Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 93008 times)

Britta2

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1035 am: 20.07.2020 11:54 »
Idee, wie man Chefs und Angestellt im aktuellen Tarifkonflikt optimal beglücken kann:
Alle Chefs (auch, die stets alleine Fahrstuhl fahren) laden zu ner Runde Kaffee ein und stellen sich Beifall klatschend vor ihre Leute. Die fühlen sich dermaßen geschmeichelt, dass jede Forderung nach mehr Geld oder Stundenkürzung durch ihr eigenes schlechtes Gewissen verstummt. Kollektive Freude und Zusammengehörigkeitsgefühl. Bis es zurück in die Etagen geht nur eine einzige Person den Weg im Fahrstuhl zurück legt ...

Jockel

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« Antwort #1036 am: 20.07.2020 13:23 »
Für Kitas werden keine Gebühren sondern Beiträge erhoben.
Das ist in der Tat unerheblich. Implizit geht es um Abgabe gegen Inanspruchnahme einer Leistung! Darum geht es bei Steuer(n) eben nicht.
Jein. Beiträge sind nicht in der Form benutzungsabhängig. Sie fallen an oder nicht (können auch etwas gestaffelt sein) für die "Möglichkeit" einer Inanspruchnahme, als Teil einer Finanzierung. Die tatsächliche Inanspruchnahme der Kita/Straße/Abwasseranlage spielt dagegen keinen Rolle. "Spid-Modus" aus.  ;D

Kaiser80

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« Antwort #1037 am: 20.07.2020 13:34 »
Achso, ich erziehe meine kinder daheim und muss Elternbeiträge bezahlen, ich habe ja die Möglichkeit der Inanspruchnahme. Oder Zahle ich nicht vielmehr dafür, wenn ich die Leistung tatsächlich in Anspruch nehme? Nach der Definitoin der Kommunalabgabengesetze die ich kenne handelt sich doch wohl um eine Gebühr und eben keinen Beitrag.

Ist aber auch egal... Ich zahle für Gegenleistung! RLP, Perlin und wer sonst nicht. Die finanzieren sich den Spaß aus (Zwangs-) Steuern und lassen sich auch noch feiern dafür. Sorry das ist doch ein Witz

Egon12

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« Antwort #1038 am: 20.07.2020 13:56 »
Die durch das Ende der Kita Gebühren freigewordenen Gelder fließen in die Rate meines Benz, damit stütze ich sogar noch die Wirtschaft, bekomme ich jetzt einen Orden?

BAT

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1039 am: 20.07.2020 15:22 »
Korrigiert mich, aber sind die Zahlungen für die Kita nicht für laufende Kosten. Die hiesigen Kämmerer stöhnen eher wegen der Investition in die Neubauten von Kitas. Was Anderes wird teils aus den kommunalen Haushalten kaum finanziert. Na ja, fast:-)

Zurück zum Thema. 2,5 % werden es sowieso, ob durch AZV oder Erhöhung der Entgelte ist fast wumpe. Kleine Einmahlzahlung für die PR vielleicht noch...

Bastel

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« Antwort #1040 am: 20.07.2020 15:26 »
Zurück zum Thema. 2,5 % werden es sowieso,

Da wäre ich mir nicht so sicher...

Otto1

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« Antwort #1041 am: 20.07.2020 15:35 »
Zurück zum Thema. 2,5 % werden es sowieso,

Da wäre ich mir nicht so sicher...

Es gibt kein weiteres Sparpotential. Außer man will halt 3-4 Jahre auf seinen Bauantrag warten...., oder die Kinder in der Kita werden alle von einer Tante betreut, oder oder oder... bis 2030 gehen 1,3 Mio Mitarbeiter. Wenn man jetzt nicht zumindest die gröbsten Löcher stopft war es das. Dann herrscht eben Mangelwirtschaft und die alten werden im Krankenhaus nur noch jeden zweiten Tag einmal gewendet...

BATKFMaui

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« Antwort #1042 am: 20.07.2020 16:27 »
Zurück zum Thema. 2,5 % werden es sowieso,

Da wäre ich mir nicht so sicher...

Es gibt kein weiteres Sparpotential. Außer man will halt 3-4 Jahre auf seinen Bauantrag warten...., oder die Kinder in der Kita werden alle von einer Tante betreut, oder oder oder... bis 2030 gehen 1,3 Mio Mitarbeiter. Wenn man jetzt nicht zumindest die gröbsten Löcher stopft war es das. Dann herrscht eben Mangelwirtschaft und die alten werden im Krankenhaus nur noch jeden zweiten Tag einmal gewendet...

