Besoldungsrunde 2025-2028 Nordrhein-Westfalen

Begonnen von Admin, 14.02.2026 19:57

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Robertbob

Über Jahrzehnte wurde ich verarscht, über diesen Zeitraum hat der DH mich immer und immer wieder hinter die berühmte Fichte geführt, mir zustehende Besoldungserhöhungen verweigert, oder zumindest gekürzt. Sollte er nunmehr die mir zustehende aA auch gewähren, was aber immer noch bezweifle (gebranntes Kind), bekäme ich endlich mal, wahrscheinlich zum ersten Mal in meinen Beamtenleben, das was mir schon sein ca. 40 Jahren zusteht.

Rheini

Zitat von: Casiopeia1981 in Gestern um 18:21Für eure Gesundheit ist es besser, jetzt erstmal bis September eine Pause einzulegen.

Das ewige Gernögele hier ist ja schrecklich.

Im Sommer sollte das Gesetz vorgelegt werden und siehe da, im Spätsommer kommt es.

Aber wahrscheinlich hat der eine oder andere hier in der Beamtenblase sowieso den Sinn für die reale Welt verloren. Denn anders kann ich diese sinnfreie Schwadroniererei des einen oder der anderen nicht erklären.

Vielleicht weil der DH schon seit Jahrzehnten nicht die aA gezahlt hat?

Wenn er das bis jetzt getan hätte und statt im Sommer im Spätsommer "nur" die Besoldung 2026 geregelt werden würde, wäre (fast) niemand hier.

cookiedent

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 19:01Das sind die Vertreter der "Spatz in der Hand Denkweise". Die werden mit Sicherheit "Hurra" schreiben, selbst für 10 Euro.

Und nein, solche Leute verstehe ich nicht......

Lass mich raten, waren das jüngere Kollegen?
Also welche, die vor den Streichungen von Urlaubs- und Weihnachtgeld, den nicht übernommen Tarifabschlüssen, verschiedenen Beförderungsstops und der Mitfinanzierung der Pensionsrücklage usw. angefangen haben?

In all meiner Bescheidenheit wäre ich ja schon zufrieden, wenn ich das Geld nachbezahlt bekäme, was mir gestrichen wurde und die laufende Besoldung auf den alten Stand angehoben würde.
Ich wäre dann natürlich direkt auf dem Weg zum Porsche Händler und würde diesen fragen, wieviel Rabatt es bei Barzahlung gibt.
Allerdings ist meine Hoffung darauf sehr gering, dem FM wird schon noch etwas kreatives einfallen, damit es nur das Bobbycar wird.

BeamterNRW

#2328
Puh, mich komplett passiv zu verhalten, gelingt mir nun leider doch nicht. Mich würde nämlich brennend Folgendes interessieren:

Frage an Robertbob und Schneewitchen:
Ihr scheint ja bereits sehr lange dabei zu sein. Wenn ihr euch seit Jahrzehnten derart hintergangen fühlt, weshalb habt ihr dann nicht den Beamtenstatus aufgegeben und seid zu einem Arbeitgeber der Privatwirtschaft gewechselt?
Ich kann das – völlig ohne Polemik – schlichtweg nicht nachvollziehen. Wenn ich mich über Jahre hinweg schlecht behandelt oder unzureichend wertgeschätzt fühlen würde, zöge ich die Konsequenzen und ginge. Ich würde keinesfalls darauf hoffen, dass sich meine Situation durch externe Einflüsse irgendwann magisch verbessert.

Zudem würde mich interessieren, was genau mit der Aussage gemeint ist: ,,Ich habe tolle Jahre mitgemacht, wo die Konjunktur richtig gebrummt hat und man für den öD kaum vernünftige Leute gefunden hat, weil die Guten eben sich in der Wirtschaft dumm und dämlich verdient haben." Was bedeutet denn in diesem Kontext ,,dumm und dämlich verdienen"?

