Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 377790 times)

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4365 am: 29.10.2020 18:29 »
Sorry, wegen dem erneuten Posting.

Ich wollte lediglich auf einen vorherigen Post antworten.
Es sind demokratisch legitimierte Gremien der Gewerkschaft welche die Entscheidungen treffen.

Ein Streik bei der nur 51% der Gewerkschaftsmitglieder streiken, wird die Arbeitgeber nur in wenigen Bereichen beeindrucken.

Seit Jahrzehnten wurde nicht einmal ein Versuch unternommen.

Kaiser80

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« Antwort #4366 am: 29.10.2020 19:11 »
Sorry, wegen dem erneuten Posting.


Mein Augen....

shenja

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4367 am: 29.10.2020 20:25 »
Ich kann mich an den letzten großen Streik erinnern,  da gab es die ÖTV noch. Bei Verdi kann ich mich an nix erinnern.  Bei der Komba erst recht nicht.

Sozialarbeiter

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4368 am: 29.10.2020 20:28 »
Wahrscheinlich reichen die Streikkassen nicht mal für 2 Wochen flächendeckenden Streik.

Bastel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4369 am: 29.10.2020 21:02 »
Für was wird den das ganze Geld verfeuert? Antifa und Steinewerferfahrten?

Maiden

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« Antwort #4370 am: 29.10.2020 21:51 »
sondern besteuert höhere Einkommen einfach stärker. (Insbesondere müssten also Einkommen aus Spekulationsgewinnen, Zinsen o.Ä. erst einmal wieder wie Arbeitseinkommen besteuert werden, da dies für die meisten besonders Wohlhabenden die primäre Einnahmequelle ist, die eben nur mit 25%+Soli besteuert wird, während die Fachkraft sich mit nem Grenzsteuersatz von 42% zufrieden geben muss.)

Hm, das belastet aber auch die Gering- und Mittelverdiener (nicht nur im ÖD), die in Zeiten von kaum mehr vorhandenen Zinsen für Bankguthaben auch auf solche Instrumente angewiesen sind, um sich eine private Altersvorsorge aufzubauen.

Ramirez

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« Antwort #4371 am: 29.10.2020 22:07 »
sondern besteuert höhere Einkommen einfach stärker. (Insbesondere müssten also Einkommen aus Spekulationsgewinnen, Zinsen o.Ä. erst einmal wieder wie Arbeitseinkommen besteuert werden, da dies für die meisten besonders Wohlhabenden die primäre Einnahmequelle ist, die eben nur mit 25%+Soli besteuert wird, während die Fachkraft sich mit nem Grenzsteuersatz von 42% zufrieden geben muss.)

Hm, das belastet aber auch die Gering- und Mittelverdiener (nicht nur im ÖD), die in Zeiten von kaum mehr vorhandenen Zinsen für Bankguthaben auch auf solche Instrumente angewiesen sind, um sich eine private Altersvorsorge aufzubauen.
Nein und nein.
Wer über 25% Lohnsteuer zahlt ist kein Geringverdiener mehr, wer darunter liegt würde bei Kapitaleinnahmen sogar entlastet.

Maiden

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« Antwort #4372 am: 29.10.2020 22:08 »
Ein Azubi Fachinformatik bekommt ca 1000€ Brutto oder knapp 800€ Netto jeden Monat während der Lehre.

Macht über die 3 Jahre Ausbildung 28.800€

Der Informatikstudent bekommt in dieser Zeit rein garnichts.

Woher leitet sich denn die hier vorherrschende Ansicht des Studenten ab, dass er das "verpasste Einkommen" aufholen muss/darf/soll? Der Student hat zwar kein Geld bekommen, aber ein Studium genossen, das insgesamt sicher auch mehrere zehntausend Euro gekostet hat:

https://www.derwesten.de/wirtschaft/was-ein-studienplatz-kostet-id4323964.html#:~:text=%E2%80%9E7000%20Euro%20kostet%20ein%20Studienplatz,Student%20ist%20jedoch%20gleich%20teuer.

