Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 370896 times)

AndreasG

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4410 am: 30.10.2020 22:42 »
Bei diesen Leuten muss aber ankommen dass sie in Deutschland bremsen können so viel sie wollen.

Diese Entwicklung wird kommen - gerade im Bürobereich - und dann sind wir entweder dank hochqualifizierter Arbeitnehmer mit vorne dabei diese Entwicklung zu treiben und davon zu profitieren, oder der Fortschritt wird anderswo gemacht und wir degradieren uns selbst zu zahlenden Konsumenten von Technik die anderswo gemacht wird.

Stonie

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4411 am: 01.11.2020 08:51 »
Nach dem Ansatz ein Studium ermöglicht später einen höheren Erwerbslohn müssten ca 70% aller Studiengänge gestrichen werden.

Bei den linguistischen fangen wir an dann zu den musischen Geschichte und Archäologie sind auch eher Hobby Studiengänge.... Usw.

JahrhundertwerkTVÖD

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4412 am: 01.11.2020 09:14 »
Auch die aufgeführten Studienrichtungen leisten ihren Beitrag für die Gesellschaft, auch wenn sie nicht entsprecjend vergütet werden.
Ist die Leistung eines Postwagenschubsers höher zu bewerten, als die eines Archäologens?
Nach der sozialistischen Weltanschauung von Verdi sind es vergleichbare Leistungen.
Alle sollen möglichst gleich wenig verdienen, unabhängig ihrer Leistung und Tätigkeit.
Sozialismus Pauschalen und höhere Prozente für die niedrigen Stufen, bei Kürzungen in den mittleren und oberen Stufen.

Dass der Sozialismus Gedanke nicht funktioniert, wurde ja in etlichen Ländern bewiesen.
Leistung zählt nicht mehr, Verantwortung will und wird auch keiner mehr übernehmen und der Postwagenschubser verdient ähnlich wie der Referatsleiter. Das macht Sinn.
Vor allem in der jetzigen Situation  wo ein absoluter Fachkräftemangel besteht, werden auch noch die letzten Leistungsträger verprellt und Stellen auf Dauer nicht mehr besetzt werden.

Hauptsache der Postwagenschubser fühlt sich wohl, zusammen mit den überbezahlten Verwaltungsangestellten .

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4413 am: 01.11.2020 09:38 »
Nach dem Ansatz ein Studium ermöglicht später einen höheren Erwerbslohn müssten ca 70% aller Studiengänge gestrichen werden.

Bei den linguistischen fangen wir an dann zu den musischen Geschichte und Archäologie sind auch eher Hobby Studiengänge.... Usw.

Ist das so? Nicholas Sokolow von Sotheby‘s dürfte als Kunsthistoriker in etwa doppelt soviel Jahresgehalt beziehen wie ich.

hoboboy

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4414 am: 01.11.2020 10:42 »
Ein Azubi Fachinformatik bekommt ca 1000€ Brutto oder knapp 800€ Netto jeden Monat während der Lehre.

Macht über die 3 Jahre Ausbildung 28.800€

Der Informatikstudent bekommt in dieser Zeit rein garnichts.

Woher leitet sich denn die hier vorherrschende Ansicht des Studenten ab, dass er das "verpasste Einkommen" aufholen muss/darf/soll? Der Student hat zwar kein Geld bekommen, aber ein Studium genossen, das insgesamt sicher auch mehrere zehntausend Euro gekostet hat:

https://www.derwesten.de/wirtschaft/was-ein-studienplatz-kostet-id4323964.html#:~:text=%E2%80%9E7000%20Euro%20kostet%20ein%20Studienplatz,Student%20ist%20jedoch%20gleich%20teuer.

Man möge mir die nicht sehr wissenschaftliche und etwas ältere Quelle verzeihen, für noch mehr Recherche fehlt mir gerade einfach die Zeit. Würde es wie in den USA laufen, hätte der Informatiker das Studium selbst bezahlt und dafür jetzt einen Berg Schulden. Der deutsche Staat ist aber so nett und bürdet ihm diese Kosten nicht direkt auf (später natürlich schon, indirekt durch Steuern), abgesehen von der Rückzahlung eventuell erhaltenen BAFÖGS.

Deshalb erachte ich deine ganzen Rechenbeispiele für absolut irrelevant.


