Autor Thema: Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?  (Read 16847 times)

Spid

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #240 am: 12.05.2020 15:49 »
Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?
"Einzig betroffen" ist Quatsch, schwere/letale Verläufe gibt es auch bei den verbleibenden 78%.

Ja, in dem Maße wie es dort auch schwere Verläufe von Lungenentzündungen oder Grippe gibt. Lebensrisiko eben.

Spid

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #241 am: 12.05.2020 15:51 »
Es sterben derzeit ja durchaus Menschen, weil man für eine Pandemie diese Menschen nicht mehr behandelt.
Nicht alle Intensivbetten sind für Coronas vorhaltbar.
44 Mio sind ja bei der Anfangs angenommenem Reproduktionsrate in 16 Tage erreicht.
Derzeit sind ~2/3 der Intensivbetten belegt.
Ein drittel der Intensivbettenstandorte haben derzeit schon Engpässe

Und was gerne vergesen wird:
Selbst wenn wir bei hoher Durchseuchung genug Betten hätte, was dann kommt ist der Engpass der dann beim Personal liegt (da sie ebenfalls vermehrt Krank ausfallen und erst Wiedergesunden müssen).

In vielen Kliniken die ich kenne, waren die Intensivbetten schon vorher nicht komplett mit ausreichend Personal bestückt, so dass diese Betten nicht eingesetzt werden konnten.

Von daher, klar kann man das Risiko eingehen, ist ja nur auf Kosten der Geschädigten. Die Güterabwägung kann man machen, so wie man ja auch kein Tempo 30 in der Stadt oder 100 auf der Autobahn flächendeckend einführt.

Lebensrisiken halt.
[/quote

Eben.

Spid

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #242 am: 12.05.2020 16:01 »

Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?

Du musst dich entscheiden, ob du etwas quantifizieren kannst und willst oder nicht. In Frage der grundsätzlichen Definition aber auch in der konkreten Argumentation. So ist dein Argumentation hier weiterhin völlig inkonsistent und - wie so oft - fern jeder Logik.

Nein, Du denkst schlicht auf der falschen Ebene. Auf der taktischen Ebene macht man sich Gedanken, ob der Auerbach ein Panzerhemmnis darstellt und wie er mit starken Kräften überwunden werden kann, auf der operativen Ebene sorgt man sich um die Kanalisierung von Bewegungen über den Elbeseitenkanal wegen der wenigen Übergänge und auf der strategischen Ebene nimmt man als Grenze zwischen zwei Armeen die blaue Linie auf der Karte, an der „Rhein oder so“ steht. Wir befinden uns auf der strategischen Ebene. Da sind ein paar Tote oder ob Diabetiker insgesamt oder nur bei weiteren Prädispositionen zur Risikogruppe gehören, einfach nur Klein-Klein, um das sich Leute kümmern können, die in ihren Gefechtsfahrzeugen schlafen.

WasDennNun

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #243 am: 12.05.2020 16:16 »
Weil man anstatt einer Repression gegenüber von 100% der Bevölkerung eine solche gegen die einzig betroffenen 22% befürwortet?
"Einzig betroffen" ist Quatsch, schwere/letale Verläufe gibt es auch bei den verbleibenden 78%.
Stimmt.
Die Haltungen wird sich sicher ändern, wenn die Leute von schweren Verläufen im Freundeskreis überrascht werden.


Das Schwedische Modell läuft ja mit weniger Restriktionen, da wird auf den gesunden Menschenverstand und selbstauferlegten Einschränkungen gearbeitet. Ergebnis: Höhere Todesraten als in den Nachbarländern.

Bei uns haben sich die Leute ja auch zuhause ohne Zwang "freiwillig" eingeschränkt. Allerdings weil sie dachten man dürfe sich zuhause nicht mit jemanden treffen.