Sofern ich die Informationen richtig in Erinnerung habe, dürfte folgende Konstellation in etwa auf dich, Schneewitchen, zutreffen:

-Beruflicher Status: Du berichtest wiederholt von ehemaligen Kommilitonen. Das impliziert mindestens eine Zuordnung zum gehobenen, wenn nicht gar zum höheren Dienst. Nach 36 Dienstjahren dürftest du bei A 13 und in der höchsten Erfahrungsstufe angekommen sein. Dies nehme ich zumindest an, da du durchblicken ließest, durchaus leistungsorientiert zu sein bzw. gewesen zu sein. Solltest du nach dieser Dienstzeit nicht im Endamt angekommen sein, müsste man die eigene Leistung sowie das berufliche Selbtstbild wohl einmal ernsthaft hinterfragen. Das ist zumindest meine Auffassung beziehungsweise die Konsequenz, die ich daraus ziehen würde.
- Familienstand: Ich meine mich zu erinnern, dass du von vier (?) Kindern berichtet hast. Demnach müsste deine Grundbesoldung um beträchtliche Familienzuschläge ergänzt werden.
- Erwerbsmodell: Möglicherweise war es Ironie deinerseits, jedoch hast du hinsichtlich des Partnereinkommens stets den Eindruck vermittelt, dass deine Frau nicht erwerbstätig ist und somit das ,,klassische" Alleinverdiener-Modell auf dich zutrifft.

In der Konsequenz bedeutet dies Folgendes: Besoldungsgruppe A 13, Steuerklasse 3, Erfahrungsstufe 12 sowie gegebenenfalls ein Familienzuschlag für vier Kinder.

Demnach dürfte sich dein monatliches Nettoeinkommen etwa zwischen 5.500 € und 6.900 € bewegen (abhängig von der genauen Kinderzahl – wobei letztere in der Privatwirtschaft ohnehin keinen Arbeitgeber interessieren würde). Um ein vergleichbares Nettoeinkommen in der Privatwirtschaft zu erzielen, müsste man ein Bruttojahresgehalt zwischen ca. 102.000 € und 126.000 € generieren. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) erzielen in Deutschland jedoch nur rund 5 % der Beschäftigten ein sechsstelliges Einkommen.

Objektiv betrachtet sehe ich somit keinerlei Indikator dafür, dass du ,,schlecht" alimentiert wirst. Daher würde mich ernsthaft interessieren, was genau für dich unter ,,dumm und dämlich verdienen" fällt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ja, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung habe ich an dieser Stelle kalkulatorisch vernachlässigt. Im Gegenzug stehen diesen Abzügen jedoch auch substanzielle Leistungsvorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber.

Ich möchte keineswegs den Eindruck erwecken, jemanden vorführen oder bekehren zu wollen. Dennoch erscheinen mir viele der hier getätigten Aussagen schlichtweg nicht plausibel – weshalb ich zumindest darum bemüht bin, eure Perspektive nachzuvollziehen.

 Lieben Gruß


Schneewitchen

Zitat von: cookiedent in Gestern um 20:09Lass mich raten, waren das jüngere Kollegen?
Also welche, die vor den Streichungen von Urlaubs- und Weihnachtgeld, den nicht übernommen Tarifabschlüssen, verschiedenen Beförderungsstops und der Mitfinanzierung der Pensionsrücklage usw. angefangen haben?

In all meiner Bescheidenheit wäre ich ja schon zufrieden, wenn ich das Geld nachbezahlt bekäme, was mir gestrichen wurde und die laufende Besoldung auf den alten Stand angehoben würde.
Ich wäre dann natürlich direkt auf dem Weg zum Porsche Händler und würde diesen fragen, wieviel Rabatt es bei Barzahlung gibt.
Allerdings ist meine Hoffung darauf sehr gering, dem FM wird schon noch etwas kreatives einfallen, damit es nur das Bobbycar wird.


Jepp, das war heute ein jüngere Kollege. Ich verstehe die Intention, Deiner FrageEs ist halt alles relativ....
Deus hic finitur

AR76

Uh, hier kann man schon Profile erstellen, bestimmt sitzt jemand im FM bereits dran und will dann hier abwerben..  ;D

Ich hoffe, es wird nicht das Hamburger Modell, da die nicht im Ansatz amtsangemessene Zahlung ja nicht zur Pension zählt. Und in Hamburg kam ja mit der Arbeitszeiterhöhung sogar ein Minus raus. Das nenne ich mal richtig dreist.

BÜRGERFREUNDLICH

Zitat von: Casiopeia1981 in Gestern um 18:21Für eure Gesundheit ist es besser, jetzt erstmal bis September eine Pause einzulegen.

