7 Jahre im Öffentlichen Dienst: Mein Abschied …

Begonnen von Jochen1976, 04.06.2024 23:33

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Bastel

Wohngeld wird ja wieder zum 01.01 erhöht. Ein Faustschlag ins Gesicht aller Leistungsträger.

cyrix42

Zitat von: Bastel in 14.08.2024 14:32
Wohngeld wird ja wieder zum 01.01 erhöht. Ein Faustschlag ins Gesicht aller Leistungsträger.

Wieso? Inwiefern hat die Höhe von Sozialleistungen (die Notsituationen abfangen sollen) irgendetwas mit einem "Faustschlag ins Gesicht aller Leistungsträger" zu tun? Jede vernünftige Hausrats- oder Berufsunfähigkeitsversicherung, oder was auch immer, wird auch sukzessive, z.B. mit der Inflationsrate steigende, Ausgaben-Erhöhungen implementieren, damit der Schutz in gleicher Höhe erhalten bleibt...

Du scheinst das seltsame Bild zu haben, dass man dir irgendwas wegnimmt und an andere verteilt. Dass der Sozialstaat aber insbesondere auch eine Versicherung auch für dich ist, scheinst du aus dem Blick zu verlieren.

cyrix42

Zitat von: BAT in 14.08.2024 14:20
Weil es politisch versprochen wurde.

Wer hat das denn versprochen? Ok, die FDP. Aber sonst? Von Grünen und SPD kann ich mich nur an "Abschaffen für die meisten" erinnern. Und das ist ja soweit auch weitgehend umgesetzt.

BAT

Zitat von: Bastel in 14.08.2024 14:32
Wohngeld wird ja wieder zum 01.01 erhöht. Ein Faustschlag ins Gesicht aller Leistungsträger.

Wann kommt denn die Förderung für Wärmepumpen in Eigentumswohnungen?

Organisator

Zitat von: BAT in 14.08.2024 14:39
Zitat von: Bastel in 14.08.2024 14:32
Wohngeld wird ja wieder zum 01.01 erhöht. Ein Faustschlag ins Gesicht aller Leistungsträger.

Wann kommt denn die Förderung für Wärmepumpen in Eigentumswohnungen?

Der Faustschlag ins Gesicht aller Mieter?

BAT

Zitat von: cyrix42 in 14.08.2024 14:39

Wer hat das denn versprochen? Ok, die FDP. Aber sonst? Von Grünen und SPD kann ich mich nur an "Abschaffen für die meisten" erinnern. Und das ist ja soweit auch weitgehend umgesetzt.

Mmh, müssten man recherchieren. Aber ich hätte mal so ungefähr geschätzt:

1994 : Alle
1998 : SPD; FDP
2004: CDU, SPD, FDP
2010: Grüne, CDU, FPD
2017: plus AFD

SPD ist zwischenzeitlich wieder von der Abschaffung für alle abgerückt.

Aber du hast schon Recht, Hintergrund ist ja die Angleichung Ost/ West. Wenn man die INfrastruktur sieht, dürfte das Geld nun eigentlich in die andere Richtung fließen müssen. ;)


BAT

Zitat von: Organisator in 14.08.2024 14:41

Der Faustschlag ins Gesicht aller Mieter?

Die Förderkulisse steht, zumindest wenn sie Zentralheizungen haben. Es fehlt jene für Etagenheizungen. Aber das Gesetz hat ja nur bald einjähriges ;)

Organisator

Zitat von: BAT in 14.08.2024 14:45
Zitat von: Organisator in 14.08.2024 14:41

Der Faustschlag ins Gesicht aller Mieter?

Die Förderkulisse steht, zumindest wenn sie Zentralheizungen haben. Es fehlt jene für Etagenheizungen. Aber das Gesetz hat ja nur bald einjähriges ;)

War auch nicht ganz ernstgemeint. Nur eine Anspielung darauf, dass immer die anderen was bekommen (Wohngeld für Arme, Förderung für eine neue Heizung für Reiche).

BAT

Ich hatte das schon so ähnlich verstanden.  ;)

Wobei ich ja schon mal angemerkt habe, dass Wohngeld und alles was Wohnen unterstütz ja irgendwo landet. Bei Vermietern und Wohnungskonzernen. Eine Sozialleistung ist das meist eher nicht.

