[Allg] Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (2 BvL 4/18)

Begonnen von SwenTanortsch, 28.07.2020 14:39

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

Rheini

Zitat von: Zugroaster in 12.08.2025 14:34
Zitat von: Paterlexx in 12.08.2025 13:27
Zitat von: Zugroaster in 12.08.2025 13:11
Zitat von: Paterlexx in 12.08.2025 12:34Die Angestellten freuen sich sogar über 11 % Gehaltserhöhung wie bei der letzten Tarifverhandlung. Sie geben direkt 70–80 % an Steuern ab und merken nicht, dass die Regierungen die einzigen Gewinner sind.

Steuerrecht ist nicht so deins, oder?  :-\
Vielleicht überdenkst du ja nochmal, ob du das so stehen lassen willst.
4.000 € Bruttogehalt:

Sozialabgaben (AG + AN zusammen): ca. 2.000 €

Mehrwertsteuer (aus Konsum): ca. 383 €

Steuern im Spritpreis (Mineralölsteuer, CO₂, etc.): ca. 170 €

Gesamtabgaben pro Monat: ≈ 2.553 €

Effektive Gesamtsteuer-/Abgabenquote: ~63,8 % des Bruttoeinkommens



Das heißt: Von 4.000 € brutto bleiben dir im Schnitt nur ca. 1.450 € echte Kaufkraft, wenn du Konsum- und Verbrauchssteuern mit einrechnest. Rechne das ganze Mal mit 5.000 Brutto. Da ist noch Platz.

Ich hoffe du bist beim Finanzamt. Grüße


Selten so einen Blödsinn gelesen....jedes Milchmädchen wäre stolz auf deine Rechnungen.
Und damit meine ich nicht, dass aus ursprünglich 70-80% selbst in deiner komplett sinnfreien Rechnung plötzlich nur noch 63,8% wurden.

Wenn der Single-Arbeitnehmer statt 4.000 brutto plötzlich 4.440 Euro (11% mehr) bekommt, dann bleiben ihm von den 440 Euro am Ende jeden Monat 236 Euro mehr, die er nach Belieben ausgeben kann. 25% gehen ans Finanzamt, der Rest sind Sozialabgaben. Da gibts kein wenn-und-aber und auch kein "die Arbeitnehmer merken nichts".

Was du anschließend machst - den Konsum und daraus entstehende Folgesteuern mit einzuberechnen - ist nichts anderes, als ein Plädoyer für die Abschaffung der Mehrwertsteuer. Und damit den Zusammenbruch des Staatshaushalts. Soweit ich weiß ist die Mehrwertsteuer auch in jedem anderen Konsum beinhaltet. Ich hab aber noch nie von jemandem gehört er würde für lau arbeiten und das nicht merken.

Generell ist dir hoffentlich schon klar, dass Gehaltserhöhungen in Tarifverhandlungen keine Boni für gute Leistungen sind, vor allem dazu dienen, der Inflation zu folgen?!

Aber für so Cleverle wie dich hab ich eine tolle Idee: Das Mehr an Geld nicht ausgeben, sondern anlegen. Oder am Besten gar kein Geld ausgeben und dem Staat so ein Schnippchen schlagen!  8)

Ich finde den Gedankengang super.

Werde direkt meinem Dienstherrn vorschlagen, mir ab sofort 50.000 Euro zu zahlen. Er (bzw. der Staat als Ganzes) bekommt ja alles zurück. Er bekommt Steuern von den Bezügen, Steuern in Form der MwSt. wenn ich das Geld jeden Monat ausgebe, die Firmen bezahlen Steuern, die dort arbeiten bezahlen Steuern, davon kaufen die was und zahlen Steuern .....

Ist bestimmt ein Nullsummenspiel ...

Ich habe das Perpetuum mobile des Geldes entdeckt .....

NordWest

Angesichts der abenteuerlichen Rechnung könnte man meinen, dass wesentliche Teile des Einkommens zuletzt auch der Biersteuer unterlegen haben ;)

@Paterlexx: Ist nur Spaß! Aber Deine "Rechnung" ist echt für den Eimer.

Atzinator

Um mal zum Thema zurückzukehren:
Morgen ist es soweit oder habe ich den Überblick verloren? Gibt es dann morgen bereits Neuigkeiten oder dauert das zwei Monate, wie ich meine auch mal gelesen zu haben?

