Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 383878 times)

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #210 am: 19.06.2020 15:21 »
Was die BTK will oder nicht, ist mir so unbekannt wie es unerheblich ist. Der Bund hat bislang kein Interesse gezeigt, ohne die Kommunen zu verhandeln.

Wurstberg

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #211 am: 19.06.2020 15:39 »
Will denn die BTK für den Bund und VKA dasselbe Ergebnis rausholen? Oder könnte der Bund sich trotzdem mit der BTK einig werden?

Wieso sollte der Bund freiwillig auf eine Möglichkeit verzichten die Preise zu drücken?

danielocean

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #212 am: 19.06.2020 16:41 »
Wie bei jeder Tarifrunde sind wieder die gleichen 10 bis 20 User am Werk, die überraschenderweise täglich zwischen 8 und 18 Uhr die Zeit haben, einen riesen Müll hier zu manifestieren, der sich vor allem auf solche ablässt, die euer Leben angenehmer machen! Deshalb sorry, dass mal ein, meistens in der Arbeit sich befindender Beschäftigter in der unteren Kategorie des öffentlichen Dienstes kurz was beitragen möchte...
Die viel zitierte Meinung dass die EG10 bis EG 15er wesentlich mehr verdienen sollten wie die U9er, weil wegen Verantwortung und blablabla ist sowas von daneben und vor allem in völliger Unwissenheit daher gelabert. Verantwortung übernehmen übrigens nicht nur EG 10er aufwärts. Mehr als ihr ahnt, sind in  Führungspositionen mit erheblicher Verantwortung in EG 5 bis EG 8 besetzt, vor allem in ländlicheren Gegenden, diese würden auch gern dass Gehalt eines EG11ers (mehr als verdient) oder höher haben - haben Sie aber nicht!!
Außerdem werden nicht nur in eurer Komfort-EG-Klasse Stellen wegen mangelnder Bewerbung nicht besetzt, sondern ebenso in EG 5-9 Stellen! Im März wurde für eine  Kläranlage eine Fachkraft für Abwassertechnik oder abgeschlossene Ausbildung mit einschlägigen Erfahrungen im Abwasserbereich deutschlandweit gesucht. Keine einzige Bewerbung ging hierzu ein! Ich glaube nicht dass es zukünftig an ITlern l, Ing. oder akademischen Bewerbern fehlt (Studierende gibt es viel zu viel), sondern viel mehr an erfahrenen, guten Fachkräften für Berufe die körperliches Geschick verlangen und ebenso Verantwortung mit sich tragen. Sie sind die wesentliche Mehrheit des öffentlichen Dienstes und werden alle nicht gerecht bezahlt! Einige von euch werden dass nie einsehen, andere vielleicht dann wenn ihnen selbst von den "kleinen" Mann oder Frau geholfen wird weil ein Wasserrohrbruch dass Haus überschwemmt oder die Abwasserleitung verstopft ist, spätestens aber wenn die Pflegekraft denjenigen in den Rollstuhl oder ins Bett behilflich sein muss oder gefüttert werden muss...
Sich einfach mal in die andere Richtung (also jenseits unter EG 10) mal hinein zu denken, würde den Dauerschreiberlingen hier nicht schaden! Uns geht's nicht anders als euch! (nurihrverdientvielmehralswir)

Es ist außerdem sehr schade für ein Forum, dass eigentlich für alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in erster Linie Hilfe bei Fragen jeder Art leisten sollte, dass hier Fragen von Neuankömmlinge oder die, die nach Jahren hier eine Frage stellen wollen aufs übelste Beleidigt werden, weil sie sich z. B. rethorisch nicht so korrekt philosophisch  ausdrücken wollen wie unsere Langzeitstudierten Dauerschreiberlinge hier...
Warum der Admin dies zulässt, ist und bleibt mir ein Rätsel (Eine Verwarnung, sowie ggf. Sperrung des Users wäre dass mindeste) ...

Ich habe Kollegen/innen die sich niemals trauen würden in dieses Forum eine Frage zu stellen, da diese erstens nie zufriedenstellend beantwortet oder zweitens gar nicht beantwortet wird, da als erstes der Platzhirsch dieses Forums wie immer eine völlig unbrauchbare Antwort mit einen Satz und wenigen Worten hinlegt (da meistens nicht immer die absolut korrekte Frage, die der Platzhirsch sich hier wünscht, eben aus Unwissenheit gestellt werden kann) und daraufhin keiner mehr Lust hat eine nützliche Antwort zu geben.

Nun zu den eigentlichen Beitrag: Eine Einmalzahlung von 1500 Euro für die 6 Monate Verschiebung der Verhandlung wäre meiner Meinung nach auch brutto gesehen eine sehr gute Überbrückung gewesen. Man hätte sich auf 1200 Euro einigen sollen. Jetzt kommen wieder max. 2 Prozent für 1 Jahr und zwar für alle EG's raus, was sogar für einen in EG 15 zu wenig ist....Im übrigen bin ich persönlich klar gegen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, da ich mit 39 Stunden leider nicht über die Runde komme. Überstunden sind in meinen Fall die Regel und nicht die Ausnahme...

