Tarifrunde TVöD 2025 - Diskussion IV - Tarifeinigung

Begonnen von Admin, 06.04.2025 12:30

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MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in 18.07.2025 08:16
Ist die Frage, ob sich das rechnet bei den üblen Abzügen in Deutschland. Unter der BBG gehen ja um die 50 % direkt an den Staat.
Wenn du die Krankenversicherung, Kirche, Rentenversicherung etc.  als Staat betrachtest......

MoinMoin

Zitat von: KlammeKassen in 18.07.2025 08:16
Ob das jetzt so lukrativ ist...
Du bekommst kontinuierlich und planbar mehr Geld.
Hast also eine Bruttolohnsteigerung von ~8%.
Kann jeder selbst überlegen, ob dies für ihn lukrativ ist.

Bei angeordneten Überstunden ist nicht planbar.
Bei Gleitzeit gibt es nicht mehr Geld.


Organisator

Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 10:11
Zitat von: KlammeKassen in 18.07.2025 08:16
Ist die Frage, ob sich das rechnet bei den üblen Abzügen in Deutschland. Unter der BBG gehen ja um die 50 % direkt an den Staat.
Wenn du die Krankenversicherung, Kirche, Rentenversicherung etc.  als Staat betrachtest......

also bei einer E13/4 Bund sind es 41 %, die an den Staat gehen. Inklusive knapp 2% Betriebsrente. Das ist noch einigermaßen weit weg von 50%; zumal davon auszugehen ist, dass auch die Beiträge zur Sozialversicherung bei einem nichtstaatlichen Träger in nicht wesentlich drunter liegen dürften.

MoinMoin

Zitat von: Organisator in 18.07.2025 10:24
Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 10:11
Zitat von: KlammeKassen in 18.07.2025 08:16
Ist die Frage, ob sich das rechnet bei den üblen Abzügen in Deutschland. Unter der BBG gehen ja um die 50 % direkt an den Staat.
Wenn du die Krankenversicherung, Kirche, Rentenversicherung etc.  als Staat betrachtest......

also bei einer E13/4 Bund sind es 41 %, die an den Staat gehen. Inklusive knapp 2% Betriebsrente. Das ist noch einigermaßen weit weg von 50%; zumal davon auszugehen ist, dass auch die Beiträge zur Sozialversicherung bei einem nichtstaatlichen Träger in nicht wesentlich drunter liegen dürften.
Ich gehe davon aus, dass er nicht insgesamt meint, sondern was von den 500€ mehr Brutto die man bekommt Netto über bleibt.
Und da sind es durchaus um die 50% Abzüge (also wenn ich meine Arbeitszeit von 39h auf 42h also um 7,7% erhöhe, dann erhalt ich 507€ mehr brutto, aber "nur" 252€ netto mehr Geld sprich pro Stunde so 20€ Netto mehr)

BAT

Die Exekutive ist bei der Bekämpfung von Schwarzarbeit teils recht locker, da sie den Umgang der Legislative mit der normalen Arbeit kennt.

Hat ein Freund gehört... ;)

Organisator

Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 10:36
Zitat von: Organisator in 18.07.2025 10:24
Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 10:11
Zitat von: KlammeKassen in 18.07.2025 08:16
Ist die Frage, ob sich das rechnet bei den üblen Abzügen in Deutschland. Unter der BBG gehen ja um die 50 % direkt an den Staat.
Wenn du die Krankenversicherung, Kirche, Rentenversicherung etc.  als Staat betrachtest......

also bei einer E13/4 Bund sind es 41 %, die an den Staat gehen. Inklusive knapp 2% Betriebsrente. Das ist noch einigermaßen weit weg von 50%; zumal davon auszugehen ist, dass auch die Beiträge zur Sozialversicherung bei einem nichtstaatlichen Träger in nicht wesentlich drunter liegen dürften.
Ich gehe davon aus, dass er nicht insgesamt meint, sondern was von den 500€ mehr Brutto die man bekommt Netto über bleibt.
Und da sind es durchaus um die 50% Abzüge (also wenn ich meine Arbeitszeit von 39h auf 42h also um 7,7% erhöhe, dann erhalt ich 507€ mehr brutto, aber "nur" 252€ netto mehr Geld sprich pro Stunde so 20€ Netto mehr)

Man kann sich Sachen schön rechnen, man kann sich Sachen schlecht rechnen, oder man kann sie insgesamt betrachten. Ist dann Ansichtssache.

BAT

Nein.

Die zu hohe Belastung von Arbeit durch Steuern und Beiträge ist schlicht Konsens.

Alternative Ansichten von gesellschaftlichen Gruppen bitte hier einstellen.

NWB

Zitat von: BAT in 18.07.2025 12:11
Nein.