Paterlexx

#7833
Zitat von: NordWest in 12.08.2025 15:44
Angesichts der abenteuerlichen Rechnung könnte man meinen, dass wesentliche Teile des Einkommens zuletzt auch der Biersteuer unterlegen haben ;)

@Paterlexx: Ist nur Spaß! Aber Deine "Rechnung" ist echt für den Eimer.
Kein Problem, die Rechnung ist tatsächlich die des normalen Arbeitnehmers. Der Staat ist immer mehr das Problem – so auch bei unseren Verhandlungen. Es sind die Steuern und Abgaben. Deshalb ist auch jede Familie mit unter 6.000 € Brutto sozialbezugsberechtigt. Der Vorredner feiert sich für 236 € nach 400 € Gehaltserhöhung, versteht aber nicht, dass die Steuern, die danach kommen, ebenfalls abgezogen werden. Vom selben Staat, der ihm vorher in die Tasche greift. Zum Thema. Morgen passiert bestimmt nichts ;-)

HansGeorg

ChatGPT sagt dazu folgendes:
Steuerberechnung (4000 € Brutto, verheiratet, 2 Kinder, Schleswig-Holstein, keine Kirchensteuer)
1. Reguläre Steuerlast (Lohnsteuer)
Ein verheirateter Arbeitnehmer mit zwei Kindern (Steuerklasse III) hat 4.000 € Brutto (48.000 €/Jahr). Für 2025 gilt ein Grundfreibetrag von 12.096 € pro Person, also 24.192 € für das Ehepaar
ihk-muenchen.de
. Jeder Elternteil erhält einen Kinderfreibetrag von 3.336 € (je 6.672 € pro Kind für das Ehepaar)
ihk-muenchen.de
. Nach Splitting-Verfahren reduziert sich das zu versteuernde Einkommen entsprechend. Die Lohnsteuer beträgt damit etwa 2.275 € pro Jahr (ca. 190 € pro Monat). Das entspricht rund 4,7 % des Bruttolohns (Steuersatz wegen Ehegattensplitting und Kinderfreibeträgen stark verringert). Hinzu kommt kein Solidaritätszuschlag (da Untergrenze nicht erreicht) und keine Kirchensteuer. In der Praxis verbleiben von 4.000 € brutto knapp 2.904 € netto monatlich
smart-rechner.de
, d.h. alle Abzüge (Steuern + Sozialversicherungsbeiträge) betragen etwa 1.096 €.
2. Nachgelagerte Steuerlast (indirekte Steuern)
Private Haushalte geben im Schnitt etwa 2.846 € pro Monat für Konsum aus
destatis.de
. Davon entfallen 36 % auf Wohnen/Energie und 15 % auf Lebensmittel/Getränke/Tabakwaren
destatis.de
. Auf den übrigen Konsum fallen volle 19 % MwSt (auf Druckerzeugnisse, Kleidung, Dienstleistungen usw.) beziehungsweise 7 % (auf Grundbedarf wie Nahrungsmittel). Effektiv liegt der durchschnittliche MwSt-Satz bei ca. 10–15 %. Für unseren Fall kann man annehmen, dass von 2.846 € rund ~300–350 € monatlich an Mehrwertsteuer anfallen (z.B. etwa 12 % von 2.846 €).
Mehrwertsteuer (USt): Bei 19 % bzw. 7 % MwSt auf Konsum macht dies etwa 300–350 € pro Monat an Umsatzsteuer. Zum Beispiel kosten 1.000 € Konsum mit 19 % MwSt effektiv 190 € Steueranteil. Wegen des gesplitteten Steuersatzes (7 % für Nahrungsmittel, 19 % für Industrie-/Dienstleistungs­güter) kann man konservativ ~12 % des Konsums als MwSt annehmen.
Energiesteuern (Strom, Benzin): Auf Strom wird eine Verbrauchsteuer von 2,05 ct/kWh erhoben
de.wikipedia.org
. Ein durchschnittlicher Haushalt (ca. 300 kWh/Monat) zahlt so etwa 6 €/Monat reine Stromsteuer (zu der noch 19 % MwSt kommen). Benzin wird mit Mineralölsteuer (65,45 ct/L) und CO₂-Steuer (35,40 ct/L) belastet. Bei ca. 75 L/Monat Pkw-Verbrauch fallen hier rund ca. 98 € pro Monat an reinen Benzinsteuern an (1,31 € pro Liter Gesamtsteuer). Davon werden 19 % MwSt erhoben. Insgesamt kommen so ca. ∼100–120 € monatliche Energiesteuern (Strom + Kraftstoffe) zusammen.
Weitere Verbrauchsteuern (Tabak, Alkohol): Tabakwaren und alkoholische Getränke werden ebenfalls stark besteuert. 2024 betrug die Tabaksteuer in Deutschland netto 14,226 Mrd. €
dhs.de
(rund 180 € pro Kopf/Jahr). Das entspricht etwa 15 € pro Monat und Person für Tabaksteuer (bei Rauchern entsprechend mehr). Die Alkoholsteuer (für Spirituosen) erzielte etwa 2,0 Mrd. € im Jahr
destatis.de
(ca. 24 € pro Kopf/Jahr, also rund 2 € pro Monat). Zusammen mit Bier-/Wein-MwSt fallen so noch einige zehn Euro pro Monat an ,,versteckten" Steuern durch Tabak- und Alkoholkonsum an.
Zusammenfassend erhöhen also indirekte Steuern (MwSt, Energiesteuern, Verbrauchssteuern) die reale Belastung erheblich. Von den knapp 2.904 € Netto steht also ein Teil für diese versteckten Steuern bereit (zum Beispiel entfallen bei 2.904 € Konsumausgaben etwa 350 € auf MwSt, 100 € auf Energiesteuer usw.).
3. Effekt einer Gehaltserhöhung um 200 €
Steigt das Bruttogehalt um 200 € auf 4.200 € (5 % mehr), erhöht sich die Lohnsteuer um etwa 49 € pro Monat (ca. 588 €/Jahr). Das ist in etwa die Hälfte der Gehaltserhöhung (analog zu "+100 € Brutto → +52 € netto"
smart-rechner.de
). Netto blieben damit etwa +151 € übrig. Wird dieser Betrag ausgegeben, reduziert sich der Effekt durch indirekte Steuern: Rund 12 % davon (ca. 18 €) entfallen auf MwSt und weitere 10–15 € auf Benzin-/Stromsteuern. Rechnet man dies ab, bleiben von den +200 € brutto unter Einberechnung aller Steuern nur noch etwa 120 € bis 130 € netto übrig für den zusätzlichen Konsum.