Organisator

Zitat von: BAT in 14.08.2024 15:25
Ich hatte das schon so ähnlich verstanden.  ;)

Wobei ich ja schon mal angemerkt habe, dass Wohngeld und alles was Wohnen unterstütz ja irgendwo landet. Bei Vermietern und Wohnungskonzernen. Eine Sozialleistung ist das meist eher nicht.

Kein Wohngeld würde dazu führen, dass die Mieter in eine kleinere oder günstigere Wohnung umziehen müssten. Insoweit könnte man behaupten, dass Wohngeld die Vermieter subventioniert und die hohen Mieten (mit-)ermöglicht.

Andererseits wird dadurch eine soziale Durchmischung ermöglicht und einer Ghettoisierung vorgebeugt.

Wie immer - komplizierte Themen haben keine einfachen Antworten. Außer bei AfD/BSW.

Tagelöhner

Zitat von: cyrix42 in 14.08.2024 14:38
Du scheinst das seltsame Bild zu haben, dass man dir irgendwas wegnimmt und an andere verteilt. Dass der Sozialstaat aber insbesondere auch eine Versicherung auch für dich ist, scheinst du aus dem Blick zu verlieren.

Und du scheinst auch noch dem Märchen zu glauben, dass aus dem Ruder laufende Kosten für Soziales kein Problem darstellen, und ja niemandem dadurch etwas weggenommen wird. Der Kuchen, den ein Staat zu verteilen hat, wächst aber nicht auf wundersame Weise, sondern wenn die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden, dass Firmen im globalisierten Wettbewerb wertschöpfend tätig werden können. Den Sozialstaat empfindet man als aktiv Erwerbstätiger eben zunehmend als Selbstbedienungsladen für Leistungsverweigerer und Gäste aus aller Welt. Wer das nicht so sieht, muss halt so langsam mal die rosarote Brille absetzen.
Nur mit ausgeprägtem Humorsinn weiterlesen: Ich habe nichts gegen Beamte, wirklich! Die tun ja nix! :-)

BAT

Zitat von: Organisator in 14.08.2024 15:31

Andererseits wird dadurch eine soziale Durchmischung ermöglicht und einer Ghettoisierung vorgebeugt.

Wie immer - komplizierte Themen haben keine einfachen Antworten. Außer bei AfD/BSW.

Nö, ganz einfach. Bauen.

MoinMoin

Zitat von: Tagelöhner in 14.08.2024 15:34Den Sozialstaat empfindet man als aktiv Erwerbstätiger eben zunehmend als Selbstbedienungsladen für Leistungsverweigerer
Wieviel Prozent der Bürgergeldempfänger sind denn deiner Meinung nach Leistungsverweigerer, die sich selbst bedienen?

BAT

Bei den Rentnern mit 63 sind des z. B. etwas 100 %. Bei den freiwillig Familienversicherten sind es auch im Kern 100 Prozent. Andererseits im öD sicherlich auch 100 %, welch eine Leistung erbringen und nie in Anspruch nehmen (AV).

Bürgergeld ist nun wirklich ein ganz kleiner Randaspekt. Selbst wenn die Quote da niedrig ist.


Organisator

Zitat von: BAT in 14.08.2024 15:39
Zitat von: Organisator in 14.08.2024 15:31

Andererseits wird dadurch eine soziale Durchmischung ermöglicht und einer Ghettoisierung vorgebeugt.

Wie immer - komplizierte Themen haben keine einfachen Antworten. Außer bei AfD/BSW.

Nö, ganz einfach. Bauen.

Meinst Du? In Deutschland sind wir nicht viel mehr als noch vor 20 Jahren und da gabs keinen Wohnungsmangel. Könnte es da nicht andere Gründe geben. z.B. dass ganz viele an einem Ort (z.B. Berlin) wohnen wollen, wohingegen es in Dessau viele und günstige Wohnungen gibt?

Unterm Strich glaube ich nicht, dass es zu wenig Wohnraum in Deutschlang gibt. Er ist nur nicht nach dem Bedarf vertreilt und viele Leute wohnen auf zu viel Platz.