Autor Thema: Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k  (Read 225710 times)

BTSV1

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Antw:Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k
« Antwort #1530 am: 12.11.2019 09:41 »
Die 5000€ Brutto ist die Differenz zwischen E9a St5 und der alten E9k St3 rückwirkend zum 01.01.19 .    Das sind rund 400€ Brutto pro Monat.

Plus Weihnachtsgeld was im November vom falschen Bruttolohn berechnet wird.....

Ich musste mal 9,37 Euro zurückzahlen. Da ist irgendetwas falsch gelaufen. Dafür hatte ich 7 Tage Zeit.... Soviel zu diesem Thema der Vorfreude....

Na jedenfalls nimmst Du es mit Humor...oder sehe ich es nur humorvoll?
Ich kann Dich aber verstehen, ist so ähnlich wie beim Finanzamt ;-)

Trotzdem darfst Du Dich darauf freuen?

Ich nehme mich mal als Beispiel:
Ich habe seit eh und je die Stufe 4 in der E9k und wandere mit meinem Brutto nur höher in Richtung St5 und St6, weil ich die tarifliche Erhöhung bei den jeweiligen Verhandlungen erhalten habe. Eine echte Stufe 5 und Stufe 6 hatte ich nie.
Nur in diesem Jahr gibt es eine kleine Rückzahlung von 01-06 ca., aber die längeren Stufenlaufzeiten, wo mir auf viele Jahre das höhere Brutto fehlte, das erhalte ich nicht.
Oder wird das soweit zurück gerechnet, dass gesagt wird, die Zeit, die ich länger in der Stufe 3 in Richtung Stufe 4 verbracht habe, wird mir anhand des verloren gegangenen Bruttos wieder gutgeschrieben?
Ich glaube nicht...also freue Dich drauf ;-)

Ich freue mich. Habe 2 Jahre gespart um von der alten "E9k" Stufe 3 in 4, jetzt in die neue Stufe 5 zukommen. Sprich 2 Jahre eher 400 Euro brutto mehr. Daher ist alles gut und ich bekomme das Geld ja  rückwirkend zum 01.01.2019. Halt nur ein Jahr später.  Es geht halt nur um das Prinzip.

Niqui

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Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k
« Antwort #1531 am: 12.11.2019 11:20 »
Hallo zusammen,

habe mal eine Frage. Ich bin seit 01.02.2015 in der E9 "klein" Stufe 2. Wenn ich es richtig verstanden habe, würde ich nun rückwirkend zum 1. Januar 2019 in die E9 Stufe 3 Jahr 2 kommen.

Nun veröffentlich mein LBV (Baden-Württemberg) folgendes auf der Homepage:

Für die Mehrzahl der Beschäftigten ergibt sich durch die neue Stufenzuordnung in E9a keine Änderung im Tabellenentgelt. Eine Ausnahme liegt vor, bei Beschäftigten, die sich zum 01.01.2019 zwischen dem fünften und neunten Jahr in Entgeltstufe 3 befunden haben. Diese Beschäftigten werden direkt der Entgeltstufe 5 der Entgeltgruppe E9a zugeordnet und erhalten dadurch ein höheres Tabellenentgelt.

Für mich ergibt sich doch sehr wohl eine höheres Entgelt oder sehe ich da was falsch?

Wastelandwarrior

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Antw:Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k
« Antwort #1532 am: 12.11.2019 11:54 »
Es gibt 2 verschiedene Beschäftigtengruppen, die aus EG9 mit besonderen Stufenlaufzeiten in EG 9a übergeleitet werden. Beschäftigte mit ehemaligen Angestellten- und solche mit ehemaligen Arbeitertätigkeiten.

Der Satz ist für die mit ehemaligen Angestelltentätigkeiten.

Es fehlt der Hinweis, dass die Beschäftigten mit ehemaligen Arbeitertätigkeiten, die am 01.01.2019 in Stufe 3 waren, für die Dauer der Stufenlaufzeit der Stufe 3 das Entgelt der Stufe 4 gezahlt bekommen.