Die zu hohe Belastung von Arbeit durch Steuern und Beiträge ist schlicht Konsens.

Alternative Ansichten von gesellschaftlichen Gruppen bitte hier einstellen.

insbesondere im Vergleich mit Kapitaleinkünften...
25% + Soli + Kirchensteuer ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als bei Arbeitslohn

MoinMoin

Zitat von: BAT in 18.07.2025 12:11
Nein.
Doch natürlich kann man sich die aktuellen Ergebnisse im Kontext der aktuellen Steuersystem schön rechnet oder schlecht rechnen.
Zitat
Die zu hohe Belastung von Arbeit durch Steuern und Beiträge ist schlicht Konsens.

Alternative Ansichten von gesellschaftlichen Gruppen bitte hier einstellen.
Ja, eine niedrigere Belastung von Arbeit durch eine höhere Belastung anderer steuerlich weniger oder überhaupt nicht belasteten Bereich würde jeden Arbeitnehmer freuen. Dumm nur das viele Arbeitnehmer das auch nicht wollen (höhere Erbschaftssteuer z.B.)

Und weniger Ausgaben (z.B. durch Änderungen des Grundgesetzes) des Staates würden auch viele befürworten (solange es nicht sie betrifft, also auch wieder kein Konsens)

MoinMoin

Zitat von: NWB in 18.07.2025 12:21
Zitat von: BAT in 18.07.2025 12:11
Nein.

Die zu hohe Belastung von Arbeit durch Steuern und Beiträge ist schlicht Konsens.

Alternative Ansichten von gesellschaftlichen Gruppen bitte hier einstellen.

insbesondere im Vergleich mit Kapitaleinkünften...
25% + Soli + Kirchensteuer ist in den meisten Fällen deutlich günstiger als bei Arbeitslohn
Aber nur wenn beide sie gleichen Freibeträge hätte 8)
25% Steuern zahlt man doch erst so ab 100T€ Einkommen


BAT

Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 16:38

Ja, eine niedrigere Belastung von Arbeit durch eine höhere Belastung anderer steuerlich weniger oder überhaupt nicht belasteten Bereich würde jeden Arbeitnehmer freuen. Dumm nur das viele Arbeitnehmer das auch nicht wollen (höhere Erbschaftssteuer z.B.)


Ist es auch für dich so schwer zu verstehen, dass es Konsens ist, dass die Belastung von Arbeit zu hoch ist? Es geht um den Konsens, nicht um das Sachthema.

Alternativ prägenden Ansichten bitte posten.

DerAndere

 :o Bei welcher Art von Einkünften bist du jetzt ?

31%-42% nach Tabelle.

Das Andere sind wie er nannte Kapitalerträge.
12.096€ und 1000€ sind doch schon unterscheidbar.

Solltest du noch etwas ganz anderes meinen was wir nicht erraten können, wären viele sicher über Aufklärung des Geheimnisses dankbar.  :D

MoinMoin

Zitat von: BAT in 18.07.2025 17:00
Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 16:38

Ja, eine niedrigere Belastung von Arbeit durch eine höhere Belastung anderer steuerlich weniger oder überhaupt nicht belasteten Bereich würde jeden Arbeitnehmer freuen. Dumm nur das viele Arbeitnehmer das auch nicht wollen (höhere Erbschaftssteuer z.B.)


Ist es auch für dich so schwer zu verstehen, dass es Konsens ist, dass die Belastung von Arbeit zu hoch ist? Es geht um den Konsens, nicht um das Sachthema.

Alternativ prägenden Ansichten bitte posten.
Leider ist es für viele so schwer zu verstehen, dass anderswo die Arbeit weniger direkt belastet wird, dafür der Arbeitnehmer aber trotzdem so viel wie wir an Steuern und Abgaben an den Staat abführt wie wir Deutsche und er deswegen einen höheren Lohn benötigt.

mit eine Hebung der Mehrwertsteuer auf 25% könnte man die Lohnsteuer sicherlich stark entlasten.

BAT

Abgesehen davon, dass Du wieder beim Sachthema bist, nehme ich die 25 % als Raucher gerne an. ;)

BVerfGBeliever

Zitat von: MoinMoin in 18.07.2025 16:50
25% Steuern zahlt man doch erst so ab 100T€ Einkommen

Für die Entscheidung, ob man seine Stunden erhöht, ist nur der Grenzsteuersatz relevant.
Und dieser liegt bereits bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 20.000 € bei 25,6%!

(Beispielhafte Quelle: https://www.vermoegenszentrum.de/vergleiche/einkommenssteuer-grundtabelle)


P.S. Und selbst der Durchschnittssteuersatz liegt schon bei einem zvE von 65.000 € bei 25,2%..