Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 383964 times)

GenerationY

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1485 am: 26.08.2020 10:22 »

Wieso zum Teufel steht da nichts über die Wochenarbeitszeit Reduzierung.


Vielleicht wird das Thema ja von der VKA aufgegriffen.

Du hast recht. Aber es ist schon ziemlich bitter dass man inzwischen schon darauf hoffen muss dass sich die gegnerische Seite durchsetzt...

Daywalker

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« Antwort #1486 am: 26.08.2020 10:27 »

Wieso zum Teufel steht da nichts über die Wochenarbeitszeit Reduzierung.


Vielleicht wird das Thema ja von der VKA aufgegriffen.

Du hast recht. Aber es ist schon ziemlich bitter dass man inzwischen schon darauf hoffen muss dass sich die gegnerische Seite durchsetzt...

Ja. Nach diesen Forderungen wünschte ich, man könnte als AN der VAK beitreten um sich gegen Verdi zu wehren. So ein lächerlicher Verein...

signs4

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« Antwort #1487 am: 26.08.2020 10:27 »
Wenn der VKA das (Arbeitszeitverringerung) durchsetzt überweise ich denen meine Mitgliedsbeiträge :-D

Spid

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« Antwort #1488 am: 26.08.2020 10:28 »

Wieso zum Teufel steht da nichts über die Wochenarbeitszeit Reduzierung.


Vielleicht wird das Thema ja von der VKA aufgegriffen.

Du hast recht. Aber es ist schon ziemlich bitter dass man inzwischen schon darauf hoffen muss dass sich die gegnerische Seite durchsetzt...

Inwiefern wären die AG die "gegnerische Seite"? Sofern man nicht Postwagenschubser oder Gemüseputzer ist, ist Verdi die gegnerische Seite.

WasDennNun

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« Antwort #1489 am: 26.08.2020 10:32 »
Du hast recht. Aber es ist schon ziemlich bitter dass man inzwischen schon darauf hoffen muss dass sich die gegnerische Seite durchsetzt...


Wenn ich jemals eine gegnerische Seite im tariflichen Umfeld erlebt habe, dann die der Personaler die nicht wissen was sie tun und die tariflichen Möglichkeiten nicht nutzen wollen.

JahrhundertwerkTVÖD

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« Antwort #1490 am: 26.08.2020 10:49 »
Es ist einfach nur noch ein Jammerspiel.

Probleme mal wieder nicht erkannt.
Forderungen viel zu gering.
Keine Bereitschaft, die Fehler der Vergangenheit auch nur Ansatzweise zu mildern.
Keine Bereitschaft, die jetzigen Probleme mit fehlenden Fachkräften, anzugehen.
Keine Bereitschaft, dem öffentlichen Dienst eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen.

Völlig emphatische Forderung mit Null Lösungsansätzen für die etlichen Probleme.
Standard Antwort der AG nach "Völlig überzogenen Forderungen"

Jetzt stehen 2 Verhandlungsrunden an und in der letzten Runde wird bis mitten in der Nacht ( bei Wein, Weib und Gesang) getagt und am nächsten Morgen der beste Tarifabschlzss aller Zeiten verkündet.

Nur noch lächerlich, dieses Theater.

Amtsschimmel

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« Antwort #1491 am: 26.08.2020 10:53 »

Wieso zum Teufel steht da nichts über die Wochenarbeitszeit Reduzierung.


Vielleicht wird das Thema ja von der VKA aufgegriffen.

Du hast recht. Aber es ist schon ziemlich bitter dass man inzwischen schon darauf hoffen muss dass sich die gegnerische Seite durchsetzt...

Inwiefern wären die AG die "gegnerische Seite"? Sofern man nicht Postwagenschubser oder Gemüseputzer ist, ist Verdi die gegnerische Seite.


"Einschnitte", wie von der VKA gefordert, finde ich jetzt aber auch nicht so freundlich.
Es sei denn, die werden konkret mal an den zuletzt überproportional bevorteilten Entgeltgruppen vorgenommen, um durch die Ersparnisse die Mangelberufe und das Fachpersonal zu fördern.

In diesem Falle wäre der Feind tatsächlich klar erkennbar. Die Verdi-Klientel ist eben insbesondere eines: mühelos ersetzbar. Hoffentlich kommt die VKA auch auf den Dampfer. Taktisch wäre es sicherlich auch nicht unvernünftig von AG-Seite, eine entsprechende Spaltung auf AN-Seite herbeizuführen. In dem Fall sollten die Fachkräfte sich gerne spalten lassen, um nicht einen neuen überproportionalen Abschluss für die unteren EGen erkämpfen zu müssen.

