Sicherheit Beamtenpensionen - Kollaps Renten

Begonnen von Stefan35347, 08.09.2025 14:20

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Warnstreik

Zitat von: BAT in 05.12.2025 10:44
Zitat von: Organisator in 05.12.2025 09:52

Sehr gute Idee. Dann wird auch klar, warum z.B. in Ö die Renten höher sind - weil auch der Beitrag zur Rentenversicherung um knapp 20% höher ist als in D.

Wobei man nur wirklich vergleichen kann, wenn man das Haushaltseinkommen sieht. Österreich, fast alle anderen Ländern sind da sehr homogen, nur Deutschland ist aufgrund der Teilung heterogen. Insofern wird es bei uns schwieriger sein, eine adäquate Lösung zu finden, die allen gerecht wird.

Wie soll man umgehen mit dem Sonderfall "Ost"?

Garnicht - wieso auch nach mittlerweile 35 Jahren? Bis eine Reform auch nur im Ansatz anfangen würde zu wirken sind wir im Jahr 2035 - eher später. Da muss, kann und sollte man nicht mehr unterscheiden. Strukturschwache Regionen gibt es auch in den nicht-östlichen Bundesländern.

MoinMoin

Zitat von: FGL in 05.12.2025 10:21
Zitat von: Bastel in 03.12.2025 15:15
Am Ende ist es egal, da der AN sowieso beide Teile erwirtschaften muss. Alles andere ist doch Augenwischerei.

Die Leute würden dumm schauen, wenn man Ihnen auf der Abrechnung die ganzen Beiträge aufzeigen würden.
Genau deshalb wird ja zwischen AN-Anteil und AG-Anteil unterschieden: Damit den Menschen nicht auffällt, wie verdammt hoch die Sozialversicherungsbeiträge und damit die Lohnnebenkosten für Arbeitgeber in Deutschland sind.
Nein, man konnte den Ag nicht dazu zwingen ein höheren Lohn zu bezahlen, aber man konnte ihn dazu zwingen einen AG Anteil zu bezahlen. Und man könnte ihn dazu zwingen einen noch höheren AG Anteil zu bezahlen. Alles Steuerungsmöglichkeiten die nur durch diese Aufteilung möglich sind.
Wenn also jetzt die Sozialabgaben um 2% steigen, dann hat der AN 1% weniger und der AG muss 1% mehr in den Pott werfen.
Hätten man alles von dem AN bezahlen lassen. Dann hätte der An wesentlich mehr aus seiner direkten Tasche bezahlen müssen. Er hätte 2% weniger und nicht nur 1%.

Think about it.

Das es so oder so erwirtschaftet werden muss ist mir auch klar.

Organisator

Zitat von: Warnstreik in 05.12.2025 11:17
Zitat von: BAT in 05.12.2025 10:44
Zitat von: Organisator in 05.12.2025 09:52

Sehr gute Idee. Dann wird auch klar, warum z.B. in Ö die Renten höher sind - weil auch der Beitrag zur Rentenversicherung um knapp 20% höher ist als in D.

Wobei man nur wirklich vergleichen kann, wenn man das Haushaltseinkommen sieht. Österreich, fast alle anderen Ländern sind da sehr homogen, nur Deutschland ist aufgrund der Teilung heterogen. Insofern wird es bei uns schwieriger sein, eine adäquate Lösung zu finden, die allen gerecht wird.

Wie soll man umgehen mit dem Sonderfall "Ost"?

Garnicht - wieso auch nach mittlerweile 35 Jahren? Bis eine Reform auch nur im Ansatz anfangen würde zu wirken sind wir im Jahr 2035 - eher später. Da muss, kann und sollte man nicht mehr unterscheiden. Strukturschwache Regionen gibt es auch in den nicht-östlichen Bundesländern.

Eben. Trennung ist 35 Jahre her. Mittlerweile gibts überall starke und schwache Regionen.

BAT

"Das Ost-West-Gefälle in der Vermögensverteilung ist und bleibt deutlich: Ostdeutsche Haushalte besitzen im Durchschnitt nur 150 900 Euro im Vergleich zu 359 800 Euro im Westen"

Organisator

Zitat von: BAT in 05.12.2025 15:08
"Das Ost-West-Gefälle in der Vermögensverteilung ist und bleibt deutlich: Ostdeutsche Haushalte besitzen im Durchschnitt nur 150 900 Euro im Vergleich zu 359 800 Euro im Westen"

Vermögen hat aber nix mit Renten zu tun.

BAT

Natürlich, 3-Säulen-Model. Abschnitt private Vorsorge.

MoinMoin

Zitat von: BAT in 05.12.2025 15:34
Natürlich, 3-Säulen-Model. Abschnitt private Vorsorge.
Richtig.
Bleibt die Frage wie viel von dem Vermögen im Westen in den letzten 35 Jahren aufgebaut wurde und wie viel einfach nur aus der Zeit davor verzinst existiert.  8)

BAT

Na, die Masse wird schon durch den Wertzuwachs bei Immobilien entstanden sein.

Also nochmals, ich halte bei der derzeitigen Alterspyramide den Wunsch nach einem rein aus der Altersrente/ dem Einkommen zu sicherndes Rentenniveau für nachvollziehbar, aber nicht finanzierbar. Daher sollte auf den Bedarf geschaut werden, bis sich die Pyramide mal wieder dreht.