Das ewige Gernögele hier ist ja schrecklich.

Im Sommer sollte das Gesetz vorgelegt werden und siehe da, im Spätsommer kommt es.

Aber wahrscheinlich hat der eine oder andere hier in der Beamtenblase sowieso den Sinn für die reale Welt verloren. Denn anders kann ich diese sinnfreie Schwadroniererei des einen oder der anderen nicht erklären.

"Aber wahrscheinlich hat der eine oder andere hier in der Beamtenblase sowieso den Sinn für die reale Welt verloren."

Wie sieht denn die reale Welt konkret aus?

Schneewitchen

#2332
Zitat von: BeamterNRW in Gestern um 20:42Puh, mich komplett passiv zu verhalten, gelingt mir nun leider doch nicht. Mich würde nämlich brennend Folgendes interessieren:

Frage an Robertbob und Schneewitchen:
Ihr scheint ja bereits sehr lange dabei zu sein. Wenn ihr euch seit Jahrzehnten derart hintergangen fühlt, weshalb habt ihr dann nicht den Beamtenstatus aufgegeben und seid zu einem Arbeitgeber der Privatwirtschaft gewechselt?
Ich kann das – völlig ohne Polemik – schlichtweg nicht nachvollziehen. Wenn ich mich über Jahre hinweg schlecht behandelt oder unzureichend wertgeschätzt fühlen würde, zöge ich die Konsequenzen und ginge. Ich würde keinesfalls darauf hoffen, dass sich meine Situation durch externe Einflüsse irgendwann magisch verbessert.

Zudem würde mich interessieren, was genau mit der Aussage gemeint ist: ,,Ich habe tolle Jahre mitgemacht, wo die Konjunktur richtig gebrummt hat und man für den öD kaum vernünftige Leute gefunden hat, weil die Guten eben sich in der Wirtschaft dumm und dämlich verdient haben." Was bedeutet denn in diesem Kontext ,,dumm und dämlich verdienen"?

Sofern ich die Informationen richtig in Erinnerung habe, dürfte folgende Konstellation in etwa auf dich, Schneewitchen, zutreffen:

-Beruflicher Status: Du berichtest wiederholt von ehemaligen Kommilitonen. Das impliziert mindestens eine Zuordnung zum gehobenen, wenn nicht gar zum höheren Dienst. Nach 36 Dienstjahren dürftest du bei A 13 und in der höchsten Erfahrungsstufe angekommen sein. Dies nehme ich zumindest an, da du durchblicken ließest, durchaus leistungsorientiert zu sein bzw. gewesen zu sein. Solltest du nach dieser Dienstzeit nicht im Endamt angekommen sein, müsste man die eigene Leistung sowie das berufliche Selbtstbild wohl einmal ernsthaft hinterfragen. Das ist zumindest meine Auffassung beziehungsweise die Konsequenz, die ich daraus ziehen würde.
- Familienstand: Ich meine mich zu erinnern, dass du von vier (?) Kindern berichtet hast. Demnach müsste deine Grundbesoldung um beträchtliche Familienzuschläge ergänzt werden.
- Erwerbsmodell: Möglicherweise war es Ironie deinerseits, jedoch hast du hinsichtlich des Partnereinkommens stets den Eindruck vermittelt, dass deine Frau nicht erwerbstätig ist und somit das ,,klassische" Alleinverdiener-Modell auf dich zutrifft.

In der Konsequenz bedeutet dies Folgendes: Besoldungsgruppe A 13, Steuerklasse 3, Erfahrungsstufe 12 sowie gegebenenfalls ein Familienzuschlag für vier Kinder.

Demnach dürfte sich dein monatliches Nettoeinkommen etwa zwischen 5.500 € und 6.900 € bewegen (abhängig von der genauen Kinderzahl – wobei letztere in der Privatwirtschaft ohnehin keinen Arbeitgeber interessieren würde). Um ein vergleichbares Nettoeinkommen in der Privatwirtschaft zu erzielen, müsste man ein Bruttojahresgehalt zwischen ca. 102.000 € und 126.000 € generieren. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) erzielen in Deutschland jedoch nur rund 5 % der Beschäftigten ein sechsstelliges Einkommen.

