Autor Thema: Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung  (Read 46366 times)

BAT

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #375 am: 27.11.2019 20:03 »
man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.

Das ist richtig. Wenn man erst ohne Kaltmiete wohnt, wenn man alt ist, sollte man die Finger davon lassen.

Da jedoch die meisten Unfälle in der Freizeit passieren, wäre eine 48 Stunden - Woche bis E8 ratsam. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Endlich mal den guten Aufschnitt kaufen und gesünder leben!

werop

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #376 am: 28.11.2019 08:44 »
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "

In einem anderen Forum (Fußball-Forum) wurde vor langer Zeit auf die Verlinkung mit der Blöd immer geantwortet:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
Finde, dass das immer noch passt, mittlerweile würde ich aber mehrere andere Medien dazu zählen.

Trotzdem, da die eigentliche Quelle Bundesamt für Statistik ist, sehr auffällig: 
"...laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 [...] folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %)..."
Geht man einmal von 2000€ netto aus (in einer Quelle wurde ein Durchschnittsverdienst von ca. 1.900€ genannt, in einer anderen Quelle waren es 2.200 €) würde das heißen: monatlich 292€ fürs Auto, 286€ für Lebensmittel.
Wenn das in etwa meine monatliche Aufstellung wäre, dann würde ich mir genau an dieser Stelle zuerst einmal ein paar Gedanken machen! Denn: Geld, welches man nicht ausgibt, muss man auch nicht einnehmen!  8)


man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
...und kann seinen Kindern oder Enkeln (falls man doch alt wird) davon erzählen  ;D

Kaffeetassensucher

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #377 am: 28.11.2019 08:54 »
wie soll man denn die ganze Freizeit finanzieren können,
gut kann man eher zur Tafel oder Pfandflaschen sammeln

Zitat:"Vom monatlichen Netto-Einkommen sollte der größte Posten auf Wohnen und Heizen (32,6 %) entfallen. Auf Platz 2 liegen die laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 und 4 folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %) und Freizeit/Kultur (11,4 %). Unter sonstige Ausgaben (27,1 %) fallen Kleidung und Gesundheit, aber auch Reisen und kleinere Ausgaben wie Telefonkosten. Quelle: Bundesamt für Statistik / https://www.bild.de/geld/sparen/kosten/was-kostet-mein-leben-sparen-haushalt-27048916.bild.html "

In einem anderen Forum (Fußball-Forum) wurde vor langer Zeit auf die Verlinkung mit der Blöd immer geantwortet:
"Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun."
Finde, dass das immer noch passt, mittlerweile würde ich aber mehrere andere Medien dazu zählen.

Dem schließe ich mich vollumfänglich an. Bild ist keine seriöse Quelle und ich vermeide es auf einen Link zu klicken, der zu diesem … Blatt führt.

Trotzdem, da die eigentliche Quelle Bundesamt für Statistik ist, sehr auffällig: 
"...laufenden Kosten für das Auto (14,6 %), auf Platz 3 [...] folgen Ausgaben für Lebensmittel (14,3 %)..."
Geht man einmal von 2000€ netto aus (in einer Quelle wurde ein Durchschnittsverdienst von ca. 1.900€ genannt, in einer anderen Quelle waren es 2.200 €) würde das heißen: monatlich 292€ fürs Auto, 286€ für Lebensmittel.
Wenn das in etwa meine monatliche Aufstellung wäre, dann würde ich mir genau an dieser Stelle zuerst einmal ein paar Gedanken machen! Denn: Geld, welches man nicht ausgibt, muss man auch nicht einnehmen!  8)

Auto auf Platz 2 … dass eine dumme Blechkiste so viel Ressourcen verschlingt … Da bin ich aber zum Glück fein raus, da ich gar kein Auto habe. Wohnen und Heizen kommt bei mir aber hin, während der Posten für Lebensmittel und der für die Freizeitgestaltung wohl höher wäre. Und ich hätte durchaus noch Luft nach oben (um die etwas kryptische Frage, wie die ganze Freizeit finanziert können sollte, ebenfalls zu beantworten).


man hat ja keine Garantie das man alt wird. Und wenn man in der Freizeit z.b. jetzt Erfolge hat , z.b. erster Platz beim Minigolf das hat man dann auf der haben Seite.
...und kann seinen Kindern oder Enkeln (falls man doch alt wird) davon erzählen  ;D

Wenn man welche hat.  ;D

Kat

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #378 am: 28.11.2019 09:06 »

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.