Warnstreik

Zitat von: BAT in 05.12.2025 16:22
Na, die Masse wird schon durch den Wertzuwachs bei Immobilien entstanden sein.

Also nochmals, ich halte bei der derzeitigen Alterspyramide den Wunsch nach einem rein aus der Altersrente/ dem Einkommen zu sicherndes Rentenniveau für nachvollziehbar, aber nicht finanzierbar. Daher sollte auf den Bedarf geschaut werden, bis sich die Pyramide mal wieder dreht.

Wir liegen als eines der potentesten EU-Länder aber nur im unteren Mittelfeld, was Aufwendungen für Renter gemessen am BiP angeht. Da wäre schon noch Potential nach oben wenn man das wollen würde. Wir geben relativ zum BiP und auch zum Staatshaushalt deutlich weniger für Renten aus als noch vor einigen Jahren.

Ich kann aber auch verstehen, dass man diese Lasten (die ja nunmal durch den Boomerbauch entstehen) auf alle verteilen möchte.

cyrix42

Zitat von: BAT in 05.12.2025 15:08
"Das Ost-West-Gefälle in der Vermögensverteilung ist und bleibt deutlich: Ostdeutsche Haushalte besitzen im Durchschnitt nur 150 900 Euro im Vergleich zu 359 800 Euro im Westen"

Achtung: Das sind Mittelwerte, die durch einige sehr hohe Vermögen deutlich nach oben verschoben sind. (Nach Armuts- und Reichtumsbericht sind die Median-Werte für das Netto-Haushaltsvermögen im Jahr 2023: 35.900€ (Ost) und 143.200 (West); die Mittelwerte sind 170.100€ (Ost) bzw. 364.900€ (West).)

Nur als Hinweis, weil das große Vermögen einiger weniger Personen ja nicht gerade stellvertretend für die Masse ist; der Median erscheint da die bessere Kennzahl zu sein.

Nicht ganz unerwartet haben Immobilieneigentümer ein größeres Vermögen (Medianwerte mit Hypothek knapp 380k€, ohne 450k€) als Mieter (18k€). Der Median über alle Haushalte liegt übrigens bei ca. 100k€; mit einem Vermögen (alles jeweils inkl. Immobilienbesitz u.Ä.) von 780k€ zählte man 2023 dann zu den vermögendsten 10%.

BAT

#865
Zitat von: Warnstreik in 05.12.2025 22:25

Wir liegen als eines der potentesten EU-Länder aber nur im unteren Mittelfeld, was Aufwendungen für Renter gemessen am BiP angeht. Da wäre schon noch Potential nach oben wenn man das wollen würde. Wir geben relativ zum BiP und auch zum Staatshaushalt deutlich weniger für Renten aus als noch vor einigen Jahren.
.

Aufgrund der nun erfolgten nachgelagerten Besteuerung von Renteneinkommen ist dann bei einem starken Steuerzuschuss die Frage ob es linke Tasche/ rechte Tasche wird.

Über die Haltelinie werden ja auch hohe Renteneinkünfte gefördert.

Fraglich ist insofern, ob politisches Eingreifen zielgenau ist oder eher klientel befördert. Bei der "Rente mit 63" ist die Fehlsteuerung allgemein bekannt.

BAT

Zitat von: cyrix42 in 05.12.2025 22:40

Achtung: Das sind Mittelwerte, die durch einige sehr hohe Vermögen deutlich nach oben verschoben sind. (Nach Armuts- und Reichtumsbericht sind die Median-Werte für das Netto-Haushaltsvermögen im Jahr 2023: 35.900€ (Ost) und 143.200 (West); die Mittelwerte sind 170.100€ (Ost) bzw. 364.900€ (West).)


Danke für die Bestätigung.

Es geht ja in meinem Kommentar darum, darauf hinzuweisen, dass ich auf den Vermögensunterschied Ost/West hinauswollte und nicht wie von Warnstreik falsch interpretiert auf starke/ schwache Regionen.

Faunus

Zitat von: BAT in 05.12.2025 16:22
Na, die Masse wird schon durch den Wertzuwachs bei Immobilien entstanden sein.

Also nochmals, ich halte bei der derzeitigen Alterspyramide den Wunsch nach einem rein aus der Altersrente/ dem Einkommen zu sicherndes Rentenniveau für nachvollziehbar, aber nicht finanzierbar. Daher sollte auf den Bedarf geschaut werden, bis sich die Pyramide mal wieder dreht.

Der Bedarf in Starnberg wird höher sein als in Görlitz.

BAT

Zitat von: Faunus in 06.12.2025 11:30

Der Bedarf in Starnberg wird höher sein als in Görlitz.

Ich denke, Du meinst Bedürfnisse. ;)

Faunus

Zitat von: BAT in 06.12.2025 16:50
Zitat von: Faunus in 06.12.2025 11:30

Der Bedarf in Starnberg wird höher sein als in Görlitz.

Ich denke, Du meinst Bedürfnisse. ;)

Um das "Bedürfnis" nach Diesel für den Weg zur Arbeit zu decken, zahlt man in Görliz 1.55 und in Starnberg 1.68 für den Liter.