Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 184504 times)

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1635 am: 28.08.2020 13:23 »
Es sei denn der vereinbarte Stundensatz ist höher als der tariflich ausgehandelte. Dann steigt das Entgelt bei sinkender Stundenanzahl.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1636 am: 28.08.2020 13:54 »
Nein.

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1637 am: 28.08.2020 13:58 »
Nein?

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1638 am: 28.08.2020 14:05 »
Nein. Ausgangspunkt ist ja jemand, der bereits eine TZ-Vereinbarung getroffen hat.

Warumdendas

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1639 am: 28.08.2020 14:07 »
Wie ist das Folge Szenario wenn ein TB 37 Std. vereinbart hat und die tarifliche Arbeitszeit nur noch 35 Std. beträgt?

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1640 am: 28.08.2020 14:14 »
Es entstehen zuschlagspflichtige Überstunden.

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1641 am: 28.08.2020 20:14 »
Es gab und gibt aktuell noch Bereiche, die wegen Corona zählbaren erheblichen Mehraufwand und Anstrengungen leisten müssen während andere Bereiche des ö.D. nahezu zum Stillstand kamen und immer noch sind.
Wieso kann eine Gewerkschaft für die gebeutelten Bereiche keine Corona-Prämie fordern?

Ja, die Prämie bekommen dann eben nicht alle 2,3 Mio Beschäftigten.
Ist das für irgendjemanden ein Problem?

Wer sagt eigentlich der Tarifabschluss muss sich an dem
orientieren was während Corona passiert ist? Kann man sich auch mal mit sinnvollen Regelungen befassen? Eine vernünftige lineare Erhöhung für alle macht Sinn, aber ich erwarte von Gewerkschaften auch, dass man für die Berufsgruppen die besonders profitieren könnten auch versucht was rauszuholen. Pflegepersonal fehlt? Bessere Eingruppierung! Bauingenieure fehlen? Bessere Eingruppierung! etc.

Immer nur diese +-3% jedes Jahr machen den öD nicht mehr attraktiv! Damit kann man in den wichtigen Bereichen nicht mehr gegen die private Wirtschaft anstinken. Es muss sich mal etwas maßgebliches ändern. Eine geringere Arbeitszeit von 35h zusätzlich zu einem Abschluss wäre mal was. Das würde die Attraktivität sofort steigern.

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1642 am: 28.08.2020 21:48 »
Nein.

Die Prämie an sich sollte meiner Meinung nach tatsächlich nur denjenigen zukommen die eine über das normale Maß hinausgehende Arbeitsbelastung und oder Infektionsgefährdung hatten.

Es ist schwierig einen Gerechten Weg zu finden um das zusätzliche Risiko abzuschätzen. Am einfachsten ist es die Infektionsgefährdung für med. Personal zu benennen. Allerdings ist diese auch ohne Corona immer gegeben und dieser Personengruppe bekannt bevor sie sich für ihren Beruf entschieden haben. Versteht das nicht falsch, ich will die erbrachte Leistung nicht klein machen sondern, ganz im Gegenteil, meine Wertschätzung gegenüber der Einsatzbereitschaft aussprechen die jederzeit abgerufen wird.
Trotz allem gibt es auch hier mehr Menschen die keinen direkten Kontakt mit Covid19 Patienten hatten.
Wenn wir uns die Pflege anschauen wird hier immer körperlich unter Zeitdruck gearbeitet mit einem hohen Maß an Verantwortung gegenüber den ihnen anvertrauten Menschen.
Vergütet wird es mit rd. 3500,- € nach entsprechendem erreichen der Stufen. In Privaten Häusern kann es auch mal, bei noch höherer Arbeitsdichte, ein Tausender weniger sein.
Dagegen steht der Sachbearbeiter beim Arbeitsamt der schnell mal 4000,- € und mehr hat. Mein Mitleid jenen Gegenüber ist gering. Sie haben tatsächlich über mehrere Monate ihren Job machen müssen und wollen jetzt eine Prämie? Warum?
Ich bin dafür denen die viel Leisen auch viel zu bezahlen und wenn dafür extra verhandelt werden muss ist das gut. Ideal ist es wenn neben monetären Erhöhungen auch der Pflegeschlüssel verbessert wird.
Jeder von uns der Mal Pflege benötigt wird davon profitieren. 
Und bitte kommt mir jetzt nicht mit Gehaltsvergleichen. Ich habe ca. und Durchschnittswerte genommen. Die Kernaussage ist das in der Pflege zu geringe Gehälter und zu hohe Arbeitsdichte herrscht.

Sehe ich anders.

In der Pflege sind Stellen offen, die mit den aktuellen Rahmenbedingungen nicht besetzt werden können. Der Druck ist aufgrund der vorherschenden Demographie enorm. Dementsprechend müssen die Gehälter, der Pflegeschlüssel, die Arbeitszeiten und der Urlaub angepasst werden. Gerechtigkeit ist da zweitrangig. In 30 Jahren sieht das dann nach überwinden der demographischen Situation wieder anders aus.

Selbiges gilt für den SB im "Amt" der für 4k arbeitet.

Schokobon

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1643 am: 28.08.2020 22:16 »
Es gab und gibt aktuell noch Bereiche, die wegen Corona zählbaren erheblichen Mehraufwand und Anstrengungen leisten müssen während andere Bereiche des ö.D. nahezu zum Stillstand kamen und immer noch sind.
Wieso kann eine Gewerkschaft für die gebeutelten Bereiche keine Corona-Prämie fordern?

