[Allg] Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (2 BvL 4/18)

Begonnen von SwenTanortsch, 28.07.2020 14:39

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Organisator

Zitat von: Rheini in 05.09.2025 14:16
Sorry das ich Dir wiederspreche. Der aktive Beamte wäre teurer, wenn Rückstellungen für die Versorgung tatsächlich erfolgen würden. So ist der aktive Beamte aber günstiger, da hier das St. Florians Prinzip gilt .....

Keine Ahnung, was du da für ein Prinzip meinst. Meins ist Recht und Gesetz und beim Bund erfolgen diese Rückstellungen tatsächlich und nachweisbar.

Rheini

Wenn es beim Bund zu 100% erfolgt, super ...

Meines Wissen wird es z. B. beim Land NRW nicht gemacht (und wir sind hier ja in dem Bereich - Beamte der Länder  ;D).

Organisator

Zitat von: Rheini in 05.09.2025 14:33
Wenn es beim Bund zu 100% erfolgt, super ...

Meines Wissen wird es z. B. beim Land NRW nicht gemacht (und wir sind hier ja in dem Bereich - Beamte der Länder  ;D).

Der Hinweis auf die Länder stimmt natürlich 😁

Neuer12

Zitat von: Knarfe1000 in 05.09.2025 09:13
Zitat von: Neuer12 in 05.09.2025 08:57
Sehe ich ähnlich. LEhrer müssen keine BEamte sei.

Wichtig ist, dass es Netto gleich bleibt....ansonsten findet man keine qualifizierten Leute mehr, was heute in vielen Unterrichtsfächern  eigentlich schon der Fall ist
Bei den Lehrern ist das Problem aber nicht eine schlechte Bezahlung. Die ist nämlich - auch im EU-Vergleich - gerade in Deutschland ganz weit vorne.
Sehe ich anders.

Welchen BWLer oder Informatiker...(bin Berufsschullehrer) bekommst mit dem Gehalt nur annähern gelockt?
Und das merkt man beim Nachwuchs im Übrigen deutlich, wenn es noch welchen gibt...
Bei anderen Fächern kann es anders aussehen...

GoodBye

Wir haben ganz andere Probleme mit Fehlanreizen.

Wenn ich in den Bereich Lehramt schaue, haben wir eine Teilzeitquote, die Richtung 50% geht, mit der Tendenz, zumindest in meinem Bekanntenkreis, einer Besoldungserhöhung stets mit einer Ausweitung der Teilzeit zu begegnen.

Das ist ja auch in Ordnung so. Für diejenigen, die sich hauptsächlich um die Familie kümmern, ist das Gehalt anscheinend ausreichend. Der Hauptverdiener der Familie macht dann halt etwas anderes. In meinem Kreis sehr beliebt ist die Kombination Arzt/Lehrer(Teilzeit) oder Rechtsanwalt/Jurist h.D.(Teilzeit).

Männlich/weiblich darf jeder frei wählen. Hauptverdienst steht stets vorne.







NordWest

Zitat von: GoodBye in 05.09.2025 15:32
Wir haben ganz andere Probleme mit Fehlanreizen.

Wenn ich in den Bereich Lehramt schaue, haben wir eine Teilzeitquote, die Richtung 50% geht, mit der Tendenz, zumindest in meinem Bekanntenkreis, einer Besoldungserhöhung stets mit einer Ausweitung der Teilzeit zu begegnen.

Das Problem sehe ich auch, einen Zusammenhang zu Besoldungserhöhungen aber nicht, dazu waren sie in den letzten Jahren auch viel zu marginal, sieht man mal von vereinzelten Kinderzuschlagssteigerungen ab.

Jetzt könnte der Staat natürlich hingehen und Lehrer verdonnern, alle 80 oder gar 100 Prozent arbeiten zu müssen. Ich wette, die Zahl der Dauererkrankten und Frühpensionierungen würde daraufhin durch die Decke schießen. Nach meine Erfahrung gehen 80% der Lehrer nämlich stressbedingt heute schon psychisch-emotional am Stock und reduzieren vor allem deshalb.

GoodBye

Belastung ist mit Sicherheit einer der Gründe, aber es passt zum Großteil auch überhaupt nicht in die Lebensplanung der Beteiligten. Ich habe mir mal den Spaß gemacht und eine nette private Kaffeerunde meiner Frau mit einer solchen Andeutung auf Einschränkung der Teilzeit aus Dienstlichen Gründen gesprengt  ;D

Kurz und bündig: Der öffentliche Dienst ist für Menschen, die sich als Hauptverdiener/innen sehen nicht interessant.

Aber wir wollen es so. Weil Pension und Familienfreundlichkeit alles ist, womit wir noch werben.






Rheini

Früher hat nur einer gearbeitet und meistens war die Frau für die Betreuung der Kinder Zuhause. Jetzt gehen oft beide arbeiten und dott wo man es sich leisten kann nur 1 1/2 und es reicht wieder nicht um Deutschland nach vorne zu bringen.


Neuer12

Zitat von: GoodBye in 05.09.2025 15:32
Wir haben ganz andere Probleme mit Fehlanreizen.

Wenn ich in den Bereich Lehramt schaue, haben wir eine Teilzeitquote, die Richtung 50% geht, mit der Tendenz, zumindest in meinem Bekanntenkreis, einer Besoldungserhöhung stets mit einer Ausweitung der Teilzeit zu begegnen.

Das ist ja auch in Ordnung so. Für diejenigen, die sich hauptsächlich um die Familie kümmern, ist das Gehalt anscheinend ausreichend. Der Hauptverdiener der Familie macht dann halt etwas anderes. In meinem Kreis sehr beliebt ist die Kombination Arzt/Lehrer(Teilzeit) oder Rechtsanwalt/Jurist h.D.(Teilzeit).