Objektiv betrachtet sehe ich somit keinerlei Indikator dafür, dass du ,,schlecht" alimentiert wirst. Daher würde mich ernsthaft interessieren, was genau für dich unter ,,dumm und dämlich verdienen" fällt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ja, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung habe ich an dieser Stelle kalkulatorisch vernachlässigt. Im Gegenzug stehen diesen Abzügen jedoch auch substanzielle Leistungsvorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber.

Ich möchte keineswegs den Eindruck erwecken, jemanden vorführen oder bekehren zu wollen. Dennoch erscheinen mir viele der hier getätigten Aussagen schlichtweg nicht plausibel – weshalb ich zumindest darum bemüht bin, eure Perspektive nachzuvollziehen.

 Lieben Gruß


Zitat von: BeamterNRW in Gestern um 20:42Puh, mich komplett passiv zu verhalten, gelingt mir nun leider doch nicht. Mich würde nämlich brennend Folgendes interessieren:

Frage an Robertbob und Schneewitchen:
Ihr scheint ja bereits sehr lange dabei zu sein. Wenn ihr euch seit Jahrzehnten derart hintergangen fühlt, weshalb habt ihr dann nicht den Beamtenstatus aufgegeben und seid zu einem Arbeitgeber der Privatwirtschaft gewechselt?
Ich kann das – völlig ohne Polemik – schlichtweg nicht nachvollziehen. Wenn ich mich über Jahre hinweg schlecht behandelt oder unzureichend wertgeschätzt fühlen würde, zöge ich die Konsequenzen und ginge. Ich würde keinesfalls darauf hoffen, dass sich meine Situation durch externe Einflüsse irgendwann magisch verbessert.

Zudem würde mich interessieren, was genau mit der Aussage gemeint ist: ,,Ich habe tolle Jahre mitgemacht, wo die Konjunktur richtig gebrummt hat und man für den öD kaum vernünftige Leute gefunden hat, weil die Guten eben sich in der Wirtschaft dumm und dämlich verdient haben." Was bedeutet denn in diesem Kontext ,,dumm und dämlich verdienen"?

Sofern ich die Informationen richtig in Erinnerung habe, dürfte folgende Konstellation in etwa auf dich, Schneewitchen, zutreffen:

-Beruflicher Status: Du berichtest wiederholt von ehemaligen Kommilitonen. Das impliziert mindestens eine Zuordnung zum gehobenen, wenn nicht gar zum höheren Dienst. Nach 36 Dienstjahren dürftest du bei A 13 und in der höchsten Erfahrungsstufe angekommen sein. Dies nehme ich zumindest an, da du durchblicken ließest, durchaus leistungsorientiert zu sein bzw. gewesen zu sein. Solltest du nach dieser Dienstzeit nicht im Endamt angekommen sein, müsste man die eigene Leistung sowie das berufliche Selbtstbild wohl einmal ernsthaft hinterfragen. Das ist zumindest meine Auffassung beziehungsweise die Konsequenz, die ich daraus ziehen würde.
- Familienstand: Ich meine mich zu erinnern, dass du von vier (?) Kindern berichtet hast. Demnach müsste deine Grundbesoldung um beträchtliche Familienzuschläge ergänzt werden.
- Erwerbsmodell: Möglicherweise war es Ironie deinerseits, jedoch hast du hinsichtlich des Partnereinkommens stets den Eindruck vermittelt, dass deine Frau nicht erwerbstätig ist und somit das ,,klassische" Alleinverdiener-Modell auf dich zutrifft.

In der Konsequenz bedeutet dies Folgendes: Besoldungsgruppe A 13, Steuerklasse 3, Erfahrungsstufe 12 sowie gegebenenfalls ein Familienzuschlag für vier Kinder.

Demnach dürfte sich dein monatliches Nettoeinkommen etwa zwischen 5.500 € und 6.900 € bewegen (abhängig von der genauen Kinderzahl – wobei letztere in der Privatwirtschaft ohnehin keinen Arbeitgeber interessieren würde). Um ein vergleichbares Nettoeinkommen in der Privatwirtschaft zu erzielen, müsste man ein Bruttojahresgehalt zwischen ca. 102.000 € und 126.000 € generieren. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) erzielen in Deutschland jedoch nur rund 5 % der Beschäftigten ein sechsstelliges Einkommen.

