Besoldungsrunde 2025-2028 Bayern

Begonnen von Dokumentenfahrer, 14.02.2026 19:50

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Meier123

Zitat von: Rheini in 25.06.2026 14:20Ich denke das zukünftig nicht mehr alle Beamten die Endbesoldungsgruppe (oder nahe dran) erreichen werden. Auch wird es keine oder nur wenige Bündelungsämter geben, sondern eine Besoldungspyramide.

Dann werden zukünftig einige bis viele im g. D. z. B. mit A10 oder A11 in Pension gehen.


Finde ich ehrlich gesagt auch ok. Sind halt nicht alles High-Performer. Gibt genug Kollegen, die bis A13 durchgereicht werden und im Endeffekt werden die guten mal mit einem halben Jahr schnellerer Beförderungszeit belohnt. Die Frage ist aber eigentlich losgelöst von der aktuellen Rentendebatte zu sehen. Wir sind ja nun gerade nicht! hiervon berührt. Auch finde ich die Idee einer Ausweitung der Wartezeit für die Pensionsfähigkeit im moderaten Umfang (vielleicht auf 3-4 Jahre) iO. Es hat eh ein Geschmäckle, wenn man Kollegen noch kurz als Gefälligkeit vorm Ruhestand befördert, nur damit diese lebenslang eine höhere Pension bekommen. Viel mehr im Vergleich zu vorher leisten die dann eh nicht. Man sollte lieber zuschauen, dass man die wirklich guten Leute früh hochbefördert. Die "Normalos" bleiben dann halt (berechtigt) auf der Strecke...

AltStrG

Zitat von: Rheini in 25.06.2026 14:20Ich denke das zukünftig nicht mehr alle Beamten die Endbesoldungsgruppe (oder nahe dran) erreichen werden. Auch wird es keine oder nur wenige Bündelungsämter geben, sondern eine Besoldungspyramide.

Dann werden zukünftig einige bis viele im g. D. z. B. mit A10 oder A11 in Pension gehen.



Was im Sinne der Gaußschen Kurve auch normal ist/wäre. In einer Großkanzlei werden auch nicht alle Partner oder Senior.

Schneewitchen

Zitat von: AltStrG in 26.06.2026 12:27Was im Sinne der Gaußschen Kurve auch normal ist/wäre. In einer Großkanzlei werden auch nicht alle Partner oder Senior.

Sehe ich auch so! Diese "Tradition" anstehenden Pensionären, ungeachtet der persönlichen Leistung, noch rechtzeitig eine Beförderung zukommen zu lassen, habe ich noch nie nachvollziehen können.

Meierheim

Erstaunlich wie hier in einem Beamtenforum die deutliche Absenkung der Lebensbezüge durch eine entscheidende Veränderung der Beförderungspraxis gutgeheißen wird. Bisher wurden z.B. bei meiner Planstelle alle drei Beförderungsämter einer sog. "Topfwirtschaft" durchlaufen. In der Regel erfolgte die erste Beförderung nach sieben Jahren, die zweite in das Endamt nach weiteren sieben bis zehn Jahren. Mittlerweile haben sich die Wartezeiten zur ersten Beförderung verdoppelt und einige meiner Kolleginnen und Kollegen, die in fünf bis zehn Jahren in Pension gehen, haben das letzte Beförderungsamt noch nicht erreicht. Für den Landeshaushalt ist das natürlich sehr vorteilhaft, konkret bedeutet es aber eine erhebliche Verringerung der Besoldung.

simon1979

Zitat von: Meierheim in Gestern um 13:50Erstaunlich wie hier in einem Beamtenforum die deutliche Absenkung der Lebensbezüge durch eine entscheidende Veränderung der Beförderungspraxis gutgeheißen wird. Bisher wurden z.B. bei meiner Planstelle alle drei Beförderungsämter einer sog. "Topfwirtschaft" durchlaufen. In der Regel erfolgte die erste Beförderung nach sieben Jahren, die zweite in das Endamt nach weiteren sieben bis zehn Jahren. Mittlerweile haben sich die Wartezeiten zur ersten Beförderung verdoppelt und einige meiner Kolleginnen und Kollegen, die in fünf bis zehn Jahren in Pension gehen, haben das letzte Beförderungsamt noch nicht erreicht. Für den Landeshaushalt ist das natürlich sehr vorteilhaft, konkret bedeutet es aber eine erhebliche Verringerung der Besoldung.

Bei uns am Landratsamt sieht es anders aus.