Spid

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« Antwort #213 am: 19.06.2020 16:43 »
Mimimi

BAT

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #214 am: 19.06.2020 16:52 »

Private Wohnorte sind privat und deshalb für die Ausgestaltung natürlich unbeachtlich.
Der öffentliche AG agiert am regionalen Arbeitsmarkt und muss sich dort gegen die regionalen Arbeitsmarktakteure behaupten, die vor Ort sind. Deshalb muss die Anpassung natürlich anhand des Sitzes des Arbeitgebers erfolgen.
Eine Abgrenzung könnte landkreisscharf erfolgen.

Also wir hatten seinerzeit  einee Zentrale vom Land in Bezug auf Vermögensverwaltung bei uns im Landkreis - und zwar im Ort mit der landesweit geringsten Steuerlast - war eine Briefkastenfirma. Ähnliche Konstrukte wären bei Umsetzung der Forderung nach Indizis denkbar.

Zumal wir als Kommune bereits jetzt so einige GmbH´s gegründet haben.

Alternativ wäre der Arbeitsort in Zeiten von Homeoffice (derzeit über ein Drittel der Beschäftigten) keine Alternative.

Nee, ist eine Togeburt so eine Denke.

Spid

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« Antwort #215 am: 19.06.2020 16:55 »
Die Vorbringung ist inhaltsleer, da der Wesensgehalt einer Briefkastenfirma ist, daß sie keinen Arbeitsort darstellt - zumindest keinen für bei dieser Beschäftigte.

BAT

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #216 am: 19.06.2020 16:58 »
Die Vorbringung ist inhaltsleer, da der Wesensgehalt einer Briefkastenfirma ist, daß sie keinen Arbeitsort darstellt - zumindest keinen für bei dieser Beschäftigte.

Nein, die Briefkastenfirma war ein Beispiel anderer Konstruktionen und nicht Inhalt meiner Widerrede.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #217 am: 19.06.2020 17:05 »
Also verweist Du in Deiner Widerrede auf Beispiele, die in keinem Zusammenhang zu dieser stehen? Welchen Sinn hat dieser Verweis? Und wenn es keinen Bezug zu Deiner Widerrede hat, ist der Begriff „Konstrukte“ seinerseits als Vorbringung ohne inhaltlichen Wert.

BAT

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« Antwort #218 am: 19.06.2020 17:37 »
Nein.

Otto1

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« Antwort #219 am: 19.06.2020 17:41 »
Wie bei jeder Tarifrunde sind wieder die gleichen 10 bis 20 User am Werk, die überraschenderweise täglich zwischen 8 und 18 Uhr die Zeit haben, einen riesen Müll hier zu manifestieren, der sich vor allem auf solche ablässt, die euer Leben angenehmer machen! Deshalb sorry, dass mal ein, meistens in der Arbeit sich befindender Beschäftigter in der unteren Kategorie des öffentlichen Dienstes kurz was beitragen möchte...
Die viel zitierte Meinung dass die EG10 bis EG 15er wesentlich mehr verdienen sollten wie die U9er, weil wegen Verantwortung und blablabla ist sowas von daneben und vor allem in völliger Unwissenheit daher gelabert. Verantwortung übernehmen übrigens nicht nur EG 10er aufwärts. Mehr als ihr ahnt, sind in  Führungspositionen mit erheblicher Verantwortung in EG 5 bis EG 8 besetzt, vor allem in ländlicheren Gegenden, diese würden auch gern dass Gehalt eines EG11ers (mehr als verdient) oder höher haben - haben Sie aber nicht!!
Außerdem werden nicht nur in eurer Komfort-EG-Klasse Stellen wegen mangelnder Bewerbung nicht besetzt, sondern ebenso in EG 5-9 Stellen! Im März wurde für eine  Kläranlage eine Fachkraft für Abwassertechnik oder abgeschlossene Ausbildung mit einschlägigen Erfahrungen im Abwasserbereich deutschlandweit gesucht. Keine einzige Bewerbung ging hierzu ein! Ich glaube nicht dass es zukünftig an ITlern l, Ing. oder akademischen Bewerbern fehlt (Studierende gibt es viel zu viel), sondern viel mehr an erfahrenen, guten Fachkräften für Berufe die körperliches Geschick verlangen und ebenso Verantwortung mit sich tragen. Sie sind die wesentliche Mehrheit des öffentlichen Dienstes und werden alle nicht gerecht bezahlt! Einige von euch werden dass nie einsehen, andere vielleicht dann wenn ihnen selbst von den "kleinen" Mann oder Frau geholfen wird weil ein Wasserrohrbruch dass Haus überschwemmt oder die Abwasserleitung verstopft ist, spätestens aber wenn die Pflegekraft denjenigen in den Rollstuhl oder ins Bett behilflich sein muss oder gefüttert werden muss...
Sich einfach mal in die andere Richtung (also jenseits unter EG 10) mal hinein zu denken, würde den Dauerschreiberlingen hier nicht schaden! Uns geht's nicht anders als euch! (nurihrverdientvielmehralswir)