DAs würde bedeuten, man darf ins Minus gleiten, aber nicht ins Plus. Nicht wirlich arbeitnehmerfreundlich und würde bei uns auch sehr zu Unmut führen.

Spid

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #379 am: 28.11.2019 09:22 »
Nein, würde es nicht.

Philipp

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #380 am: 28.11.2019 09:37 »

DAs ist aber nicht der Sinn von Gleitzeit. Es fängt ja schon damit an, die die meisten von Montag-Donnerstag Mehrarbeit leisten, um dann Freitag mittags gehen zu können. Ein Gleitzeitkonto ist dazu da, mal früher und mal später Feierabend zu machen und nicht, um sich das auszahlen zu lassen.

Die Gleitzeit soll ja auch ihren ursprünglichen Zweck behalten. Dazu müsste man einfach einen Durchschnitt der Wochenarbeitszeit nehmen.
Es ist ja auch nicht erlaubt, mehr als 48 Wochenstunden zu arbeiten, was auch über einen bestimmten Zeitraum ausgeglichen sein muss.

Man könnte formulieren, dass ein Gleitzeitkonto die vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschreiten darf. Alles was darüber fällt ist automatisch angeordnete Überstunde oder muss abgebaut werden.

Hieße für einen Vollzeitbeschäftigten mit 39 Wochenstunden, dass er maximal 39 Wochenstunden "anhäufen" darf.

DAs würde bedeuten, man darf ins Minus gleiten, aber nicht ins Plus. Nicht wirlich arbeitnehmerfreundlich und würde bei uns auch sehr zu Unmut führen.

Wie meinen?

War so gemeint, dass man wie bisher "gleiten" darf. Nur dürften die Plus-Stunden dann ein Limit nicht ohne weiteres überschreiten.
Im Grunde soll es nur darum gehen, Gleitzeitstunden über Betrag X (aktuell meine ich 40h !?) nicht mehr am Jahresende verfallen zu lassen. Der Arbeitnehmer arbeitet diesen Zusatz derzeit umsonst, opfert seine Lebenszeit und Freizeit komplett ohne Gegenleistung. DAS ist auf keinen Fall Arbeitnehmerfreundlich und dürfte auch kaum im Interesse der Gewerkschaften sein.

Kat

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #381 am: 28.11.2019 10:41 »
Wenn gekappt wird auf jeden Fall, da stimme ich Dir zu. Da halte ich auch überhaupt nichts davon. Ist bei uns zum Glück nicht der Fall. Wir dürfen bis zu 40 Stunden bei Vollzeit (Teilzeit entsprechend weniger) Plus oder Minusstunden bis zur Rente vor uns herschieben, wenn uns danach ist. Bei über 40 Stunden muß eine Vereinbarung geschlossen werden, wie man davon runterkommt. Bzw. bis zur Rente sollte das Stundenkonto natürlich komplett ausgeglichen sein.

werop

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #382 am: 28.11.2019 11:33 »
Arbeitnehmerfreundlich wäre die/eure Regel schon. Und ich deshalb natürlich dafür.
Nur kann man hier den AG doch verstehen, dass er das nicht aus der Hand geben will.
Eine Konsequenz wäre vermutlich, dass Teile der AN diese Regel für ihre Interessen ausnutzen, d.h. sie werden Stunden entsprechend ansammeln. Fraglich, ob diese Stunden wirklich aufgrund der vielen Arbeit hätte sein müssen. Sicherlich könnte man das etsprechend kontrollieren lassen z.B. vom Vorgesetzten. Aber auch das führt zu einem größeren Aufwand mit größerem Konflitkpotenzial.
Das das Hauptproblem außerdem nur in die Zukunft geschoben wird, weil ja später die Stunden wieder abgefeiert werden müssen, kommt ja auch noch dazu bzw. ist vermutlich sogar der entscheidende Punkt.