Der Akademiker zahlt mit seinem Grenzsteuersatz später die Kosten fürs Studium locker (!) wieder zurück. Außerdem ist dein Einwand für diese Rechnung absolut nicht von Belang. Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

Spid

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« Antwort #4415 am: 01.11.2020 10:58 »
Der Arbeitsmarkt für Akademiker ist doch rosig. Gibt natürlich immer einen unvermittelbaren Bodensatz, der als Taxifahrer arbeiten muß oder selbst das nicht, weil er morgens schon besoffen ist, das ist aber nicht zu verallgemeinern. Davon ab:
Inwiefern ist „Pandemie-Bekäpfung“ Aufgabe von 82 Mio. Deutschen? Und wann genau wurde „Pandemie-Bekämpfung“ zur Aufgabe der BA?

Und was war jetzt mit den Unterlagen?

SpotJ

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« Antwort #4416 am: 01.11.2020 11:41 »
Ein Azubi Fachinformatik bekommt ca 1000€ Brutto oder knapp 800€ Netto jeden Monat während der Lehre.

Macht über die 3 Jahre Ausbildung 28.800€

Der Informatikstudent bekommt in dieser Zeit rein garnichts.

Woher leitet sich denn die hier vorherrschende Ansicht des Studenten ab, dass er das "verpasste Einkommen" aufholen muss/darf/soll? Der Student hat zwar kein Geld bekommen, aber ein Studium genossen, das insgesamt sicher auch mehrere zehntausend Euro gekostet hat:

https://www.derwesten.de/wirtschaft/was-ein-studienplatz-kostet-id4323964.html#:~:text=%E2%80%9E7000%20Euro%20kostet%20ein%20Studienplatz,Student%20ist%20jedoch%20gleich%20teuer.

Man möge mir die nicht sehr wissenschaftliche und etwas ältere Quelle verzeihen, für noch mehr Recherche fehlt mir gerade einfach die Zeit. Würde es wie in den USA laufen, hätte der Informatiker das Studium selbst bezahlt und dafür jetzt einen Berg Schulden. Der deutsche Staat ist aber so nett und bürdet ihm diese Kosten nicht direkt auf (später natürlich schon, indirekt durch Steuern), abgesehen von der Rückzahlung eventuell erhaltenen BAFÖGS.

Deshalb erachte ich deine ganzen Rechenbeispiele für absolut irrelevant.


Der Akademiker zahlt mit seinem Grenzsteuersatz später die Kosten fürs Studium locker (!) wieder zurück. Außerdem ist dein Einwand für diese Rechnung absolut nicht von Belang. Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

Eigentlich schon. Habe auch meinen Job verloren, aber anstatt rumzujammern bin ich dann auch mal offen für was neues und so findet man auch wieder was.

Was soll eigentlich die momentane Arbeitsmarktsituation mit dem grundlegend vorhandenen progressiven Steuersatz zu tun haben? Wir hatten 10 Jahre goldene Zeiten und die werden auch wiederkommen. Hier gibts manchmal echt komische Argumente..

Bastel

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« Antwort #4417 am: 01.11.2020 13:29 »
Ein Azubi Fachinformatik bekommt ca 1000€ Brutto oder knapp 800€ Netto jeden Monat während der Lehre.

Macht über die 3 Jahre Ausbildung 28.800€

Der Informatikstudent bekommt in dieser Zeit rein garnichts.

Woher leitet sich denn die hier vorherrschende Ansicht des Studenten ab, dass er das "verpasste Einkommen" aufholen muss/darf/soll? Der Student hat zwar kein Geld bekommen, aber ein Studium genossen, das insgesamt sicher auch mehrere zehntausend Euro gekostet hat:

https://www.derwesten.de/wirtschaft/was-ein-studienplatz-kostet-id4323964.html#:~:text=%E2%80%9E7000%20Euro%20kostet%20ein%20Studienplatz,Student%20ist%20jedoch%20gleich%20teuer.

Man möge mir die nicht sehr wissenschaftliche und etwas ältere Quelle verzeihen, für noch mehr Recherche fehlt mir gerade einfach die Zeit. Würde es wie in den USA laufen, hätte der Informatiker das Studium selbst bezahlt und dafür jetzt einen Berg Schulden. Der deutsche Staat ist aber so nett und bürdet ihm diese Kosten nicht direkt auf (später natürlich schon, indirekt durch Steuern), abgesehen von der Rückzahlung eventuell erhaltenen BAFÖGS.

