Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 92976 times)

Kryne

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #810 am: 06.07.2020 08:20 »

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Ich finds echt amüsant wie alle immer die Diplome hochloben :D

Als ob es da wirklich einen so riesigen Unterschied geben würde. Ok vielleicht im Bereich der absolut theoretischen Forschung in der Biochemie, Kernphysik oder so mag das vielleicht so sein.

In der Praxis (für den Kommunalen Bereich sind hier Architektur, Ingenieurwesen und Informatik relevant) lernt man die wichtigen Dinge sowieso erst im Beruf. Das was man in der Uni mal für eine Prüfung in den Kopf gewürgt hat spielt am Ende kaum noch eine Rolle.

Vor allem im Baubereich stößt man ständig auf Probleme, auf die einen die Uni nicht vorbereitet hat, sei es ein Bachelor, Master oder ein Diplom. Man lernt die Sachen auf die es ankommt einfach erst im Job. Das Studium vermittelt einem die Grundlagen und das wars.

Gezielte Weiterbildungen in wirklich wichtigen Bereichen ist später auch noch wichtig. Vergaberecht z.B. ist im Studium (wenn überhaupt) mal ein kurzer Stichpunkt, egal ob Bachelor oder Diplom. Da sollte ich dann so oder so eine Fortbildung machen in dem Bereich.

Regelwerke ändern sich auch ständig, auch hier solle man sich fortbilden. Da spielt es auch keine Rolle was man mal auf dem Zettel von der Uni stehen hatte.


Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #811 am: 06.07.2020 08:22 »
Ich sehe immer nur Threads, in denen Du themenfremd rumheulst, wie themenfremd es doch sei.

Warumdendas

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WasDennNun

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #813 am: 06.07.2020 09:05 »
Ich finds echt amüsant wie alle immer die Diplome hochloben :D

Als ob es da wirklich einen so riesigen Unterschied geben würde. Ok vielleicht im Bereich der absolut theoretischen Forschung in der Biochemie, Kernphysik oder so mag das vielleicht so sein.
Da ist es natürlich zwingende Voraussetzung
Zitat
In der Praxis (für den Kommunalen Bereich sind hier Architektur, Ingenieurwesen und Informatik relevant) lernt man die wichtigen Dinge sowieso erst im Beruf. Das was man in der Uni mal für eine Prüfung in den Kopf gewürgt hat spielt am Ende kaum noch eine Rolle.
Im Bereich Informatik absolut falsch.
Insbesondere erlebe ich immer wieder wie die nicht "wiss." Ausgebildeten einen groben Mangel im schnelle Erfassen von komplexen Sachverhalten haben. Und vom fehlendem Abstraktionsvermögen will ich nicht reden.
Zitat
Vor allem im Baubereich stößt man ständig auf Probleme, auf die einen die Uni nicht vorbereitet hat, sei es ein Bachelor, Master oder ein Diplom. Man lernt die Sachen auf die es ankommt einfach erst im Job. Das Studium vermittelt einem die Grundlagen und das wars.
Ebenso so falsch:
Das Diplom Studium vermittelt einem einem genau das: Neue Problem schnell und durchdringend zu erfassen und Lösungen zu finden, die es vorher so noch nicht gab.
 
Zitat
Gezielte Weiterbildungen in wirklich wichtigen Bereichen ist später auch noch wichtig. Vergaberecht z.B. ist im Studium (wenn überhaupt) mal ein kurzer Stichpunkt, egal ob Bachelor oder Diplom. Da sollte ich dann so oder so eine Fortbildung machen in dem Bereich.

Regelwerke ändern sich auch ständig, auch hier solle man sich fortbilden. Da spielt es auch keine Rolle was man mal auf dem Zettel von der Uni stehen hatte.
Absolut richtig. Das, was man eben in der Uni auch gelernt haben sollte ist: Effektives und schnelles aneignen von neuen Sachverhalten.
Und das bitte schön selbstständig und nicht aufgeben, wenn man bei der ersten Suche kein passendes Youtube Video erscheint.

Ich kann aus meiner beruflichen Erfahrung von daher sehr deutlich erkennen, wer auf Diplom Niveau arbeitet und wer nur auf FI/BSC
(Und ja, es gibt FIler/BSCler die auf Diplom Niveau unterwegs sind und deswegen ja auch gerne die E13+ bekommen können.)