Paterlexx

#7835
Für Steuerklasse 1, keine Ehe, keine Kinder ergibt sich:

Gesamtbrutto (inkl. AG-Anteil): 4.800 €/Monat

Netto vor indirekten Steuern: 2.576 €/Monat

Netto nach allen Steuern (inkl. MwSt, Energie-, Verbrauchsteuern): 2.131,88 €/Monat

Effektiver Gesamt-Steuersatz: ≈ 55,6 %

Heißt: Mehr als die Hälfte der tatsächlichen Arbeitskosten geht an Steuern und Abgaben. // Für 5.000 € Brutto, Steuerklasse 1, keine Kinder:

Gesamtbrutto (inkl. AG-Anteil): 6.000 €/Monat

Netto vor indirekten Steuern: 3.020 €/Monat

Netto nach allen Steuern (MwSt, Energie-, Verbrauchsteuern): 2.522,60 €/Monat

Effektiver Gesamt-Steuersatz: ≈ 58 %

Je höher das Brutto, desto größer der Anteil, der an Steuern und Abgaben fließt.
Gut, ich gebe mich geschlagen, 60-70% erreicht AG mit 4000 Brutto nicht. Von 2130€ im Vollzeitjob, kann er bestimmt super leben bei den Preisen aktuell für Wohnraum und Miete. Der AG hat auf jeden Fall 15% mehr als Bürgergeldempfänger. Vielleicht könnten wir da noch was holen. Wer in die Beispiele die Freibeträge von Kindern mit reinrechnet, sollte mal einen Haushalt mit Kindern führen ;-).

clarion

Richtig ist natürlich, dass vom Nettoeinkommen, die Verbrauchssteuern wie Mehrwert-, Tabak-, Mineralölsteuern und was es sonst so geben mag, noch mal abgehen. Wenn man 100% des Nettoeinkommens verkonsumieren würde, wären es immerhin rundabout weitere 20% Steuerlasten.

Während Geringverdiener tendenziell die gesamte Einnahmen verkonsumieren, tun das die Besserverdiener  eher nicht, sondern bilden Rücklagen. Insofern bin ich mir nicht sicher, ob der prozentuale Anteil für Steuern einschließlich Verbrauchssteuern bei höheren Einkommen in jedem Fall steigt. Ab dem Lohnsteuerhöchstsatz wird der prozentuale Anteil wohl eher sinken.