Oskar

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Antw:Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k
« Antwort #1533 am: 12.11.2019 14:04 »
Ich habe die Tage mal beim Landesamt der Finanzen in M-V nachgefragt wann die rückwirkende Anpassung der Stufen in der EG9a erfolgen wird. Die Auskunft war schon sehr schockierend. Sie haben bis jetzt noch keine Durchführungsbestimmungen und gehen auch nicht davon aus, dass es dieses Jahr noch etwas wird.

Ebenso soll ich nach jetzigen Stand 7 Jahre und 11 Monate in der EG9 St.3 nicht wie in der veröffentlichen Tabelle in die EG9a St5 kommen, sondern erst nach in der ehemaligen "kleinen" 9 verbrachten 9 Jahren. >:( >:(


Mahlzeit

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Antw:Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k
« Antwort #1534 am: 12.11.2019 18:57 »
Auch MV ist tarifgebunden 😉

nichts_tun

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Antw:Tarifrunde 2019 - E9a/E9b/E9k
« Antwort #1535 am: 12.11.2019 21:06 »
Ich habe die Tage mal beim Landesamt der Finanzen in M-V nachgefragt wann die rückwirkende Anpassung der Stufen in der EG9a erfolgen wird. Die Auskunft war schon sehr schockierend. Sie haben bis jetzt noch keine Durchführungsbestimmungen und gehen auch nicht davon aus, dass es dieses Jahr noch etwas wird.

Ebenso soll ich nach jetzigen Stand 7 Jahre und 11 Monate in der EG9 St.3 nicht wie in der veröffentlichen Tabelle in die EG9a St5 kommen, sondern erst nach in der ehemaligen "kleinen" 9 verbrachten 9 Jahren. >:( >:(

Die "Durchführungsbestimmungen" sind § 29b Abs. 2 oder 3 TVÜ-L geregelt. Aber vermutlich liegt es wieder an der EDV... Sofern du eine besondere Stufenlaufzeit von 5 Jahren in Stufe 2 hattest, bist du in EG 9a, Stufe 5 übergeleitet (§ 29b Abs. 3 TVÜ-L), ansonsten in Stufe 4 (§ 29b Abs. 2 TVÜ-L).

Oskar

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« Antwort #1536 am: 13.11.2019 07:20 »
Ich habe die Tage mal beim Landesamt der Finanzen in M-V nachgefragt wann die rückwirkende Anpassung der Stufen in der EG9a erfolgen wird. Die Auskunft war schon sehr schockierend. Sie haben bis jetzt noch keine Durchführungsbestimmungen und gehen auch nicht davon aus, dass es dieses Jahr noch etwas wird.

Ebenso soll ich nach jetzigen Stand 7 Jahre und 11 Monate in der EG9 St.3 nicht wie in der veröffentlichen Tabelle in die EG9a St5 kommen, sondern erst nach in der ehemaligen "kleinen" 9 verbrachten 9 Jahren. >:( >:(

Die "Durchführungsbestimmungen" sind § 29b Abs. 2 oder 3 TVÜ-L geregelt. Aber vermutlich liegt es wieder an der EDV... Sofern du eine besondere Stufenlaufzeit von 5 Jahren in Stufe 2 hattest, bist du in EG 9a, Stufe 5 übergeleitet (§ 29b Abs. 3 TVÜ-L), ansonsten in Stufe 4 (§ 29b Abs. 2 TVÜ-L).

Ich bin damals gleich in die EG9 Stufe 3 gekommen mit einer verlängerten Stufenlaufzeit von 9 Jahren und müsste rückwirkend zum 01.01.2019 in die EG9a Stufe 5 kommen laut der veröffentlichten Tabelle(§ 29b Abs. 3 TVÜ-L).
Das haben die dort aber nicht auf dem Schirm.

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« Antwort #1537 am: 13.11.2019 07:48 »
Das haben die dort aber nicht auf dem Schirm.
Kommt noch ...

Oskar

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« Antwort #1538 am: 13.11.2019 08:00 »
Die hier mal erwähnte Verzugspauschale müsste man wo geltend machen? Direkt über einen Anwalt oder den AG oder das Besoldungsamt anschreiben und diese unter Anmahnung von rechtlichen Schritten einfordern?