BAT

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #244 am: 12.05.2020 16:24 »

Wir befinden uns auf der strategischen Ebene. Da sind ein paar Tote oder ob Diabetiker insgesamt oder nur bei weiteren Prädispositionen zur Risikogruppe gehören, einfach nur Klein-Klein, um das sich Leute kümmern können, die in ihren Gefechtsfahrzeugen schlafen.

Alleine die vielfach kolpierte Risikogruppe "alt" schwankt durchaus um 20 Jahre, mithin um etwa 20 Millionen Menschen. Das ist kein klein-klein, das ist Tennis spielen im tiefsten Nebel mit einem Ball, der nicht mal definiert ist, ob er rund ist.

Völlig unlogisch. Um im Vergleich zu bleiben: wir wissen nicht nur nicht, ob der Auerbach ein Gewässer sind, sondern noch nicht mal ob er da ist.

Ich bin durchaus für Chaos - Methoden zu haben, aber erst wenn alle anderen verfügbaren Optionen erst mal gedacht, und vielleicht sogar, getan werden.

BAT

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #245 am: 12.05.2020 16:27 »

Das Schwedische Modell läuft ja mit weniger Restriktionen, da wird auf den gesunden Menschenverstand und selbstauferlegten Einschränkungen gearbeitet. Ergebnis: Höhere Todesraten als in den Nachbarländern.



Das halte ich für eine Fehlinterpretation - wie so oft - der Zahlen. Die Schweden haben bereits die Toten, die wir erst im Juni oder Juli haben werden. Selbstredend sterben die Menschen in einem "offenen Modell" früher. Aber es sterben nicht unbedingt mehr.

Spid

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #246 am: 12.05.2020 16:31 »

Wir befinden uns auf der strategischen Ebene. Da sind ein paar Tote oder ob Diabetiker insgesamt oder nur bei weiteren Prädispositionen zur Risikogruppe gehören, einfach nur Klein-Klein, um das sich Leute kümmern können, die in ihren Gefechtsfahrzeugen schlafen.

Alleine die vielfach kolpierte Risikogruppe "alt" schwankt durchaus um 20 Jahre, mithin um etwa 20 Millionen Menschen. Das ist kein klein-klein, das ist Tennis spielen im tiefsten Nebel mit einem Ball, der nicht mal definiert ist, ob er rund ist.

Völlig unlogisch. Um im Vergleich zu bleiben: wir wissen nicht nur nicht, ob der Auerbach ein Gewässer sind, sondern noch nicht mal ob er da ist.

Ich bin durchaus für Chaos - Methoden zu haben, aber erst wenn alle anderen verfügbaren Optionen erst mal gedacht, und vielleicht sogar, getan werden.

Auf der strategischen Ebene sich mit dem Auerbach überhaupt auseinandersetzen, ist falsch - und genau das tust Du.

WasDennNun

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #247 am: 12.05.2020 16:38 »
Das halte ich für eine Fehlinterpretation - wie so oft - der Zahlen. Die Schweden haben bereits die Toten, die wir erst im Juni oder Juli haben werden. Selbstredend sterben die Menschen in einem "offenen Modell" früher. Aber es sterben nicht unbedingt mehr.
Da stimme ich dir zu.
Abgerechnet wird in 2 Jahren, wenn man die Sterberaten vergleichen kann.


aus:https://www.ft.com/content/a26fbf7e-48f8-11ea-aeb3-955839e06441
Momentan sterben in Deutschland sogar weniger als im Mittel. fehlende Grippetote dank Corona.

BAT

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #248 am: 12.05.2020 19:54 »

Auf der strategischen Ebene sich mit dem Auerbach überhaupt auseinandersetzen, ist falsch - und genau das tust Du.

Nein, du bringst eine blaue Linie ins Gespräch und damit einen Fluss. Ich stelle den Fluss in Frage. Also deine potemkinschen Gegebenheiten. Woher diese auch immer kommen, ist es nicht nur eine schlechte Strategie sondern die völlige Abwesenheit von Problemerkenntissen.