Objektiv betrachtet sehe ich somit keinerlei Indikator dafür, dass du ,,schlecht" alimentiert wirst. Daher würde mich ernsthaft interessieren, was genau für dich unter ,,dumm und dämlich verdienen" fällt.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Ja, die Beiträge zur privaten Krankenversicherung habe ich an dieser Stelle kalkulatorisch vernachlässigt. Im Gegenzug stehen diesen Abzügen jedoch auch substanzielle Leistungsvorteile gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber.

Ich möchte keineswegs den Eindruck erwecken, jemanden vorführen oder bekehren zu wollen. Dennoch erscheinen mir viele der hier getätigten Aussagen schlichtweg nicht plausibel – weshalb ich zumindest darum bemüht bin, eure Perspektive nachzuvollziehen.

 Lieben Gruß



Donnerwetter, da bist Du ja richtig investigativ unterwegs gewesen und hast viele Fakten über mich zusammengetragen. Allein die Konklusionen gehen fehl. Dennoch eine respektables Ergebnis. Das riecht ja fast nach LKA!?😁

Eines will ich Dir gerne noch verraten. Ich bin Seiteneinsteiger, soweit man das noch nach all der Zeit von sich behaupten kann.

Ich habe ein Fach studiert und in der sog. freien Wirtschaft einen Job gemacht, der mich zu einer bestimmten Zeit interessant gemacht hat für eine Bundesbehörde, die genau so einen wie mich gesucht hat.

Aus vielen Gründen, u.a. weil ich in meinem Job viel auf Dienstreise war, hatte ich irgendwie Interesse an einer Veränderung. Das Projekt, was diese Behörde damals vor der Brust hatte, hat mich sehr gereizt. Ich habe mich darauf eingelassen und habe es nicht bereut, obgleich ich hohe Gehaltseinbußen hinnehmen musste. Damals habe ich halt meine Jobs nicht unbedingt nach Bezahlung sondern nach Herausforderung ausgewählt.

Ich habe diese damalige Entscheidung niemals wirklich bereut und habe schnell gemerkt, dass ich Beamter mit voller Überzeugung bin.

Ich bekleide jetzt ein Stelle, in der ich einen echten Mehrwert für die Bürger in "meinem" Dienstbereich erziele. Auch das mache ich mit Überzeugung und Nachdruck, was mir nicht nur "Freunde" im dienstlichen Umfeld beschert.

Mein Dienst ist erfüllend und ist maximal flexibel, da ich wie ein Freiberufler arbeiten kann.

Die Besoldung ist der einzige Wermutstropfen an der Sache. Und ja, damit bin ich schon seit Jahren unzufrieden. Und nein, meine Familie und ich müssen nicht hungern. Dennoch stört es mich massiv, dass wir seit Jahren hinter die Fichte geführt werden.

Ja, diesen Unmut artikulieren ich. Ja, ich misstrauen meinem aktuellen DH, so wie ich allen meinen Dh bisher misstraut habe, weil die alle zu allen Zeiten immer nur auf unsere Kosten gespart haben.

Das ist für mich aber nur ein Aspekt aus dem Gesamtpaket. Ansonsten liebe ich meine Tätigkeit und das Gefühl, mit meinem Sachverstand der Gesellschaft bzw. einem Teil davon, dienlich sein zu können.

Daher könnte ich mir keine bessere, sinnstiftendere Tätigkeit vorstellen.

Davon abgesehen: In 4,5 Jahren gehe ich in den Ruhestand. Da würde es jetzt sicher Sinn machen, die Beamtenlaufbahn aufzugeben und wieder zurück in die Wirtschaft zu gehen.

Die Besoldung ist ein Ärgernis, nicht so sehr, weil ich die vorenthaltene Besoldung so dringend bräuchte. Es geht mir um den Umgang mit uns Beamten, mit der angeblichen Wertschätzung, die keine ist, diesen ganzen Schummeleien der DH und die Beamtenhetze die wir über uns ergehen lassen dürfen, während unser DH verfassungsmässige Regeln einfach so ignoriert oder willkürlich umdeutet.

