Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 380664 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1230 am: 19.08.2020 19:05 »
Frauen stellen zwar die größte Beschäftigungsgruppe, aber sind unterrepräsentiert in Führungspositionen und zumeist in Teilzeit, weil sie es so wünschen, oder mit dem Partner vereinbaren, auch sogar, wenn noch so sehr eine Führungsposition angeboten wird.
Soweit der Ist-Zustand. Wer als Erklärung eine aktive Benachteiligung anbietet, muss mehr liefern, als den reinen Ist-Zustand zu skizzieren.

Ok, da halte ich mit und erhöhe den Einsatz: In den 70ger Jahren benötigten Frauen per Gesetz noch die Einwilligung ihres Ehegatten, um ein Arbeitsverhältnis antreten zu dürfen. Heute wird das hohe Grundsicherungsbedürfnis (und weitere öff. Zuschüsse) beklagt und diskutiert. Auch nur ein IST-Zustand.


Schade, dass keine Antworten zu Betreuung Kinder/Angehörige parat waren. Aber das trifft offenbar immer nur die Anderen.
Zum Kinderkriegen gehören immer zwei. Es steht Frauen frei, sich einen Partner zu erwählen, der die Betreuung der Kinder oder Angehörigen übernimmt. Tun sie für gewöhnlich nicht. Die Partner nehmen die Rollenverteilung noch immer zumeist "klassisch" vor. Worin liegt also die Benachteiligung, wenn der Ist-Zustand die Folge persönlicher Lebensentscheidungen ist?

Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Organisationstalente, geringere Entlohnung etc? Such dir was aus.

Und die Benachteiligung liegt jetzt worin?

Der Pastor predigt nicht zweimal.

Und die Benachteiligung liegt jetzt worin?

Zitat
Und zur Verschwörungstheorie: war schon witzig an Spid zu schreiben und per gleichem Zitat eine Antwort von BAT zu erhalten. Schon komisch, oder? Aber sorry, für den Grad einer Verschwörungstheorie reicht der Stuff nicht😂. Nimm’s nicht tragisch, so ein 2. Profil ist scheinbar echt prima, um Meinungen vehementer zu vertreten oder zu verscheuchen. Besonders, wenn man von der eher scheuen Sorte ist. Mir egal. Mach, wie du/ihr in Personalunion meint. Nicht weltbewegend. Die einen diskutieren eben nur des Diskutieren wegens, weil Rechthaben oder der Glanz schöner Worte ihnen emotionale Wärme und Sicherheit gibt, eben problemorientiert, und die anderen der Sache wegen, lösungsorientiert.

Was Du komisch findest, ist unbeachtlich. Du kannst gerne Deine Verschwörungstheorie weiterspinnen - reiht sich ja nahtlos in Deine Verschwörungstheorie zur „Benachteiligung“. Wenn es kein Problem gibt, kann man auch nicht problemorientiert diskutieren.

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1231 am: 19.08.2020 19:12 »
Man kann Frauen doch nicht vor ihren persönlichen Lebensentscheidungen schützen. Sollte man auch nicht.
Ich bin für die Wahllösung: weniger Stunden oder mehr Gehalt.
Was denkst Du, ganz ehrlich, würde dabei herauskommen? Mehr Männer würden sich für das Gehalt, mehr Frauen für die Stundenreduzierung entscheiden. Und das ist auch OK so.

Wieso eine Gruppe für effektive Gehaltseinbußen zu weniger Wochenarbeitszeit "zwingen"? Das ist genauso unsinnig, wie Frauen zu einer höheren Wochenarbeitszeit zu zwingen, obschon ihnen offensichtlich andere Dinge wichtiger sind...

Deine Sprache liest sich zudem etwas sehr politisch gefärbt, aber womöglich ist das auch nur meine Befindlichkeit. Ich bin kein Freund zu großer Partikularisierung aus der Ecke, die gleichzeitig Solidarität predigt.

Nach über einem Jahrzehnt sollte endlich wieder energisch die Wochenarbeitszeit angegangen werden.