Man möge mir die nicht sehr wissenschaftliche und etwas ältere Quelle verzeihen, für noch mehr Recherche fehlt mir gerade einfach die Zeit. Würde es wie in den USA laufen, hätte der Informatiker das Studium selbst bezahlt und dafür jetzt einen Berg Schulden. Der deutsche Staat ist aber so nett und bürdet ihm diese Kosten nicht direkt auf (später natürlich schon, indirekt durch Steuern), abgesehen von der Rückzahlung eventuell erhaltenen BAFÖGS.

Deshalb erachte ich deine ganzen Rechenbeispiele für absolut irrelevant.


SpotJ

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« Antwort #4373 am: 29.10.2020 22:11 »
Ein Azubi Fachinformatik bekommt ca 1000€ Brutto oder knapp 800€ Netto jeden Monat während der Lehre.

Macht über die 3 Jahre Ausbildung 28.800€

Der Informatikstudent bekommt in dieser Zeit rein garnichts.

Woher leitet sich denn die hier vorherrschende Ansicht des Studenten ab, dass er das "verpasste Einkommen" aufholen muss/darf/soll? Der Student hat zwar kein Geld bekommen, aber ein Studium genossen, das insgesamt sicher auch mehrere zehntausend Euro gekostet hat:

https://www.derwesten.de/wirtschaft/was-ein-studienplatz-kostet-id4323964.html#:~:text=%E2%80%9E7000%20Euro%20kostet%20ein%20Studienplatz,Student%20ist%20jedoch%20gleich%20teuer.

Man möge mir die nicht sehr wissenschaftliche und etwas ältere Quelle verzeihen, für noch mehr Recherche fehlt mir gerade einfach die Zeit. Würde es wie in den USA laufen, hätte der Informatiker das Studium selbst bezahlt und dafür jetzt einen Berg Schulden. Der deutsche Staat ist aber so nett und bürdet ihm diese Kosten nicht direkt auf (später natürlich schon, indirekt durch Steuern), abgesehen von der Rückzahlung eventuell erhaltenen BAFÖGS.

Deshalb erachte ich deine ganzen Rechenbeispiele für absolut irrelevant.


Der Akademiker zahlt mit seinem Grenzsteuersatz später die Kosten fürs Studium locker (!) wieder zurück. Außerdem ist dein Einwand für diese Rechnung absolut nicht von Belang. Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Maiden

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« Antwort #4374 am: 29.10.2020 22:12 »
Wer über 25% Lohnsteuer zahlt ist kein Geringverdiener mehr, wer darunter liegt würde bei Kapitaleinnahmen sogar entlastet.

Danke, ich hatte seinen Ansatz missverstanden.

Maiden

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« Antwort #4375 am: 29.10.2020 22:18 »
Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Das habe ich auch nirgends behauptet. Die Rechenbeispiele im von mir zitierten Post zielen auf den Gedanken ab, dass dem Studenten ein Nachteil entstanden ist und sollen zeigen wie lange es doch dauert, diesen auszugleichen.

Dem Studenten ist aber durch sein Studium kein Nachteil entstanden. Er hat sich bewusst dafür entschieden, ein eventuelles Azubi-Gehalt gegen ein Studium und ein höheres Gehalt nach dem Studium einzutauschen.

Nochmal: Ein höheres Gehalt für Personen mit Universitätsabschluss sehe ich auch als notwendig und richtig an, aber solche Rechenspiele sind völlig irrelevant.
« Last Edit: 29.10.2020 22:25 von Maiden »

SpotJ

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« Antwort #4376 am: 29.10.2020 22:21 »
Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Das habe ich auch nirgends behauptet. Die Rechenbeispiele im von mir zitierten Post zielen auf den Gedanken ab, dass dem Studenten ein Nachteil entstanden ist und sollen zeigen wie lange es doch dauert, diesen auszugleichen.

Dem Studenten ist aber durch sein Studium kein Nachteil entstanden.