AndreasG

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #814 am: 06.07.2020 09:19 »
Absolut richtig. Das, was man eben in der Uni auch gelernt haben sollte ist: Effektives und schnelles aneignen von neuen Sachverhalten.
Und das bitte schön selbstständig und nicht aufgeben, wenn man bei der ersten Suche kein passendes Youtube Video erscheint.

Ich kann aus meiner beruflichen Erfahrung von daher sehr deutlich erkennen, wer auf Diplom Niveau arbeitet und wer nur auf FI/BSC
(Und ja, es gibt FIler/BSCler die auf Diplom Niveau unterwegs sind und deswegen ja auch gerne die E13+ bekommen können.)

Und genau das ist auch der Grund für die Gehaltsunterschiede zwischen Akademikern und FIs in der fW.

Bei der SAP bekommst du ohne mindestens einen Bachelor noch nicht mal eine Einladung zum Vorstellungsgespräch.

Dabei sagen dort die Personalverantwortlichen selbst dass die Studieninhalte für sie zweitrangig sind. Da werden auch Physiker (und ich kenne auch eine Philosophin die dort Software entwickelt...) als Programmierer eingestellt.  Was im Studium gelernt wurde spielt da keine große Rolle da auf die Einstellung eh ein Training on the Job folgt.
Was dort zählt ist die nachgewiesene Befähigung sich eigenständig in komplexe Sachverhalte einarbeiten zu können.

Der Akademiker hat das unter Beweis gestellt.

Das bedeutet nicht dass es nicht auch unter den FIern Kandidaten gibt die diese Fähigkeiten mitbringen aber aus welchen Gründen auch immer kein Studium absolviert haben.
Nur dürfte deren Anteil an der Gesamtheit der FIs relativ gering sein. Denn aus den Gehaltsunterschieden wird so gut wie jeder der das Zeug dazu hat mindestens einen Bachelor machen. Einfach um das höhere Gehalt mitzunehmen.

Kryne

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #815 am: 06.07.2020 09:49 »
Im Bereich Informatik absolut falsch.
Insbesondere erlebe ich immer wieder wie die nicht "wiss." Ausgebildeten einen groben Mangel im schnelle Erfassen von komplexen Sachverhalten haben. Und vom fehlendem Abstraktionsvermögen will ich nicht reden.

Ok da habe ich mich für Informatik vielleicht etwas zu sehr aus dem Fenster gelehnt. Kann ich nicht wirklich einschätzen. Für mich sind sowas allerdings persönliche Skills, die ein Studium auch nicht wirklich vermitteln kann.

Entweder habe ich genug Köpfchen um komplexe Sachverhalte schnell erfassen zu können oder nicht.

Hier hat das Studium ja auch eine gewisse Filterwirkung.

Je nach Hochschule oder Uni kann ein Bachelor aber auch besser Filtern als ein Diplom früher. Beim Bachelor steht man mehr unter Zeitdruck als bei einem Diplom früher. Kann man aber nicht verallgemeinert, das kommt halt wirklich spezifisch auf Hochschule und Studiengang an.

Zitat
Ebenso so falsch:
Das Diplom Studium vermittelt einem einem genau das: Neue Problem schnell und durchdringend zu erfassen und Lösungen zu finden, die es vorher so noch nicht gab.

Sehe ich anders. Auch das ist für mich eher eine Fähigkeit die man hat oder eben nicht. Ein Studium kann diese Fähigkeit zwar verbessern, aber nicht verleihen.

Ich denke das hat ganz viel mit dem Studiengang und dessen Inhalt zutun und ist nichts was man allgemein für Bachelor oder Diplom festhalten könnte.


 

Schokobon

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #816 am: 06.07.2020 10:23 »
Also ich höre aus meiner IT immer nur "keine Ahnung, muss ich mir mal anschauen" und Monate später hat es eine Fremdfirma gefixt.
Aber Hauptsache es wird permanent gedroht in die pW abzuwandern, wo diese "Fachkräfte" ja händeringend gesucht werden. Komisch, dass von den Jungs aus der IT noch kein einziger woanders untergekommen ist  ::)

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #817 am: 06.07.2020 10:34 »
Wer mit Peanuts bezahlt, muss mit Affen arbeiten

Schokobon

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« Antwort #818 am: 06.07.2020 10:40 »
Zustimmung.

WasDennNun

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« Antwort #819 am: 06.07.2020 10:52 »
Entweder habe ich genug Köpfchen um komplexe Sachverhalte schnell erfassen zu können oder nicht.

