Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 184346 times)

daseinsvorsorge

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #1890 am: 02.09.2020 21:16 »
Das war nicht Gegenstand meiner Frage- macht aber nichts. Vielleicht sind sie nach über 10000 Beiträgen auch mental einfach nur erschöpft und verlieren so langsam den Überblick. Vielleicht antworten Sie demnächst nur noch auf jeden zweiten Beitrag und können - nach einer Ruhephase- dann wieder voll angreifen.

Spid

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« Antwort #1891 am: 02.09.2020 21:19 »
Du hast keine Frage gestellt - noch wäre ich in meinen Beiträgen auf die Beantwortung selbiger beschränkt.

Novus

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« Antwort #1892 am: 02.09.2020 23:48 »
Zeigt ja nur, wie wenig man Gewerkschaften braucht - die schaffen es in tagelangen Verhandlungen ja nur, dem AG das abzuringen, was der freie AN als erstes Angebot bekommt.

Nein

Spid

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« Antwort #1893 am: 03.09.2020 07:12 »
Selbstverständlich zeigt es das: hier wurde ausgeführt, die freien AN würden weit überwiegend das erste Angebot des AG, welches dieselben Leistungen enthielte, wie sie die Gewerkschaften in strapaziösen Verhandlungsrunden ausgehandelt haben, als Arbeitsvertrag annehmen. Das zeigt eindrucksvoll, wie überflüssig Gewerkschaften sind - oder wie schlecht die darin organisierten AN sein müssen. Oder beides.

WasDennNun

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« Antwort #1894 am: 03.09.2020 07:30 »
Selbstverständlich zeigt es das: hier wurde ausgeführt, die freien AN würden weit überwiegend das erste Angebot des AG, welches dieselben Leistungen enthielte, wie sie die Gewerkschaften in strapaziösen Verhandlungsrunden ausgehandelt haben, als Arbeitsvertrag annehmen. Das zeigt eindrucksvoll, wie überflüssig Gewerkschaften sind - oder wie schlecht die darin organisierten AN sein müssen. Oder beides.
Nun, dass was da ausgehandelt wurde, ist ein öffentlich zugängliches Basispaket, welches nicht unterschritten werden kann vom AG.
Ohne die Gewerkschaften und den strapaziösen Verhandlungen gäbe es ein solches Paket nicht und der AG könnte mehr Geld sparen in dem er die schwachen Einzelkämpfer stärker gegeneinander ausspielt.
Für mich sind daher die Gewerkschaften überflüssig, für andere jedoch durch aus von Vorteil.

Spid

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« Antwort #1895 am: 03.09.2020 07:34 »
Der AG darf nur gegenüber tarifgebundenen AN nicht zum Nachteil abweichen. Wir sprechen von freien AN.

daseinsvorsorge

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« Antwort #1896 am: 03.09.2020 07:39 »
Sie sollten doch nur nur auf jeden 2.Beitrag antworten- aber Sie können auch stolz auf sich sein. Immerhin haben Sie es ausgehalten, mehr als 7 Stunden zu schweigen. Sprechen Sie ganz offen darüber mit ihrem Therapeuten. ER wird Sie nicht verurteilen.

Spid

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« Antwort #1897 am: 03.09.2020 07:48 »

TV-Ler

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« Antwort #1898 am: 03.09.2020 09:08 »
Was für eine schlechte Verhandlung des jeweiligen AG- wissentlich Arbeitsverträge abschließen, die ihnen teuer zu stehen kommen. Wo sie es viel billiger haben könnten.
Würden die öffentlichen Arbeitgeber nicht gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmern nicht dieselben Arbeitsbedingungen anbieten, wie Gewerkschaftsmitgliedern, würde mutmaßlich die Anzahl der Gewerkschaftsmitglieder rasant ansteigen.
Somit würden Verdi und Co. aus ihren bisherigen Bittstellerpositionen herauskommen und könnten ungeahnte Verhandlungsmacht entwickeln...

Spid

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« Antwort #1899 am: 03.09.2020 09:17 »
Verdi nimmt doch 1% des Gehalts. Somit könnten die AG den freien AN sogar 1% weniger anbieten, ohne daß sich ein Beitritt lohnte, denn der Verdi-Beitrag wird ja aus dem Netto gezahlt und 1% weniger Brutto ist angesichts der Sozialbeiträge da doch das bessere Angebot. Machen die AG nicht, woraus mein o.g. Schluß zwingend ist.