Insbesondere im überwiegenden Interesse und der ernstlichen und solidarischen Wertschätzung Frauen gegenüber:
Wir haben nach Stand des DGBs vom 30.06.2018 4,8 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst, davon sind mit 57 % mehr als die Hälfte Frauen, mithin über 2,7 Millionen. Knapp die Hälfte aller Frauen arbeitet in Teilzeit, bei den Kommunen sogar über 55 %.
Wir sprechen also von über 1 Million Frauen, viele von ihnen in den sog. systemrelevanten Bereichen, die über Verantwortung nicht nur reden, sondern handeln. Die Verantwortung und Betreuung von Kindern und älteren Angehörigen und Mitmenschen leben und aktiv verwirklichen. Frauen, die Gehaltseinbußen spüren und regelmäßig von Beförderungen ausgenommen werden. Frauen, die nur zu deutlich das Damoklesschwert der geringeren Altersvorsorge spüren, spätestens mit dem jährlichen Kontoauszug der Rentenversicherung.
Ganz zu schweigen von den unzählbaren Frauen, die das Arbeitspensum für Betreuung und Pflege „irgendwie“ versuchen in Vollzeit zu wuppen und kräftemässig auf dem Zahnfleisch kriechen.

Allen Gleichstellungsversuchen zum Trotz hat sich so gut wie überhaupt nichts für Frauen getan. Attraktive Stellen, insbesondere im gehobenen Bereich, werden nach wie vor intern und überwiegend an männliche Kollegen vergeben, weil sie, teilweise auch bewusst, mit Vollzeit und derart vielen Anforderungs-Attributen an zb. Anwesenheit, Erreichbarkeit und Erfahrungen belegt werden, die Frauen mit beträchtlichen privaten Verpflichtungen überhaupt erst keinen Zutritt ermöglichen, und an die, was überaus zu beanstanden ist, erst gar nicht bei Besetzungsfragen gedacht wird.
Und zur öffentlichen Ausschreibung kommen dann in aller Regel die Stellen, für die sich intern niemand finden ließ. Mal abgesehen von den öffentlich auszuschreiben Bürgermeisterstellen, neu geschaffenen (Dienst-)Stellen und techn. Stellen. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Seit über 10 Jahren beobachte ich die Ausschreibungen im öD im Radius von 50 km: darunter war zb. keine Führungsposition, die auch nur ansatzweise Frauen und Menschen in Teilzeit überhaupt bewusst einen Zutritt ermöglicht hätte.
Keine Rede von Rücksichtnahme auf Betreuung und Pflege, individuell mögliche Vereinbarungen, Anpassung organisatorischer Abläufe etc.
Obwohl gesellschaftlich breit geschätzt und respektiert wird, dass gerade Frauen mit erheblichen privaten Verpflichtungen allgemein echte Organisationstalente mit äußerst effizienten Arbeitsweisen sind, mit neuen Ideen und erfolgsoptimierten Lösungsorientierungen arbeiten.
Da nützt am Ende einer Ausschreibung der Satz „Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht“ oder ein halbherzig hingeworfener Text, weil normativ erwünscht, „bei gleicher Leistung...Frauen bevorzugt...“ auch nichts, wenn vorher mindestens 10 abgeschriebene, uralte „war schon immer so“-orientierte Anforderungsprofile, genau das ausschließen, und zur Farce werden lassen.
Und, ja, individuelle Stundenvereinbarungen sind überall möglich. Sonst säßen wir heute noch vor 50-Stunden-Wochen und Plakaten mit „Samstags gehört Vati mir“.

Insofern würde eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit wesentlich mehr und deutlich schneller dazu beitragen, dass die überwiegende Anzahl an Beschäftigten im öffentlichen Dienst, nämlich Frauen, annähernd mehr Chancen auf Karriereaussichten und bessere Altersvorsorge hat, als alle Gleichstellungsversuche- und versprechen bisher.

Der Diskussionsansatz sollte daher die 35-Stundenwoche sein, auch nach den  positiv überwältigenden Umfrageergebnissen zur Möglichkeit der Arbeitszeitreduzierung.

Damit würde dann auch die alte allgemeine Schallgrenze von 38,5 Stunden  (1990 West) durchbrochen, die in den Jahren 2006-2008 wieder beginnend mit 39 Stunden zurückgeführt wurde.
Und darüber hinaus deutlich zur Attraktivität des öffentlichen Dienstes, insbesondere der schwer zu besetzenden Stellen, beitragen.

Mit derzeitigem Blick unter Corona-Bedingungen auf Wirtschaft und Steueraufkommen wäre eine Reduzierung auch unter Konzentration und Bündelung/Forcierung/Digitalisierung von Arbeitsprozessen ohnehin wesentlich erfolgreicher und vorteilhafter für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, realistisch gesehen.

Denn angesichts der Einbrüche in Wirtschaft und Steueraufkommen, der aktuell breit und umfangreich aufgestellten Zuschüsse für Unternehmen und Privatpersonen, den daraus resultierenden Haushaltsfehlbeträgen und Kreditaufnahmen, sowie dem voraussichtlich größtenteils wegfallenden   Solidaritätszuschlag in wenigen Monaten,  wird zu den Verhandlungen mit den ersten Quartalszahlen mit Diskussionen um eine „gesellschaftlich soziale“ Nullrunde und somit Auseinandersetzungen grob rund um einen Inflationsausgleich zu rechnen sein, und die Rate bewegte sich in den letzten Monaten von 1,4 % bis aktuell 0,9%.