Stimmt. Der Azubi bekommt keine Ausbildungsvergütung. Der Student bekommt sie.. Hatte ich verwechselt  ;)

Spid

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« Antwort #4377 am: 29.10.2020 22:22 »
Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Das habe ich auch nirgends behauptet. Die Rechenbeispiele im von mir zitierten Post zielen auf den Gedanken ab, dass dem Studenten ein Nachteil entstanden ist und sollen zeigen wie lange es doch dauert, diesen auszugleichen.

Dem Studenten ist aber durch sein Studium kein Nachteil entstanden.

Nochmal: Ein höheres Gehalt für Personen mit Universitätsabschluss sehe ich auch als notwendig und richtig an, aber solche Rechenspiele sind völlig irrelevant.
Natürlich sind sie das - weil Gehälter nicht am Reißbrett entstehen, sondern am Markt.

Maiden

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« Antwort #4378 am: 29.10.2020 22:23 »
Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Das habe ich auch nirgends behauptet. Die Rechenbeispiele im von mir zitierten Post zielen auf den Gedanken ab, dass dem Studenten ein Nachteil entstanden ist und sollen zeigen wie lange es doch dauert, diesen auszugleichen.

Dem Studenten ist aber durch sein Studium kein Nachteil entstanden.

Stimmt. Der Azubi bekommt keine Ausbildungsvergütung. Der Student bekommt sie.. Hatte ich verwechselt  ;)

??? Was auch immer du mir damit sagen willst

Von meiner Seite ist zum Post von AndreasG alles gesagt.
« Last Edit: 29.10.2020 22:31 von Maiden »

AndreasG

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« Antwort #4379 am: 30.10.2020 00:12 »
Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Das habe ich auch nirgends behauptet. Die Rechenbeispiele im von mir zitierten Post zielen auf den Gedanken ab, dass dem Studenten ein Nachteil entstanden ist und sollen zeigen wie lange es doch dauert, diesen auszugleichen.

Dem Studenten ist aber durch sein Studium kein Nachteil entstanden. Er hat sich bewusst dafür entschieden, ein eventuelles Azubi-Gehalt gegen ein Studium und ein höheres Gehalt nach dem Studium einzutauschen.

Nochmal: Ein höheres Gehalt für Personen mit Universitätsabschluss sehe ich auch als notwendig und richtig an, aber solche Rechenspiele sind völlig irrelevant.

Warum sollte der Einkommensverlust durch den späteren Berufseinstieg irrelevant sein?
Die längere Ausbildungsdauer sorgt ganz klar für einen Anfänglichen Einkommensverlust.
Wird dieser anfängliche Einkommensverlust nicht ausgeglichen wäre ein Studium nicht nur der schwerere Ausbildungsweg sondern wäre dann auch finanziell nachteilig.

Du hast doch vorgebracht dass die Akademikergehälter gedeckelt werden müssten weil ein Unterschied von 600€ Netto "absolut überzogen" wäre.

Und das Rechenbeispiel zeigt sehr deutlich dass ohne genügend große Einkommensunterschiede ein Studium für denjenigen der studiert einen finanziellen Verlust bedeutet.

Letztlich muss man einfach die Frage stellen "hü oder hott".

Wollen wir das sich Menschen für ein Studium entscheiden und durch ihr Wissen einen Beitrag leisten den ausgebildete Fachkräfte eben nicht leisten können dann muss nicht nur der Einkommensnachteil ausgeglichen werden sondern auch das Fachwissen entsprechend vergütet werden.

Der Markt macht das.

Die Idee dem Markt hier durch eine Deckelung der Akademikergehälter Beschränkungen aufzuerlegen würde nur dazu führen dass

a) viele Akademiker Deutschland verlassen weil die Einkommensdifferenz zwischen Deutschland und Hochlohnländern noch mehr ansteigt
b) kaum noch jemand studieren würde weil wenn man in Deutschland bleibt man vom Einkommen her einen Verlust fährt

Unterm Strich: Die Idee die Akademikergehälter zu deckeln ist idiotisch.