SK

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #383 am: 28.11.2019 12:09 »
- Mindestens 200 Euro mehr Brutto
- 38 Arbeitsstunden pro Woche
- 32 Urlaubstage
- 100% JSZ; je mehr man krank wird, desto weniger sollte % sein
- Bezahlung von Überstunden

Kaffeetassensucher

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« Antwort #384 am: 28.11.2019 12:12 »
Eine Konsequenz wäre vermutlich, dass Teile der AN diese Regel für ihre Interessen ausnutzen, d.h. sie werden Stunden entsprechend ansammeln. Fraglich, ob diese Stunden wirklich aufgrund der vielen Arbeit hätte sein müssen. Sicherlich könnte man das etsprechend kontrollieren lassen z.B. vom Vorgesetzten. Aber auch das führt zu einem größeren Aufwand mit größerem Konflitkpotenzial.

Das befürchte ich auch, dass dann Leute hingehen und Stunde um Stunde schrubben, nur um am Ende ein paar Euro mehr aufs Konto zu bekommen. Zumal ich es auch als ein Stück weit Eigenverantwortlichkeit sehe, selber dafür zu sorgen, dass man nicht so massiv Mehrstunden aufbaut, die dann gekappt werden können, speziell, da es einem ja eh alle naselang um die Ohren gehauen wird, doch bitte, bitte das Mehrplus entsprechend zu reduzieren, weil es (bei uns) am 30. September gekappt wird.

Mit einer Maßgabe, dass als Zeitraum nicht die Wochenarbeitszeit, sondern ein längerer Zeitraum genommen wird (einige "sparen" nun einmal auch darauf, mal einen Tag frei machen zu können, ohne dafür Urlaub nehmen zu müssen), könnte ich damit auch ganz gut leben, wenn das was sonst gekappt würde, ausgezahlt wird, ich bin mir aber nicht sicher, ob man die Leute da wirklich so von ihrer Eigenverantwortlichkeit, selber ihre Gleitzeitstunden in den Griff zu bekommen, entbinden muss (bzw. das Gegenteil damit ja sogar noch fördern).

Kat

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Antw:Tarifrunde 2020 - Wunschvorstellung
« Antwort #385 am: 28.11.2019 12:14 »
- Mindestens 200 Euro mehr Brutto
- 38 Arbeitsstunden pro Woche
- 32 Urlaubstage
- 100% JSZ; je mehr man krank wird, desto weniger sollte % sein
- Bezahlung von Überstunden

Jahressonderzahlung ist Bestandteil des Gehaltes und nicht von Anwesenheiten abhängig. Das könnte man allenfalls beim LOB mit anbringen. Überstunden werden bezahlt. Sie müssen natürlich angeordnet sein, aber sonst wären es ja auch keine Überstunden.

Philipp

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« Antwort #386 am: 28.11.2019 13:14 »
@werop und Kaffeetassensucher

Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird manuell kontrolliert. Wir haben keine Stempeluhr sondern müssen unsere Zeit selbst in eine Tabelle eintragen die quartalsweise vom nächsten Vorgesetzten geprüft wird (zumindest offiziell). Da reicht der Blick auf die Stunden nach drei Monaten und evtl. ein Hinweis, diese doch abzubauen.

Letzten Endes gilt: Bescheißen kann man immer. Das jetzige System auf Vertrauensbasis bei uns wird auch von einzelnen Kollegen ausgenutzt.

Alternativ könnte man - ob der "Ruhe" in den ersten Tagen eines neuen Jahres - in einigen technischen Behörden sicherlich eine Art Regelung einführen, dass die ersten drei Wochen des Jahres genutzt werden müssen um Überstunden aus dem Gleitzeitkonto abzubauen. Wer zum Jahresende 100 Überstunden drauf hat, der kann 40 behalten, und 60 müssen zum Beginn des neuen Jahres abgebaut werden - heißt: Arbeitsbeginn rund anderthalb Wochen später.