Es ist außerdem sehr schade für ein Forum, dass eigentlich für alle Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in erster Linie Hilfe bei Fragen jeder Art leisten sollte, dass hier Fragen von Neuankömmlinge oder die, die nach Jahren hier eine Frage stellen wollen aufs übelste Beleidigt werden, weil sie sich z. B. rethorisch nicht so korrekt philosophisch  ausdrücken wollen wie unsere Langzeitstudierten Dauerschreiberlinge hier...
Warum der Admin dies zulässt, ist und bleibt mir ein Rätsel (Eine Verwarnung, sowie ggf. Sperrung des Users wäre dass mindeste) ...

Ich habe Kollegen/innen die sich niemals trauen würden in dieses Forum eine Frage zu stellen, da diese erstens nie zufriedenstellend beantwortet oder zweitens gar nicht beantwortet wird, da als erstes der Platzhirsch dieses Forums wie immer eine völlig unbrauchbare Antwort mit einen Satz und wenigen Worten hinlegt (da meistens nicht immer die absolut korrekte Frage, die der Platzhirsch sich hier wünscht, eben aus Unwissenheit gestellt werden kann) und daraufhin keiner mehr Lust hat eine nützliche Antwort zu geben.

Nun zu den eigentlichen Beitrag: Eine Einmalzahlung von 1500 Euro für die 6 Monate Verschiebung der Verhandlung wäre meiner Meinung nach auch brutto gesehen eine sehr gute Überbrückung gewesen. Man hätte sich auf 1200 Euro einigen sollen. Jetzt kommen wieder max. 2 Prozent für 1 Jahr und zwar für alle EG's raus, was sogar für einen in EG 15 zu wenig ist....Im übrigen bin ich persönlich klar gegen eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit, da ich mit 39 Stunden leider nicht über die Runde komme. Überstunden sind in meinen Fall die Regel und nicht die Ausnahme...

1. Es geht dich zwar nichts an, aber ich habe 6 Monate Elternzeit und nehme mir die Freiheit ab und an wenn es sich bietet das Smartphone zu zücken und kann hier den ganzen Tag „rumposten“.

2. leben wir in einer Marktwirtschaft. Es ist egal wer etwas bekommen sollte, oder wie du das gerechterweise gerne hättest... Fakt ist nunmal, dass man im öD weder Ingenieure, ITler, Führungskräfte oder Ähnliches bekommt. Dazu zählen natürlich auch die von dir beschrieben technischen Berufe. Kein Ingenieur quält sich durch ein 5 jähriges naturwissenschaftliches Studium um dann für 3.500-4.000€ brutto beim Staat anzufangen, wenn er woanders ein ganz anderes bekommt. Bei zunehmender Berufserfahrung nimmt das Problem noch zu. Selbiges gilt im kleineren Maßstab für die von dir genannten Personen.

3. weiterhin ist laut des „Personalreports“ der dbb und der Studien von pwc und McKinsey Fakt, dass bis 2030 vor allem in der mittleren Führungsebene, also E9-E15, die Leute fehlen werden.

Spid

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« Antwort #220 am: 19.06.2020 17:55 »
Nein.

Also ist Deine Aussage, das Beispiel wäre nicht Inhalt Deiner Gegenrede gewesen, unwahr?

Novus

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« Antwort #221 am: 19.06.2020 19:27 »
2. leben wir in einer Marktwirtschaft. Es ist egal wer etwas bekommen sollte, oder wie du das gerechterweise gerne hättest... Fakt ist nunmal, dass man im öD weder Ingenieure, ITler, Führungskräfte oder Ähnliches bekommt. Dazu zählen natürlich auch die von dir beschrieben technischen Berufe. Kein Ingenieur quält sich durch ein 5 jähriges naturwissenschaftliches Studium um dann für 3.500-4.000€ brutto beim Staat anzufangen, wenn er woanders ein ganz anderes bekommt. Bei zunehmender Berufserfahrung nimmt das Problem noch zu. Selbiges gilt im kleineren Maßstab für die von dir genannten Personen.

3. weiterhin ist laut des „Personalreports“ der dbb und der Studien von pwc und McKinsey Fakt, dass bis 2030 vor allem in der mittleren Führungsebene, also E9-E15, die Leute fehlen werden.

