Autor Thema: Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion  (Read 377820 times)

Maiden

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4275 am: 28.10.2020 00:33 »
@Maiden

Inhaltlich liegen unsere Ansichten ganz weit auseinander. Aber ich habe Respekt davor wie du hier allein gegen mehrere Leute anredest.
Gute Nacht

Gegenüber einem Geisterfahrer wäre eine Respektsbekundung etwa ebenso sinnvoll, wie hier.

Zugegeben, der Vergleich ist schon amüsant

Ich würd eher sagen er hinkt gewaltig.

Spid

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4276 am: 28.10.2020 00:33 »
Das ist keine Antwort auf die Fragen.

Also auf die erste schon. Die zweite ist so provokativ, dass sich darauf nicht einzugehen lohnt.

Nein.

Und wo bleiben die klaren Fakten?

Amtsschimmel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4277 am: 28.10.2020 00:33 »
Diese Aussage ist in ihrer Pauschalität doch nicht sinnvoll zu vertreten.
Zudem: geht es Dir jetzt um Abstände zwischen Ausgebildeten und Studierten, oder um Obergrenzen?

Wo in Deutschland braucht ein Single 3000 € Netto, um vernünftig leben zu können?

Es geht mir um beides. Mit Obergrenzen für die freie Wirtschaft gewinnt der ÖD wieder an Attraktivität, weil der Abstand zwischen ÖD und Wirtschaft geringer wird.

Setzt man im ÖD nur die Gehälter der Studierten hoch, steigt der Abstand zu den Gehältern derjenigen, die nur eine Ausbildung haben, was das jetzige Problem (dass man keine Uni-Absolventen bekommt) einfach nur umdreht. Wie ich schon mehrfach schrieb braucht es wenn überhaupt eine Komplettreform.

Dann muss es aber schon die Weltrevolution sein. Ansonsten verlöre Deutschland schlicht seine Talente und es bliebe der Rest.

Maiden

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4278 am: 28.10.2020 00:39 »
Drehen wir den Spieß doch mal um. Erklärt mir doch mal, wo ihr die Milliarden hernehmen wollt, die es für Gehälter wie in der freien Wirtschaft bräuchte. Und nein, Einsparungen bei den mittleren und unteren Entgeltgruppen sind hier nicht die Quelle, weil diese Gruppen definitiv nicht derart überbezahlt sind, dass man da noch was wegnehmen sollte!

Wie sollen sich Kommunen etc. das leisten können, was große Unternehmen mit mehreren Milliarden Umsatz pro Jahr haben? Über Steuern schneidet ihr euch ja auch wieder ins eigene Fleisch.

Tut mir Leid, ich sehe einfach keinen Weg, im ÖD Gehälter wie in der Privatwirtschaft zu zahlen.

Es bleiben nur zwei Möglichkeiten, wenn wieder mehr Fachkräfte in den ÖD als in die freie Wirtschaft sollen: Entweder den ÖD attraktiver machen oder die Privatwirtschaft unattraktiver machen.

Beides erscheint mir aktuell gleich unmöglich, aber zumindest zu letzterer Möglichkeit habe ich hier ja schon meine Gedanken geäußert.

Bastel

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4279 am: 28.10.2020 00:39 »
Diese Aussage ist in ihrer Pauschalität doch nicht sinnvoll zu vertreten.
Zudem: geht es Dir jetzt um Abstände zwischen Ausgebildeten und Studierten, oder um Obergrenzen?

Wo in Deutschland braucht ein Single 3000 € Netto, um vernünftig leben zu können?

Es geht mir um beides. Mit Obergrenzen für die freie Wirtschaft gewinnt der ÖD wieder an Attraktivität, weil der Abstand zwischen ÖD und Wirtschaft geringer wird.

Setzt man im ÖD nur die Gehälter der Studierten hoch, steigt der Abstand zu den Gehältern derjenigen, die nur eine Ausbildung haben, was das jetzige Problem (dass man keine Uni-Absolventen bekommt) einfach nur umdreht. Wie ich schon mehrfach schrieb braucht es wenn überhaupt eine Komplettreform.

Wenn es auf der Welt nur das Land Deutschland gebe, könnte das eventuell sogar klappen.
So jetzt aber. BB

Man könnte auch alle einsperren. Hat ja schonmal 40 Jahre geklappt.

AndreasG

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Antw:Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion
« Antwort #4280 am: 28.10.2020 00:41 »
Wo in Deutschland braucht ein Single 3000 € Netto, um vernünftig leben zu können?

