Tarifrunde TVöD 2020 - Diskussion

Begonnen von Admin, 06.06.2020 20:50

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MrRossi

Zitat von: Otto1 in 09.09.2020 16:16
Würde die Gewerkschaft sich glaubhaft für meine Belange einsetzen, so würde ich beitreten, aber ich höre immer nur etwas von Leuten mit einer Ausbildung. Fach- und Führungskräfte werden nicht adressiert sondern sogar noch geschröpft (bspw. geringere Erhöhungen und JSZ).
Nein, sollte sie nicht. Sie soll sich für die Belange der Mitglieder einsetzen die sie finanzieren.

Pakart

Zitat von: MrRossi in 10.09.2020 07:46
Zitat von: Otto1 in 09.09.2020 16:16
Würde die Gewerkschaft sich glaubhaft für meine Belange einsetzen, so würde ich beitreten, aber ich höre immer nur etwas von Leuten mit einer Ausbildung. Fach- und Führungskräfte werden nicht adressiert sondern sogar noch geschröpft (bspw. geringere Erhöhungen und JSZ).
Nein, sollte sie nicht. Sie soll sich für die Belange der Mitglieder einsetzen die sie finanzieren.

Wobei bei dieser Ansicht auch wieder die Frage stellt, ob dann eine Stimmengewichtung 1 Mitglied = 1 Stimme angemessen ist, oder ob bei Abstellen auf Finanzierung dann nicht im Meinungsbildungsprozess über den Finanzierungsanteil eine Gewichtung der Stimmen der richtige weg wäre.

Ramirez

Zitat von: xirot in 09.09.2020 13:14
So schlimm kann das alles nicht sein wenn der ALG2 Satz so stark wie nie steigt. Genauso wie bei der Rente. Also wenn dort so getan wird als ob nichts wäre warum denn bei der Tarifrunde?
Kennen Sie einen Arbeitslosen oder Rentner der gekündigt hat, weil der Satz zu niedrig war, und zu einer anderen Renten/Arbeitslosenversicherung gewechselt ist?

Arbeitnehmer kenne ich dagegen schon.

Spid

Also besteht ja auch keine Notwendigkeit, die Sätze zu steigern.

Pakart

Zitat von: Ramirez in 10.09.2020 08:04
Zitat von: xirot in 09.09.2020 13:14
So schlimm kann das alles nicht sein wenn der ALG2 Satz so stark wie nie steigt. Genauso wie bei der Rente. Also wenn dort so getan wird als ob nichts wäre warum denn bei der Tarifrunde?
Kennen Sie einen Arbeitslosen oder Rentner der gekündigt hat, weil der Satz zu niedrig war, und zu einer anderen Renten/Arbeitslosenversicherung gewechselt ist?

Arbeitnehmer kenne ich dagegen schon.

In einigen berufsständischen Versorgungswerken ist es übrigens tatsächlich Möglich seinen Beitrag nach oben hin anzupassen.

Avatvila

Oh ha, laut neuer Steuerschätzung fällt das Steueraufkommen in 2021 um 20 Mrd. geringer als bisher erwartet aus. Leute, macht euch auf eine Minusrunde gefasst. Im Boom gab's schon ein zu geringes Plus, jetzt kommt's knüppelhart.

Spid

20 Mrd. € sind doch ein Fliegenschiss - etwas über 1% der Einnahmen der öffentlichen Haushalte.

Schokobon

Und wenn es jetzt nicht gerade zur langanhaltenden weltweiten Depression kommt sind die Steuerlöcher auch schnell geflickt.

Da die Tarifabschlüsse aber sowieso in keinem Zusammenhang zur Kassenlage stehen ist das auch völlig unbeachtlich.

Warumdendas

Zitat von: Spid in 10.09.2020 15:30
20 Mrd. € sind doch ein Fliegenschiss - etwas über 1% der Einnahmen der öffentlichen Haushalte.
Zitat von: Avatvila in 10.09.2020 15:18
Oh ha, laut neuer Steuerschätzung fällt das Steueraufkommen in 2021 um 20 Mrd. geringer als bisher erwartet aus. Leute, macht euch auf eine Minusrunde gefasst. Im Boom gab's schon ein zu geringes Plus, jetzt kommt's knüppelhart.