BAT

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #249 am: 12.05.2020 19:57 »


aus:https://www.ft.com/content/a26fbf7e-48f8-11ea-aeb3-955839e06441
Momentan sterben in Deutschland sogar weniger als im Mittel. fehlende Grippetote dank Corona.

Sollte eine Abrechnung nach Sterberaten erfolgen, müssten wir sofort z. B. ähnliche Tempolimits einführen wie Schweden. Die Vorgehensweise ist inkonsistent.

Spid

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #250 am: 12.05.2020 20:04 »

Auf der strategischen Ebene sich mit dem Auerbach überhaupt auseinandersetzen, ist falsch - und genau das tust Du.

Nein, du bringst eine blaue Linie ins Gespräch und damit einen Fluss. Ich stelle den Fluss in Frage. Also deine potemkinschen Gegebenheiten. Woher diese auch immer kommen, ist es nicht nur eine schlechte Strategie sondern die völlige Abwesenheit von Problemerkenntissen.

Meine blaue Linie hat weder etwas mit dem Auerbach zu tun noch wäre es wichtig oder gar gegeben, daß die blaue Linie ein Fluß sei. Sie heißt Rhein und bildet jetzt eine Führungslinie - alles Übrige ist taktisches Klein-Klein. Wer sich davon nicht lösen kann, kann nicht den Blick für das Ganze entwickeln.

clarion

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #251 am: 12.05.2020 23:51 »
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend. Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.

2strong

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #252 am: 13.05.2020 01:30 »
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend.
Das dürften in der Regel bewusst provokante Spitzen sein. Sei nicht so kritisch  ;)

Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.
Das tun sie auch im Straßenverkehr. Und trotzdem dürfen alle weiterfahren, mitunter sogar ohne Tempolimit (Autobahn) und Gurtpflicht (Bus).

Carnie

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #253 am: 13.05.2020 07:19 »
Zitat
Die Schweden haben bereits die Toten, die wir erst im Juni oder Juli haben werden. 

Ja aber darauf setzt ja die Argumentation. Man ermöglicht diesen Menschen noch 2-3 Monate länger zu leben. In wie weit das toll ist wenn sie nicht einmal ihre Angehörigen im Krankenhaus/Pflegeheim besuchen dürfen sei mal dahingestellt.

Spid

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Antw:Corona: Wie hält es Eure Behörde damit?
« Antwort #254 am: 13.05.2020 07:35 »
Heute las ich irgendwo, vielleicht bei Spiegel Online, dass den Corona Toten durchschnittlich neun bis zehn Jahre Lebenszeit verloren gehen, dieses unter Berücksichtigung der verkürzten Lebenserwartung aufgrund der Vorerkrankung. Da finde ich manche Äußerung hier ziemlich menschenverachtend. Es sterben auch junge Menschen, sogar Kinder.

Mal abgesehen davon, daß der geschilderte Umstand als Argument untauglich ist, da der Nebeneffekt der Isolierung der Risikogruppen ja gerade deren Schutz vor einer Infektion ist, tappte der Autor des Artikels in eine typische Statistikfalle. In die Berechnung gehen nur Menschen ein, die vor ihrer Lebenserwartung gestorben sind. Dadurch, daß Fälle, die nach ihrer Lebenserwartung gestorben sind, nicht mit einbezogen werden, wird der genannte Wert künstlich überzeichnet. Typisch Journaille eben. Früher waren Journalisten überdurchschnittlich gebildete und weitgereiste Menschen, die tatsächlich anderen die Welt erklärt haben, heute sind es Akkordarbeiter mit höchst durchschnittlicher Bildung, die meinen, eine Executive Summary oder auch nur die PM zu einer Studie, Auswertung o.ä. zu lesen, um darüber zu berichten, scheitern aber bereits am Verständnis derselben. Den Mangel versuchen sie dann durch Haltung wieder wettzumachen.