Es ist extrem ernüchternd, auf die unlauteren Taktiken der AG-Seite setzen zu müssen.

LeonL

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« Antwort #1492 am: 26.08.2020 11:16 »
... Wenn es natürlich garkein Plus oder ein 1,X gibt und das für mehr als ein Jahr, dann würde ich ggf. wirklich mir langsam eine Stelle in der PW suchen.

Wohl dem, der sich einfach in die PW verabschieden kann. Aber sind wir doch ehrlich, leider haben ja nicht alle die Möglichkeit dies zu tun, wenn Sie im Vertrauen auf gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung vor Jahr(zehnt)en aufs falsche Pferd (öD) gesetzt haben und nun einer Tätigkeit nachgehen, die es faktisch in der PW gar nicht gibt. Die übrigen Berufsgruppen stimmt ja ohnehin bereits mit den Füßen ab und das kann ich absolut nachvollziehen.

Aber die bescheidenen Forderungen der Gewerkschaften machen auch mir wirklich Sorgen was die Zukunftsfähikeit des öD angeht, zumal dieser aus meiner Sicht bereits heute in vielen Teilen - wenn überhaupt - nur eingeschränkt funktionsfähig ist.

LogiJöw

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« Antwort #1493 am: 26.08.2020 11:57 »
... Wenn es natürlich garkein Plus oder ein 1,X gibt und das für mehr als ein Jahr, dann würde ich ggf. wirklich mir langsam eine Stelle in der PW suchen.

Wohl dem, der sich einfach in die PW verabschieden kann. Aber sind wir doch ehrlich, leider haben ja nicht alle die Möglichkeit dies zu tun, wenn Sie im Vertrauen auf gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung vor Jahr(zehnt)en aufs falsche Pferd (öD) gesetzt haben und nun einer Tätigkeit nachgehen, die es faktisch in der PW gar nicht gibt. Die übrigen Berufsgruppen stimmt ja ohnehin bereits mit den Füßen ab und das kann ich absolut nachvollziehen.

Aber die bescheidenen Forderungen der Gewerkschaften machen auch mir wirklich Sorgen was die Zukunftsfähikeit des öD angeht, zumal dieser aus meiner Sicht bereits heute in vielen Teilen - wenn überhaupt - nur eingeschränkt funktionsfähig ist.

Es kommt halt immer darauf an, in welchem Bereich man im öD tätig ist. Und wenn man als Quereinsteiger aus der PW kommt und dann die Sicherheit des öD hat, dann weiß man das zu Coronazeiten zu schätzen, wenn das Gehalt normal weiterläuft und man nicht von Kurzarbeit bedroht ist oder einer Kündigung.
Da ist dann die jetzige Tarifverhandlung eher untergeordnet. Zumal, wenn man schon beim Einstieg gut verhandelt hat  ;)

WasDennNun

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« Antwort #1494 am: 26.08.2020 12:02 »
Keine Bereitschaft, die jetzigen Probleme mit fehlenden Fachkräften, anzugehen.
Warum sollte das ein Thema für die ver.di und Co sein?
Da muss doch der AG sich drum kümmern und dass kann er ja auch ohne TV lösen, wenn es zwickt.

Spid

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« Antwort #1495 am: 26.08.2020 12:32 »
... Wenn es natürlich garkein Plus oder ein 1,X gibt und das für mehr als ein Jahr, dann würde ich ggf. wirklich mir langsam eine Stelle in der PW suchen.

Wohl dem, der sich einfach in die PW verabschieden kann. Aber sind wir doch ehrlich, leider haben ja nicht alle die Möglichkeit dies zu tun, wenn Sie im Vertrauen auf gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung vor Jahr(zehnt)en aufs falsche Pferd (öD) gesetzt haben und nun einer Tätigkeit nachgehen, die es faktisch in der PW gar nicht gibt. Die übrigen Berufsgruppen stimmt ja ohnehin bereits mit den Füßen ab und das kann ich absolut nachvollziehen.