Hier hat das Studium ja auch eine gewisse Filterwirkung.
Hatte würde ich eher sagen, denn jetzt wo ja jeder eine Abi schafft mit min ne 2 vorne, so wird jeder durch das BSC getrieben und es wird nicht mehr gesiebt.

Und ja, natürlich verleit eine Ausbildung - welcher Art - einem nicht grundlegend neue Fähigkeiten, sondern man lernt nur seine Fähigkeiten besser zu nutzen.

AndreasG

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« Antwort #820 am: 06.07.2020 11:03 »
Hatte würde ich eher sagen, denn jetzt wo ja jeder eine Abi schafft mit min ne 2 vorne, so wird jeder durch das BSC getrieben und es wird nicht mehr gesiebt.

 ::) Naja

Bei der Uni hier vor Ort gibt es im Informatikstudiengang ein Mathepflichtmodul mit einer Durchfallquote von über 90%

Dan der FH in der Nähe schaffen gerade einmal 20% das Grundstudium...

Von "wurde" kann da keine Rede sein.

WasDennNun

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #821 am: 06.07.2020 11:23 »
Bei der Uni hier vor Ort gibt es im Informatikstudiengang ein Mathepflichtmodul mit einer Durchfallquote von über 90%
Der üblich Schuss vorm Bug, sprich beim ersten Durchgang, nehme ich an.
Oder willst du behaupten, dass die Abbrecherquote bei über 90% bei eurer Uni liegt?
Von 2011 - 2018 stieg die Anzahl der Studienanfänger um rund 50% und die Anzahl der Absolventen auch.
Und ja die Abbrecherquote ist weiterhin bei ca. 50%.
Insofern wird natürlich weiterhin gefiltert, allerdings ist mir aus Unikreisen bekannt, dass die Dozenten dazu angehalten werden ein Mindestmaß an Studenten durchzulassen.

Kryne

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #822 am: 06.07.2020 12:42 »
Also bei mir gab es eine Abbrecherquote von ca. 70%. Der Großteil davon war nach dem 2. Semester weg damals.

Das Problem ist denke ich nicht, dass der Bachelor so viel "schlechter" oder "einfacher" als das Diplom ist, sondern dass Heute einfach viel mehr Leute studieren wollen / müssen, weil sie es von klein auf eingetrichtert bekommen.

Und welchen Studiengang nimmt dann einer der eigentlich garnicht geeignet ist fürs Studium ? BWL, Informatik oder "Irgendwas mit Medien". Das können dann in der Tat die Felder sein, wo neben dem Weizen auch noch viel Spreu mit durch den Filter kommt. 

Die heutigen Eltern zwingen ihre Kinder doch zu einem Studienabschluss. Wenn es in der Schule nicht klappt, wird dort Notfalls das Abi mittels Anwalt durchgeboxt.

Keeper83

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #823 am: 06.07.2020 13:37 »

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     

ITFrau

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #824 am: 06.07.2020 14:20 »

Der Bachelor ist keine "schulische Ausbildung" sondern ein Hochschulabschluss.


Aber leider in vielen Fällen seit 2010 mit den Schulischen Ausbildungen vergleichbar; unzureichend ausgebildet und zugleich bornierte Produkte welche da abfallen ...

Seit wann bietet das CJD Fachinformatik Ausbildungen an? Das ist mir neu :D

Die Diskussion Bachelor/Diplom hatten wir ja schon ein paar mal. Als jemand der an seiner Hochschule im ersten Bachelorjahrgang nach dem Diplom war, möchte ich zumindest diese Pauschalität nochmals entkräften. Der einzige Unterschied zu den "Diplomern" vor uns war, dass wir die gleichen Inhalte in 6 statt 8 Semestern leisten sollten. Bei verkürzter Praxisphase, aber doppelt so vielen Klausuren. (Bauingenieur)     
Dem kann ich zustimmen. Bei mir war es nur der erste BWL Jahrgang. Wir haben sogar die Skripte von den Diplomstudiengängen erhalten und sollten das Diplom durchstreichen und durch Bachelor ersetzen. Lockeres Studi-Leben war bei uns jedenfalls nicht. Ich habe mich damals darüber geärgert, dass der Bachelor immer keine Anerkennung findet und daher beide Studiengänge verglichen. Daher ärger ich mich über so Aussagen wie "abgebrochenes Studium" oder kein richtiges Studium enorm.