A9A10A11A12A13

Zitat von: Atzinator in 12.08.2025 16:16
Um mal zum Thema zurückzukehren:
Morgen ist es soweit
"The Story That Never Ends" (ZKM) im Tollhaus spielt dazu die CRUCCHI GANG und alles dreht sich um "Unvergängliche Augenblicke" des  "Unrecht & Profit"s nicht beim BverfG sondern im Schloss nebenan, aber zwischen Business-Schwimmen (Freibad Wölfle) Frühmorgens! 9 Uhr und Karls Afterwork 18 Uhr wird 10.30 bis 12.30 Uhr das  Collegeblock-Cover ihres Leitfaden und Handbuchs "Musterverfahren" gestaltet  wie das BverfG am 17.06.2025 mitteilte.
Die Richter widmen sich dem Wissenstransfer als Mansplaining. Freuen dürfen sich die Nachfolgenden Altbekanntes zu lesen in Kapitel wie:

Mittendrin stecken bleiben im Verfahren, weil
der Teufel steckt im Detail
die anderen sind daran schuld.
Team - Toll ein anderer machts

keine Blöße geben
bloß kein Beschluss das wäre EdeKa
bloß kein Beschluss, sonst werden die mich hier versauern lassen, weil sie langatmig und gründlich die Nachfolge prüfen.

Dreikrämpfe
- KLAR knicken, lochen abheften, Richter
- Bundeswehr TTV Täuschen, Tarnen, verpissen
- Baustellen Triple A Absperren, Aufreissen, Abhauen



Es wird angestrebt im jeweils "laufendem Jahr zu entscheiden"... , ob Wiedervorlage oder WiederWiedervorlage oder ...

Gegen den "Bescheid" vom 17.06.2025 zur IFG-Anfrage konnte innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch  beim  Bundesverfassungsgericht erhoben werden. Bestimmt wäre dem entsprochen worden und der Hessische Verwaltungsgerichtshof hielte zu seinen zwei Vorlagen dann schon bestimmt die Beschlüsse in den Händen. (... oder auch nicht)

Neuer12

Zitat von: Paterlexx in 12.08.2025 12:34


Und genau deshalb wird auch nach etwaigen Anpassungsgesetzen weiter Widerspruch eingelegt werden, weil die Vertrauensbasis in die Besoldungsgesetzgeber hinreichend ge-(zer-)stört ist.

Was dann auch wieder nichts ändert. Die Beamten haben keinen Hebel. Die Angestellten freuen sich sogar über 11 % Gehaltserhöhung wie bei der letzten Tarifverhandlung. Sie geben direkt 70–80 % an Steuern ab und merken nicht, dass die Regierungen die einzigen Gewinner sind. Dafür verhandeln die aber unser Gehalt. Denkt man sich nicht aus.
[/quote]
Hä???

Neuer12

Zitat von: Paterlexx in 12.08.2025 13:27
Zitat von: Zugroaster in 12.08.2025 13:11
Zitat von: Paterlexx in 12.08.2025 12:34Die Angestellten freuen sich sogar über 11 % Gehaltserhöhung wie bei der letzten Tarifverhandlung. Sie geben direkt 70–80 % an Steuern ab und merken nicht, dass die Regierungen die einzigen Gewinner sind.

Steuerrecht ist nicht so deins, oder?  :-\
Vielleicht überdenkst du ja nochmal, ob du das so stehen lassen willst.
4.000 € Bruttogehalt:

Sozialabgaben (AG + AN zusammen): ca. 2.000 €

Mehrwertsteuer (aus Konsum): ca. 383 €

Steuern im Spritpreis (Mineralölsteuer, CO₂, etc.): ca. 170 €

Gesamtabgaben pro Monat: ≈ 2.553 €

Effektive Gesamtsteuer-/Abgabenquote: ~63,8 % des Bruttoeinkommens



Das heißt: Von 4.000 € brutto bleiben dir im Schnitt nur ca. 1.450 € echte Kaufkraft, wenn du Konsum- und Verbrauchssteuern mit einrechnest. Rechne das ganze Mal mit 5.000 Brutto. Da ist noch Platz.

Ich hoffe du bist beim Finanzamt. Grüße

Selten so einen Quatsch gelesen

NordWest

Schau hier:
https://www.nettolohn.de/brutto-netto-ergebnis

Annahme wie gewünscht: 4.000 Euro, kein Anhang, alle Pflicht-Versicherungen, keine besonderen Freibeträge.