Nochmal: Das ist Regionsabhängig - wir hier haben überhaupt kein Problem Ingenieure zu finden, uns fehlen Erzieher, Elektriker und Vermessungstechniker. Die Ingenieursstellen werden mit 10-15 Bewerbern pro Ausschreibung gut gebucht. (und wir zahlen noch schlechter)

Um dem Abhilfe zu schaffen müssten die Gehälter mit Zulagen versehen werden können wenn kritische Stellen nicht nachbesetzt werden können.

Ich sehe allerdings keinen Grund den "unteren Entgeltgruppen" mehr zu zahlen, denn sie sind derzeit gut bezahlt im Vergleich mit den Kollegen aus der Privatwirtschaft.
Das Problem liegt eher darin, das niemand mehr Einzelhandelskaufman wird, sondern BWL Studiert und dann als Bachelor ein sechstelliges Gehalt erwartet.

Ich war letzte Woche in einem Vorstellungsgespräch wo es um den Posten eines Verwaltungsfachwirtes ging. Da wurden dann von den Bachelorbewerbern (da gab es viele) 60.000€ als Gehaltsvorstellung genannt :) ...
« Last Edit: 19.06.2020 19:37 von Novus »

Egon12

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« Antwort #222 am: 19.06.2020 19:47 »
Wir kommen zwar vom Thema ab aber wer sich vor dem Vorstellungsgespräch nicht wenigstens rudimentär mit der Entgeltstruktur befasst hat, hat sich wahrscheinlich auch sonst nicht ausreichend vorbereitet.

Otto1

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« Antwort #223 am: 19.06.2020 20:08 »
2. leben wir in einer Marktwirtschaft. Es ist egal wer etwas bekommen sollte, oder wie du das gerechterweise gerne hättest... Fakt ist nunmal, dass man im öD weder Ingenieure, ITler, Führungskräfte oder Ähnliches bekommt. Dazu zählen natürlich auch die von dir beschrieben technischen Berufe. Kein Ingenieur quält sich durch ein 5 jähriges naturwissenschaftliches Studium um dann für 3.500-4.000€ brutto beim Staat anzufangen, wenn er woanders ein ganz anderes bekommt. Bei zunehmender Berufserfahrung nimmt das Problem noch zu. Selbiges gilt im kleineren Maßstab für die von dir genannten Personen.

3. weiterhin ist laut des „Personalreports“ der dbb und der Studien von pwc und McKinsey Fakt, dass bis 2030 vor allem in der mittleren Führungsebene, also E9-E15, die Leute fehlen werden.

Nochmal: Das ist Regionsabhängig - wir hier haben überhaupt kein Problem Ingenieure zu finden, uns fehlen Erzieher, Elektriker und Vermessungstechniker. Die Ingenieursstellen werden mit 10-15 Bewerbern pro Ausschreibung gut gebucht. (und wir zahlen noch schlechter)

Um dem Abhilfe zu schaffen müssten die Gehälter mit Zulagen versehen werden können wenn kritische Stellen nicht nachbesetzt werden können.

Ich sehe allerdings keinen Grund den "unteren Entgeltgruppen" mehr zu zahlen, denn sie sind derzeit gut bezahlt im Vergleich mit den Kollegen aus der Privatwirtschaft.
Das Problem liegt eher darin, das niemand mehr Einzelhandelskaufman wird, sondern BWL Studiert und dann als Bachelor ein sechstelliges Gehalt erwartet.

Ich war letzte Woche in einem Vorstellungsgespräch wo es um den Posten eines Verwaltungsfachwirtes ging. Da wurden dann von den Bachelorbewerbern (da gab es viele) 60.000€ als Gehaltsvorstellung genannt :) ...

Wenn man den Kollegen aus den neuen Ländern glauben schenken darf, dann sieht es dort in den benannten Berufsgruppen genauso aus wie in Bayern. Und ländlicher geht es ja wohl kaum...

Also 60 k sind hier in Oberbayern die normale Härte...

NordNordOst

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« Antwort #224 am: 19.06.2020 20:50 »
Also ich verdiene jetzt im TV-V 10 ziemlich ähnlich wie vorher in der Privatwirtschaft - und das in einer recht großen Stadt in Süddeutschland. Klar, mehr geht immer, aber ich komme mir jetzt nicht unterbezahlt vor. Das Problem seh ich eher darin, dass Gehaltsverhandlungen in Zukunft wohl eher schwer werden, dann eine Höherstufung soll ja nachdem was ich so gelesen habe nicht so leicht sein. Würde aber eine Absenkung der Wochenarbeitszeit auch einer tariflichen Erhöhung bevorzugen, wenn ich wählen könnte.

Finde aber generell nicht, dass man die unteren gegen die oberen Tarifgruppen ausspielen sollten - jeder hat doch ein Recht auf angemessene Bezahlung.