Männlich/weiblich darf jeder frei wählen. Hauptverdienst steht stets vorne.

Genau, der Hauptverdiener darf nicht BEamter sein, damit so etwas aufgeht.
Sollte er aber.

Teilzeit ist auch so hoch, da die Belastung immens ist und immer mehr ansteigt (heterogene Klassen, hoher Migrationsanteil, schlechte Ausstattung)

Reisinger850

Zitat von: Neuer12 in 05.09.2025 08:57
Sehe ich ähnlich. LEhrer müssen keine BEamte sei.

Wichtig ist, dass es Netto gleich bleibt....ansonsten findet man keine qualifizierten Leute mehr, was heute in vielen Unterrichtsfächern  eigentlich schon der Fall ist

Dafür muss erstmal eine neue E Tabelle gemacht werden, für E15 ohne Pension gehe ich nicht mehr in diese Bruchbude.

Neuer12

Zitat von: Reisinger850 in 06.09.2025 12:06
Zitat von: Neuer12 in 05.09.2025 08:57
Sehe ich ähnlich. LEhrer müssen keine BEamte sei.

Wichtig ist, dass es Netto gleich bleibt....ansonsten findet man keine qualifizierten Leute mehr, was heute in vielen Unterrichtsfächern  eigentlich schon der Fall ist

Dafür muss erstmal eine neue E Tabelle gemacht werden, für E15 ohne Pension gehe ich nicht mehr in diese Bruchbude.
Auch Angestellte bekommen ja zusätzlich etwas zur normalen Rente...aber klar, es darf insgesamt nicht weniger sein.
Den Job tut sich heute ja kaum einer mehr an, der wirklich qaulifiziert ist und 100% arbeitet

Zauberberg

Wow ! Der Lehrer/innen Job ist bestimmt nicht leicht, aber E15 als Peanuts abzuspeisen, finde ich ich schon sehr arrogant.
Stimme eher der Bemerkung zu, dass mittlerweile in dem Job viele nicht qualifizierte Personen arbeiten, was durch einige wenige, die qualifiziert sind und den Job gerne machen, aufgefangen werden muss. Denke an der Stelle könnte man auch mal ansetzen.

lotsch

Was wir sehen ist ein Versagen des Staates in seinen Kernaufgaben, militärische Sicherheit, innere Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Bildung, Wirtschaft und Wohlstand. Wichtig ist es unseren Politikern, dass man seine in der Geburtsurkunde eingetragene Sexualität jederzeit ändern kann und der Wunsch, Traditionen, Gewohnheiten und kulturelle Inhalte radikal zu verändern (,,Das Land wird sich ändern. Und ich freue mich drauf." Katrin Göring-Eckhard). Ich denke, das wird sich rasch ändern, denn die Leute erkennen, dass man damit nicht einverstanden sein kann, ohne gleich Nazi zu sein, auch wenn man versucht, einen in diese Ecke zu drängen. Was hat das mit Beamten und einem funktionierenden öffentlichen Dienst zu tun? Man wird sich bald besinnen, dass es ohne diesen nicht funktionieren wird, denn wir leben in interessanten Zeiten, und können nur hoffen, dass sie nicht zu interessant werden, z.B., wenn unsere Wirtschaft schon zu sehr beschädigt wurde. Unseren Politikern muss man klarmachen, dass sie nur leitende Angestellte des Volkes mit Zeitverträgen sind.

Knarfe1000

Zitat von: Neuer12 in 05.09.2025 14:42
Zitat von: Knarfe1000 in 05.09.2025 09:13
Zitat von: Neuer12 in 05.09.2025 08:57
Sehe ich ähnlich. LEhrer müssen keine BEamte sei.

Wichtig ist, dass es Netto gleich bleibt....ansonsten findet man keine qualifizierten Leute mehr, was heute in vielen Unterrichtsfächern  eigentlich schon der Fall ist
Bei den Lehrern ist das Problem aber nicht eine schlechte Bezahlung. Die ist nämlich - auch im EU-Vergleich - gerade in Deutschland ganz weit vorne.
Sehe ich anders.

Welchen BWLer oder Informatiker...(bin Berufsschullehrer) bekommst mit dem Gehalt nur annähern gelockt?
Und das merkt man beim Nachwuchs im Übrigen deutlich, wenn es noch welchen gibt...
Bei anderen Fächern kann es anders aussehen...
Gemeint waren die Lehrer an allgemeinbildenden Schulen (Grundschule bis Gymnasium). Fachspezifische Konstellationen an Berufsschulen können anders aussehen.

Knarfe1000

Zitat von: NordWest in 05.09.2025 16:30

Das Problem sehe ich auch, einen Zusammenhang zu Besoldungserhöhungen aber nicht, dazu waren sie in den letzten Jahren auch viel zu marginal, sieht man mal von vereinzelten Kinderzuschlagssteigerungen ab.

Jetzt könnte der Staat natürlich hingehen und Lehrer verdonnern, alle 80 oder gar 100 Prozent arbeiten zu müssen. Ich wette, die Zahl der Dauererkrankten und Frühpensionierungen würde daraufhin durch die Decke schießen. Nach meine Erfahrung gehen 80% der Lehrer nämlich stressbedingt heute schon psychisch-emotional am Stock und reduzieren vor allem deshalb.
Da ist sicher was dran. Aber was bei der Politik rüberkommt ist, dass Lehrer offenbar so viel verdienen, dass extrem viele mit Teilzeit hinkommen. Der logische Schluss - aus Politikersicht - wäre, Gehalt kürzen.