Nur deshalb würde ich aber niemals aus dem Dienst ausscheiden.

Deine Nachfrage zu meiner Aussage mit der brummenden Konjunktur: Was soll ich dazu noch sagen. Ich habe halt Studienkollegen, die in der Wirtschaft geblieben sind. Die haben sich immer gewundert, dass ich Beamter geworden bin. Die haben in den damaligen konjunkturellen Hochphasen  eben tolle, wenn auch fordernde Jobs gehabt und deutlich mehr Geld verdient als ich.

Anderswo dürfte das in diesen Zeiten nicht anders gewesen sein. Insofern haben sich die Leute in vielen Bereichen eben über hohe Gehälter und zusätzliche Annehmlichkeiten freuen können, während man selbst in diesen Zeiten bei uns Beamten den Rotstift mit Verweis auf die schwierige Haushatssituation angesetzt hat.

Und noch eine Zusatzinfo: Wäre ich damals nicht in den öD gegangen und hätte meine vorherige berufliche Planung weiter verfolgt, dann würde ich heute so etwa 1500,- bis 1.800,- Euro mehr verdienen.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt erwartet, dass man mich so bezahlt, wie ich in der freien Wirtschaft bezahlt worden wäre.

Ich erwarte aber, dass man meinen Sold in der Höhe auszahlt, der mir nach den geltenden Regeln zusteht. Das aber wurde mir bzw. uns über viele Jahre vorenthalten.

Und ja, dass macht mich sauer......
Deus hic finitur

Schneewitchen

Zitat von: AR76 in Gestern um 21:34Uh, hier kann man schon Profile erstellen, bestimmt sitzt jemand im FM bereits dran und will dann hier abwerben..  ;D

Ich hoffe, es wird nicht das Hamburger Modell, da die nicht im Ansatz amtsangemessene Zahlung ja nicht zur Pension zählt. Und in Hamburg kam ja mit der Arbeitszeiterhöhung sogar ein Minus raus. Das nenne ich mal richtig dreist.

abwerben oder abstrafen......!?
Deus hic finitur

AltStrG

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 22:06Donnerwetter, da bist Du ja richtig investigativ unterwegs gewesen und hast viele Fakten über mich zusammengetragen. Allein die Konklusionen gehen fehl.

Eines will ich Dir gerne noch verraten. Ich bin Seiteneinsteiger, soweit man das noch nach all der Zeit von sich behaupten kann.

Ich habe ein Fach studiert und in der sog. freien Wirtschaft einen Job gemacht, der mich zu einer bestimmten Zeit interessant gemacht hat für eine Bundesbehörde, die genau so einen wie mich gesucht hat.

Aus vielen Gründen, u.a. weil ich in meinem Job viel auf Dienstreise war, hatte ich irgendwie Interesse an einer Veränderung. Das Projekt, was diese Behörde damals vor der Brust hatte, hat mich sehr gereizt. Ich habe mich darauf eingelassen und habe es nicht bereut, obgleich ich hohe Gehaltseinbußen hinnehmen musste. Damals habe ich halt meine Jobs nicht unbedingt nach Bezahlung sondern nach Herausforderung ausgewählt.

Ich habe diese damalige Entscheidung niemals wirklich bereut und habe schnell gemerkt, dass ich Beamter mit voller Überzeugung bin.

Ich bekleide jetzt ein Stelle, in der ich einen echten Mehrwert für die Bürger in "meinem" Dienstbereich erziele. Auch das mache ich mit Überzeugung und Nachdruck, was mir nicht nur "Freunde" im dienstlichen Umfeld beschert.

Mein Dienst ist erfüllend und ist maximal flexibel, da ich wie ein Freiberufler arbeiten kann.

Die Besoldung ist der einzige Wermutstropfen an der Sache. Und ja, damit bin ich schon seit Jahren unzufrieden. Und nein, meine Familie und ich müssen nicht hungern. Dennoch stört es mich massiv, dass wir seit Jahren hinter die Fichte geführt werden.

Ja, diesen Unmut artikulieren ich. Ja, ich misstrauen meinem aktuellen DH, so wie ich allen meinen Dh bisher misstraut habe, weil die alle zu allen Zeiten immer nur auf unsere Kosten gespart haben.