Es wird weiterhin massive Einsparungen geben! In "meiner" Stadt wurde bereits vor Corona massiv eingespart! Nahezu alle freiwilligen Leistungen, welche nicht mit der Integration von bestimmten Ethnien beschäftigt sind, erfahren massive Kürzungen. Aufrechtzuhaltende Dienste werden personell ausgedünnt, die MA müssen jedoch eine höherere Fallzahl ( siehe Jugendamt) erledigen. Die Gesundheitsämter sind selbst "krank"! Immense Kosten werden in "aufsuchende Hilfen" gesteckt. Hinzu kommen in meiner Stadt allein 2020 über 20 Mio  Baukosten von Einfamilieneinheiten ( je ca 220 000) für Einwanderer; im gegenzug erhalten die Bauspielplätze 6000 Euro weniger!!! . Die gemeine Bevölkerung interessiert sich nicht, oder leidet unter Angst vor den Reaktionen. Allein, wenn diese Menschen betroffen sind, geht das Jammern los.
Warum ich das schreibe? Sicherlich nicht um hier "gegen jemand zu schreiben", sondern auf den rapiden Sozialabbau hinzuweisen. Manche Foristen scheinen sich eher in Amststuben auszukennen. Doch die "Sozialen Brennpunkte" wachsen und werden auch bald  in den letzten Amtsstuben ihre Auswirkungen zeigen.
Die Zahl der Steuerzahler schwindet rapide hier in unserer Stadt; die Anzahl der Transferleistungsempfänger steigt immens. Während der vergangenen 15 Jahren wurden aus 1a Gegenden soziologisch betrachtet reinrassige Brennpunkt-Viertel. Diese wachsen unaufhörlich!
Und dies alles ohne Corona!!

daseinsvorsorge

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« Antwort #1043 am: 20.07.2020 19:51 »

Es gibt kein weiteres Sparpotential. Außer man will halt 3-4 Jahre auf seinen Bauantrag warten...., oder die Kinder in der Kita werden alle von einer Tante betreut, oder oder oder... bis 2030 gehen 1,3 Mio Mitarbeiter. Wenn man jetzt nicht zumindest die gröbsten Löcher stopft war es das. Dann herrscht eben Mangelwirtschaft und die alten werden im Krankenhaus nur noch jeden zweiten Tag einmal gewendet...

In Teilbereichen schon heute Realität - und solange sich die Bürger das gefallen lassen, läuft alles so weiter wie bisher. Das Angebot der Arbeitgeber - maximal Inflationsausgleich bei 3-4 Jahren Laufzeit - ist ja Ergebnis der Haltung von (Ober-)Bürgermeistern, Landräten etc.

daseinsvorsorge

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« Antwort #1044 am: 20.07.2020 20:11 »
Und hier noch eine "schöne" Nachricht zur neuen Gesetzgebung von cum-ex Geschäften

https://www.tagesschau.de/cum-ex-139.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

"Nach Recherchen von WDR und "Süddeutscher Zeitung" (SZ) bewirkt das neue Gesetz in vielen Fälle genau das Gegenteil. Milliarden an Steuergeldern, die sich Banker, Aktienhändler und Berater mit ihren Cum-Ex-Geschäften ergaunert haben, sind demnach verloren. Selbst, wenn die Täter verurteilt würden, dürften die beteiligten Finanzfirmen in diesen Fällen ihre Beute behalten."

Tja- da wird´s sogar mit dem Inflationssausgleich knapp. Muß man aber irgendwie verstehen, denn die Täter müssen sich ja auch auf die Gesetzgebung verlassen dürfen.


Otto1

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« Antwort #1045 am: 20.07.2020 21:51 »
Zurück zum Thema. 2,5 % werden es sowieso,

Da wäre ich mir nicht so sicher...

Es gibt kein weiteres Sparpotential. Außer man will halt 3-4 Jahre auf seinen Bauantrag warten...., oder die Kinder in der Kita werden alle von einer Tante betreut, oder oder oder... bis 2030 gehen 1,3 Mio Mitarbeiter. Wenn man jetzt nicht zumindest die gröbsten Löcher stopft war es das. Dann herrscht eben Mangelwirtschaft und die alten werden im Krankenhaus nur noch jeden zweiten Tag einmal gewendet...