Ja, die Prämie bekommen dann eben nicht alle 2,3 Mio Beschäftigten.
Ist das für irgendjemanden ein Problem?

Wer sagt eigentlich der Tarifabschluss muss sich an dem
orientieren was während Corona passiert ist? Kann man sich auch mal mit sinnvollen Regelungen befassen? Eine vernünftige lineare Erhöhung für alle macht Sinn, aber ich erwarte von Gewerkschaften auch, dass man für die Berufsgruppen die besonders profitieren könnten auch versucht was rauszuholen. Pflegepersonal fehlt? Bessere Eingruppierung! Bauingenieure fehlen? Bessere Eingruppierung! etc.

Immer nur diese +-3% jedes Jahr machen den öD nicht mehr attraktiv! Damit kann man in den wichtigen Bereichen nicht mehr gegen die private Wirtschaft anstinken. Es muss sich mal etwas maßgebliches ändern. Eine geringere Arbeitszeit von 35h zusätzlich zu einem Abschluss wäre mal was. Das würde die Attraktivität sofort steigern.
Sehe kein Hindernis eine finanzielle Anerkennung für die entspr. Bereiche sowie weitreichende strukturelle Anpassungen der Entgeltstrukturen zu fordern.
Das eine schließt ja das andere nicht aus.

Mit einer Nullrunde EG 1 - 8 würde mehr Volumen für EG 9 - 15 übrig bleiben, das man entweder linear oder punktuell unterschiedlich verteilen oder besser noch ganze Stufen streichen könnte (natürlich mit Überleitung in höhere Stufe falls deine wegfällt). Fänd ich besser als der lineare Schrott über die gesamte Tabelle hinweg.


Otto1

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« Antwort #1644 am: 28.08.2020 22:20 »
Jo. Die Stufen sind der nächste Witz.

Schokobon

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« Antwort #1645 am: 28.08.2020 22:31 »
Unser Hausmeister, der seit 30 Jahren komatös und teils alkoholisiert im Keller lungert verdient ca. 100 Euro Netto weniger als unser Leiter für Finanzen und Steuern - studierter Quereinsteiger in Stufe 1.
Wie gut, dass die Gewerkschaft das erkannt hat und mit überproportionalen Erhöhungen der unteren Entgeltgruppen diesen Gap sukzessive schließen möchte.  ::)

Otto1

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1646 am: 28.08.2020 23:35 »
Unser Hausmeister, der seit 30 Jahren komatös und teils alkoholisiert im Keller lungert verdient ca. 100 Euro Netto weniger als unser Leiter für Finanzen und Steuern - studierter Quereinsteiger in Stufe 1.
Wie gut, dass die Gewerkschaft das erkannt hat und mit überproportionalen Erhöhungen der unteren Entgeltgruppen diesen Gap sukzessive schließen möchte.  ::)

Dazu fallen mir nur diese geistreichen Ausführungen vom Mitarbeiter und der Verdi-Tante, die zum Teil falsch und irreführend sind, ein.

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Oeffentlicher-Dienst-Verdi-fordert-48-Prozent-mehr-Lohn,hamj99318.html

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1647 am: 29.08.2020 12:27 »

Mit einer Nullrunde EG 1 - 8 würde mehr Volumen für EG 9 - 15 übrig bleiben, das man entweder linear oder punktuell unterschiedlich verteilen oder besser noch ganze Stufen streichen könnte (natürlich mit Überleitung in höhere Stufe falls deine wegfällt). Fänd ich besser als der lineare Schrott über die gesamte Tabelle hinweg.

Selbst wenn ein solcher Vorschlag gegen die Gewerkschaften durchsetzbar wäre, würden die Arbeitgeber den dadurch gewonnen Spielraum keinesfalls so einsetzen. Die EG 9-15 würden auch weiterhin nur den linearen Schrott in der bisherigen Höhe von ca. 2% erhalten; der Rest wird eingespart.

OK- nach 10 solcher Verhandlungsrunden hätte man wenigstens einen entsprechenden Abstand zu den "Minderbemittelten"- der Abstand zur goldenen pW bliebe aber bestehen. Damit sich Ihre Situation endlich verbessert, bleibt Ihnen nur der Wechsel in die pW. Dort gibt es - wie hier zu lesen war - bei weniger Arbeitszeit deutlich mehr Kohle.

Warum opfern Sie sich auf ? Oder liegen trotz der miserablen Bezahlung doch noch andere Gründe vor , im ÖD zu verbleiben ?


Spid

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« Antwort #1648 am: 29.08.2020 12:49 »
Wer ist hier im öD?

Ramirez

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1649 am: 30.08.2020 00:51 »

Datenschutz? So ein Quatsch. Als ob eine Verteilung der Altersstruktur dem Datenschutz unterliegt. Sowas haben wir hier auch im Intranet zur Anschauung. Bei uns übrigens ähnlich mit 12% Ü60 und 31% 50er.

In diesem Fall müssen z. B. unbedingt alte Menschen eingestellt werden, auch wenn der Kommentator das wohl nicht meinte, 31 % Ü50 liegt absolut UNTER Schnitt.
Der DGB und Verdi führen leider auch solche Zahlen an und merken gar nicht das diese voll im Soll sind.
Mittelstufenmathematik ist leider schon Herrschaftskönnen.