Und letztlich wäre eine neue, geringere Wochenarbeitszeit auch ein wichtiges Zeichen für große Teile der Privatwirtschaft, auch dort für Millionen Frauen in Teilzeit, und auch dort wesentlich in systemrelevanten Bereichen.

Fazit: Die Verhandlungen sollten von breiter Solidarität für Menschen in Teilzeit, eben hauptsächlich Frauen, zudem meist in systemrelevanten Bereichen, getragen sein.
Es ermöglicht ihnen ad hok einen nachhaltigen Schritt in eine fairere und bessere Vergütung, bessere Karriereaussichten und Altersvorsorge und adäquate Wertschätzung - und käme insgesamt sofort und absehbar mittelfristig allen Beschäftigten im öD zu Gute, langfristig hoffentlich auch allen Erwerbstätigen.

Und optimal wäre es, wenn irgendwann überhaupt nicht mehr von „Vollzeit“ und „Teilzeit“ die Rede wäre, auch diese Begrifflichkeiten zeugen nur noch von althergebrachten und inzwischen überholten Lebensmustern, und dienten letztlich nur der arbeitsrechtlichen Bequemlichkeit.

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1232 am: 19.08.2020 19:12 »
Ok, ich halte bis hierhin fest:
Frauen werden nicht im öD benachteiligt, es fehlt an Belegen hierfür.
Würde ich für den öD im Großen und Ganzen so unterschreiben
Frauen stellen zwar die größte Beschäftigungsgruppe, aber sind unterrepräsentiert in Führungspositionen und zumeist in Teilzeit, weil sie es so wünschen, oder mit dem Partner vereinbaren, auch sogar, wenn noch so sehr eine Führungsposition angeboten wird.
Ja, es ist statistisch auch gar nicht anders möglich->KiTa Personal, Pflege, Krankenhauspersonal...In der "Führungsebene" KiTa Leitung arbeiten bei uns ausschließlich Frauen, wobei wir ca. 15% männliches Kita-Personal haben...
Sie setzen sich zu kritisch mit „Bewerbungskriterien“ auseinander.
Kann ich nicht beurteilen
Schade, dass keine Antworten zu Betreuung Kinder/Angehörige parat waren. Aber das trifft offenbar immer nur die Anderen.
Soll heissen? Versteh ich nicht
Interessant - vor 50 Jahren vielleicht.
Soll heissen? Ich weiss nicht wo, hab vor kurzem noch ne Studie gelesen wie konservativ und sich nach Mittelmaß sehnend die Tweens sind. Hat mich selbst überrascht

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1233 am: 19.08.2020 19:19 »
Man kann Frauen doch nicht vor ihren persönlichen Lebensentscheidungen schützen. Sollte man auch nicht.
Ich bin für die Wahllösung: weniger Stunden oder mehr Gehalt.
Was denkst Du, ganz ehrlich, würde dabei herauskommen? Mehr Männer würden sich für das Gehalt, mehr Frauen für die Stundenreduzierung entscheiden. Und das ist auch OK so.
Ja ist OK so, wäre bei meiner Frau und mir aber in der Tat genau andersherum...

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1234 am: 19.08.2020 19:21 »
Man kann Frauen doch nicht vor ihren persönlichen Lebensentscheidungen schützen. Sollte man auch nicht.
Ich bin für die Wahllösung: weniger Stunden oder mehr Gehalt.
Was denkst Du, ganz ehrlich, würde dabei herauskommen? Mehr Männer würden sich für das Gehalt, mehr Frauen für die Stundenreduzierung entscheiden. Und das ist auch OK so.
Ja ist OK so, wäre bei meiner Frau und mir aber in der Tat genau andersherum...

Auch das völlig OK.
Irgendwie kam dieser Thread sowieso sehr gut ohne die Dichotomie "Mann<->Frau" aus. Diese Gegensätze werden auch immer nur von der Linken ins Feld geführt. Komischerweise scheinen die "reaktionären Elemente" da schon etwas weiter zu sein...

Kaiser80

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1235 am: 19.08.2020 19:26 »

Auch das völlig OK.
Irgendwie kam dieser Thread sowieso sehr gut ohne die Dichotomie "Mann<->Frau" aus. Diese Gegensätze werden auch immer nur von der Linken ins Feld geführt. Komischerweise scheinen die "reaktionären Elemente" da schon etwas weiter zu sein...
Dass sehe ich ganz ähnlich.

