Tarifrunde TV-L 2025 - Diskussion III

Begonnen von username, 14.02.2026 09:31

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Johann

Zitat von: Warnstreik in 29.04.2026 09:15Genau das - und das ist sogar schon länger ein Thema als 20 Jahre - unter Schröder wurde klar kommuniziert, wo es hingeht. (und das ist nicht mal böse gemeint) Die Demografie können wir halt nicht abstellen und letztlich kann man bei der Rente (so man das System so lässt) nur an drei Ecken ziehen: Beiträge, Rentenhöhe und Eintrittsalter. Das Gut ist aber, dass sie das Rentensystem von ganz alleine wieder glättet, sobald der Boomerbauchen weg ist. Hier müsste man theoretisch nur ~20 Jahre durchhalten. Daher kam ja auch die Idee alle in die Rente mit aufzunehmen. Das würde einen Einmaleffekt geben, der vielleicht bis dahin reicht.
Leider gibt es schon viel zu lange wöchentlich zwei Mal Lotto spielende Konservative, die der Meinung sind, eine (teilweise) kapitalgedeckte Rente sei gleichzusetzen mit Glücksspiel. Dass die umlagefinanzierte Rente vor allem an den durchschnittlich um 2% steigenden Gehältern hängt und nicht an den durchschnittlich um 7% steigenden Kapitalgütern auf der Welt und es deshalb schlicht nicht möglich ist, vor allem nicht, wenn die Anzahl der Rentenbeziehenden stetig steigt, dass diese eine jährliche Rentensteigerung von mehr als 2% erhalten, verstehen diese lottospielenden generationellen Hauptcharaktere nicht. Das Einzige, was ihnen den Arsch rettet ist, dass es sehr viele davon gibt und sie sich die Welt einfach so wählen, dass jemand anderes die Konsequenzen für ihre mathematische Legasthenie tragen muss. In dem Fall diejenigen, die laut Stimmen prominenter Politiker der größten deutschen Drogenpartei ja ruhig mal mehr arbeiten gehen könnten. Boomer sind die einzige mir bekannte Generation, die es besser als ihre Eltern und ihre Kinder hat.

Warnstreik

Zitat von: Johann in Gestern um 17:20Leider gibt es schon viel zu lange wöchentlich zwei Mal Lotto spielende Konservative, die der Meinung sind, eine (teilweise) kapitalgedeckte Rente sei gleichzusetzen mit Glücksspiel. Dass die umlagefinanzierte Rente vor allem an den durchschnittlich um 2% steigenden Gehältern hängt und nicht an den durchschnittlich um 7% steigenden Kapitalgütern auf der Welt und es deshalb schlicht nicht möglich ist, vor allem nicht, wenn die Anzahl der Rentenbeziehenden stetig steigt, dass diese eine jährliche Rentensteigerung von mehr als 2% erhalten, verstehen diese lottospielenden generationellen Hauptcharaktere nicht. Das Einzige, was ihnen den Arsch rettet ist, dass es sehr viele davon gibt und sie sich die Welt einfach so wählen, dass jemand anderes die Konsequenzen für ihre mathematische Legasthenie tragen muss. In dem Fall diejenigen, die laut Stimmen prominenter Politiker der größten deutschen Drogenpartei ja ruhig mal mehr arbeiten gehen könnten. Boomer sind die einzige mir bekannte Generation, die es besser als ihre Eltern und ihre Kinder hat.

Du Unterschlägst hier aber eine Sache: Das Umlagesystem hat einen Kapitaleinsatz von 0. Damit auch Kapitalkosten von 0. Vieviel Geld müsste man im Aktien- und Anleihenmarkt "geparkt" haben, damit man die Renten aus den laufenden Kapitaleinnahmen zahlen kann?

Ich bin Fan von beiden Systemen: Die Umlagesysteme sind die Basis, die immer funktioniert. Für den Wohlstand kann gerne der Kapitalmarkt ins Spiel kommen. Die Einzige Förderung, die es hier mMn benötigt ist die Sicherung der Einlagen gegen Pfändbarkeit. Öffentliches Geld sollte man da nur ganz begrenzt reinwerfen.