So kommt niemand in die Versuchung, die Stunden für mehr Geld, oder geplant anfallen zu lassen. Wer arbeitsbedingt einfach mehr Zeit benötigt, erhält hier einen zusammenhängenden Ausgleich für Urlaub oder Freizeit.


WasDennNun

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« Antwort #387 am: 28.11.2019 13:25 »
War so gemeint, dass man wie bisher "gleiten" darf. Nur dürften die Plus-Stunden dann ein Limit nicht ohne weiteres überschreiten.
Im Grunde soll es nur darum gehen, Gleitzeitstunden über Betrag X (aktuell meine ich 40h !?) nicht mehr am Jahresende verfallen zu lassen.
Keiner zwingt einen solche Stunden anfallen zulassen, also kann man sie am Ende des Jahres auch verfallen lassen.
Keine Ahnung, warum man da ein System einrichten will, dass einige Leute zum "Betrug" einläd (mehr Geld scheffeln durch "arbeiten") und andere zur Selbstausbeutung (Keine "Strafe" dafür, dass sie zuviel arbeiten und nicht dafür sorgen, dass der AG hier handelt (handeln muss).

Wenn Leute über X Stunden haben, dann müssen sie zuhause bleiben, so einfach ist es. Und wenn der AG der Meinung ist, dass sie nicht zuhause bleiben sollen, dann soll er Überstunden anweisen (und entsprechend bezahlen).
Wohlgemerkt der AG und nicht der AN in Eigenregie entscheidet wann Überstunden notwendig sind!

Kaffeetassensucher

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« Antwort #388 am: 28.11.2019 13:50 »
Man kann das ganze natürlich technisch ausgestalten.
Viele Kommunen setzen mittlerweile ja auf die elektronische Erfassung, aka Stempelkarte. Da könnte ein entsprechender Warnhinweis kommen wenn man sich den 40h nähert. Den Rest müsste dann der Vorgesetzte im Auge behalten und aufpassen, dass ein Mitarbeiter nicht einfach nur Zeit absitzt.
Die anfallenden Stunden sollten schon zur verrichteten Arbeit passen.

Bei uns wird das tatsächlich so ähnlich gehandhabt. Elektronisch erfasst und wenn man eine bestimmte Zahl Stunden überschreitet (genaue Zahl weiß ich nicht, in die Verlegenheit, das wissen zu müssen, bin ich bislang nie gekommen), kriegt der Fachvorgesetzte ne Meldung und der muss dann mit dem Mitarbeiter besprechen, wie er da wieder runterkommt. Das ging schon so weit, dass jemand ein oder zwei Gleitzeittage nehmen "musste", weil er zu viel angesammelt hatte.

Manuell stelle ich mir das schwieriger vor, dass der Vorgesetzte da den Überblick behält, zumal Selbsteintragen ja geradezu zum Besch...en einlädt.

Ich kann verstehen, dass man gerne die Stunden, die gekappt werden, statt dessen lieber ausgezahlt bekommen haben möchte, ich frage mich aber, ob dieses System (aus den bereits genannten Gründen) wirklich so viel besser wäre, statt eines, wo man eben selber auf seine Stunden achten und entsprechend gleitend rechtzeitig verwerten kann.

Laemat

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« Antwort #389 am: 28.11.2019 14:46 »
Sag mal habt ihr alle kein Zuhause? Bei mir fällt nach 7,48h der Hammer, dann kommt der wichtige Teil im Leben.

Kollegen die mit ihren 100 Mehrstunden ankommen, bekommen von mir nur ein "selbst Schuld" zugerufen.
Wenn die Arbeit in 7,48h nicht zu schaffen ist, ist die Personalbemessung falsch, dass werde ich garantiert nicht zu Lasten meiner Familie ausgleichen.