Es bleiben dann nach direkten Steuern und Abgaben 2.602 Euro zur freien Verfügung.

170 Euro monatlich alleine für Spritsteuern auszugeben, erscheint mir ziemlich dumm, wenn man alleine lebt. Das ist jedenfalls kein Normalfall und gehört in die Kategorie Privatinteresse. Kauf Dir ein kleineres Auto, E-Auto mit steuerfreier Solaranlage, S-Pedelec, einen Motorroller, nutz den ÖPNV oder zieh ggf. näher zum Arbeitgeber. Die Annahme von 170 Euro nur für Spristeuern ist jedenfalls inakzeptabel, weil ein Alleinstehender einfach unklug ist, wenn er so viel Geld dort verschwendet. Auf ein Deutschland-Ticket zahlt man nur 7% MWSt, das sind also unter 5 Euro Steuer; auf ein Fahrrad zahlt man gar keine. Rechnen wir trotzdem mal mit 30 Euro Sprit-Steuer, um die man auch mit geschickter Lebensplanung als Landbewohner nicht herumkommt. Es bleiben 2.572 Euro.

Auch 383 Euro MWSt sind eine Quatsch-Annahme. Dafür müsste man 2.000 Euro in 19%-MWSt-Produkte verkonsumieren - das macht kein Mensch mit so einem Einkommen. Auf eine private Kaltmiete zahlt man in Dtl. schonmal GAR keine MWSt, auf die allermeisten Lebensmittel nur 7%. Rechnen wir mit monatlich 800 Euro steuerfreier Kaltmiete, 500 Euro 7%-Konsum und 300 Euro 19%-Konsum, kommt man auf 92 Euro bezahlter MWSt im Monat.

Es bleiben unserer typisierten Person in Wahrheit also 2.480 steuerfreie Euro. Statt der behaupteten Gesamtabgaben von 2.553 Euro sind es in Wahrheit nur 1.520.


PolareuD

Zitat von: NordWest in 13.08.2025 03:25
170 Euro monatlich alleine für Spritsteuern auszugeben, erscheint mir ziemlich dumm, wenn man alleine lebt. Das ist jedenfalls kein Normalfall und gehört in die Kategorie Privatinteresse. Kauf Dir ein kleineres Auto, E-Auto mit steuerfreier Solaranlage, S-Pedelec, einen Motorroller, nutz den ÖPNV oder zieh ggf. näher zum Arbeitgeber. Die Annahme von 170 Euro nur für Spristeuern ist jedenfalls inakzeptabel, weil ein Alleinstehender einfach unklug ist, wenn er so viel Geld dort verschwendet. Auf ein Deutschland-Ticket zahlt man nur 7% MWSt, das sind also unter 5 Euro Steuer; auf ein Fahrrad zahlt man gar keine. Rechnen wir trotzdem mal mit 30 Euro Sprit-Steuer, um die man auch mit geschickter Lebensplanung als Landbewohner nicht herumkommt. Es bleiben 2.572 Euro.

Rein rechnerisch liegt der Anteil an Steuern und Angaben beim Kraftstoff E10 laut Statista bei 54%:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29999/umfrage/zusammensetzung-des-benzinpreises-aus-steuern-und-kosten/

Bei einem großen Tankvolumen schlägt die Tankfüllung ggf. mit 100€ zu buche, was rechnerisch 54€ Steuern und Abgaben machen würde. Bei nicht ungewöhnlichen zwei Tankladungen im Monat sind das zumindest 108€ an Steuer und Abgaben.
Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.), röm. Redner u. Schriftsteller:
,,Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!"

Neuer12

Zitat von: PolareuD in 13.08.2025 06:20
Zitat von: NordWest in 13.08.2025 03:25
170 Euro monatlich alleine für Spritsteuern auszugeben, erscheint mir ziemlich dumm, wenn man alleine lebt. Das ist jedenfalls kein Normalfall und gehört in die Kategorie Privatinteresse. Kauf Dir ein kleineres Auto, E-Auto mit steuerfreier Solaranlage, S-Pedelec, einen Motorroller, nutz den ÖPNV oder zieh ggf. näher zum Arbeitgeber. Die Annahme von 170 Euro nur für Spristeuern ist jedenfalls inakzeptabel, weil ein Alleinstehender einfach unklug ist, wenn er so viel Geld dort verschwendet. Auf ein Deutschland-Ticket zahlt man nur 7% MWSt, das sind also unter 5 Euro Steuer; auf ein Fahrrad zahlt man gar keine. Rechnen wir trotzdem mal mit 30 Euro Sprit-Steuer, um die man auch mit geschickter Lebensplanung als Landbewohner nicht herumkommt. Es bleiben 2.572 Euro.