Das ist für mich aber nur ein Aspekt aus dem Gesamtpaket. Ansonsten liebe ich meine Tätigkeit und das Gefühl, mit meinem Sachverstand der Gesellschaft bzw. einem Teil davon, dienlich sein zu können.

Daher könnte ich mir keine bessere, sinnstiftendere Tätigkeit vorstellen.

Davon abgesehen: In 4,5 Jahren gehe ich in den Ruhestand. Da würde es jetzt sicher Sinn machen, die Beamtenlaufbahn aufzugeben und wieder zurück in die Wirtschaft zu gehen.

Die Besoldung ist ein Ärgernis, nicht so sehr, weil ich die vorenthaltene Besoldung so dringend bräuchte. Es geht mir um den Umgang mit uns Beamten, mit der angeblichen Wertschätzung, die keine ist, diesen ganzen Schummeleien der DH und die Beamtenhetze die wir über uns ergehen lassen dürfen, während unser DH verfassungsmässige Regeln einfach so ignoriert oder willkürlich umdeutet.

Nur deshalb würde ich aber niemals aus dem Dienst ausscheiden.

Deine Nachfrage zu meiner Aussage mit der brummenden Konjunktur: Was soll ich dazu noch sagen. Ich habe halt Studienkollegen, die in der Wirtschaft geblieben sind. Die haben sich immer gewundert, dass ich Beamter geworden bin. Die haben in den damaligen konjunkturellen Hochphasen  eben tolle, wenn auch fordernde Jobs gehabt und deutlich mehr Geld verdient als ich.

Anderswo dürfte das in diesen Zeiten nicht anders gewesen sein. Insofern haben sich die Leute in vielen Bereichen eben über hohe Gehälter und zusätzliche Annehmlichkeiten freuen können, während man selbst in diesen Zeiten bei uns Beamten den Rotstift mit Verweis auf die schwierige Haushatssituation angesetzt hat.

Und noch eine Zusatzinfo: Wäre ich damals nicht in den öD gegangen und hätte meine vorherige berufliche Planung weiter verfolgt, dann würde ich heute so etwa 1500,- bis 1.800,- Euro mehr verdienen.

Ich habe zu keinem Zeitpunkt erwartet, dass man mich so bezahlt, wie ich in der freien Wirtschaft bezahlt worden wäre.

Ich erwarte aber, dass man meinen Sold in der Höhe auszahlt, der mir nach den geltenden Regeln zusteht. Das aber wurde mir bzw. uns über viele Jahre vorenthalten.

Und ja, dass macht mich sauer......

Aus der Sicht eines Nicht-Beamten, der noch mehr verdient:

Ich würde mich hier schlicht nicht rechtfertigen, schon gar nicht auf das Posting eines Users.

Schneewitchen

#2335
Zitat von: AltStrG in Gestern um 22:18Aus der Sicht eines Nicht-Beamten, der noch mehr verdient:

Ich würde mich hier schlicht nicht rechtfertigen, schon gar nicht auf das Posting eines Users.

Doch, wenn man mich schon analysiert, dann bekommt man auch eine Antwort. Das war mir an der Stelle schon ein Anliegen, wird sich so aber auch sicher nicht wiederholen.

In Teilen war dieser Beitrag anmaßend. Das lasse ich nicht so im Raum stehen. Ich habe jetzt mal meine tatsächliche Intentionen und Motivationen dargestellt. Das war mir wichtig. Ich wollte das nicht einer Person per Fernanalyse und anhand zusammengetragener "Indizien" überlassen. Weitergehenden "intime" Fakten zu meiner Person habe ich jetzt auch nicht öffentlich gemacht. Würde ich auch nicht tun.

Damit hat sich das jetzt.

Allerdings zeigt mir das auch, was man hier mit etwas Mühe so alles zusammentragen kann und tatsächlich dann auch tut. Schon unglaublich diese Akrebie!

Dem werde ich für die Zukunft hier im Forum schon Rechnung tragen.

Deus hic finitur

Max_Muster

Zitat von: Schneewitchen in Gestern um 22:23Doch, wenn man mich schon analysiert, dann bekommt man auch eine Antwort. Das war mir an der Stelle schon ein Anliegen, wird sich so aber auch sicher nicht wiederholen.