Aber die bescheidenen Forderungen der Gewerkschaften machen auch mir wirklich Sorgen was die Zukunftsfähikeit des öD angeht, zumal dieser aus meiner Sicht bereits heute in vielen Teilen - wenn überhaupt - nur eingeschränkt funktionsfähig ist.

Es kommt halt immer darauf an, in welchem Bereich man im öD tätig ist. Und wenn man als Quereinsteiger aus der PW kommt und dann die Sicherheit des öD hat, dann weiß man das zu Coronazeiten zu schätzen, wenn das Gehalt normal weiterläuft und man nicht von Kurzarbeit bedroht ist oder einer Kündigung.
Da ist dann die jetzige Tarifverhandlung eher untergeordnet. Zumal, wenn man schon beim Einstieg gut verhandelt hat  ;)

Welche Sicherheit sollte das sein?

Stonie

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« Antwort #1496 am: 26.08.2020 12:34 »
Keine Bereitschaft, die jetzigen Probleme mit fehlenden Fachkräften, anzugehen.
Warum sollte das ein Thema für die ver.di und Co sein?
Da muss doch der AG sich drum kümmern und dass kann er ja auch ohne TV lösen, wenn es zwickt.

Weil es z.B. die GDL oder der Marburger Bund oder Cockpit schön vormachen.  3% der Belegschaft am Schlüsselpositionen geben einer Gewerkschaft mehr Einflussmöglichkeiten und Mitbestimmungsmacht als 60% der Belegschaft die relativ leicht zu ersetzen sind.

Und die Menge an befristeten Stellen zeigt ja das genügend Stellen relativ leicht neu zu besetzen sind.

Darum sollte sich Verdi und die bemühen mit denen sie viel erreichen können und dafür braucht es keine vollen Straßen sondern (anlaig zu meinen Beispielen) leere Cockpits, fehlende Ärzte, stehende Züge, nicht laufende IT stockende Auszahlungen uberlauf

LogiJöw

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« Antwort #1497 am: 26.08.2020 12:45 »
... Wenn es natürlich garkein Plus oder ein 1,X gibt und das für mehr als ein Jahr, dann würde ich ggf. wirklich mir langsam eine Stelle in der PW suchen.

Wohl dem, der sich einfach in die PW verabschieden kann. Aber sind wir doch ehrlich, leider haben ja nicht alle die Möglichkeit dies zu tun, wenn Sie im Vertrauen auf gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung vor Jahr(zehnt)en aufs falsche Pferd (öD) gesetzt haben und nun einer Tätigkeit nachgehen, die es faktisch in der PW gar nicht gibt. Die übrigen Berufsgruppen stimmt ja ohnehin bereits mit den Füßen ab und das kann ich absolut nachvollziehen.

Aber die bescheidenen Forderungen der Gewerkschaften machen auch mir wirklich Sorgen was die Zukunftsfähikeit des öD angeht, zumal dieser aus meiner Sicht bereits heute in vielen Teilen - wenn überhaupt - nur eingeschränkt funktionsfähig ist.

Es kommt halt immer darauf an, in welchem Bereich man im öD tätig ist. Und wenn man als Quereinsteiger aus der PW kommt und dann die Sicherheit des öD hat, dann weiß man das zu Coronazeiten zu schätzen, wenn das Gehalt normal weiterläuft und man nicht von Kurzarbeit bedroht ist oder einer Kündigung.
Da ist dann die jetzige Tarifverhandlung eher untergeordnet. Zumal, wenn man schon beim Einstieg gut verhandelt hat  ;)

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Wie angedeutet: Sicheres gutes Gehalt, keine Kurzarbeit oder Kündigung. Kommt halt immer auf die Vorgeschichte in der pW an.

Spid

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« Antwort #1498 am: 26.08.2020 12:49 »
Kommt auch auf den AG im öD an. Das sind weit mehr als 10.000 höchst unterschiedliche AG, die weder alle nach TVÖD zahlen, was ja auch schon kein gutes Gehalt ist, wenn wir von Tätigkeiten oberhalb derer, die einem Ausbildungsberuf entsprechen - und keine Kündigungen oder Kurzarbeit, teils sogar unter rechtswidriger Kürzung des Gehalts, ist schlicht unwahr.

Warumdendas

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« Antwort #1499 am: 26.08.2020 12:54 »
Das Verhältnis derer die in der fW Kündigungen, Kurzarbeit und Kürzungen ihrer Gehälter hinnehmen mussten ist ungleich höher als im öD.