Es wird weiterhin massive Einsparungen geben! In "meiner" Stadt wurde bereits vor Corona massiv eingespart! Nahezu alle freiwilligen Leistungen, welche nicht mit der Integration von bestimmten Ethnien beschäftigt sind, erfahren massive Kürzungen. Aufrechtzuhaltende Dienste werden personell ausgedünnt, die MA müssen jedoch eine höherere Fallzahl ( siehe Jugendamt) erledigen. Die Gesundheitsämter sind selbst "krank"! Immense Kosten werden in "aufsuchende Hilfen" gesteckt. Hinzu kommen in meiner Stadt allein 2020 über 20 Mio  Baukosten von Einfamilieneinheiten ( je ca 220 000) für Einwanderer; im gegenzug erhalten die Bauspielplätze 6000 Euro weniger!!! . Die gemeine Bevölkerung interessiert sich nicht, oder leidet unter Angst vor den Reaktionen. Allein, wenn diese Menschen betroffen sind, geht das Jammern los.
Warum ich das schreibe? Sicherlich nicht um hier "gegen jemand zu schreiben", sondern auf den rapiden Sozialabbau hinzuweisen. Manche Foristen scheinen sich eher in Amststuben auszukennen. Doch die "Sozialen Brennpunkte" wachsen und werden auch bald  in den letzten Amtsstuben ihre Auswirkungen zeigen.
Die Zahl der Steuerzahler schwindet rapide hier in unserer Stadt; die Anzahl der Transferleistungsempfänger steigt immens. Während der vergangenen 15 Jahren wurden aus 1a Gegenden soziologisch betrachtet reinrassige Brennpunkt-Viertel. Diese wachsen unaufhörlich!
Und dies alles ohne Corona!!

Naja, bei uns versucht man Personal zu bekommen, aber die ausgeschriebenen Stellen führen aktuell dazu, dass es innerhalb der Verwaltung Bewegung entsteht. Die Angestellten bewerben sich schlichtweg auf bessere Stellen, ohne dass man wirklich neues Personal bekommt. So werden nur Lücken an anderer Stellen gerissen...

Alien1973

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« Antwort #1046 am: 21.07.2020 11:26 »
Da ist es ja schön, dass die BayBO novelliert werden soll und dort neu aufgenommen wird:
Ein Bauantrag gilt als genehmigt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten mit Bescheid fertig gestellt wurde. Einzige Einschränkung, die drei Monate laufen erst wenn alle nötigen Unterlagen da sind.
Dann viel Spaß mit der neuen BayBO.  :-X

Wir waren im Schichtbetrieb während der heißen Phase. Braucht keiner glauben, dass das den Bürger draussen in irgend einer Weise interessiert. Die wollen ihre Genehmigung haben weil die Baufirmen warten, tägliche Anrufe und ärgerliche Bürger inklusive. Teilweise schon fast beleidigend, wobei man am liebsten auflegen würde. Das wird noch ein Spaß werden....

Bastel

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« Antwort #1047 am: 21.07.2020 11:36 »
Ein Bauantrag gilt als genehmigt, wenn er nicht innerhalb von 3 Monaten mit Bescheid fertig gestellt wurde. Einzige Einschränkung, die drei Monate laufen erst wenn alle nötigen Unterlagen da sind.
Dann viel Spaß mit der neuen BayBO.  :-X

Ich finde das gut. Dann gibt es wenigstens etwas weniger Reglementierungswahn und die Leute können mit ihrem Grund und Boden machen was Sie möchten.

Schokobon

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1048 am: 21.07.2020 11:53 »
In den Bußgeldstellen verjähren im Minutentakt die Fälle, weil das Personal fehlt oder unfähig ist.
Eigentumskäufer halten Zahlungstermine nicht ein weil die Gemeinden ihr Vorkaufsrecht zu spät ausschlagen.
Mülleimer werden nicht mehr zu den Terminen abgeholt, weil entweder Personal oder Arbeitsmittel fehlt.
Durch die Dörfer wird gerast, weil keine Kontrollen mehr durchgeführt werden können, weil das Personal fehlt.
An der Schule teilen sich 300 Schüler eine Schüssel, weil die anderen Toiletten seit Monaten kaputt sind. Das zuständige Amt kümmert sich nicht, weil das Personal fehlt.

Und das sind nur die Sachen, die ich tatsächlich sehe/erlebe.


Novus

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« Antwort #1049 am: 21.07.2020 14:24 »
In den Bußgeldstellen verjähren im Minutentakt die Fälle, weil das Personal fehlt oder unfähig ist.
Eigentumskäufer halten Zahlungstermine nicht ein weil die Gemeinden ihr Vorkaufsrecht zu spät ausschlagen.
Mülleimer werden nicht mehr zu den Terminen abgeholt, weil entweder Personal oder Arbeitsmittel fehlt.
Durch die Dörfer wird gerast, weil keine Kontrollen mehr durchgeführt werden können, weil das Personal fehlt.
An der Schule teilen sich 300 Schüler eine Schüssel, weil die anderen Toiletten seit Monaten kaputt sind. Das zuständige Amt kümmert sich nicht, weil das Personal fehlt.

Und das sind nur die Sachen, die ich tatsächlich sehe/erlebe.

Failed State Berlin? oder Ostdeutsche Bundesländer :)