Es geht mir um beides. Mit Obergrenzen für die freie Wirtschaft gewinnt der ÖD wieder an Attraktivität, weil der Abstand zwischen ÖD und Wirtschaft geringer wird.

Setzt man im ÖD nur die Gehälter der Studierten hoch, steigt der Abstand zu den Gehältern derjenigen, die nur eine Ausbildung haben, was das jetzige Problem (dass man keine Uni-Absolventen bekommt) einfach nur umdreht. Wie ich schon mehrfach schrieb braucht es wenn überhaupt eine Komplettreform.

Es geht nicht um Single ode Verheiratet oder Alleinerziehend oder was auch immer.

Gehalt gibt es für die Arbeit und Brutto steht dem Arbeitnehmer in Steuerklasse 1 das Gleiche zu wie in Steuerklasse 3.

Und mit einer Obergrenze für die fW macht man die Wirtschaft kaputt weil dann die Fachkräfte abwandern.

Die 3000€ Netto sind auch für Arbeinehmer ohne Hochschulstudium im ÖD erreichbar. Auch mit Steuerklasse 1.

Es ist auch völlig egal ob jemand meint "so viel Geld braucht kein Single". Diese Meinung ist schlicht nicht von Belang sondern nur die Situation auf dem Arbeitsmarkt.


Und ein Gehaltsunterschied von 700€ Netto ist auch definitiv nichts verwerfliches.

Denn warum soll dieser Unterschied denn zwischen dem Ausgebildeten Arbeitnehmer und dem studierten Arbeitnehmer problematisch sein aber zwischen der Reinigungskraft und dem ausgebildeten Arbeitnehmer nicht?

Oder ist da der Gehaltsunterschied auch zu hoch?


Bastel

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« Antwort #4281 am: 28.10.2020 00:41 »
Drehen wir den Spieß doch mal um. Erklärt mir doch mal, wo ihr die Milliarden hernehmen wollt, die es für Gehälter wie in der freien Wirtschaft bräuchte. Und nein, Einsparungen bei den mittleren und unteren Entgeltgruppen sind hier nicht die Quelle, weil diese Gruppen definitiv nicht derart überbezahlt sind, dass man da noch was wegnehmen sollte?

Wie sollen sich Kommunen etc. das leisten können, was große Unternehmen mit mehreren Milliarden Umsatz pro Jahr haben? Über Steuern schneidet ihr euch ja auch wieder ins eigene Fleisch.

Tut mir Leid, ich sehe einfach keinen Weg, im ÖD Gehälter wie in der Privatwirtschaft zu zahlen.

Unnötige Kosten einsparen oder Kredite aufnehmen.

Maiden

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« Antwort #4282 am: 28.10.2020 00:44 »
[Unnötige Kosten einsparen oder Kredite aufnehmen.

Gut, welche unnötigen Kosten wären das? Die Kredite muss man aber auch irgendwann mal zurückzahlen - oder nicht?

Amtsschimmel

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« Antwort #4283 am: 28.10.2020 00:46 »
Drehen wir den Spieß doch mal um. Erklärt mir doch mal, wo ihr die Milliarden hernehmen wollt, die es für Gehälter wie in der freien Wirtschaft bräuchte. Und nein, Einsparungen bei den mittleren und unteren Entgeltgruppen sind hier nicht die Quelle, weil diese Gruppen definitiv nicht derart überbezahlt sind, dass man da noch was wegnehmen sollte!

Wie sollen sich Kommunen etc. das leisten können, was große Unternehmen mit mehreren Milliarden Umsatz pro Jahr haben? Über Steuern schneidet ihr euch ja auch wieder ins eigene Fleisch.

Tut mir Leid, ich sehe einfach keinen Weg, im ÖD Gehälter wie in der Privatwirtschaft zu zahlen.

Es bleiben nur zwei Möglichkeiten, wenn wieder mehr Fachkräfte in den ÖD als in die freie Wirtschaft sollen: Entweder den ÖD attraktiver machen oder die Privatwirtschaft unattraktiver machen.

Beides erscheint mir aktuell gleich unmöglich, aber zumindest zu letzterer Möglichkeit habe ich hier ja schon meine Gedanken geäußert.

So wie die Gewerkschaften in den letzten Tarifrunden grundlos und ohne Not die unteren Einkommensgruppen überproportional bevorzugt haben, müsste dieser Trend gedreht werden. Damit wäre schon etwas getan.

Weitere Einsparungen können an diversen unproduktiven Unterfangen vorgenommen werden, in deren Rahmen dieser Staat weitaus mehr Geld verbrennt, als ihm das durch angemessene Gehälter im öD so leicht gelingen könnte. Da ich persönlich Beamter bin und gerne bleiben möchte, führe ich hier nicht näher aus, wo ich den Rotstift zuerst ansetzen würde.