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« Antwort #1539 am: 13.11.2019 08:03 »
Die hier mal erwähnte Verzugspauschale müsste man wo geltend machen? Direkt über einen Anwalt oder den AG oder das Besoldungsamt anschreiben und diese unter Anmahnung von rechtlichen Schritten einfordern?
Meinst du jene Verzugspauschale, die laut BAG nicht zur Anwendung kommt?

Geist

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« Antwort #1540 am: 13.11.2019 08:24 »
Ich bin damals gleich in die EG9 Stufe 3 gekommen mit einer verlängerten Stufenlaufzeit von 9 Jahren und müsste rückwirkend zum 01.01.2019 in die EG9a Stufe 5 kommen laut der veröffentlichten Tabelle(§ 29b Abs. 3 TVÜ-L).
Das haben die dort aber nicht auf dem Schirm.

Um es (auch für weitere Fragenden in diesem Kontext) vereinfacht darzustellen:

Wer 2015 in der Stufe drei war kommt 2019 in die 5 (zum gleichen Monat, wie beim Eintritt Stufe 3)
Wer 2014 in der Stufe vier war kommt 2019 in die 6 (zum gleichen Monat, wie beim Eintritt Stufe 4)

Oskar

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« Antwort #1541 am: 13.11.2019 08:26 »
Die hier mal erwähnte Verzugspauschale müsste man wo geltend machen? Direkt über einen Anwalt oder den AG oder das Besoldungsamt anschreiben und diese unter Anmahnung von rechtlichen Schritten einfordern?
Meinst du jene Verzugspauschale, die laut BAG nicht zur Anwendung kommt?

Ja genau, ich habe da mal etwas gestöbert. Viele ArbG und LArbG urteilen weiter ohne Beachtung des BAG Urteiles und es wird in den wenigsten Fällen in Berufung gegangen.

Oskar

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« Antwort #1542 am: 13.11.2019 08:29 »
Ich bin damals gleich in die EG9 Stufe 3 gekommen mit einer verlängerten Stufenlaufzeit von 9 Jahren und müsste rückwirkend zum 01.01.2019 in die EG9a Stufe 5 kommen laut der veröffentlichten Tabelle(§ 29b Abs. 3 TVÜ-L).
Das haben die dort aber nicht auf dem Schirm.

Um es (auch für weitere Fragenden in diesem Kontext) vereinfacht darzustellen:

Wer 2015 in der Stufe drei war kommt 2019 in die 5 (zum gleichen Monat, wie beim Eintritt Stufe 3)
Wer 2014 in der Stufe vier war kommt 2019 in die 6 (zum gleichen Monat, wie beim Eintritt Stufe 4)

Geist...ich weiß es und habe nur die Aussage der Bearbeiterin wiedergegeben. Es lässt einen Erschrecken, dass die dort keine Plan haben. Es ist doch schon lange in mehreren Quellen veröffentlicht und sollte auch dort schon mal angekommen sein.

TV-Ler

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« Antwort #1543 am: 13.11.2019 08:37 »
Es ist doch schon lange in mehreren Quellen veröffentlicht und sollte auch dort schon mal angekommen sein.
Für die Sachbearbeiter existieren diese Veröffentlichungen erst dann, wenn sie dienstlich bekannt gegeben wurden.
Und das ist nicht einmal verkehrt. Denn letztlich kommt es für die Sachbearbeiter auf die Durchführungshinweise an, die eine einheitliche Rechtsanwendung sicherstellen sollen.

Wastelandwarrior

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« Antwort #1544 am: 13.11.2019 08:48 »
Nunja… da man von Beschäftigten, die gründliche, umfassende Fachkenntnisse und selbstständige Leistungen beanspruchen auch erwarten können muss, dass sie sich selbständig ein Bild der Rechtslage machen und entsprechend handeln, verstehe ich nicht wirklich, warum alle auf die DFH warten. Dann würde auch EG 6 reichen...