NordNordOst

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1236 am: 19.08.2020 20:26 »
Verstehe die Diskussion hier nicht so ganz. Dass man für eine Arbeitszeitreduzierung statt einem Lohnplus ist, ist ja eine legitime und nachvollziehbare Forderung (ich könnte mich mit dem Gedanken auch sehr gut anfreunden). Aber wieso muss die Benachteiligung von Frauen als Argument dafür herhalten?

Spid

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« Antwort #1237 am: 19.08.2020 20:30 »
Inwiefern würden Frauen benachteiligt?

Amtsschimmel

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« Antwort #1238 am: 19.08.2020 20:52 »
Gar nicht. Es sei denn ihre freien Lebensentscheidungen wären zu oft ideologisch falsch und bedürften daher einer tarifrechtlichen Korrektur.
Inwiefern würden Frauen benachteiligt?

Schokobon

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« Antwort #1239 am: 19.08.2020 21:15 »
Die TZ Frauen wählen natürlich die Arbeitszeitreduktion und stocken hinterher die Arbeitszeit mit höherem Stundenlohn wieder auf das alte Maß auf. Ist doch klar.

CmdrMichael

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1240 am: 19.08.2020 21:23 »
Ich kann der 35 Stunden Woche wenig abgewinnen.

Klar 1 Stunde pro Tag weniger ist nett.

Ein Recht auf Homeoffice wäre mir lieber.

Denn die eingesparte Pendelzeit von 2x 45 Minuten + Mittagspause von 30 Minuten wären ja schon 2 Stunden pro Tag die ich für mich gewinne.

Kostet den Arbeitgeber kaum etwas.
Für mich als Beamter würde die 35 Stunden Wochen 6h weniger jede Woche bedeuten (Aktuell: 41).

Spid

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« Antwort #1241 am: 19.08.2020 21:28 »
Und ich kenne Menschen mit einer 48h-Woche, für die das dann 13 Stunden weniger wären. Die haben mit Beamten gemein, daß ihre Arbeitszeit bei der TVÖD-Tarifrunde nicht verhandelt wird.

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1242 am: 19.08.2020 21:30 »
Ich kann der 35 Stunden Woche wenig abgewinnen.

Klar 1 Stunde pro Tag weniger ist nett.

Ein Recht auf Homeoffice wäre mir lieber.

Denn die eingesparte Pendelzeit von 2x 45 Minuten + Mittagspause von 30 Minuten wären ja schon 2 Stunden pro Tag die ich für mich gewinne.

Kostet den Arbeitgeber kaum etwas.
Für mich als Beamter würde die 35 Stunden Wochen 6h weniger jede Woche bedeuten (Aktuell: 41).

Ich wage zu bezweifeln, dass dies auf Beamte übertragen werden würde (bin ebenfalls Beamter). Höchstens im gleichen Maße, also auf 37 Wochenstunden (4h weniger).

Tatsächlich bringt mir persönlich das flexible Arbeiten mit Laptop schon deutlich mehr, als ein, zwei oder wie viele Stunden auch immer weniger WAZ. Outputorientiert steuern ist hier doch eigentlich relevant.
Ich habe auch einen weiten Fahrtweg, der seit Corona 4 von 5 Wochentagen wegfällt. Das eingesparte Geld entspricht fast dem Mehr dessen, was Netto nach einer Beförderung übrig bliebe.

Kat

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« Antwort #1243 am: 20.08.2020 07:18 »
Ok, ich halte bis hierhin fest:
Frauen werden nicht im öD benachteiligt, es fehlt an Belegen hierfür.

Frauen stellen zwar die größte Beschäftigungsgruppe, aber sind unterrepräsentiert in Führungspositionen und zumeist in Teilzeit, weil sie es so wünschen, oder mit dem Partner vereinbaren, auch sogar, wenn noch so sehr eine Führungsposition angeboten wird.

Sie setzen sich zu kritisch mit „Bewerbungskriterien“ auseinander.

Schade, dass keine Antworten zu Betreuung Kinder/Angehörige parat waren. Aber das trifft offenbar immer nur die Anderen.


genau so sieht es aus. Die Frauen tun das freiwillig, die Väter kommen in Deinem Aufsatz gar nicht vor. Gibt es die nicht?

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1244 am: 20.08.2020 07:31 »
Doch, aber die jammern nicht laut genug über ihr Leid wenn sie in Teilzeit arbeiten. Wenn Männer in der Elternzeit auf Einkommen verzichten müssen sie Dankbarkeit gegenüber dem AG und dem Staat zeigen weil diese es erst möglich gemacht haben.