Deshalb erachte ich deine ganzen Rechenbeispiele für absolut irrelevant.


Der Akademiker zahlt mit seinem Grenzsteuersatz später die Kosten fürs Studium locker (!) wieder zurück. Außerdem ist dein Einwand für diese Rechnung absolut nicht von Belang. Der Arbeitgeber hat nichts mit den Studienkosten zu tun, die der Staat tragen musste.

Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

Wo ist den das Problem? Wer Genderkacke oder Philosophie studiert, muss halt damit rechnen.

AndreasG

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« Antwort #4418 am: 01.11.2020 15:00 »
Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

In welchem Bereich in dem es vorher für Akademiker gut gelaufen ist solle es denn jetzt schlecht aussehen?

Die Mangelbereiche (IT, Ingenieure, Architekten, Ärzte) sind weiter gefragt wie eh und je.

SpotJ

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« Antwort #4419 am: 01.11.2020 16:09 »
Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

In welchem Bereich in dem es vorher für Akademiker gut gelaufen ist solle es denn jetzt schlecht aussehen?

Die Mangelbereiche (IT, Ingenieure, Architekten, Ärzte) sind weiter gefragt wie eh und je.

Im klassischen Maschinenbau, Anlagenbau der sehr Abhängig vom Export ist merkt man das gerade schon deutlich. Aber um sowas als Argument in diesem Kontext umzubauen muss man schon echt kreativ sein. Vielleicht erlangt man diese Kreativität im Studiengang "Chinesische Malerei"..

Bastel

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« Antwort #4420 am: 01.11.2020 20:20 »
Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

In welchem Bereich in dem es vorher für Akademiker gut gelaufen ist solle es denn jetzt schlecht aussehen?

Die Mangelbereiche (IT, Ingenieure, Architekten, Ärzte) sind weiter gefragt wie eh und je.

Im klassischen Maschinenbau, Anlagenbau der sehr Abhängig vom Export ist merkt man das gerade schon deutlich. Aber um sowas als Argument in diesem Kontext umzubauen muss man schon echt kreativ sein. Vielleicht erlangt man diese Kreativität im Studiengang "Chinesische Malerei"..

Gerade diese Bereiche haben in den letzten Jahren fett abgesahnt. Und jetzt bekommen Sie den Popo noch mit bis zu 87% Kurzarbeitergeld geleckt. Es gibt wirklich schlimmeres.

JahrhundertwerkTVÖD

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« Antwort #4421 am: 01.11.2020 21:30 »
Dann kennst du den Arbeitsmarkt für Akademiker momentan aber nicht...

In welchem Bereich in dem es vorher für Akademiker gut gelaufen ist solle es denn jetzt schlecht aussehen?

Die Mangelbereiche (IT, Ingenieure, Architekten, Ärzte) sind weiter gefragt wie eh und je.

Im klassischen Maschinenbau, Anlagenbau der sehr Abhängig vom Export ist merkt man das gerade schon deutlich. Aber um sowas als Argument in diesem Kontext umzubauen muss man schon echt kreativ sein. Vielleicht erlangt man diese Kreativität im Studiengang "Chinesische Malerei"..

Gerade diese Bereiche haben in den letzten Jahren fett abgesahnt. Und jetzt bekommen Sie den Popo noch mit bis zu 87% Kurzarbeitergeld geleckt. Es gibt wirklich schlimmeres.

Ja, z.B. den öffentlichen Dienst

jans

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« Antwort #4422 am: 01.11.2020 22:11 »
Wieso diskutiert eigentlich nahezu niemand im verdi.Mitgliedernetz über das Ergebnis?

Spid

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« Antwort #4423 am: 01.11.2020 22:19 »
Wer ist denn Verdi-Mitglied? Und warum? Und können die überhaupt Computer bedienen?

Sozialarbeiter

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« Antwort #4424 am: 01.11.2020 22:22 »
Wieso diskutiert eigentlich nahezu niemand im verdi.Mitgliedernetz über das Ergebnis?
Das Mitgliedernetz von Verdi ist ziemlich unübersichtlich und alles andere als schön...