Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 184254 times)

FGL

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1260 am: 20.08.2020 11:55 »
Frauen stellen zwar die größte Beschäftigungsgruppe, aber sind unterrepräsentiert in Führungspositionen und zumeist in Teilzeit, weil sie es so wünschen, oder mit dem Partner vereinbaren, auch sogar, wenn noch so sehr eine Führungsposition angeboten wird.
Soweit der Ist-Zustand. Wer als Erklärung eine aktive Benachteiligung anbietet, muss mehr liefern, als den reinen Ist-Zustand zu skizzieren.

Ok, da halte ich mit und erhöhe den Einsatz: In den 70ger Jahren benötigten Frauen per Gesetz noch die Einwilligung ihres Ehegatten, um ein Arbeitsverhältnis antreten zu dürfen. Heute wird das hohe Grundsicherungsbedürfnis (und weitere öff. Zuschüsse) beklagt und diskutiert. Auch nur ein IST-Zustand.


Schade, dass keine Antworten zu Betreuung Kinder/Angehörige parat waren. Aber das trifft offenbar immer nur die Anderen.
Zum Kinderkriegen gehören immer zwei. Es steht Frauen frei, sich einen Partner zu erwählen, der die Betreuung der Kinder oder Angehörigen übernimmt. Tun sie für gewöhnlich nicht. Die Partner nehmen die Rollenverteilung noch immer zumeist "klassisch" vor. Worin liegt also die Benachteiligung, wenn der Ist-Zustand die Folge persönlicher Lebensentscheidungen ist?

Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Organisationstalente, geringere Entlohnung etc? Such dir was aus.
Auf welche Frage soll das die Antwort sein?

Amiga

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1261 am: 20.08.2020 12:12 »
@Juwel:

Die letzten fünf Seiten hier lese ich mir gar nicht erst durch, weil dein Rumgezicke einfach nur nervt. Das Problem ist ganz einfach: Frauen trauen sich weniger zu; bewerben sich tendenziell auf Berufe, die schlechter bezahlt werden und gehen insg. weniger arbeiten.

Du musst als alte Emanze auch mal schnallen, dass zwei Teilzeitkräfte einem AG mehr kosten, als eine Vollzeitkraft. Ja ich hasse BWLer, weil die alles nur madig rechnen. Aber in dem Fall würde auch ich knallhart gegenrechnen, was für Kosten ein Mitarbeiter verursacht und diesem das dann in Form von einem geringeren Lohn vergüten. Da kommen auch die von deinen BH-losen Mitstreiterinnen kolportieren 6%-Lohnminus her. Das gleiche erwartet aber auch einen Mann, der sich auf die gleiche Stelle bewirbt.

Wenn du die Welt so hasst, wie sie ist, schlage ich vor, du nimmst mal deinen Mann oder deine Frau (die den Mann spielt) an die Hand und redest ihm/ihr ins Gewissen, er/sie möge sich mehr an der Familie beteiligen.

Und dann gleich noch eine Frage an dich, die du mir aber eh nicht wahrheitsgemäß beantwortest (dein Blick ist einfach nicht weit genug dafür): Was ganz konkret (in Zahlen bitte) ist dein Nachteil, dass du als Mann im Frauenkörper geboren wurdest?

Und bitte rasiere dir deine Haare von den Zähnen.
Mich interessiert Claudia Roths Meinung...




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Warumdendas

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« Antwort #1262 am: 20.08.2020 12:14 »

Zum Kinderkriegen gehören immer zwei. Es steht Frauen frei, sich einen Partner zu erwählen, der die Betreuung der Kinder oder Angehörigen übernimmt. Tun sie für gewöhnlich nicht. Die Partner nehmen die Rollenverteilung noch immer zumeist "klassisch" vor. Worin liegt also die Benachteiligung, wenn der Ist-Zustand die Folge persönlicher Lebensentscheidungen ist?

Verantwortungsbewusstsein, Belastbarkeit, Organisationstalente, geringere Entlohnung etc? Such dir was aus.

Ich denke der von mir unterstrichene halbe Satz ist alles was Juwel gelesen hat.
Ich kenne mittlerweile viele Väter die der Familie zu liebe in TZ arbeiten und Elternzeit genommen haben. Wie bereits erwähnt jammern die nicht laut über ihr schweres Los sondern genießen die Zeit mit ihren Kindern.


Amiga

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« Antwort #1263 am: 20.08.2020 12:15 »
Wenn Du Mitglied in einer Gewerkschaft bist, mag das ja so sein - wenn nicht, dann nicht, denn Gewerkschaften vertreten ausschließlich ihre Mitglieder.

Das war vielleicht mal früher so. Mittlerweile sind sie auch für Nichtmitglieder zuständig, wie mir scheint.
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Spid

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« Antwort #1264 am: 20.08.2020 12:18 »
Nein, sind sie nicht.

Amiga

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1265 am: 20.08.2020 12:21 »
Nein, sind sie nicht.