Rein rechnerisch liegt der Anteil an Steuern und Angaben beim Kraftstoff E10 laut Statista bei 54%:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/29999/umfrage/zusammensetzung-des-benzinpreises-aus-steuern-und-kosten/

Bei einem großen Tankvolumen schlägt die Tankfüllung ggf. mit 100€ zu buche, was rechnerisch 54€ Steuern und Abgaben machen würde. Bei nicht ungewöhnlichen zwei Tankladungen im Monat sind das zumindest 108€ an Steuer und Abgaben.
Ernsthaft:
Warum diskutiert über solche Quatschkommentare?
Bitte beim Thema bleiben und nicht alles zuspamen

Wilkinson13

Natürlich fallen viele Steuern und Abgaben an.... wahrscheinlich sogar zu viele. Will ich gar nicht beurteilen.

aaaaaber

Was man aber nicht machen sollte ist die Überlegung, dass von meinen 200 Euro Gehaltserhöhung, nur 100 für mich über bleiben... folglich hasse ich das System. -> Denn die Gehaltserhöhungen orientieren sich in aller Regel an den gestiegenen Preisen. Sie sind ein (verschleppter) Ausgleich für Preissteigerungen und Inflation.
Im öD ist eine Gehaltserhöhung niemals Lohn für die individuelle (Mehr-)Leistung.
Das will das System im öD nämlich gar nicht.

Wenn man also 200 Euro mehr Gehalt bekommen hat, liegt das daran, dass die Preise wieder einmal gestiegen sind...
(Was in unserem System gewollt und geplant ist... wird ja eine Inflation von 2 % angestrebt).
Und wegen der Inflation müssen dann auch die Gehälter steigen.
In meinem Bekanntenkreis (fW) wird bei Gehaltsverhandlungen auch über Nettoerhöhungen verhandelt.

Andersrum: Ohne Steuern und Abgaben würde die Gehaltserhöhung nur 100 Euro betragen.
Oder größer: Wäre die Abgabenlast nicht so hoch, würden wir auch nicht so viel Brutto haben.
Diese Beträge sind seit 100 Jahren gewachsen...

Wer beurteilen möchte ob der Staat ihm zu tief in die Tasche greift, müsste sich die Kaufkraftentwicklung einer bestimmten Position im Verlauf der letzten Jahre anschauen.
Ich kenne die Daten dazu nicht, vermute aber, dass das für einen Beamten eher weniger gut aussieht.


Ein Satz zum Kuschelkurs: Ich bin generell auf Linie, dass die Lohnentwicklung beim öD abgekoppelt (gerade Gestern noch einen frisch fertig gewordenen Studenten an die fW verloren) ist und das Besoldungssystem ziemlich Schlagseite hat. Steuern und Abgaben sind aber für (fast) alle gleich. Hinsichtlich steigender Sozialabgaben stehen Beamte sogar besser dar.

Finanzer

Zitat von: Wilkinson13 in 13.08.2025 08:59
Wer beurteilen möchte ob der Staat ihm zu tief in die Tasche greift, müsste sich die Kaufkraftentwicklung einer bestimmten Position im Verlauf der letzten Jahre anschauen.
Ich kenne die Daten dazu nicht, vermute aber, dass das für einen Beamten eher weniger gut aussieht.

Die Abgabenlast ist hier wahrlich nicht das Problem, sondern die viel zu geringe Steigerung der Bruttogehälter.
Gerade bei den Gegenständen des täglichen Bedarfs ist der Kaufkraftverlust atemberaubend, hier hatte ich zwecks Produktion schlechter Laune ein paar Rechnungen erstellt, Hier ein Teil des Ergebnisses:
Gemäß statistischen Bundesamt Inflation Nahrungsmittel: Basis 2020 100; Dezember 2024 135.
Verglichen mit den Besoldungsveränderungen im Zeitraum 2020 bis 2024 hatte ich als hessischer Beamter alleine bei Nahrungsmittel einen Kaufkraftverlust von 18,76%.

Krankenkasse, Miete, etc. kann man sich gerne noch dazu denken.