Ich bin 47 und sitze auf ner A9er Stelle. Dank 10 Jahren Bundeswehr Vordienstzeit bin ich jetzt mit A9 Stufe 9  besoldet.
A9 Z Stellen gibt es so gut wie keine, auf die ich mich bewerben kann bzw. will und somit bleibt mir nur noch eine Stufe, die ich in ca. Jahren erreichen werde. Danach war es das!

Mein Kollege ist 23 und wird dieses Jahr auf Lebenszeit verbeamtet. Er ist aktuell noch A6, wird aber mit Anfang 30 auf A9 durchbefördert sein.


Stefan35347

Da sind ja eigentlich die armen Schweine in den Behörden, in denen schon immer langsam befördert wurde, durch die neue Regelung noch mehr im NAchteil. Andere in entsprechende BEhörden haben schon mit 40 das Endamt erreicht. Das ist wirklich sehr gerecht und einleuchtend *kopfschüttel* und wird von den Usern hier auch noch teilweise befürwortet. Sauber.

Stefan35347

Dargestellt wird der Bullshit aber so, als würde praktisch jeder Beamte zwei JAhre vor PEsnsionsantritt noch schnell aus Gefälligkeit in das Endamt befördert...

Schneewitchen

Zitat von: Stefan35347 in Gestern um 14:36Dargestellt wird der Bullshit aber so, als würde praktisch jeder Beamte zwei JAhre vor PEsnsionsantritt noch schnell aus Gefälligkeit in das Endamt befördert...


Das passiert sicherlich nicht ( mehr) im großen Stil. Aber wenn derartige Beförderungen,unabhängig von entsprechender Leistung, ausgesprochen werden, dann finde ich das nicht richtig.

Genau wegen solcher Praktiken steht doch das Berufsbeamtentums in Verruf. Wenn man den Leistungsgedanken ernst nehmen will, dann muss man das in praxi auch so leben.

Ich gönne jedem Kollegen eine möglichst hohe Pension. Das kann und darf aber nicht auf Gefälligkeitsbeförderungen basieren.

Auch, wenn das heutzutage nicht mehr die Regel ist und eher die Ausnahme, genau diese Ausnahmen werden an die Öffentlichkeit gespült. Und das schadet im Zweifel uns allen.

Rheini

Meine Erfahrungen sind, dass es oft je nach Behörde (und ich rede jetzt nicht von Ministerien), große Unterschiede bei den Beförderungen gibt.

Daher habe ich u.a. diesen Punkt in meine Lebensplanung einfliesen lassen.

Das nützt aber nun nicht jedem und ich befürchte, dass es zukünftig nicht bessser wird.

Daher kann ich nur jedem raten, seine eigene Karriere zu planen bzw. die Orte / Stellen zu vermeiden, die zu einem Frusterlebniss führen. Evtl. machen das die Beschäftigten im öffentl. D..viel zu wenig.

Bestenfalls bemerkt das auch der AG/DH und passt seine Bewertung an.

simon1979

Zitat von: Rheini in Gestern um 15:32Meine Erfahrungen sind, dass es oft je nach Behörde (und ich rede jetzt nicht von Ministerien), große Unterschiede bei den Beförderungen gibt.

Daher habe ich u.a. diesen Punkt in meine Lebensplanung einfliesen lassen.

Das nützt aber nun nicht jedem und ich befürchte, dass es zukünftig nicht bessser wird.

Daher kann ich nur jedem raten, seine eigene Karriere zu planen bzw. die Orte / Stellen zu vermeiden, die zu einem Frusterlebniss führen. Evtl. machen das die Beschäftigten im öffentl. D..viel zu wenig.

Bestenfalls bemerkt das auch der AG/DH und passt seine Bewertung an.

Was sind denn so die Standardbewertungen, wenn ich fragen darf! Bin seit 2015 in der Verwaltung tätig und seitdem Sachbearbeiter in der Sozialhilfe/ Asylbewerberleistungen. Wir sind ein eher kleines Sachgebiet bzw. Arbeitsgruppe und haben die letzten 10 Jahre ziemlich gut gewuppt! In der Regel wurden die Beamten hier immer mit 11 oder 12 Punkten beurteilt.

Schneewitchen

Zitat von: Rheini in Gestern um 15:32Meine Erfahrungen sind, dass es oft je nach Behörde (und ich rede jetzt nicht von Ministerien), große Unterschiede bei den Beförderungen gibt.

Daher habe ich u.a. diesen Punkt in meine Lebensplanung einfliesen lassen.

Das nützt aber nun nicht jedem und ich befürchte, dass es zukünftig nicht bessser wird.

Daher kann ich nur jedem raten, seine eigene Karriere zu planen bzw. die Orte / Stellen zu vermeiden, die zu einem Frusterlebniss führen. Evtl. machen das die Beschäftigten im öffentl. D..viel zu wenig.