Maiden

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« Antwort #4284 am: 28.10.2020 00:49 »

Die 3000€ Netto sind auch für Arbeinehmer ohne Hochschulstudium im ÖD erreichbar. Auch mit Steuerklasse 1.

Kannst du da mal bitte ins Detail gehen, wie das möglich ist?

Und ein Gehaltsunterschied von 700€ Netto ist auch definitiv nichts verwerfliches.

Gut, ist deine Meinung. Ich fände es zu krass.

Denn warum soll dieser Unterschied denn zwischen dem Ausgebildeten Arbeitnehmer und dem studierten Arbeitnehmer problematisch sein aber zwischen der Reinigungskraft und dem ausgebildeten Arbeitnehmer nicht?

Bei einer ausgebildeten Fachkraft für Gebäudereinigung dürfte dieser Unterschied doch deutlich unter 700 € liegen.


Spid

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« Antwort #4285 am: 28.10.2020 00:49 »
Drehen wir den Spieß doch mal um. Erklärt mir doch mal, wo ihr die Milliarden hernehmen wollt, die es für Gehälter wie in der freien Wirtschaft bräuchte. Und nein, Einsparungen bei den mittleren und unteren Entgeltgruppen sind hier nicht die Quelle, weil diese Gruppen definitiv nicht derart überbezahlt sind, dass man da noch was wegnehmen sollte?

Wie sollen sich Kommunen etc. das leisten können, was große Unternehmen mit mehreren Milliarden Umsatz pro Jahr haben? Über Steuern schneidet ihr euch ja auch wieder ins eigene Fleisch.

Tut mir Leid, ich sehe einfach keinen Weg, im ÖD Gehälter wie in der Privatwirtschaft zu zahlen.

Doch, zuerst mal die mittleren und unteren Entgeltgruppen auf ein marktübliches Entgelt zurückstutzen - natürlich unter Beachtung unterschiedlicher Berufe, denn ein gelernter Handwerker ist im öD zumeist nicht überbezahlt, klassische Bürokräfte und ungelernte Kräfte hingegen schon. Den Rest aus dem Haushalt umverteilen, einfach wertloses Sozialgedöns, Förderung für Film, Künste und Gendergaga streichen, kostendeckende Studiengebühren einführen... Der Bund setzt übrigens seit Jahren mehr als 300 Mrd. € jährlich um!

Maiden

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« Antwort #4286 am: 28.10.2020 00:51 »
So wie die Gewerkschaften in den letzten Tarifrunden grundlos und ohne Not die unteren Einkommensgruppen überproportional bevorzugt haben, müsste dieser Trend gedreht werden. Damit wäre schon etwas getan.

Hm, wie schon geschrieben hat man dann aber in ein paar Jahren das Problem wieder in die andere Richtung. im schlimmsten Fall sind irgendwann die niederen Tätigkeiten unbesetzt und müssen von Personen mit höherer Entgeltgrupppe zusätzlich übernommen werden.

Amtsschimmel

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« Antwort #4287 am: 28.10.2020 00:51 »

Kannst du da mal bitte ins Detail gehen, wie das möglich ist?


Steht das etwa nicht auf Wikipedia?

Bastel

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« Antwort #4288 am: 28.10.2020 00:52 »
[Unnötige Kosten einsparen oder Kredite aufnehmen.

Gut, welche unnötigen Kosten wären das? Die Kredite muss man aber auch irgendwann mal zurückzahlen - oder nicht?

Hier ein kleiner Auszug:

https://www.steuerzahler.de/aktuelles/detail/das-ist-die-oeffentliche-verschwendung-202021/

Dazu kann man die Sozialkosten durch den verminderten Zuzug bzw. Abschiebung von Armutsmigration senken.

Zu dem Thema Schulden kannst du dich im Bereich der VWL einlesen. Ist für den Pöbel aber oft unverständlich.

Amtsschimmel

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« Antwort #4289 am: 28.10.2020 00:53 »

Hm, wie schon geschrieben hat man dann aber in ein paar Jahren das Problem wieder in die andere Richtung. im schlimmsten Fall sind irgendwann die niederen Tätigkeiten unbesetzt und müssen von Personen mit höherer Entgeltgrupppe zusätzlich übernommen werden.

Hier wäre sich am Markt zu orientieren und nachzujustieren, sobald es Personalgewinnungsprobleme gäbe.
So wie das jetzt in akademischen Sparten der Fall ist.

An sich keine Raketenwissenschaft.