Na dann kenne wir jetzt das Angebot der VKA: Von rd. 110 Milliarden Lohnkosten müssen wir 22% einsparen aber da wir die Leistungen der MA während der Kriese anerkennen wollen genügen uns 20%. Das belastet den Steuerzahler mit 2,2 Milliarden Euro. Mehr ist nicht zumutbar. 8)

Otto1

Vielleicht sollten wir Geld für neue Sirenen spenden....

Pakart

Zitat von: Warumdendas in 10.09.2020 16:35
Zitat von: Spid in 10.09.2020 15:30
20 Mrd. € sind doch ein Fliegenschiss - etwas über 1% der Einnahmen der öffentlichen Haushalte.
Zitat von: Avatvila in 10.09.2020 15:18
Oh ha, laut neuer Steuerschätzung fällt das Steueraufkommen in 2021 um 20 Mrd. geringer als bisher erwartet aus. Leute, macht euch auf eine Minusrunde gefasst. Im Boom gab's schon ein zu geringes Plus, jetzt kommt's knüppelhart.

Na dann kenne wir jetzt das Angebot der VKA: Von rd. 110 Milliarden Lohnkosten müssen wir 22% einsparen aber da wir die Leistungen der MA während der Kriese anerkennen wollen genügen uns 20%. Das belastet den Steuerzahler mit 2,2 Milliarden Euro. Mehr ist nicht zumutbar. 8)

Ich verstehe deine Ironie, aber das geht dann nur über eine 4 Tage Woche.

Avatvila

Natürlich ist das auf die Gesamtsumme gesehen nicht viel und sollte auch keinen Einfluss auf die Verhandlungen haben. Wird es aber, Corona ist doch schon ein Teil der Argumentationsstrategie der Arbeitgeber. Die 20 Mrd. sind jetzt nochmal was auf deren Mühlen

Spid

Unbeachtliche Vorbringungen bleiben unbeachtlich, selbst wenn man sie mit unbedeutenden Details ergänzt. Es gibt keinen Grund, sie zum Argument aufzuwerten.

Warumdendas

Zitat von: Avatvila in 10.09.2020 17:18
Natürlich ist das auf die Gesamtsumme gesehen nicht viel und sollte auch keinen Einfluss auf die Verhandlungen haben. Wird es aber, Corona ist doch schon ein Teil der Argumentationsstrategie der Arbeitgeber. Die 20 Mrd. sind jetzt nochmal was auf deren Mühlen

Ich hab schon im März gesagt das der VKA Corona zu den Tarifverhandlungen gegen die AN ins Feld schicken wird. Es ist doch nur wichtig eine Strategie zu haben zutreffende Argumente zählen nichts. Sonst hätten wir in den letzten 2 Runden deutlich besser abgeschnitten.
Zitat von: Spid in 10.09.2020 17:20
Unbeachtliche Vorbringungen bleiben unbeachtlich, selbst wenn man sie mit unbedeutenden Details ergänzt. Es gibt keinen Grund, sie zum Argument aufzuwerten.

Und doch wird es immer wieder getan. Es geht doch ausschließlich um eine medienwirksame Darstellung auf dem Niveau der Springer Gruppe.

wap

Zitat von: Avatvila in 10.09.2020 15:18
Oh ha, laut neuer Steuerschätzung fällt das Steueraufkommen in 2021 um 20 Mrd. geringer als bisher erwartet aus. Leute, macht euch auf eine Minusrunde gefasst. Im Boom gab's schon ein zu geringes Plus, jetzt kommt's knüppelhart.

Bei sehr hohem Steueraufkommen wurde immer gesagt das dies ja kein Argument sei für hohe Tariferhöhungen. Das darf dann bei geringerem Steueraufkommen natürlich auch kein Argument sein.