Bestenfalls bemerkt das auch der AG/DH und passt seine Bewertung an.

Stimmt, die Behörden haben eine durchaus unterschiedliche Beförderungskultur. Meine jetzige Behörde z.B. hat eine ausgesprochen starke Allergie gegen Beförderungen. Wer hier weiterkommen will, der muss zu einer anderen Behörde wechseln.

Anderswo ist das dann wieder einfacher.

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen werden sich die Behörden zukünftig aber insgesamt beim Thema Beförderungen noch schwerer tun.

Meier123

Zitat von: Meierheim in Gestern um 13:50Erstaunlich wie hier in einem Beamtenforum die deutliche Absenkung der Lebensbezüge durch eine entscheidende Veränderung der Beförderungspraxis gutgeheißen wird. Bisher wurden z.B. bei meiner Planstelle alle drei Beförderungsämter einer sog. "Topfwirtschaft" durchlaufen. In der Regel erfolgte die erste Beförderung nach sieben Jahren, die zweite in das Endamt nach weiteren sieben bis zehn Jahren. Mittlerweile haben sich die Wartezeiten zur ersten Beförderung verdoppelt und einige meiner Kolleginnen und Kollegen, die in fünf bis zehn Jahren in Pension gehen, haben das letzte Beförderungsamt noch nicht erreicht. Für den Landeshaushalt ist das natürlich sehr vorteilhaft, konkret bedeutet es aber eine erhebliche Verringerung der Besoldung.
Was hindert den guten und qualifizierten Beamten am Stellenwechsel? Wer wirklich gut ist, kommt woanders deutlich schneller voran. Stattdessen wird lieber gejammert.  Da braucht man sich über das externe Bild verkrusteter Strukturen aber auch nicht wundern. Wer den Schritt nicht gehen mag, sollte halt auch mit Weniger zufrieden sein & darf sich nicht über langsame / fehlende Beförderungen meckern. In der Privatwirtschaft bleibt auch keiner ein Leben lang bei einem AG.

Rheini

Zitat von: simon1979 in Gestern um 15:43Was sind denn so die Standardbewertungen, wenn ich fragen darf! Bin seit 2015 in der Verwaltung tätig und seitdem Sachbearbeiter in der Sozialhilfe/ Asylbewerberleistungen. Wir sind ein eher kleines Sachgebiet bzw. Arbeitsgruppe und haben die letzten 10 Jahre ziemlich gut gewuppt! In der Regel wurden die Beamten hier immer mit 11 oder 12 Punkten beurteilt.

Standartbewertungen sind Schall und Rauch, Stellen muss man haben.

Ich habe z. B. ab Ernennung A9, knapp 17 Jahre bis A13 benötigt incl. 3* Behördenwechsel (ohne Ministerien). Dort ging es zügiger ...

AltStrG

Zitat von: Meierheim in Gestern um 13:50Erstaunlich wie hier in einem Beamtenforum die deutliche Absenkung der Lebensbezüge durch eine entscheidende Veränderung der Beförderungspraxis gutgeheißen wird. Bisher wurden z.B. bei meiner Planstelle alle drei Beförderungsämter einer sog. "Topfwirtschaft" durchlaufen. In der Regel erfolgte die erste Beförderung nach sieben Jahren, die zweite in das Endamt nach weiteren sieben bis zehn Jahren. Mittlerweile haben sich die Wartezeiten zur ersten Beförderung verdoppelt und einige meiner Kolleginnen und Kollegen, die in fünf bis zehn Jahren in Pension gehen, haben das letzte Beförderungsamt noch nicht erreicht. Für den Landeshaushalt ist das natürlich sehr vorteilhaft, konkret bedeutet es aber eine erhebliche Verringerung der Besoldung.

Das wird das neue Normal werden. Längere Standzeiten, weniger Beförderungen, mehr Verantwortung im Statusamt, mehr Personalverantwortung auch in niedrigeren Statusämtern, weniger Verbeamtungen generell, komplette Herausnahme bestimmter Tätigkeiten im Beamtenstatus (Lehrer, u.a.).

Es wird strikt im Sinne des Art. 33 befördert werden, was natürlich den beschriebenen Effekt hat. Das hat im übrigen auch das BVerfG mehrfach in seinen Beschlüssen angemahnt.

Boromir

Servus, hier in dem Artikel wird das wie ich finde noch mal sehr gut aufgearbeitet.

Besoldung Bayern 2026: TV-L-Abschluss & die 6-Monats-Verschiebung für Beamte