Allerdings zeigt mir das auch, was man hier mit etwas Arbeit so alles zusammentragen kann.

Dem werde ich für die Zukunft hier im Forum schon Rechnung tragen.
Hallo Schneewittchen,
wir scheinen sehr ähnliche Lebensumstände zu haben wie mir scheint. Erstaunlich ähnlich und auch ich bin Seiteneinsteiger.
Auch ich hatte das Glück vor meinem Umstieg in den ÖD exorbitant zu verdienen, aber ein Leben zu führen, dass nicht familienfreundlich war. Auch ich bin mit weniger Geld zufrieden. Trotzdem muss es der Leistung angemessen sein und trotzdem muss die getragene Verantwortung angemessen gewürdigt werden. Es stimmt: in der freien Wirtschaft wäre ein Wechsel bei entsprechender Qualifikation relativ einfach, im ÖD müssen wir uns auf unseren DH verlassen. Zu bemerken, dass dieser immer wieder in die Trickkiste greift um das nicht zu tun darf schon frustrieren, nicht beruflich, aber was die fiskale Würdigung angeht schon.

Casiopeia1981

Zitat von: BÜRGERFREUNDLICH in Gestern um 21:36"Aber wahrscheinlich hat der eine oder andere hier in der Beamtenblase sowieso den Sinn für die reale Welt verloren."

Wie sieht denn die reale Welt konkret aus?


Die sieht so aus, dass das Wasserglas eines Beamten in NRW in jedem Fall mehr halbvoll als halbleer ist.

Mittlerweile würde ich mich in meiner schadenfreudigen Art freuen, wenn der FM die viel zu hohen Familienzuschläge umlegen würde auf die Grundbesoldung.

Da würde die eine oder andere Raupe nimmer satt im Forum genauso unter dem Strich in die Röhre gucken wie die Reinigungskraft, der Pförtner, der Hausmeister oder der Bote in der Behörde, der kein Beamter ist.

Schneewitchen

Zitat von: Max_Muster in Gestern um 22:41Hallo Schneewittchen,
wir scheinen sehr ähnliche Lebensumstände zu haben wie mir scheint. Erstaunlich ähnlich und auch ich bin Seiteneinsteiger.
Auch ich hatte das Glück vor meinem Umstieg in den ÖD exorbitant zu verdienen, aber ein Leben zu führen, dass nicht familienfreundlich war. Auch ich bin mit weniger Geld zufrieden. Trotzdem muss es der Leistung angemessen sein und trotzdem muss die getragene Verantwortung angemessen gewürdigt werden. Es stimmt: in der freien Wirtschaft wäre ein Wechsel bei entsprechender Qualifikation relativ einfach, im ÖD müssen wir uns auf unseren DH verlassen. Zu bemerken, dass dieser immer wieder in die Trickkiste greift um das nicht zu tun darf schon frustrieren, nicht beruflich, aber was die fiskale Würdigung angeht schon.
Hallo Max_Muster,
danke Dir für Deine Wortegenau das ist meine Denke.

Die Ähnlichkeit unserer beruflichen/ dienstlichen Werdegänge und den damit verbundenen Motivationen ist schon lustig😁!

Dir noch einen schönen Abend😀!

Deus hic finitur

Schneewitchen

Zitat von: Casiopeia1981 in Gestern um 22:58Die sieht so aus, dass das Wasserglas eines Beamten in NRW in jedem Fall mehr halbvoll als halbleer ist.

Mittlerweile würde ich mich in meiner schadenfreudigen Art freuen, wenn der FM die viel zu hohen Familienzuschläge umlegen würde auf die Grundbesoldung.

Da würde die eine oder andere Raupe nimmer satt im Forum genauso unter dem Strich in die Röhre gucken wie die Reinigungskraft, der Pförtner, der Hausmeister oder der Bote in der Behörde, der kein Beamter ist.

Oh ja, das wäre der Stoff aus dem die Schadenfreude gemacht wäre, wenn  man einen Hass auf Beamte hat.

Man verlagert die FamZ in die Grundbesoldung, verstetigt diese Beträge damit und macht selbige auch noch ruhegehaltsfähig.

Da werden aber einige Beamte richtig blöd aus der Wäsche gucken bei so viel Hinterlist des DH.
Deus hic finitur