Doch doch. Aber nicht so wie wir beide das meinen. Ich persönlich kriege Kreislauf, wenn sich ver.di öffentlich hinstellt und über die Schlauchbootpaddler ihren Senf ablässt. Oder drückt ver.di denen einen Mitgliedsausweis in die Hand, wenn sie in Italien anlanden? Geht in meinen Augen überhaupt nicht.
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Britta2

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« Antwort #1266 am: 20.08.2020 12:36 »
Insgesamt wird der neue Abschluss eh nur Augenauswischerei werden.
Vielleicht wäre es gut, diesmal wirklich auf einer kurzen Laufzeit zu bestehen.
Die AG wollen ja "bis 4 Jahre Gültigkeit" haben. Wieso will VERDI keine 12 Monate mehr? Bereits der aktuelle TV ist schon gefühlt überlang. Bevor der neue TV in Kraft treten kann und die paar Cent mögliche Nachzahlung kommt - ist Silvester!

Spid

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« Antwort #1267 am: 20.08.2020 12:38 »
Nein, sind sie nicht.

Doch doch. Aber nicht so wie wir beide das meinen. Ich persönlich kriege Kreislauf, wenn sich ver.di öffentlich hinstellt und über die Schlauchbootpaddler ihren Senf ablässt. Oder drückt ver.di denen einen Mitgliedsausweis in die Hand, wenn sie in Italien anlanden? Geht in meinen Augen überhaupt nicht.

Auch hier vertreten sie die Interessen ihrer Mitgliedschaft, die durch die innerorganisatorischen demokratischen Prozesse bestimmt haben, Bahnhofsklatscher, Schleuser, illegale Migranten, Steineschmeißer... zu unterstützen. Mitgliedschaft sagt stets etwas aus, ob das nun NPD, Graue Wölfe, MLPD oder Verdi ist.

Valerius

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« Antwort #1268 am: 20.08.2020 13:04 »
Die 35 std. Woche ist Unsinn dann bleibt ihr trotzdem mindestens 39 Std. im Büro um die Arbeit zu schaffen.
Im Januar werden dann die "freiwlligen geleisteten Mehrstunden" einfach auf 0 gesetzt und der AG freut sich.
Es wird doch niemand für die Abteilung neues eingestellt für die paar Stunden vom AG.

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« Antwort #1269 am: 20.08.2020 13:06 »
Die 35 std. Woche ist Unsinn dann bleibt ihr trotzdem mindestens 39 Std. im Büro um die Arbeit zu schaffen.
Im Januar werden dann die "freiwlligen geleisteten Mehrstunden" einfach auf 0 gesetzt und der AG freut sich.

Wären dann aber 4 Mehrarbeitsstunden / Woche. Die auf ein Langzeitkonto und man hat viel Freizeit, die man abbummeln kann.

Ich finde die Idee mittlerweile nicht schlecht. Im Gegenteil. Man braucht ja auch Zeit, das verdiente Geld unter die Leute zu bringen.  8)


DiVO

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« Antwort #1270 am: 20.08.2020 13:08 »
Die 35 std. Woche ist Unsinn dann bleibt ihr trotzdem mindestens 39 Std. im Büro um die Arbeit zu schaffen.
Im Januar werden dann die "freiwlligen geleisteten Mehrstunden" einfach auf 0 gesetzt und der AG freut sich.

Und wer zwingt einen dazu länger als vertraglich im Büro zu bleiben? Wer zwingt einen dazu mehr Arbeit zu leisten als in der vertraglich vereinbarten Zeit ausgemacht ist? Wer soll einen daran hindern nach der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nach Hause zu gehen?

Niemand. Wer sowas macht ist selbst schuld und macht ein Arbeitgeberproblem zu seinem eigenen.

Spid

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« Antwort #1271 am: 20.08.2020 13:09 »
Und wenn die Arbeitsstunden angeordnet sind, können sie nicht verfallen.

Valerius

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« Antwort #1272 am: 20.08.2020 13:12 »
Die 35 std. Woche ist Unsinn dann bleibt ihr trotzdem mindestens 39 Std. im Büro um die Arbeit zu schaffen.
Im Januar werden dann die "freiwlligen geleisteten Mehrstunden" einfach auf 0 gesetzt und der AG freut sich.

Und wer zwingt einen dazu länger als vertraglich im Büro zu bleiben? Wer zwingt einen dazu mehr Arbeit zu leisten als in der vertraglich vereinbarten Zeit ausgemacht ist? Wer soll einen daran hindern nach der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit nach Hause zu gehen?

Niemand. Wer sowas macht ist selbst schuld und macht ein Arbeitgeberproblem zu seinem eigenen.

Dienstordnung und das Gespräch beim Vorgesetzten/Vorgesetzte das man soviel Rückstände hat.
Wenn diese Stunden tatsächlich auf ein Konto kommen würde wäre das eine feine Sache.

Warumdendas

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« Antwort #1273 am: 20.08.2020 13:12 »
Die 35 std. Woche ist Unsinn dann bleibt ihr trotzdem mindestens 39 Std. im Büro um die Arbeit zu schaffen.
Im Januar werden dann die "freiwlligen geleisteten Mehrstunden" einfach auf 0 gesetzt und der AG freut sich.

Wenn bei euch jeder >160 freiwillige Mehrarbeitsstunden p. A. leistet müsst ihr mal grundsätzlich nachdenken ob das der richtige AG ist bzw. ob ihr die richtigen AN seid. 

Pseudonym

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« Antwort #1274 am: 20.08.2020 13:14 »
Und wenn die Arbeitsstunden angeordnet sind, können sie nicht verfallen.

Wären diese dann nicht als angeordnete Überstunden sogar zuschlagspflichtig?