wurde wird nicht eingehalten.

Homeoffice? Gibt es natürlich. Aaaaaber nur in Einzelfällen wenn zb das Kind krank ist.
Weiterbildungen? Gibt es natürlich. Wenn wir mal Budget haben. Ein Technologiewechsel stattfindet und gleichzeitig Mond, Sonne und Merkur auf einer Linie stehen.
Gehalt? Wir gruppieren die Krankenschwester die einen Projektmanagment Kurs gemacht hat auf E14 ein. Wie ihr Softwareentwickler wollt mehr Geld? Geht nicht. Tarifvertrag und so...
Arbeitsbedingungen? Was interessiert uns die Arbeitsstättenverordnung. Unsere Aufsichtsbehörde ist gleichzeitig unsere nächst höhere Behörde.
Führungspositionen? Klar kann man sich drauf bewerben. Ist aber sinnfrei wenn der Chef die Stelle unter der Hand schon seinen Spezis zugeschustert hat.

Ich habe letzte Woche vorgeschlagen den Techstack zu modernisieren um für die Anwender einen Mehrwert zu erzeugen und die Systemlandschaft zu verschlanken. "Vielleicht mal in 10 Jahren"

Nee sorry. Für mich ist der Drops erstmal gelutscht. Im ÖD muss es meiner Meinung erst noch viel viel schlimmer werden damit die Leute wach werden.

Der öD ist von seiner Struktur her nicht dazu ausgelegt sich zu ändern. Er soll einfach nur seine Aufgabe für den Bürger erledigen. Wenn alles klappt und die Dienstleistung in den bestehenden Rahmenbedingungen ordnungsgemäß erbracht werden kann, dann ist alles in Ordnung.

Würde Microsoft nicht ab und an durch Zwangsupdates ein neues Betriebssystem oder Office einführen würden wir heute alle noch mit Windows 95 arbeiten. Genauso sieht es bei anderer Software aus. Deinen neuen "Techstack" bekommst du erst wenn du ihn brauchst um bspw. das OZG umzusetzen. Warum sollte man ansonsten Steuergeld dafür ausgeben? Selbiges gilt für Schulungen.

Davon mal abgesehen das dies in etwa der Lauf der Dinge im öD ist, lockt man heute keinen Absolventen mit einem solchen Modell in den öD. Der öD bewegt sich nur unter Zwang. Erst wenn es niemanden mehr gibt den man auf einen Stuhl setzen kann, dann macht man sich (aufgrund dieses Zwangs) Gedanken, wie man es anders machen kann.

Bzgl. deiner erwähnten "Versprechen": es zählt die Schriftform (auch in der fW). Wenn dir jemand etwas mündlich verspricht, dann kann er es auch wie ein "Erwachsener" in einen Vertrag schreiben. Wird dies verneint, dann hat das Gegenüber entweder nur heiße Luft abgelassen, oder er hat gar nicht die Kompetenzen dies zu entscheiden.

Das Gehalt ist jedem vorher bekannt. Wenn eine Stelle gemäß E11 zu besetzen ist, dann ist eine Stelle gemäß E11 zu besetzen. Aus dem Tarifvertrag gehen dann alle weiteren Regelungen hervor. Man muss sich vorher Fragen, ob einem das Entgelt ausreicht. Leistung "und alles geben" wird nicht gefordert und belohnt. Wenn man aufsteigen will muss man Klinken putzen.

Ingenieur

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #3011 am: 06.10.2020 07:09 »
Ich habe für mich jetzt nach 5 Monaten öffentlichem Dienst den Entschluss gefasst so schnell es geht wieder zurück zur fW zu gehen.

Was im Vorfeld versprochen wurde wird nicht eingehalten.

Homeoffice? Gibt es natürlich. Aaaaaber nur in Einzelfällen wenn zb das Kind krank ist.
Weiterbildungen? Gibt es natürlich. Wenn wir mal Budget haben. Ein Technologiewechsel stattfindet und gleichzeitig Mond, Sonne und Merkur auf einer Linie stehen.
Gehalt? Wir gruppieren die Krankenschwester die einen Projektmanagment Kurs gemacht hat auf E14 ein. Wie ihr Softwareentwickler wollt mehr Geld? Geht nicht. Tarifvertrag und so...
Arbeitsbedingungen? Was interessiert uns die Arbeitsstättenverordnung. Unsere Aufsichtsbehörde ist gleichzeitig unsere nächst höhere Behörde.
Führungspositionen? Klar kann man sich drauf bewerben. Ist aber sinnfrei wenn der Chef die Stelle unter der Hand schon seinen Spezis zugeschustert hat.

