Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Robertbob

Über Jahrzehnte wurde ich verarscht, über diesen Zeitraum hat der DH mich immer und immer wieder hinter die berühmte Fichte geführt, mir zustehende Besoldungserhöhungen verweigert, oder zumindest gekürzt. Sollte er nunmehr die mir zustehende aA auch gewähren, was aber immer noch bezweifle (gebranntes Kind), bekäme ich endlich mal, wahrscheinlich zum ersten Mal in meinen Beamtenleben, das was mir schon sein ca. 40 Jahren zusteht.

Rheini

Zitat von: Casiopeia1981 in Heute um 18:21Für eure Gesundheit ist es besser, jetzt erstmal bis September eine Pause einzulegen.

Das ewige Gernögele hier ist ja schrecklich.

Im Sommer sollte das Gesetz vorgelegt werden und siehe da, im Spätsommer kommt es.

Aber wahrscheinlich hat der eine oder andere hier in der Beamtenblase sowieso den Sinn für die reale Welt verloren. Denn anders kann ich diese sinnfreie Schwadroniererei des einen oder der anderen nicht erklären.

Vielleicht weil der DH schon seit Jahrzehnten nicht die aA gezahlt hat?

Wenn er das bis jetzt getan hätte und statt im Sommer im Spätsommer "nur" die Besoldung 2026 geregelt werden würde, wäre (fast) niemand hier.

cookiedent

Zitat von: Schneewitchen in Heute um 19:01Das sind die Vertreter der "Spatz in der Hand Denkweise". Die werden mit Sicherheit "Hurra" schreiben, selbst für 10 Euro.

Und nein, solche Leute verstehe ich nicht......

Lass mich raten, waren das jüngere Kollegen?
Also welche, die vor den Streichungen von Urlaubs- und Weihnachtgeld, den nicht übernommen Tarifabschlüssen, verschiedenen Beförderungsstops und der Mitfinanzierung der Pensionsrücklage usw. angefangen haben?

In all meiner Bescheidenheit wäre ich ja schon zufrieden, wenn ich das Geld nachbezahlt bekäme, was mir gestrichen wurde und die laufende Besoldung auf den alten Stand angehoben würde.
Ich wäre dann natürlich direkt auf dem Weg zum Porsche Händler und würde diesen fragen, wieviel Rabatt es bei Barzahlung gibt.
Allerdings ist meine Hoffung darauf sehr gering, dem FM wird schon noch etwas kreatives einfallen, damit es nur das Bobbycar wird.

BeamterNRW

Puh, mich komplett passiv zu verhalten, gelingt mir nun leider doch nicht. Mich würde nämlich brennend Folgendes interessieren:

Frage an Robertbob und Schneewitchen:
Ihr scheint ja bereits sehr lange dabei zu sein. Wenn ihr euch seit Jahrzehnten derart hintergangen fühlt, weshalb habt ihr dann nicht den Beamtenstatus aufgegeben und seid zu einem Arbeitgeber der Privatwirtschaft gewechselt?
Ich kann das – völlig ohne Polemik – schlichtweg nicht nachvollziehen. Wenn ich mich über Jahre hinweg schlecht behandelt oder unzureichend wertgeschätzt fühlen würde, zöge ich die Konsequenzen und ginge. Ich würde keinesfalls darauf hoffen, dass sich meine Situation durch externe Einflüsse irgendwann magisch verbessert.

Zudem würde mich interessieren, was genau mit der Aussage gemeint ist: ,,Ich habe tolle Jahre mitgemacht, wo die Konjunktur richtig gebrummt hat und man für den öD kaum vernünftige Leute gefunden hat, weil die Guten eben sich in der Wirtschaft dumm und dämlich verdient haben." Was bedeutet denn in diesem Kontext ,,dumm und dämlich verdienen"?

Sofern ich die Informationen richtig in Erinnerung habe, dürfte folgende Konstellation in etwa auf dich, Schneewitchen, zutreffen:

-Beruflicher Status: Du berichtest wiederholt von ehemaligen Kommilitonen. Das impliziert mindestens eine Zuordnung zum gehobenen, wenn nicht gar zum höheren Dienst. Nach 36 Dienstjahren dürftest du bei A 13 und in der höchsten Erfahrungsstufe angekommen sein. Dies nehme ich zumindest an, da du durchblicken ließest, durchaus leistungsorientiert zu sein bzw. gewesen zu sein. Solltest du nach dieser Dienstzeit nicht im Endamt angekommen sein, müsste man die eigene Leistung sowie das berufliche Selbtstbild wohl einmal ernsthaft hinterfragen. Das ist zumindest meine Auffassung beziehungsweise die Konsequenz, die ich daraus ziehen würde.
- Familienstand: Ich meine mich zu erinnern, dass du von vier (?) Kindern berichtet hast. Demnach müsste deine Grundbesoldung um beträchtliche Familienzuschläge ergänzt werden.
- Erwerbsmodell: Möglicherweise war es Ironie deinerseits, jedoch hast du hinsichtlich des Partnereinkommens stets den Eindruck vermittelt, dass deine Frau nicht erwerbstätig ist und somit das ,,klassische" Alleinverdiener-Modell auf dich zutrifft.

In der Konsequenz bedeutet dies Folgendes: Besoldungsgruppe A 13, Steuerklasse 3, Erfahrungsstufe 12 sowie gegebenenfalls ein Familienzuschlag für vier Kinder.

Demnach dürfte sich dein monatliches Nettoeinkommen etwa zwischen 5.500 € und 6.900 € bewegen (abhängig von der genauen Kinderzahl – wobei letztere in der Privatwirtschaft ohnehin keinen Arbeitgeber interessieren würde). Um ein vergleichbares Nettoeinkommen in der Privatwirtschaft zu erzielen, müsste man ein Bruttojahresgehalt zwischen ca. 102.000 € und 126.000 € generieren. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) erzielen in Deutschland jedoch nur rund 5 % der Beschäftigten ein sechsstelliges Einkommen.

Objektiv betrachtet sehe ich somit keinerlei Indikator dafür, dass du ,,schlecht" alimentiert wirst. Daher würde mich ernsthaft interessieren, was genau für dich unter ,,dumm und dämlich verdienen" fällt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ja, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung habe ich an dieser Stelle kalkulatorisch vernachlässigt. Im Gegenzug stehen diesen Abzügen jedoch auch substanzielle Leistungsvorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber.

Ich möchte keineswegs den Eindruck erwecken, jemanden vorführen oder bekehren zu wollen. Dennoch erscheinen mir viele der hier getätigten Aussagen schlichtweg nicht plausibel – weshalb ich zumindest darum bemüht bin, eure Perspektive nachzuvollziehen.

 Lieben Gruß