TV-Ler

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« Antwort #1900 am: 03.09.2020 09:39 »
Verdi nimmt doch 1% des Gehalts. Somit könnten die AG den freien AN sogar 1% weniger anbieten, ohne daß sich ein Beitritt lohnte, denn der Verdi-Beitrag wird ja aus dem Netto gezahlt und 1% weniger Brutto ist angesichts der Sozialbeiträge da doch das bessere Angebot. Machen die AG nicht, woraus mein o.g. Schluß zwingend ist.
Wenn alle stets und ständig rein rational handeln würden, wäre das wohl so.
Nicht wenige Bewerber aber würden flugs in eine Gewerkschaft eintreten, wenn der AG ihnen ein Entgelt in Höhe von Tariftabelle minus 1% anböte.

Schokobon

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« Antwort #1901 am: 03.09.2020 09:43 »
Aufgrund unfähiger Personaler und Vetterleswirtschaft ist das wohl ganz gut so wie es aktuell ist. Auch wenn es einigen wenigen AN zum Nachteil ist.

Britta2

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« Antwort #1902 am: 03.09.2020 09:45 »
Verdi nimmt doch 1% des Gehalts. Somit könnten die AG den freien AN sogar 1% weniger anbieten, ohne daß sich ein Beitritt lohnte, denn der Verdi-Beitrag wird ja aus dem Netto gezahlt und 1% weniger Brutto ist angesichts der Sozialbeiträge da doch das bessere Angebot. Machen die AG nicht, woraus mein o.g. Schluß zwingend ist.
Warum 1% Gehalt an Verdi zahlen, wenn man als AN doch nichts davon hat? Wer aufmuckt, riskiert verhaltensbedingte Kündigung und wird obendrein selbst von den eigenen Kollegen als Unruhestifter angeprangert. Selbst die Mitgliedschaft in einem Betriebsrat bewies sich als Eigentor. Karriere oder Kündigung - das steht zur Wahl. Die 1% Kohle machen die Suppe nicht fett. Gerade der ÖD ist spezialisiert auf Bossing und Mobbing. Eben infolge der zu starren und machtvollen Hierarchien. Jeder gegen möglichst jeden, lt AG optimales Werkzeug zur Steigerung von Motivation und Engagement.
Es wird gern und viel darüber geredet, was alles getan wird um das zu ändern. Gewäsch.

Spid

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« Antwort #1903 am: 03.09.2020 09:46 »
Verdi nimmt doch 1% des Gehalts. Somit könnten die AG den freien AN sogar 1% weniger anbieten, ohne daß sich ein Beitritt lohnte, denn der Verdi-Beitrag wird ja aus dem Netto gezahlt und 1% weniger Brutto ist angesichts der Sozialbeiträge da doch das bessere Angebot. Machen die AG nicht, woraus mein o.g. Schluß zwingend ist.
Wenn alle stets und ständig rein rational handeln würden, wäre das wohl so.
Nicht wenige Bewerber aber würden flugs in eine Gewerkschaft eintreten, wenn der AG ihnen ein Entgelt in Höhe von Tariftabelle minus 1% anböte.

Dafür sehe ich keine Anhaltspunkte. Sofern man nicht gerade Steineschmeisserfahrten nach Hamburg oder die Finanzierung sonstiger Antifa-Aktivitäten, Sympathiekundgebungen für sog. "Flüchtlinge" oder die Unterstützung sozialistischer Splitterparteien wie der SPD für positiv besetzt hält, dürfte ja der Eintritt zumindest in eine der DGB-Gewerkschaften eine enorme Überwindung kosten.

MrRossi

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« Antwort #1904 am: 03.09.2020 10:11 »
Selbstverständlich zeigt es das: hier wurde ausgeführt, die freien AN würden weit überwiegend das erste Angebot des AG, welches dieselben Leistungen enthielte, wie sie die Gewerkschaften in strapaziösen Verhandlungsrunden ausgehandelt haben, als Arbeitsvertrag annehmen. Das zeigt eindrucksvoll, wie überflüssig Gewerkschaften sind - oder wie schlecht die darin organisierten AN sein müssen. Oder beides.
Es zeigt lediglich dass das Ausgehandelte für die freien  AN noch gut genug ist, nicht aber die Überflüssigkeit der Gewerkschaft/Tarifkommision ohne die es diese "Basis" nicht gäbe. Wären die freien AN in einer besseren Position wenn es keine Gewerkschaft gäbe, was ja deine Wunschvorstellung ist?