Ich habe letzte Woche vorgeschlagen den Techstack zu modernisieren um für die Anwender einen Mehrwert zu erzeugen und die Systemlandschaft zu verschlanken. "Vielleicht mal in 10 Jahren"

Nee sorry. Für mich ist der Drops erstmal gelutscht. Im ÖD muss es meiner Meinung erst noch viel viel schlimmer werden damit die Leute wach werden.

So war es bei mir auch. Mit der Zeit kann man sich diese Zustände nicht mehr geben.
Ich habe ein paar Jahre im ÖD verbracht. In der PW bemühen sich die AG noch um die Angestellten zu halten. Dieses Gefühl hat man im ÖD nun wirklich nicht. Ganz im Gegenteil wie man nun wieder sieht.
Aber solange es gut ausgebildete Leute gibt die es sich gefallen lassen wird sich nichts ändern. Traurig aber wahr...

Kryne

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« Antwort #3012 am: 06.10.2020 08:05 »
Ich habe für mich jetzt nach 5 Monaten öffentlichem Dienst den Entschluss gefasst so schnell es geht wieder zurück zur fW zu gehen.

Was im Vorfeld versprochen wurde wird nicht eingehalten.

Homeoffice? Gibt es natürlich. Aaaaaber nur in Einzelfällen wenn zb das Kind krank ist.
Weiterbildungen? Gibt es natürlich. Wenn wir mal Budget haben. Ein Technologiewechsel stattfindet und gleichzeitig Mond, Sonne und Merkur auf einer Linie stehen.
Gehalt? Wir gruppieren die Krankenschwester die einen Projektmanagment Kurs gemacht hat auf E14 ein. Wie ihr Softwareentwickler wollt mehr Geld? Geht nicht. Tarifvertrag und so...
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Ich habe letzte Woche vorgeschlagen den Techstack zu modernisieren um für die Anwender einen Mehrwert zu erzeugen und die Systemlandschaft zu verschlanken. "Vielleicht mal in 10 Jahren"

Nee sorry. Für mich ist der Drops erstmal gelutscht. Im ÖD muss es meiner Meinung erst noch viel viel schlimmer werden damit die Leute wach werden.

Da steckt viel Wahres drin leider.

Beim Homeoffice bin ich mal gespannt, was da das neue Gesetz bringen wird. Wenn tatsächlich ein Rechtsanspruch kommt, dann werde ich alle in Hebel in Bewegung setzen um diesen für mich auch durchzusetzen. Denn hier ist das wirklich reine Faulheit und "aus Prinzip" das Homeoffice nicht möglich ist.

Weiterbildungen gibt es  bei uns zum Glück so viele wir wollen. Nur bringt es mir oftmals wenig auf ne Weiterbildung zu gehen, dort gezeigt zu bekommen was technisch alles möglich ist durch Digitalisierung und dann hier damit gegen eine Wand zu laufen.

Gehalt brauchen wir nicht drüber reden. Ein Grundstück kostet hier inzwischen über 1000€ der m², da brauch ich nicht mal im Traum an ein Eigenheim denken ;)

Arbeitsbedingungen. Tja. Im Sommer ca. 35-40 Grad im Büro. Im Winter zieht es wie sau durch die undichten Fenster.

Führungsposition. Gibt's hier in meinem Bereich nur ein. Mein Chef. Den kann ich vielleicht mal beerben wenn er in Rente geht. Sollte ich die Stelle dann nicht bekommen, bin ich aber auch am nächsten Tag direkt weg.


Otto1

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« Antwort #3013 am: 06.10.2020 08:17 »
Eigentlich ist es traurig, dass sich höhere Verwaltungsangestellte, Bauingenieure und Informatiker, wenn sie im öD arbeiten, je nach Region kein Haus mehr kaufen/bauen können.

Wenn man Glück hat, hat man ein Haus geerbt, aber hier sind die Grundstückspreise auch mittlerweile über 1.000 € pro m2.

MrRossi

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« Antwort #3014 am: 06.10.2020 08:31 »
Eigentlich ist es traurig, dass sich höhere Verwaltungsangestellte, Bauingenieure und Informatiker, wenn sie im öD arbeiten, je nach Region kein Haus mehr kaufen/bauen können.

Wenn man Glück hat, hat man ein Haus geerbt, aber hier sind die Grundstückspreise auch mittlerweile über 1.000 € pro m2.
Es betrifft ja nicht nur die genannten Angestellten in der Region. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?